1. Advent …

… und das Wetter könnte nicht scheußlicher sein.
Das macht aber nichts. Igeln wir uns zu Hause ein, genießen, was wir haben und freuen uns auf einen hoffentlich wettermäßig besseren 2. Advent, damit wir auf den Weihnachtsmarkt gehen können.
Wir wollten eigentlich heute los, aber ich habe nicht die geringste Lust mich mit einem Regenschirm bewaffnet durch viele Menschen zu quetschen und an diversen Ständen zu drängeln. 

Gestern durfte ich das erste „Türchen“ meines Adventskalenders öffnen …

Das erste Türchen war ein wenig knapp gehalten. Aus meiner Sicht hätten es gerne ein paar Buchstaben mehr sein können. Es gab keine Geschichte, sondern nur ein paar einleitende Worte. 
Dafür war es heute ein lange Geschichte (ich durfte drei Seiten öffnen – Perforation aufschlitzen ist schon fein :O) ).
Den Kalender teile ich quasi mit dem Gatten … während er die Schokolade aus dem anderen Kalender isst, lese ich vor. Feine Sache. Sehr gemütlich. 

Das ist mein erster Adventskalender seit vielen, vielen Jahren. Den hat mir mein Kind geschenkt… aufgedrängt (er soll sein Geld nicht für mich ausgeben), als ich letzte Woche in Berlin war. Ich freue mich sehr über den Kalender und weil ich es ihm ganz fest versprochen hatte, …

Versprechen werden nicht gebrochen – eine ganz feste Regel bei mir…ich verspreche nichts, von dem ich nicht überzeugt bin, es einhalten/erreichen  zu können…macht das Leben für die Mitmenschen viel verlässlicher

… habe ich nicht vorher geschmult. Ist mir durchaus schwer gefallen. Als Kind habe ich meine Adventskalender immer ganz unauffällig vorher geplündert :O)).

Ich könnte jetzt noch ein wenig weiter bloggen, weil es so gemütlich und inspirierend ist, wie der Gatte in der Küche schnauft, stöhnt, poltert und leise schimpft, während er die Lampen putzt, aber ich werde mich jetzt unter die Dusche tragen. Dann können wir, wenn jeder von uns mit seiner Säuberungsaktion fertig ist, gemeinsam spätstücken. Könnte sein, dass wir es heute schaffen einen Hauch früher zu frühstücken als gestern … gestern war es kurz kurz nach drei als wir uns an den Frühstückstisch setzten. 

Ich wünsche allseits einen schönen 1. Advent!

Heute Nacht war es knackig kalt …

…darum hatte wir heute „reichlich“ Besuch an der Futtersäule. Zwischenzeitlich amüsierten sich zwei Spatzen und drei Meisen gleichzeitig. 
Mit dem smarten Phone konnte ich leider nur ein grottenschlechtes Foto von den die Futtersäule besetzenden Spatzen machen …

Ein bisschen später wagte ich mich dann näher ans Fenster und habe mir die dort geparkte Kamera geholt. Die Mühe wurde belohnt und ich habe noch eine Meise erwischt …

Vogel-TV ist wirkliche eine feine unterhaltsame Sache. 
Zu meiner Beruhigung habe ich vorgestern Fernsehen gehört, dass man Wildvögel auf Balkon und Fensterbank füttern darf.
Heute habe ich es noch einmal nachgelesen, dass mehrere Gerichte so geurteilt haben. Die Fütterung von Wildvögeln ist erlaubt, so lange die Futterstelle nicht über den Balkon hinausragt und sich der Nachbar darunter oder daneben nicht daran stört. 
Das Füttern von Tauben, Krähen, Rabenkrähen, Eichelhäher, also allen größeren Vögeln ist explizit verboten. Vor allem das Füttern von Tauben, aber die will ich sowieso nicht füttern und die kommen gar nicht an die Futtersäule ran. Die sitzen weiter in der Birke und kucken doof.
Vielleicht freuen die sich auch an dem neuen Vogel-TV. Kucken dürfen sie. 

