Alles gut, …

… aber ich befinde mich noch in einer emotionalen Schräglage und bin erschöpft. Die haben mir nämlich richtig Angst gemacht!

Da half es auch nicht viel, dass ich wirklich nette Begleitung hatte, die mir auch jetzt beim Bloggen zur Seite steht.

20180410_155404

Das ist FrieDa mit dem Stock im Arsch Eulenpopo …20180410_155433

… die dadurch ihren Kopf ganz eulenmäßig um 360° drehen kann …

20180410_155520

… von hinten sieht FrieDa aus, als würde sie einen alten zotteligen Mantel tragen. Sie gehört zum Stamm der Folkmanis und ist erst am Wochenende durch die Hand des Gatten …

20180407_160705

… zu mir gestoßen. Eigentlich sollte mich der MickRich …

20150301_163843

… begleiten, aber der fühlte sich heute Morgen nicht gut … zu viel Eulenfusel.

‚Tschuldigung! Ich schweife mal wieder vom eigentlichen ab … also … das war heute Morgen richtig großer Mist! Der Arzt ist eine gute Viertelstunde mit seinem Ultraschallkopf auf meiner linken Brust herumgefahren und hat auch weiträumig die Umgebung der Brust abgefahren. Alles ohne ein Wort zu sagen. Mit jeder Runde, die er fuhr, tat mir nicht nur die Brust immer mehr weh, sondern die Angst in selbiger und vor allem im Bauch stieg überproportional dazu an.
Das links etwas ist, das ihm nicht gefällt, wurde nur noch deutlicher, als er danach über die rechte Seite nur zweimal rasant darübersauste, mir erklärte ich könnte mich jetzt anziehen und wieder im Wartezimmer Platz nehmen. Sie würden noch eine Spezialaufnahme machen. Da war mir schon sehr schlecht und eigentlich wollte ich nicht ins Wartezimmer, sondern am liebsten in mein Bett … in die ganz tiefe untere Ablage.

Diese Spezialaufnahme hat sehr viel Spaß gemacht *ironiean/aus*.

Danach hatte ich ganz große Lust einfach nur noch zu heulen, aber das Wartezimmer war so voll und alle so blöd, dass ich mir natürlich keine Blöße geben wollte. War ja eigentlich auch nichts los … außer dass jemand ewig auf meiner Brust rumschallt, quälende Aufnahmen gemacht werden und keine Sau kein Mensch mit mir darüber und was passiert spricht – bis auf die unbedingt nötigen Anweisungen. Gibt in meinem kleinen, kreativen Kopf eine Menge Kino und eine riesige Portion Angst im Bauch.

Nach dieser Spezialaufnahme saß ich dann fast eine dreiviertel Stunde im Wartezimmer und las in meinem Buch. Wahrscheinlich sollte ich besser sagen: ich versuchte in meinem Buch zu lesen. Denn ich habe keine Ahnung, was ich vorhin gelesen habe. Es steht zu befürchten, dass ich alles noch einmal lesen muss.

Als mich der Arzt endlich zu sich bat, das tat er auch noch persönlich, sonst wurde man immer von einer der Damen abgeholt und in die entsprechende Behandlungsschachtel geschoben, hatte ich schon gar keine Lust mehr. War vom vielen Gruseln und Fürchten ganz müde … ein Blick in den Spiegel zeigte, dass ich nicht nur ganz müde aussah, sondern ziemlich blass und ungefähr so gezaust wie FrieDa.
In der Arztschachtel, die ich nur mühsam fand, weil er so schnell losgerannt ist und ich erst mein Buch verstauen musste, empfingen mich auf diversen Monitoren ganz viele Bilder meiner Brust. Ja, ich erkenne meine Brust. Ich habe schon viele Aufnahmen von ihr gesehen. Ist schließlich nicht das erste Mal, dass sie Dinge in meiner Brust finden, von denen sie meinen, das sie dort nicht hingehören.
Sie gehören aber dorthin. Das, woran er sich abgearbeitet hat, war/ist schon auf Aufnahmen aus den Jahren 2011 bis 2014 zu sehen … in dieser Zeit ging ich alle halbe Jahr zum Brustultraschall und sie fanden jedes Mal etwas anderes, das nix war … die ihm vorlagen und laut beiliegendem schriftlichen Befund bereits ab 2004 gesehen worden sind.
Ich habe an dieser Stelle, als mir klar wurde, dass es sich um Altlasten … um mein normales, mir bestens bekanntes Brustinnenleben geht, nicht noch ein zweites Mal versucht zu erklären, dass es sich bei der Biopsie, die sie bei der linken Brust gemacht hatten, um eine ganz andere Stelle und etwas ganz anderes ging.
Er hat sich und mich dann damit beruhigt, dass das, was er gefunden hat, anscheinend immer da ist und eher kleiner als größer geworden ist. Sich aber in der Darstellung an sich nicht verändert hat. Fein! An der Stelle hätte ich eigentlich richtig erleichtert sein müssen. War ich aber nicht. Ich wollte einfach nur nach Hause und mich für eine Weile vergraben. In der Tat bin ich emotional erschöpft. Bin müde vom mir Gedanken … Sorgen machen. Zu viel Kopfkino. Meine Brust ist schließlich nicht die einzige Baustelle … der Gatte hat am 19. wieder Termin beim Kardiologen … wie lange das mit meine Mutter in der eigenen Wohnung noch gut geht, ist auch so eine Frage … ich kann an alledem nichts ändern, aber es fällt mir schwer, es auszuhalten ohne etwas tun zu können … aktiv sein ist immer besser als passiv sein … für mich jedenfalls … Aktivität … etwas Planen … machen … ändern, und wenn es nur der klägliche Versuch ist, hält mich von zu viel sinnlosem Grübeln ab …

Jetzt gönne ich mir einen Wein und warte auf den Gatten und das Abendessen, zu dem er  heute eingeladen hat und das er dann vom Griechen holt, weil ich heute nicht mehr raus gehe … zu viel emotionale Schräglage … Prost!

Ach so! Lübeck finde ich immer noch doof! So sah es heute Morgen dort aus …

20180410_075338

… links unter der „Sonne“ ist das halbe Holsten Tor zu sehen … wenn ich mir Mühe geben würde, könnte ich auch noch sagen, um welche Kirche es sich handelt … auf jeden Fall ist morgens viel Verkehr in Lübeck und es ist noch arschkalt … ich war eindeutig underdressed …

Als nahezu final …

20180312_092621_007_01

… würde ich den Zustand meines Seifenstückes bezeichnen. Aber ich haben den Ehrgeiz es völlig wegzuwaschen.

Ein bisschen so wie früher in der Schule: wie klein kann ich meinen Bleistift spitzen und lässt sich der Radiergummi gänzlich wegrubbeln?