Wann immer ich spazieren gehe …

  • … also quasi täglich, überkommt mich ein Gefühl tiefer Dankbarkeit und Freude. Freude und Dankbarkeit darüber, dass ich jetzt hier …

… leben darf.
Ich liebe diesen Ort, auch wenn er einer von den gefährlichsten in Schleswig Holzbein Holstein ist. 
Ich liebe es in Ruhe meiner Wege, gern auch immer wieder dieselben, zu gehen und zu sehen, wie sich die Dinge verändern. 
Ich freue mich inzwischen darüber, wenn mich unterwegs andere Menschen grüßen und grüße zurück. Manchmal bin ich sogar so verwegen, dass ich zuerst grüße. Und das mir! Ich, die nun wirklich nicht mit jedem spricht … 
Gestern war ich „meinen“ RiesenRosmarin besuchen …

… steht da einfach an der Einfahrt, ist gut einen Meter hoch, kräftig, durchgehend grün und blüht auf stille Rosmarinart. Augenscheinlich ist er so gut ans Klima angepasst, dass er draußen überwintert. 
Ich werde beobachten, ob ihn doch noch jemand zur Überwinterung ausgräbt oder ihn wenigstens abdeckt.  

  • Das Dörrfleisch ist deutlich weniger geworden …

… aber sehr lecker! Ich liebe es, wenn ich auf Dingen herumkauen kann und sie mir nicht gleich nachgeben. 
Ich bin sowieso ein Beißer. Außerstande einen Bonbon zu lutschen. Selbst wenn ich mich konzentriere und mir ganz viel Mühe gebe, schlagen sich meine Zähne krachend in den Bonbon. 

  • Ein weiteres Küchenexperiment ließ mich mal wieder Brot backen. Ich gab mir nicht wie früher die Mühe und stellte meine Brote selbst zusammen, sondern kaufte fertige Backmischungen, den man nur noch Wasser und wenn man ich ist noch ein paar Gewürze, hinzufügen muss. Bei zweien klappe es gut. Bei der letzten Backmischung habe ich mich selbst angeschissen, weil ich zielstrebig gegen die Anleitung gehandelt habe, bis es zum Punkt backen kam. Herr oder Frau Seitenbacher (Achtung! Werbung!) schrieb, ich solle den Teig auf zwei Backformen verteilen. Zuerst zögerte ich, weil mir der Teigklumpen in meiner Hand sagte: „Hey! Das ist Quatsch! Viel zu wenig Teig für zwei Formen!“, aber welcher andere Teil in mir auch immer sagte: „Mach einfach mal das, was man dir sagt!“.

        
Ich machte also was mir aufgetragen hat und ärgere mich seitdem darüber, dass ich tat, was man mir auftrug. 

Ich habe ein Brotpuzzle gebacken. Die Scheiben sind so winzig, dass ich mir morgens, wenn ich dem Gatten seine Klappstullen mache, einen Wolf schmiere. 

Das Brot schmeckt. Das Brot ist an sich gelungen … super Porung, gut aufgegangen, es war einfach nur zu wenig Teig für zwei Backformen. 
Hätte ich nur nicht auf die gehört, sondern meinem Gefühl vertraut. Damit koche und backe ich sowieso am Besten. 

  • Ich stricke noch. Langsam, aber stricken …

… Nadelstärke 3 und die vielen Maschen dauert irgendwie … es gibt viele tausend Dinge, die ich gerade lieber stricken würde, aber ich werde tapfer sein. Ist ja nicht mehr so viel …

Für die Nichte habe ich dieses Jahr nur ein Paar Geburtstagssocken geschafft …

… besser als nüscht! 

Und falls sich jemand fragt, was sich auf dem Bild mit dem im Werden befindlichen Pulli im Hintergrund hält, dass ist unser Elch, …

 … der es sich in den von mir gesammelten Rosenblütenblätter meiner Balkonrose gemütlich gemacht hat. Er findet es dort sehr gemütlich und genießt den Duft, den die Blütenblätter immer noch verströmen. 

Der Niffler …

… überwacht meine Strickfortschritte.

Gefühlt stricke ich und stricke und stricke und … … … und komme nicht wirklich vorwärts, aber bei Nadelstärke 3 und 186 Maschen pro Reihe kann es schon eine Weile dauern bis man etwas sieht und das Gefühl hat etwas geschafft zu haben.

Nichtsdestotrotz gefällt es uns ganz gut … eigentlich will ich jetzt kucken, ob sich das Grün für die Ärmel genauso gut einfügt, wie das Blautürkis des Bündchen.