Die Vogelschau gestern Abend auf unseren Tellern war auch sehr unterhaltsam und sehr nahrhaft.
Das Gansgetier ist erstaunlich gut geworden. Sehr schön cross, das Fleisch zart und mit ordentlich leckerer Soße dazu ganz großartig. 
Beim Rotkohl ist es mir  gelungen ihn mit dem Gewürz der seeligen Frau zu verfeinert. Gerade so viel, dass es nicht verbrannt schmeckte, sondern die Karamellnote hervortrat. Machte ihn wirklich sehr fein (den Topf putzen war aber gar nicht fein).
Die Semmelknödel waren sau lecker!
Bilder gibt es keine. Der Hunger machte es unmöglich. 

Wenn wir nachher eine Runde um die Blöcke gehen und dann wiederkommen, werden wir wohl merken, dass der Geist der Gans noch bei uns ist.
Trotz ausgiebigem Lüften und ordentlichem Backofen putzen. 
Ich springe jetzt schnell unter die Dusche und befreie mich von dem mir anhaftenden Gansgeruch … ich mag eine dumme Gans sein, aber so riechen will ich nicht mehr. 

Schönen Sonntag!

„Sie bemüht sich die ihr gestellten Aufgaben zu erfüllen“, …

… stand in meinem Zeugnis der ersten Klasse. Da ich auch heute noch bemüht bin die mir gestellten Aufgaben zu erfüllen, habe ich mich gestern um etwas Yoga gekümmert. Zuerst schaute ich, was hier bei uns im Städtchen für Yogakurse angeboten werden.
Es wird erstaunlich viel angeboten, aber ich habe schnell festgestellt, dass das alles nichts für mich ist. Zu viel OOOhmmmm und Selbst- und Sinnfindung. Das oder so bin ich nicht. Außerdem ist es mir viel zu teuer. 65 Euronen im günstigsten Fall und das auch nur als ganz dürres Grundgerüst, um auf einem Bein zu stehen und Oooohmmm zu machen, finde ich übertrieben und werde beim Gedanken daran noch verspannter. Außerdem ist vieles dabei, das ich gar nicht machen darf, weil zum Bespiel die Hüfte und die Knie solche Belastungen nicht machen sollen.

Nun habe ich mich für die Selfmade-Variante entschieden und mir zwei Bücher bestellt. Dank Sameday-Lieferung konnte ich gestern Abend die beiden in den Händen halten:

… nun sehen Sie Werbung …

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Das linke ist speziell auf Nacken- und Rückenprobleme ausgelegt. Das rechte ist ganz sanftes … bequemes Yoga … Yoga auf dem und mit dem Stuhl … Tenor: Hier kannst du sitzen bleiben und einfach anfangen. Zu diesem Buch gibt es eine begleitenden DVD.

Beide Bücher gefallen mir, gerade wegen ihrer sehr unterschiedlichen Art, sehr gut. Bei dem linken bin ich am Überlegen, ob ich es meiner Mutter zu Weihnachten schenke. Das meiste sind Übungen, die sie noch schaffen sollte und die, bei denen Gefahr besteht, dass sie vom Stuhl fällt, kann sie weglassen. Bis Weihnachten ist ja noch ein bisschen Zeit, um zu einer abschließenden Entscheidung zu kommen. Ich mache erst einmal selbst ein paar Übungen.

Den Lotussitz wende ich quasi sowieso täglich an …

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… wenn ich in meinem Zimmer auf dem Sofabett sitze und das Internet leer lese oder ihm geistvolle Blogbeiträge lachgroehl hinzufüge.

Die Aussicht auf die Futtersäule ist leider noch etwas traurig …

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… so richtig hat es sich noch nicht herumgesprochen, dass es hier etwas zu fressen gibt. Gestern habe ich eine Meise beim Körner stibitzen erwischt. Heute habe ich noch niemanden in der Nähe der Säule gesehen.

Dafür habe ich gestern auf dem Rasen unter unserem Fenster einen Grünspecht gesehen. Den kannte ich noch nicht. Buntspecht ja, aber Grünspecht ist neu. Ich bin immer wieder erstaunt über die Artenvielfalt, die es hier gibt.

Jetzt eile ich davon Frühstückskörner picken.

Schönen Sonntag!