Kleiner Rundgang …

… durch Teile meiner schlossähnlichen Behausung gefällig?

Starten wir im Wohnzimmer. Da wo unser Tag mit Kaffee und Frühstück für den Gatten und gemeinsamen, aber doch getrennten Internet leerlesen beginnt –

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Der Gatte sitzt links … normalerweise, hier auf dem Bild natürlich nicht, da war er schon weg. Ich sitze rechts und bin natürlich auch nicht mehr da, weil ich knipsen muss und nun schon nebenan bin, um den Blogeintrag zu schreiben.

Denn nachdem der Gatte erfolgreich aus dem Haus getrieben ist, verziehe ich mich in mein Gemach … meine Schachtel … mein Zimmer mit bestem Ausblick …

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Mein Tisch ist klein, aber fein und mein. Sein Standort gewährt mir nicht nur freien Blick auf den Balkon und die sich gerade wild im Wind wiegenden Bäumen, sondern ermöglicht es mir die kalten Füße bei Bedarf zwischen die Rippen des Heizkörpers zu zwängen und immer ein Auge auf meine momentane Lieblingskarte …

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… zu haben.
Ja, links davon liegt die Einladung zum Mammographie Screnning, welches ich, nachdem ich festgestellt habe, dass das letzte tatsächlich schon zwei Jahre her ist und sie mich nicht nur eingeladen haben, weil ich neu zugezogen bin und sie es nicht besser wissen, wahrnehmen werde. Nicht aus Überzeugung, sondern aus Neugierde. Ich wollte mir das Mammobil Östliches Schleswigholzbein  Schleswig-Holstein schon immer von innen ankucken, nachdem ich es das erste Mal hier habe rumstehen sehen. Wenn der Eintrittspreis dafür ein bisschen Drücken und Quetschen der Brust, danach ein wenig Stress, weil sie bestimmt wieder etwas finden, das nichts ist, ist, bin ich, um meine Neugierde zu stillen, bereit ihn zu zahlen.

‚tschuldigung, ich schweife ab, wie so oft und gerne … also, wenn wir meinem Tisch den Rücken kehren, bietet sich ein Ausblick auf mein SofaBett …

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Die Plüschdingse auf dem SofaBett sind der OHO, der MickRich und der FranzFerdinand. Der OHO ist das große graue Eulenvieh, ein echter Kumpel. Gut zum Kopf drauf legen oder ihn in die Arme pressen. Das kleine braune Eulenvieh ist der MickRich, der ist nicht nur mickrig, der ist auch meckerig und gierig auf Ringe mit Steinen, aber das ist eine andere Geschichte. Der FranzFerdinad ist ganz klein und grau und eine Fledermaus und gehört eigentlich dem Gatten. Ist aber mit dem MickRich durch einen Ring mit Stein verbunden und hockt deswegen mit den beiden anderen in meinem Zimmer.
Das was da an der Lampe klammert …

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… ist Mini BigFood. Der Name erklärt sich selbst. Die habe ich von meinem Kind geschenkt bekommen … vor langer Zeit.

Dann wenden wir uns einmal der einen Seitenwand zu …

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… im Detail gibt es da noch das SpritzSchwein …

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… hervorzuheben und vielleicht die Riege auf der Vitrine …

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… ja, ich habe doch eine Menge Staubfänger, wenn ich mir das jetzt so betrachte :O))

Jetzt machen wir noch eine Wendung nach rechts …

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… und werfen einen Blick auf den Ikea-Würfel und ins angrenzende Wohnzimmer, welches ich durch das Zuschieben einer Falttür aussperren kann.

Fertig! Mehr Zimmer ist nicht. Klein, aber mein.

Außer wenn Besuch kommt. So wie nächstes Wochenende. Da kommt meine große Schwester (hat sich einfach zu meinem Geburtstag eingeladen … sie findet, dass wir das jetzt, nachdem es im letzten Jahr so schön war, zur Tradition machen, dass sie jedes Jahr zu meinem Geburtstag hierher kommt – wir müssen auch nicht jedes Jahr heiraten, hat sie gesagt) und die darf in meinem Zimmer nächtigen. Die Schwester fährt am Sonntagabend wieder. Dann habe ich zwei Tage Zeit das Bettzeug zu wechseln. Am Mittwochmorgen kommt mein Kind und bleibt bis Freitagabend.

