Heute ist wieder einmal ein Tag, …

… an dem ich mir ganz gespannt beim planlosen Kochen zu schaue und gespannt bin, was es am Ende wird.

Wir haben einen Gurkensalat mit Granatapfelkernen …

Warum Granatapfel? Weil er weg musste. Weil es hübsch aussieht. Weil es tatsächlich gut schmeckt … hätte ich auch nicht wirklich gedacht, aber mein Gefühl schrie JA und es hatte recht.

Wir haben übriggebliebenen Grillkäse …

… wir haben Kartoffeln …

… wir haben Fleisch … mariniertes Fleisch …

… wir hätten noch Saure Sahne, die ich mit irgendetwas geschmacklich hätte anreichern können, wenn ich nicht so streng gewesen wäre und keine Angst vor Samunellen 😉 gehabt hätte, weil sie offen war und das MHD der 02.04.18 gewesen ist … war aber weder pelzig noch grün oder saurer als Saure Sahne …

Muss in die Küche und alles vermengeln. Der Gatte hat sich angemeldet.

Vorsätze und die Herausforderung für diese Woche

Vorsätze:

  • diese Woche und eigentlich auch alle folgenden Wochen … Betonung auf eigentlich – man muss Hintertürchen in Gebrauch halten, nicht dass sie eines Tages klemmen, wenn man sie braucht … viermal die Stöcke um die Blöcke … durch das Grün tragen
    (für heute erledigt …ich kann keinen Haken finden, darum muss die Wurzel herhalten)
  • bis nächsten Montag die Waage nicht mehr betreten (man muss sich nicht mehr quälen als unbedingt nötig und ändern tut dieser penetrante Kontrollzwang auch nichts. SO.) 
  • nicht am Heuschnupfen verzweifeln und doch noch den Kopf im Klo runterspülen, stattdessen ein Regentänzchen wagen und wenigstens auf kurzfristige Besserung hoffen (es ist dieses Jahr schon so früh so biestig zu mir, dieses Pollenzeugs)

Die Herausforderung heißt:

Kochen mit kleinem Etat … low budget zu Neudeutsch.

Die Haushaltkasse hält für die letzten acht Tage dieses Monats noch ganze dreißig Euro vorrätig. Macht dreieurofünfundsiebzig pro Tag.
Ich glaube, das wird spannend … oh! Da fällt mir ein – es kommen noch ca. fünf Euro Pfandgeld dazu. Sind wir aufgerundet bei viereuroachtunddreißig pro Tag. Sieht doch gleich viel besser aus.

Heute gibt es Senfeier mit Kartoffelpü und ein paar Erbsen für die Optik, damit es nicht ganz so Ton in Ton Beige ist. Dafür ist fast alles da.

Desweiteren stehen auf dem gedanklichen Küchenzettel:

  • Chili con Carne … (Rinderhack ist im Angebot)
  • Gnocchi
  • Hühnerherzen und Schnitzel müssen/könnten/sollten mal aus dem Tiefkühler befreit  und sinnvoll verarbeitet werden
  • es ist noch alte Pizza im Tiefkühler
  • ich könnte ein paar Insekten fangen und grillen … nein, unsere Bienen rühre ich nicht an 20180423_1153342053447470
    … die emsigen haben jetzt schon fünf Zimmer belegt. 
  • ich könnte von meinen Laufrunden ein Stück vom Rind oder Pferd mitbringen …20180423_102036
    … ein kleines Schweizer Taschenmesser habe ich. Sogar eins mit Schere dran. Könnte ich den Pony nachschneiden. Das Sichtfeld ist schon wieder sehr eingeschränkt.
  • einfach weiter bloggen … vertreibt Hunger und Sorgen

Entweder macht Hunger kreativ oder noch irrer … ich geh besser mal Flaschen wegbringen und die zu kleine Hose wegtragen …

 

Einladung …

… zu einer kulinarischen Reise durch unsere Woche.

Ich habe mir gerade bei den Vorbereitungen zum Kochen überlegt, dass ich ab heute jeden Tag blogge, was es bei uns zum Abendessen gibt.

