Ich habe mich verführen lassen …

… nee, nicht vom Klempner, der gestern eigentlich kommen sollte, aber nicht kam …, sondern vom bösen Internet. Es hat mich dazu verführt mir ein sündhaft teures Pompom- Magazin …

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… zu kaufen (die spinnen wirklich die Briten – gerundet 17 Euronen und das auch nur, weil es nicht das aktuelle Magazin ist, das ist dann nochmal zwei Euro teurer, ist schon happig, aber was man will, will man und muss die Kohle rausrücken).

Das Titelmodell hatte es mir angetan. Es hatte nicht nur, es hat. So sehr, dass ich meinem Vorsatz keine neue Wolle zu kaufen, bevor ich von der vorrätigen etwas verstrickt habe, untreu geworden bin.
Die Firma Drops hatte wahrscheinlich so eine Ahnung und deswegen ihren Merino-Sale bis zum 12. 10. verlängert. Das hat mich gestern, als ich auf der Suche nach Wolle war, sehr glücklich gemacht.
Noch glücklicher hat mich der Umstand gemacht, dass mir heute um kurz nach Neun der Paketmensch schon meinen Wollschatz in die Hände gedrückt hat …

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Ich habe mich gegen die originale Farbzusammenstellung entschieden. Schwarz und Weiß ist chic, aber davon gibt es bei mir eine ganze Menge im Schrank.
Das Bild trifft die Farben nicht hundertprozentig … das Rot ist etwas dunkler und wärmer, es ist kein Hellblau, sondern ein kräftiges Blautürkis und das Gelb ist in etwa genau so scheußlich wie auf dem Bild (ich mag kein Gelb … draußen in der Natur finde ich es toll, aber an mir = schüttel, aber es passte am besten dazu … , aber mir gefällt die Kombination. Ein bisschen schräg, aber auf jeden Fall very English.

Am liebsten würde ich gleich anfangen, aber vielleicht sollte ich vorher erst einmal das Tuch beenden, das ich gerade auf den Nadeln habe …

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Ja, EsmeRalda überwacht das Ganze. Passt auf, dass ich nicht auf dumme Gedanken komme und abschweife. EsmeRalda ist eine ganz Strenge. Der Gatte hat regelmäßig Streit mit ihr …

Ich muss mich jetzt rüschen und raffen. Ich habe heute ein Date mit dem Gatten. Wir gehen, weil er schon gegen 13:30 Uhr Feierabend hat, Billard spielen und danach suchen wir Schuhe für den Gatten, damit wir das Geld nicht immer nur für mich ausgeben (stimmt nur bedingt – der Gatte isst mehr als ich, nimmt dabei aber weniger zu als ich … dabei fällt mir ein: am Mittwoch, als ich mit der großen Schwester telefonierte, beneidete ich sehr darum, dass sie sich Hosen gekauft hat, weil sie wollte … ich kaufe mir zurzeit Hosen, weil ich aus den alten herausgewachsen bin …).

Ach ja … blablabla … hierbei handelt es sich um Werbung – ganz freiwillig und selbst bezahlt.

Schönen Freitag!

Früher …

… in der Schule wollten sie meine Entschuldigung, dass eine Kuh auf den Gleisen gestanden hätte, nie akzeptieren. Warum nur? Denn heute hätte diese Entschuldigung der Wahrheit entsprochen.
Weil Rinder ausgebrochen und auf die Gleise gelaufen waren, aber keine Lust hatten sich einfangen oder zurücktreiben zu lassen, wurde heute Morgen der Zugverkehr auf der Strecke von Hamburg nach Lübeck und umgekehrt unterbrochen. Nix ging mehr.
Der Gatte, den ich so mühevoll aus dem Haus gewinkt hatte, kam wieder und holte sich das Auto, um pünktlich zur Arbeit zu kommen.
Das Kind und ich stiegen auf die U-Bahn um, damit wir pünktlich seinen Zug nach Berlin erreichen konnten.  Mussten aber viel zu früh los, weil auf der Strecke seit Samstag zwischen zwei Bahnhöfen Schienenersatzverkehr eingerichtet ist, da eine neue Haltestelle gebaut wird. Außerdem fahren die Züge, die sowieso nur alle halbe Stunde, nee, falsch – im Berufsverkehr alle 20 Minuten fahren, nur noch einmal in der Stunde das Reststück bis zu uns, bzw. von uns fahren.
So viel zu der früher müde belächelten Ausrede – Es stand ’ne Kuh auf den Gleisen. Heute hätte es gestimmt, wenn wir irgendwo zu spät gekommen wären.

