Wochenende rum – zack bumm!

Das Wochenende war in der Tat eins von der ganz schnellen Sorte. Es rauschte nur so davon.

Die Zeit mit der großen Schwester war wunderbar. Bei unserem gemeinsamen Spaziergang habe ich ein ganz großartiges Geschenk von ihr bekommen …

20180903_083917

… einen schicken alten, von Moos und Flechten bewohnten Ast.

20180903_083932_001 Kopie

Moos und Flechten finde ich toll. Sie sind so genügsam, dass sie quasi auf nichts wachsen und sind in ihrem Erscheinungsbild immer wieder anders. Besonders die Flechten sind sehr speziell. Damit sich der Ast nicht beim nächsten großeren Windstoß vom Balkon macht, habe ich ihn mit meinen geliebten Kabelbindern … geht so schön schnell und hält bombenfest … befestig und ja, es fällt heute Morgen nass. Zu behaupten, es würde regnen, wäre übertrieben, aber es fällt nass, trifft es ganz gut.

Gestern sind der Gatte und ich ins Alte Land gefahren, um Äpfel zu kaufen. Zur Bedingung hatte ich gemacht, dass wir über die Köhlbrandbrücke fahren. Ich fahre wegen der Aussicht gern über die Brücke und so lange wie sie noch da ist, muss man sie nutzen. Außerdem finde ich die Brücke an sich sehr schön …

20180902_141651

Entgegen unserer sonstigen Gewohnheit, haben wir die Auffahrt auf die Brücke im ersten Anlauf getroffen. Wir waren sehr erstaunt über diese Tatsache.

Im Alten Land irrten wir aber nach alter Gewohnheit wenig entschlossen durch die Gegend. Am Ende kauften wir die Äpfel dort und so, wie ich es am Anfang für mich ausgeschlossen hatte – wir pflückten selber.
Wollte ich erst nicht selbst pflücken, weil ich vor den blöden Wespen Angst hatte. Die Angst war aber gänzlich unbegründet. Es waren keine Wespen da. Vielleicht weil es kein Fallobst gab.
Die Bäume mit der praktischen Größe … ein normal großer männlicher Mensch kann auch ganz oben ohne Leiter Äpfel pflücken … hingen voller knackiger, einwandfreier, schönster Äpfel. Man konnte zwischen Cox Orange, Elstar, Red Prince und Braeburn wählen. In Windeseile hatten wir 16 Kilo mit Hand und Liebe ausgesuchte Äpfel im schönsten Sonnenschein gepflückt.

Den ersten auf Hochglanz polierten Apfel …

20180902_140033

… ging es gleich auf dem Rückweg ans Leben.

Zu Hause wurde der Dörrautomat gefüttert, sodass er heute Morgen die ersten Apfelchips …

20180903_084153

… für mich bereit hielt.

Einen Apfelcrumble … hier eingangs des Backofens zu sehen …

20180902_173435

… habe ich gestern auch noch gebastelt.

Ein Apfelcrumble fertig Bild gibt es nicht, aber er war, bevor er in unseren Mägen landete, hübsch und vor allem lecker … ich hatte Haferflocken in den Streuseln versteckt … ich liebe Haferflocken und ich liebe Streusel.

Wochenende fertig!

 

Das Tier

Wir, der Gatte und ich, machten einen netten Spaziergang. Die Gegend war ein wenig seltsam, aber nichtsdestotrotz sehr schön. Da wir eine sehr große Runde drehten … jedenfalls erschien der vor uns liegende Weg ziemlich lang und endlos, kam langsam Dunkelheit auf.
Das war am Anfang gar nicht schlimm, weil die Straßenbeleuchtung ihren Dienst tat. Wir konnten alles, was rechts und links unseres Weges lag, gut sehen. Es war eine wirklich spannende Gegend, die etwas unwirkliches hatte.
Plötzlich gingen alle Lichter aus. Es war stockfinster und spontan sehr furchteinflössend. Einer Eingebung folgend zerrte ich mein smartes Phone aus den Tiefen meiner Tasche und wollte die Taschenlampe anschalten, aber irgendwie bekam ich das Ding nicht an. Der Gatte sprang mir wenig hilfreich zur Seite, um mir zu erklären, was ich tun müsste, damit meinem Phone ein Licht angeht … was mir durchaus schon vorher bekannt war und fummelte wie wild an meinem smarten Phone herum, um ihm Licht entlocken. Nachdem ich den Gatten zurückdrängt hatte, gelang es mir das smarte Phone zum Leuchten zu bringen. Das war auch dringend nötig, weil es immer ungemütlicher wurde. Seit geraumer Zeit war immer wieder ein „Rooooaaaaaarrrrrrr…ROOaaaaaaarrrrr“ zu hören. Mal lauter, mal leiser. Irgendetwas schlich um uns herum und bedrohte uns.