Der Montag startet mit Nudeln … hier das Bild der gesammelten Zutaten:

Ich fang dann mal an zu kochen. Der Gatte hat sein Kommen vermeldet.

Nachher gibt es noch ein Fertigbild … ungeschönt. Ganz an der Realität.

Schätze! Goldschätze!

Nachschub an rotem Gold …

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… und schwarzem Gold …

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… sind eingezogen. Einfach unglaublich wie viel Geld man für so ein bisschen Krams ausgeben kann … muss. Die Tonkabohnen sind mitgereist, weil ich das dringende Bedürfnis verspürte, das Geheimnis der Tonkabohne zu ergründen.
Da man die Dinger aber nicht einfach zu knabbern kann, sah ich mich gezwungen einen Waffelteig anzusetzen …

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Der geht jetzt ganz gemütlich und wandert nachher ins Waffeleisen.

Damit es in der Wohnung nicht so betörend nach geriebener Tonkabohne duftet und ich auf dumme Gedanken komme, schließlich bin ich hier ganz alleine bis heute Abend, habe schnell ein Pesto zusammengemixt …

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Ja, das Grün passt nicht zur Lampe, aber zur Schweinekopfumrandung ;O) …

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… und besticht durch seinen frischen Farbton.

Außerdem wird es ganz hervorragend zum im kühlen Schrank wartenden grünen Spargel …

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… und zu den Nudeln, die daraus 

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… was ein Betrieb in unserem kühlen Schrank … 

… entstehen sollen, passen.

Auf die Nudeln bin ich sehr gespannt. Ich versuche mich an Buchweizennudeln. Mal sehen, ob der Teig hält, was er beim Kneten versprach.
Wenn er nicht hält, gibt es eben Spargel mit Pesto und Toast. Davon ist genug da.

Vielleicht essen wir auch vorher eine Waffel und sind dann so tonkabohnenbetört, dass wir sowieso nix mehr außer uns wollen und dann sind Nudeln, die nicht halten, eh egal.

Die treusorgende Gattin an sich …

… und ich im besonderen.

Langsam aber sicher mache ich mich als treusorgende Gattin ganz gut – glaube … nee, hoffe ich zumindest. Wie ich darauf komme? Aaaalllsoooooo …

  • ich habe es aufgegeben den Gatten nachts zu schubsen ob seines Schnarchens … hilft sowieso nicht, stattdessen räume ich stillschweigend und klaglos (das ist das schwierigste daran) das Bett und ziehe in mein Zimmer um – ich würde gerne wie Linus meine Schmusedecke hinter mir herziehen, aber da die Staubfreiheit des Fußbodens nicht immer gegeben ist, trage ich sie lieber
  •  ich stehe morgens mit dem Gatten auf
  • ich bereite ihm einen Kaffee (ist nicht so schwer, muss ich nur auf den Knopf drücken), lege, wenn da, einen Brownie auf einen Teller oder beschmiere ein Brot mit Butter, Marmelade und Honig und trage den hübsch angerichteten (maßlose Übertreibung) Teller und den Kaffee zum Esstisch während der Gatte das Bad blockiert verwüstet im Bad rituellen Handlungen nachgeht ist
  • nach dem Abliefern des, dem Gatten durch die Eheschließung zustehenden, Morgengedecks, eilen ich in die Küche zurück und bereite die Klappstullen, die er mit zur Arbeit nimmt – hier ist wirklich Kreativität gefragt, schließlich sollen es schöne Klappstullen werden, die dem Gatten den Tag verschönen … manchmal sind sie mit richtig HerzBlut geschmiert
  • irgendwo darum herum räume ich etwa alle zwei Tage den Geschirrspüler aus
  • danach braue ich meinen Morgenkaffee (ja, nix mit Knöpfchen drücken, hier ist Köpfchen gefragt, damit ich die richtige Formel erwische), geselle mich zum Gatten an den Esstisch und halte ihm das Händchen verschwinde, wie er, lesend hinter mein Notebook und bereiche seinen Morgen mit unqualifizierten Äußerungen über das Weltgeschehen, dass ich mir gerade erlesen habe … manchmal singe ich auch Weihnachtslieder oder Kaaalinkaaaa oder andere exquisite Ohrwürmer – meine ganz persönliche Morgengabe an den Gatten
  • wenn es dann Zeit wird, trage bringe ich ihn zur Tür, schließe selbige ganz schnell hinter ihm und eile zum nächsten Fenster, um sicher zu sein, dass er auch ja weg ist ihm lange nachzuwinken
  • danach bin ich mit mir und dem Hausfrauendasein allein und dann sieht es so aus