Jetzt sitze ich hier völlig unentschuldigt, nach sechs schönen Tagen mit meinem Kind mutterseelenallein … der Gatte hat es vorgezogen an seinem ersten Arbeitstag nach dem Urlaub gleich ein paar Überstunden zu machen … auf dem Sofa und genieße ein bisschen das Alleinsein.
Vielleicht schaffe ich heute auch noch das wohl hässlichste Sockenpaar, das ich je gestrickt habe …

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… als ich das letzte Mal in Berlin war, drückte mir meine Mutter mit den Worten: „Hier! Strick mal zu Ende!! Ich schaff das nicht mehr.“ eine angefangene Socke in die Hand. Nun sitze ich hier und versuche meine Strickerei der von meine Mutter anzupassen, weil ich mich geweigert habe, alles wieder aufzutrennen und neu zu stricken. Im Grunde passen diese Socken an keine Füße mit der eigentlich angestrebten Größe 38, aber meine Mutters Wäschetrockner wird schon richten. Damit schrumpft sie immer ihre Socken … und alles andere.

Hund oder Katze vs. Kaffeevollautomat

Ich hatte überlegt, ob wir uns einen Hund oder eine Katze anschaffen. Da vieles dagegen sprach, haben wir einen Kaffeevollautomaten angeschafft.
Der braucht ähnlich viel Hege und Pflege – entweder will er mit gefüttert werden … Kaffeebohnen oder Wasser oder er möchte Gassi gehen etwas los werden … Trester oder ausgespuktes ich mach mich selber sauber Wasser. Von auf uns zukommende Filterwechsel und Entkalkungsaktionen (gerade kam für PhiLip, so heißt der gute, eine Packung Kaffeefettlöser-Drops … als Belohnung, wenn er besonders lieb war … an) will ich jetzt noch nicht reden, er ist schließlich noch ganz klein neu.
So ein Kaffeevollautomat hat den Vorteil, dass man ihn spontan alleine lassen kann, wenn es uns gelüstet ein Wochenende irgendwo hin zu entschwinden oder ich mal wieder wegen einer überstürzten Ich-habe-noch-eine-Mutter-Aktion nach Berlin muss. Man muss niemanden suchen und finden der sich um das Tier kümmert, wenn man nicht da ist oder suchen und finden wohin man das Tier mitnehmen darf.
Ein weiterer Vorteil ist die nun Geschichte gewordene, von mir schon immer nicht gemochte, Kapselkaffeemaschine des Gatten.
PhiLip macht bei der Arbeit nicht mehr Krach als dieses Kapselkaffeedingens. Und er macht mir sogar netten Milchschaum. Das könnte weder Hund noch Katze.
Ich glaube, das war eine gute Entscheidung.

Eine weitere gute Entscheidung war das Auftrennen des begonnenen Häkelkleides …

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… es sah ohne Zweifel hübsch aus, machte Spaß, aber da ich keinen Schmetterling häkeln wollte (der Gatte meinte, es sehe aus wie ein Schmetterling oder eine Schleife) und es ziemlich klar war, dass ich, wenn ich an den Seiten die Länge erreicht habe, in der Mitte wahrscheinlich gerade mal am Bauchnabel bin und mir dieser Ausschnitt eindeutig zu tief gewesen wäre, habe ich die Reißleine gezogen und mich getrennt … das unvollkommene Werk aufgetrennt.