Hach! Ich freu mich drauf. Da geb ich gern mein Zimmer ab, das ich sehr liebe. Auch wenn es fernab von jeglichem Style und Schöner Wohnen ist. Mein Kram und Krusch und das ist gut so!

Ich geh jetzt putzen. Ist schließlich Wochenende und der Gatte steht Mittags schon wieder in der Bude und abends müssen wir in die ferne Kneipe zum Skat spielen (der Gatte), essen (wir), Wein trinken (ich) und häckeln oder stricken (ich), das weiß ich noch nicht. Das entscheide ich spontan … bestimmt entscheide ich mich, wenn ich eigentlich schon draußen bin, noch einmal um und sause in Mantel und Schuhen (der Gatte kriegt immer Schimpfe Mecker, wenn er das tut) zurück und packe um und weg und wieder ein … wie gut, dass ich nicht mit mir verheiratet bin. Ich würde mir so auf den Wecker gehen …

 

Schöner wohnen …

… tun wir nicht.
Wir haben es uns im Rahmen unserer Möglichkeiten so gemütlich wie möglich gemacht. Unsere Einrichtung ist keinen Katalogen oder Schöner Wohnen-Heften entsprungen.
Ich habe schon immer sehr individuell und praktisch – heißt: ich kann alles allein wegtragen, eingerichtet gelebt.

Die Kücheneinrichtung, die diese Wohnung ziert, ist schon ein wenig in die Jahre gekommen, aber durchaus ausreichend und funktional … zumindest habe ich ganz viel Arbeitsfläche und das ist fein. Der Stauraum lässt ein wenig zu wünschen übrig.
Damit mir nicht jedes Mal die hochgestapelten Gewürze aus dem kleinen zusätzlich angebrachten Hängeschrank entgegen fallen und ich dann undamenhaft fluchen muss, …

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hinten rechts oben, der Schrank ist gemeint 

… haben wir beschlossen noch einen zweiten schmalen Hängeschrank zu kaufen und mit viel Glück an der Wand zum Halten zu bringen (die Wände in dieser Wohnung sind von sehr unterschiedlicher Güte … manchmal findet der Dübel Halt, manchmal auch nicht … und die entsprechende Wand ist relativ dünn … der Gatte hat schon einmal von der anderen Seite, dem Badezimmer, durchgebohrt … und ich habe die Löcher wieder zugemacht).

Freitag , als der Gatte wieder einmal Freigang von der Arbeit hatten, machten wir uns auf den Weg. Unsere erste Anlaufstelle war Poco. Äh … ja … spannender Laden. Wir erstanden zwei Fische für die Badewanne, einen Rahmen für den Frosch und einen Gürtel für den Gatten. Der Gatte hat eine Leidenschaft für Gürtel … aber das tut hier nichts zur Sache, wollte nur kurz erwähnt werden. Einen passenden Hängeschrank fanden wir nicht. So verließen wir den Laden schranklos und total beschwingt … laut lachend. Denn das dortige Kassensystem hat uns beide sehr überrascht. Es stehen wie woanders auch richtige Menschen an der „Kasse“, die die Artikel scannen. Das Geld muss man dann aber an einem Kassenautomaten verfüttern, der einem die Scheine gierig aus der Hand reißt, sich aber etwas schwer mit den Münzen tut. Sowohl mit denen, die er zu sich nehmen soll, wie auch mit denen, die er von sich geben soll. Den Kassenbon bekommt man dann wieder von den Menschen an der „Kasse“. So ganz wollte uns das Prinzip nicht überzeugen, aber es war sehr erheiternd.
Danach machten wir uns auf den Weg zu Roller. Dort war es total unspannend, aber wir fanden einen Hängeschrank. Sogar einen richtig netten … hübschen Hängenschrank.

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… nichts großes (wäre auch gar kein Platz für :O)) ), aber für unsere Zwecke ausreichend.

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Weil sich der Schrank so gut aufbauen ließ und die Küche dadurch tatsächlich nicht nur an Stauraum gewonnen hat, habe ich am Samstagmorgen, während des Frühstücks, Online einen weiteren gekauft, den wir dann am Samstagabend, nachdem das Kaffeetrinken mit unserer Vermieterin beendet war (… und die Gute wollte und wollte nicht gehen …) abgeholt und gestern am heiligen Sonntag angebracht haben.

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Jetzt ist alles fein … eben unser schöner wohnen.