    – ich kaufe ein
    – ich putze … aber nur gelegentlich, ich war schon immer der Meinung, dass es viel effektiver ist den Schmutz zu sammeln und dann auf einen Rutsch wegzumachen, als jedem Staubkorn mit dem Staublappen hinterher zu rennen – daher mag ich nachts meine Decke nicht hinter mir herziehen ;O)
    – ich wasche Wäsche … gut, ich lasse waschen … ich hänge Wäsche auf und falte sie dann irgendwann, wenn sie trocken ist und ich nichts besseres zu tun habe, zusammen und räume sie in den Schrank – nein, ich bügele nicht, ich bügele nur in einem wirklich unabdingbarem Bedarfsfall … sprich nur bei Hochzeiten und Todesfällen
    – ich koche gerne … manchmal auch etwas, das der Gatte mag und das ihm schmeckt
    … warum hier ein Absatz mitten in der Aufzählung ist, weiß nur WordPress …

  • dann wird es auch schon wieder Zeit den roten Teppich (darunter lassen sich prima die Staubmäuse verstecken, die man im Laufe des Tages nicht geschafft hat mit dem Staubsauger einzufangen) für die Rückkehr des Gatten auszurollen und rechtzeitig ein freudiges Lächeln ob seiner Rückkehr ins Gesicht zu zaubern … HexHex
  • nach dem Essen und dem Wiederherstellen des Küche steht die Abendbespaßung des Gatten auf dem Programm – das ist eine der leichteren Übungen, die einem als treusorgende Gattin auferlegt sind … rauf aufs Sofa, Glotze an, Hand auf sein Knie und alles ist fein

Laut Wetterbericht von gestern …

… sollten wir eigentlich schon eingeschneit sein. Bisher reicht es aber nur für Schneeregen bei relativer Windstille. Hab ich den Gatten ganz umsonst früher aus dem Bett gejagt, damit er rechtzeitig sein Gerät fürs Langzeit-EKG (ja, der letzte Besuch beim Kardiologen war nicht ganz unauffällig) abholen kann.
Ah! Ich sehe gerade, dass sich der Regen langsam immer mehr in Schnee umformt und der Wind beginnt die Bäume zu zausen. Vielleicht wird der Schnee noch etwas trockener und bleibt wenigstens ein Weilchen liegen, dann würde sich ein Spaziergang lohnen. Spaziergänge im Schnee sind nämlich fein.

Der Gatte hat mir von seiner gestrigen Spätschicht etwas mitgebracht …

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… war in seiner Juniortüte (vielleicht sollte Mc-Doof langsam anfangen Seniorentüten anzubieten, schließlich kommen die ersten Kinderkunden langsam in dieses Alter). Das Mabula ist umgehend seiner Beschreibung gerecht geworden und ist gleich beim ersten Aufziehen auf Paula (mein Notebook) zu gestürmt gewatschelt, um sich beschützen zu lassen.

Hui! Die Flocken werden immer größer. Zermatschen aber immer noch umgehend.

Ich mache mich jetzt mal auf den Weg unter die Dusche, damit ich sauber bin, wenn der Gatte mit dem Gerät am Körper und den erbeuteten Einkäufen nach Hause kommt. Nein, ich war bisher nicht untätig … die Waschmaschine läuft, die albernen Erbsen und die dicken Weißen Bohnen für AbendMittagessen sind gekocht, 2x Kaffee auch, die Sprossen sind gespült, die Betten gemacht und diverser anderer Kleinkram ist auch erledigt, … ich bin nur einfach noch schmutzig.

Draußen wird es …

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