Noch viel lieber hätte ich allerdings, dass sich die Verspannungen meines Nackens oder vielleicht sind es auch Blockierungen der Halswirbel lösen. Die Bewegungseinschränkungen und die Schmerzen bei jeder Bewegung und Nichtbewegung und die Kopfschmerzen seit Tagen und Nächten nerven mich langsam aber sicher.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …

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… oder manchmal auch …

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… auch hübsch, aber sehr lästig so eine Sehnenscheidenentzündung.

Das in engen Runden stricken gefällt meinem Handgelenk gar nicht. Mir auch nicht. Mochte ich noch nie … ja, Socken bilden die Ausnahme von der Regel … ist mir zu viel … zu schwer … zu unhandlich. Außerdem stehen mir, Dank meiner breiten Schultern, Rundpassen oder Reglan sowieso nicht. Darin sehe ich aus wie aufgehangen … reingewürgt.
Also habe ich, wie so oft – eigentlich brauche ich immer mindestens einen zweiten Anlauf, die Nadeln gezogen und beschlossen den Pulli à la Pia zu stricken. Von unten nach oben …

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Ob ich Armkugeln stricke oder mich für angesetzte Ärmel entscheide, weiß ich noch nicht. Das entscheide ich unterwegs.
Immerhin habe ich so schon, bis auf das Grün alle Farben auf den Nadeln gehabt und finde, dass mein Farbkonzept gut funktioniert.

Am Tuch habe zwischendurch auch etwas weiter gestrickt …

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… auf den Bild habe ich gesehen, dass ich einen Fehler gemacht habe, aber ich werde nicht zurückstricken. Der ist so weit unten, dass es mir zu mühsam ist und ewig dauern würde. Außerdem bin ich froh, dass ich wieder im Muster drin bin. Ich hatte irgendwo Murks gebaut, sodass ich vier Reihen zurückstricken musste. Sehr unschön … lästig … ärgerlich … doof von mir. Sonntagabend saß ich auf dem Sofa und war ganz traurig, weil ich alle meine Strickzeuge kaputt gemacht hatte, die Fehler nicht fand und nichts mehr weiterstricken konnte … echt zu doof.
Montag habe ich meine Strickzeuge repariert. Dabei habe ich leider den Fernsehton kaputt gemacht. Das ist aber eine andere lange langweile, aber lustige Geschichte. Den  Gatten und das Kind hat es sehr erheitert. Bis zur Heimkehr des Gatten am Abend hatte ich den Ton zum Glück wieder repariert.

Ansonsten ist das Leben, von dem ich letzte Woche noch gedacht habe – „Läuft! Alles prima! Freu dich mal! Sei glücklich, hast allen Grund dazu“ – schon wieder so voller Nicklichkeiten, dass sich umgehend meine Depression aus ihrer Ecke bemüht hat, um sich an mich zu kuscheln und mit mir Kaffee zu trinken. Irgendwie blöd. Das mindert nicht nur meinen Antrieb, sondern fügt den mich fast immer begleitenden Kopfschmerzen/Migräne die übelsten und schmerzhaftesten Nackenverspannungen, die dann wiederum ihre eigenen Kopfschmerzen mitbringen, hinzu. Hin und wieder gibt es auch mal zwei bis drei Tage feinsten Schwindel. Ich liebe es … *ironieanundwiederaus*

Jetzt raffe ich mich auf, stricke nicht weiter, sondern gehe ins Bad und putze das Klo.

Hat jemand eine Idee was ich heute kochen könnte? Ich habe nämlich keine.
Falls ich für den Vorschlag nicht alles im Haus habe, müsste auch noch jemand einkaufen gehen. Ich habe nämlich keine Lust. Wenn derjenige dann auch noch kochen würde, wäre das prima. Dazu habe ich nämlich auch keine Lust!
Freiwillige vor!

 

Ich habe mich verführen lassen …

… nee, nicht vom Klempner, der gestern eigentlich kommen sollte, aber nicht kam …, sondern vom bösen Internet. Es hat mich dazu verführt mir ein sündhaft teures Pompom- Magazin …

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… zu kaufen (die spinnen wirklich die Briten – gerundet 17 Euronen und das auch nur, weil es nicht das aktuelle Magazin ist, das ist dann nochmal zwei Euro teurer, ist schon happig, aber was man will, will man und muss die Kohle rausrücken).

