Unser Wochenende ist gerettet …

… denn als ich noch auf dem sehr kühlen Balkon stand und dem Gatten hinter gewinkt habe, kam schon der PostPaketbote (vor neun), klingelte zweimal und überreichte mir mit den markigen Worten – „So sollte es immer sein, der Gatte ist gerade aus dem Haus, da kommt schon der Postmann.“ – meine Därme …äh… die bestellten Schweinedärme.

Hübsch verpackt und irgendwie total spannend …

Ein bisschen Fett, ein bisschen Wasser, ein bisschen Salz und ein bisschen Schweinegeruch durch die Tüte. Ganz dezent, aber deutlich wahrnehmbar.
Vielleicht merke ich das auch nur. Meine Sinne sind ja so furchtbar ausgeprägt. Ich würde mich bestimmt gut als Trüffelschwein machen.
Ich werde den Gatten fragen, ob er es auch riecht.

Die Rückseite finde ich ebenfalls sehr spannend …

… fehlt eigentlich nur noch der Vorname des Schweins oder die Vornamen der Schweine.
Meine Recherche (ja, ich wusste es tatsächlich vorher nicht) hat ergeben, dass ein Schweinedarm zwischen 20 und 27 Meter lang ist. Er ist 14 mal so lang wie das dazu passende Schwein.
Nun bin ich ganz gespannt, ob wir einen Darm oder mehrer Därme haben. Ob uns also ein Vorname oder mehrere zustehen. Um das herauszufinden, müsste ich aber die Packung öffnen. Das macht heute wiederum keinen Sinn. Wir/ich wollen erst Sonntag Salsiccia machen und man muss das Ding nicht früher auspacken als unbedingt nötig, weil man…also ich es wieder richtig einlagern muss, damit es sich hält. Es fällt mir schwer nicht auszupacken, weil ich schon sehr neugierig bin auf das Teil/die Teile.

Warum Wurst selber machen?
Weil ich es will.
Weil ich es vielleicht kann.
Damit ich mir beim Fleischer nicht mehr die Blöße geben muss, weil ich Salsiccia nur mit Mühen und mehreren Anläufen halbwegs verständlich aussprechen kann.
Weil ich jetzt so einen tollen Fleischwolf mit Wursttülle habe.

Vielleicht basteln wir am Sonntag auch erst einmal eine Geflügelbratwurst. Kann ich bestimmt auch meinen geliebten Fenchelsamen unterbringen. Mir geht es nämlich gar nicht um die Wurst, sondern um den Fenchel :O))).

Mein FdH-Plan sagt, dass ich heute schon satt bin, bevor ich gefrühstückt habe.
Das liegt daran, weil ich gestern Abend schon vorgetragen habe, was ich heute Abend beim Skat spielen in der Kneipe wahrscheinlich essen werde. Das macht, selbst wenn ich mir die Portion sehr sehr klein berechne 795 Kalorien. Was ein Elend. Da bleibt für den Rest des Tages nicht mehr viel und getrunken habe ich bei der Berechnung heute Abend auch noch nichts.
Ja, ich könnte Wasser trinken, aber irgendwann schmeckt das beste Wasser nicht mehr und der Punkt ist bei mir spätestens zum Abendessen erreicht.
Ja, ich könnte den ganzen Tag rumrennen und bunte Dinge tun, um ein paar Bonuskalorien ranzuschaffen.
Ich startete den Tag auch mit blindem Aktionismus und errichte in der Wohnung lauter Baustellen (z. B. schon mal das Klo einweichen, ein Kopfkissen aus seinem Bezug zerren, schmutzige Wäsche zu hübschen Haufen formen, die getrockneten Bananenscheiben vom Dörrgitter gepfriemelt und in den Müll geworfen (die schmeckten ganz furchtbar…irgendwie vergoren – vielleicht zu warm gedörrt) und die Dörrgitter in die Spüle expediert und dort weichen sie jetzt, … usw.), um erstens schnell mit dem lästigen Kram fertig zu werden und um durch anstrengende Hausarbeit Bonuskalorien zu ergatten, um vielleicht doch noch das eine oder andere zu mir nehmen zu können.
Was ein Quatsch!
Und weil mir diese Erkenntnis recht zügig kam, sitze ich jetzt hier mit einer Kanne Tee und blogge. Quasi eine selbst disziplinarische Maßnahme zur Herstellung der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit … muhaha … das ist bei mir ein Widerspruch in sich, aber man ich kann es ja mal versuchen.
Macht aber eindeutig nicht satt.

Im Laufe des Tages gilt es noch ein weiteres großes Problem zu lösen:
Ich muss mich entscheiden welches Strickzeug abends mit in die Kneipe darf.
Zur Auswahl stehen eine bildlose schnöde Socke, der zweite Topflappen zu diesem schon fertigen Exemplar …

… oder der angefangene Pulli …

Ein jedes hat seine Vor- und Nachteile. Vielleicht sollte ich das Los entscheiden lassen.

Während ich über eine sinnvolle Lösung nachdenke, mache ich mich auf den Weg und bearbeite meine Baustellen … wahrscheinlich ohne Mittag. Das Frühstück hat die letzten freien Kalorien gefressen.

Damit sich keiner beschwert und sagt, warum hast du nichts gesagt: Der Beitrag enthält Werbung. Selbstfinanziert.