Stattdessen habe ich zu den Stricknadeln gegriffen …

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… und verarbeite die Wolle jetzt strickender Weise.
Ja, es ist dieselbe Wolle. Die Farben auf dem unteren Bild sind ungefähr richtig. Ob es ein Strickkleid wird, weiß ich noch nicht. Vielleicht wird es nur ein Oversize-Pulli. Vielleicht wird es auch beides. Genug … fast genug Wolle hätte ich, da dieses „Kordelgarn“ wunderbar fluffig leicht und weich ist, eine Lauflänge von 175m/50g hat und mit NS 6 verarbeitet wird und häkeln deutlich mehr Garn verbraucht. Ich glaube, fabriziere einen groooooooßen, gemütlichen Pulli, der in keine Jacke passt und aus dem Rest mache ich ein Tuch. Die Wolle ist trotz hohem Wollanteil so unwollig, dass selbst ich Wollmimose, damit klar komme.

Eine weitere gute Entscheidung war das Abschneiden meiner  Fenchelblütenstände und ihre Einlagerung in die Schale, die ich unnützer Weise vom Ausflug, den ich mit dem Kind zu seinem Vater an der Ostsee gemacht hatte, aus einer Kirche mitgebracht habe …

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Den Fenchel hatte ich eigentlich für die Bienen gepflanzt. Der eine ist richtig schön geworden …

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… groß, üppig blühend und gut riechend. Leider gingen die Bienen nicht ran, weil der Fenchel immer voller Wespen war …

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Sehr, sehr lästig, weil die Wespen mehr denn je der Meinung waren, dass der Balkon ihrer ist. Draußen sitzen war unmöglich … fiel es wenigstens nur noch halb so unangenehm auf, dass man wegen der Hitze sowieso nicht draußen sitzen konnte s6vhaha.

Gestern hatte ich die Nase voll und habe mich mutig nach draußen gewagt und meinen Fenchel gefällt und in Vasen verteilt. Den Wespen missfiel diese Aktion eindeutig. Sie flogen danach äußerst aggressiv auf dem Balkon herum. Störte mich aber nicht weiter. Ich wollte sowieso nicht raus. Zu frisch. Genau wie heute. Heute war ich sogar so großzügig zu mir, dass ich in meinem Zimmer die Heizung angemacht habe.
Licht ist auch an. Die Düsternis war nicht auszuhalten. Warum kann das Wetter eigentlich nichts zwischen den Extremen? Von über 30° auf 13°-14° binnen drei Tagen ist schon etwas heftig. Umgekehrt ist/war es genauso heftig.
Und von Dauersonne an, auf Dauersonne aus, ist auch doof.

Genug gemault. Ich geh mich jetzt als selbstständige … ja, selbst und das ständig …  Hausfrau nützlich machen.

Ein Bild von einem Tuch …

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Ja, ich habe das Bona Notte- Tuch tatsächlich fertig bekommen. Es liegt hier schon eine Weile fertig rum.

Zuerst lag es fertig rum, weil ich die Fäden vernähen musste … das waren ganz schön viele. Die einen der Strickart geschuldet, die anderen der Wolle geschuldet, die ab und zu und hin und wieder und gerne auch mal öfter Knoten zu Tage brachte.
Dann lag es herum, weil es keiner fotografiert hat. Aber heute. Heute war die Gelegenheit günstig.

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Das Tuch ist eine wirklich tolle, gelungene Konstruktion.

Ich habe mich in Ermangelung einer Schneidepuppe …

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… davon überzeugen können, dass das Tuch meine Schwester wärmen wird …

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… ganz bestimmt auch dann, wenn es keine 25° und mehr warm ist.

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An sich sitzt das Tuch ganz wunderbar, aber ich habe mir nichtsdestotrotz erlaubt zwei Knöpfe und zwei Ösen ans Tuch zu nähen …

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… sichert einen warmen Rücken/Nieren und gewährleistet freie Hände …

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… und das Tuch kann nirgends hineinfallen, wo es nicht unbedingt hinsoll. Wenn es nicht gefällt, kann sie beides einfach … naja, vielleicht nicht ganz einfach, weil die Erfahrung zeigt, dass Dinge, die ich annähe, bombensicher und nahezu bis in die Ewigkeit, eher zerfällt alles drumrum, halten … abtrennen.

Ja, Kleidung und Tuch harmonieren nicht unbedingt, aber Tuch und Temperatur auch nicht. Egal! Fertig ist fertig.