Das Titelmodell hatte es mir angetan. Es hatte nicht nur, es hat. So sehr, dass ich meinem Vorsatz keine neue Wolle zu kaufen, bevor ich von der vorrätigen etwas verstrickt habe, untreu geworden bin.
Die Firma Drops hatte wahrscheinlich so eine Ahnung und deswegen ihren Merino-Sale bis zum 12. 10. verlängert. Das hat mich gestern, als ich auf der Suche nach Wolle war, sehr glücklich gemacht.
Noch glücklicher hat mich der Umstand gemacht, dass mir heute um kurz nach Neun der Paketmensch schon meinen Wollschatz in die Hände gedrückt hat …

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Ich habe mich gegen die originale Farbzusammenstellung entschieden. Schwarz und Weiß ist chic, aber davon gibt es bei mir eine ganze Menge im Schrank.
Das Bild trifft die Farben nicht hundertprozentig … das Rot ist etwas dunkler und wärmer, es ist kein Hellblau, sondern ein kräftiges Blautürkis und das Gelb ist in etwa genau so scheußlich wie auf dem Bild (ich mag kein Gelb … draußen in der Natur finde ich es toll, aber an mir = schüttel, aber es passte am besten dazu … , aber mir gefällt die Kombination. Ein bisschen schräg, aber auf jeden Fall very English.

Am liebsten würde ich gleich anfangen, aber vielleicht sollte ich vorher erst einmal das Tuch beenden, das ich gerade auf den Nadeln habe …

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Ja, EsmeRalda überwacht das Ganze. Passt auf, dass ich nicht auf dumme Gedanken komme und abschweife. EsmeRalda ist eine ganz Strenge. Der Gatte hat regelmäßig Streit mit ihr …

Ich muss mich jetzt rüschen und raffen. Ich habe heute ein Date mit dem Gatten. Wir gehen, weil er schon gegen 13:30 Uhr Feierabend hat, Billard spielen und danach suchen wir Schuhe für den Gatten, damit wir das Geld nicht immer nur für mich ausgeben (stimmt nur bedingt – der Gatte isst mehr als ich, nimmt dabei aber weniger zu als ich … dabei fällt mir ein: am Mittwoch, als ich mit der großen Schwester telefonierte, beneidete ich sehr darum, dass sie sich Hosen gekauft hat, weil sie wollte … ich kaufe mir zurzeit Hosen, weil ich aus den alten herausgewachsen bin …).

Ach ja … blablabla … hierbei handelt es sich um Werbung – ganz freiwillig und selbst bezahlt.

Schönen Freitag!

Oh ja! Und wenn ich nicht treusorge …

… dann treffe ich mich mit meiner neuen Freundin … vielleicht …

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Dieses dicke Katzendings wohnt ein Stück weiter unten in unserer Straße. Ich kenne sie schon so lange wie der Gatte hier wohnt. Also auch schon zu den Zeiten, als ich hier noch nur Teilzeit wohnte.
Das Katzendings war immer sehr zurückhaltend und sah all die Jahre immer etwas abgerissen … ungepflegt … gezaust … räudig ums Fell aus. Eben wie eine dicke alte abgegriffene Katze.
Vorgestern als ich vom Einkaufen kam, saß das dicke Katzendings, so wie oben auf dem Bild zu sehen, die Sonne genießend im Vorgarten. Hatte wie immer kein Interesse an nix und niemanden.

Gestern als ich auf den Markt ging, um Fische zu fangen, lief sie mir über den Weg …

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Sie muss gerade von einem Ausflug zum Nachbarn auf der anderen Straßenseite wiedergekommen sein. Ich nutze die Gelegenheit und sprach sie an … machte ich sonst auch, wenn ich sie irgendwo faul rumliegen sah, aber sie sprach nie zurück.
Gestern machte sie eine Ausnahme …

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… gestern hat sie mich angemaunzt und ist mir um die Beine gestrichen. Vielleicht der Anfang einer wunderbaren Freundschaft … (der Gatte hat mir verboten das Katzendings mit nach Hause zu bringen…er hat Angst, dass ich dann nur noch das Dings flausche und nicht mehr ihn)

Und ja, die Katze hat dieses Jahr ein richtig schönes Fell. Ohne Löcher, Flecken, Zusammengeklebtes und schön glänzend … dick ist sie aber immer noch :O)).

Und wenn ich nicht treusorge und nicht mit dem dicken Katzendings flüstere, dann stricke ich …

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Es läuft im Moment richtig gut und macht Spaß.
Vielleicht weil ich alles anders mache. Mehr Maschen, anderes Bündchen, nur zwei statt drei Farben … eigentlich behalte ich nur das Muster und der Rest wird sich unterwegs finden. Auf jeden Fall ist das Teil sehr fotogen.

Jetzt muss ich los … Biathlon kucken und stricken. Die Mädels laufen Staffel. Da schaffe ich ein paar Reihen …