Im funzeligen Licht der Taschenlampe konnte ich natürlich so gut wie nicht erkennen. Das Tier bliebt außerhalb meines Gesichtsfeldes. Es warf noch nicht mal einen Schatten. Kam aber immer näher …

… zum Glück wachte ich auf. Das Seltsame war allerdings, dass das Tier immer noch da war. Es macht jetzt sehr, sehr bedrohlich und nah „RROOOOOAAAAAAAARRRRRRRR!“. Als ich die Ohrstöpsel aus den Ohren nahm, wurde es sogar noch lauter und da realisierte ich endlich, dass es das Schnarchen des Gatten war.
Ich hatte mich inzwischen schon so gefürchtet und wurde das Gefühl auch nicht los, dass ich mich nicht traute aufs Klo zu gehen, was ich dringend musste, weil ich dachte, es könnte ja tatsächlich jemand/etwas in der Wohnung sein. Wäre da wer, hätte ich ihn wegen der Ohrenstöpsel und des „Roooooaaaaaaarrrrrrrr“ nicht gehört.
Erst habe ich überlegt den Gatten zu wecken, damit er nachkuckt, ob da wer ist. Aber das war mir dann doch zu blöd. Also bin ich todesmutig aus dem Bett geschlüpft und aufs Klo gehuscht. Danach habe ich meine Decke und mein Kissen unter den Arm geklemmt und bin in mein Zimmer geflüchtet …

… aber nicht ohne vorsichtig um alle Ecken zu schielen, ob da nicht doch wer ist.

Wahrscheinlich war der Grieche von gestern Abend schuld an diesem Traum. Ich hatte mir den Bauch viel zu vollgefressen. Das konnte nur böse Träume geben.
Als ich dem Gatten heute Morgen den Traum erzählt habe, konnte ich darüber schon herzhaft lachen und war wieder einmal beeindruckt, wie sehr ich in meinem eigenen Traum verwoben war und Schwierigkeiten hatte Traum und Realität zu trennen.
Das kommt bei mir manchmal vor. Vor Jahren träumte ich einmal, dass ich auf meinem Balkon Kaninchen in die Blumenkästen gepflanzt hätte. Dieser Traum war so real und wunderbar, dass ich gleich nach dem Aufwachen zum Balkon gesaust bin und ganz enttäuscht war, dass dort keine Kaninchen in den Kästen wuchsen …

kaninchen_im_blumenkasten

… nein, die Kaninchen in meinem Traum fraßen die Blumen im Kasten nicht auf. Es war eine friedliche Co-Existenz …

zwei_kaninchen_im_blumenkasten

 

Gestern warfen wir die ersten Schatten …

20180107_130346

… 2018.

Schön wars. Blauer Himmel … ganz erstaunlich, dass ich, als ich ihn sah, überhaupt noch wusste was das ist … , wenig Wind und angenehm kalt. Perfektes Wetter für einen Spaziergang.

Neulichst waren die Schnürsenkel meiner Lieblingsschuhe kurz vor dem Reißen. Da kam es gelegen, dass ich vom Kind ein Paar Schnürsenkel geschenkt bekam.

20180107_131324

Nun halten ein grüner und ein grauer Schnürsenkel meine Füße in Form und ich werde bei jedem Schritt ans Kind erinnert … nicht, dass letzteres von unbedingt von Nöten wäre, das schaffe ich auch so … trotzdem fein.

Mit den Lieblingsschuhen an den Füßen machten wir uns unter wirklich blauesten Himmel …

20180107_130548

auf den Weg.

Schlängelten uns an manch einer Pfütze …

20180107_132215

… vorbei und gewannen souverän diverse Schlammschlachten …

20180107_133031

 

Da das Wetter heute wieder ganz wunderprächtig ist, werde ich mich nachher noch einmal auf den Weg machen … den selben Weg machen und herausfinden wie weit eine Nacht Frost mit -5° … auch jetzt ist es noch genauso frostig … die Pfützen und Tümpel …

20180107_133005_001

… gestern war schon eine ganz feine Eisschicht zu erkennen … zum Erstarren bringt.
Ich bin gespannt und freu mich darauf, aber erst muss ich auf mein Teepaket warten.