Verbraucht habe ich knapp 250g Wolle … ich habe die Banderolen versusst und nicht den geringsten Schimmer, was es war. Irgendetwas mit Alpaka und so ein „Strickschlauchgedöns“. Ganz edel und weich auf jeden Fall. Gestrickt habe ich mit Nadelstärke 3,5 … würde ich jetzt jedenfalls mal behaupten, aber je länger darüber nachdenke, desto mehr Zweifel kommen mir … also schnell veröffentlichen.

Im Grünen …

… sitzend, stricke ich aus Schlamm und Dreck, …

… so würde ich zumindest die Farben bezeichnen, einen Bona Notte.

Infiziert hat mich Frau Fadenkram mit ihrem wirklich überzeugenden Exemplar.

Mit dem Grundelement bin ich nahezu in der Zielgeraden, aber auch nur nahezu. Auf jeden Fall wird der Strickpfad ab jetzt immer schmaller … fast – einmal muss ich noch zu nehmen (in dem Fall sogar erlaubt und ohne Konsequenzen).

Das Strickfieber hat mich am 1. Mai am Nachmittag böse erwischt. Seit dem stricke ich, wann immer sich eine Gelegenheit bietet. So ein bisschen versuche ich damit auch Frust, Ärger und Hilflosigkeit zu kompensieren.

Hilft nur bedingt, aber die Vermutung liegt nahe, dass ich in Bälde ein schönes Tuch in den Händen halten werde.

Aus der Wolle sollte die große Schwester schon vor längerer Zeit ein Tuch bekommen. Im ersten Versuch wollte die Wolle aber nichts werden. Im aktuell zweiten Versuch scheint die Wolle zu wollen.

Ich hatte gerade Besuch im hintersten Eck des Gartens anderer Menschen. Erst hat sie sich erschreckt, dann kuckte sie mich ganz empört an. Nach hier hinten verläuft sich sonst kein Mensch. Außer wenn es wird jemand zum Mähen abkommandiert.

Ich muss betzt Schluss machen. Ich muss stricken.

Oh ja! Und wenn ich nicht treusorge …

… dann treffe ich mich mit meiner neuen Freundin … vielleicht …

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Dieses dicke Katzendings wohnt ein Stück weiter unten in unserer Straße. Ich kenne sie schon so lange wie der Gatte hier wohnt. Also auch schon zu den Zeiten, als ich hier noch nur Teilzeit wohnte.
Das Katzendings war immer sehr zurückhaltend und sah all die Jahre immer etwas abgerissen … ungepflegt … gezaust … räudig ums Fell aus. Eben wie eine dicke alte abgegriffene Katze.
Vorgestern als ich vom Einkaufen kam, saß das dicke Katzendings, so wie oben auf dem Bild zu sehen, die Sonne genießend im Vorgarten. Hatte wie immer kein Interesse an nix und niemanden.

Gestern als ich auf den Markt ging, um Fische zu fangen, lief sie mir über den Weg …

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Sie muss gerade von einem Ausflug zum Nachbarn auf der anderen Straßenseite wiedergekommen sein. Ich nutze die Gelegenheit und sprach sie an … machte ich sonst auch, wenn ich sie irgendwo faul rumliegen sah, aber sie sprach nie zurück.
Gestern machte sie eine Ausnahme …

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… gestern hat sie mich angemaunzt und ist mir um die Beine gestrichen. Vielleicht der Anfang einer wunderbaren Freundschaft … (der Gatte hat mir verboten das Katzendings mit nach Hause zu bringen…er hat Angst, dass ich dann nur noch das Dings flausche und nicht mehr ihn)

Und ja, die Katze hat dieses Jahr ein richtig schönes Fell. Ohne Löcher, Flecken, Zusammengeklebtes und schön glänzend … dick ist sie aber immer noch :O)).

Und wenn ich nicht treusorge und nicht mit dem dicken Katzendings flüstere, dann stricke ich …

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Es läuft im Moment richtig gut und macht Spaß.
Vielleicht weil ich alles anders mache. Mehr Maschen, anderes Bündchen, nur zwei statt drei Farben … eigentlich behalte ich nur das Muster und der Rest wird sich unterwegs finden. Auf jeden Fall ist das Teil sehr fotogen.

Jetzt muss ich los … Biathlon kucken und stricken. Die Mädels laufen Staffel. Da schaffe ich ein paar Reihen …