Je feuchter man …

… den Fußboden wischt, desto länger hat man Pause, weil er erst trocknen muss, bevor man weiter machen kann.

Ich habe heute sehr feucht gewischt und somit Zeit drei Seiten …oder so… mehr zu lesen …

… ein bisschen Tee dazu wäre nicht schlecht, aber der Küchenboden ist leider auch nass. Das nächste Mal muss ich besser planen 🙃😄

Ich schaffe mir ein Chaos …

… das wird Tee, Panettone, Dörrautomatfutter …

… auf der Heizung parkt der Vorteig für den Panettone und die alten Brötchen warten auf die Knödelwerdung …

… hier geht das Kartoffelbrot – wohin auch immer.

Im Hintergrund wartet das eingeweichte Klo auf zarte Bürstenstriche von mir und der Rest ruft ganz laut im Chor: „Putz uns! Putz uns! Putz uns!

Was ich eigentlich sagen wollte:

Ich schaffe mir ein Chaos und setz mich glücklich rein!

🌴🥦🦕🥦🌴

Morgen trete ich meine Weltreise an!

Das ist natürlich Quatsch. Ich fahre morgen Mittag lediglich für eineinhalb Tage nach Berlin. Aber man könnte in der Tat das Gefühl bekommen, wenn man mich so herumflitzen sieht, dass es weiter weg geht und die Abwesenheit länger … viel länger dauert. 
Bevor ich losfahre, wohin und wie lange auch immer, muss alles sauber und ordentlich. War schon immer so, wird immer so sein. Ganz egal wie viel Stress damit verbunden und wie schwachsinnig es eigentlich ist – muss ordentlich. Ich mag beim Wiederkommen nicht in eine dreckige Wohnung kommen … als wenn es hier jemals wirklich dreckig wäre … und als wenn der Gatte, der hierbleibt, in der Zeit nicht schmutzen würde …

– nein, der Gatte schmutzt natürlich nicht (das musste ich jetzt schreiben, schließlich liest er mit) 

Eigentlich sollte ich leichten Herzens und mit Freude fahren, denn alle freuen sich auf mich. Sogar meine Mutter, aber die freut sich wahrscheinlich nur, weil ich ihr einen neuen Fernseher mitbringe.
Ja, ich habe morgen Reisebegleitung … Reiseunterhaltung. Ich reise mit Fernseher. Wie es dazu gekommen ist, ist eine lange, langweilige Geschichte, aber durchaus mit Unterhaltungswert. Vielleicht erzähle ich sie ein anderes Mal.
Uneigentlich freue ich mich nur ein bisschen auf die große Schwester und mein Kind, habe aber trotzdem keine Lust und will nicht wirklich los, aber die Pflicht, das schlechte Gewissen ruft. Außerdem sind die Fahrkarten gekauft und können nicht zurückgegeben werden. 

Jetzt muss ich sausen und weiter putzen und kann nicht länger ignorieren, dass der gewischte Boden längst trocken ist. 

Guten Morgen

  • es ist wunderbar düster, grau und feucht – eine wirklich angenehme Abwechslung in diesem Sommer
  • obwohl ich quasi gerade erst aufgestanden bin, bin ich schon wieder (oder immer noch?) müde – ich habe heute Nacht wieder einmal zwei Stunden die Welt bewacht
  • damit ich gleich das Bad putzen kann, habe ich mir eine große Kanne Zaubertrank gekocht – ja, tolles Wetter zum Tee trinken
  • gegen seine vom Hersteller gewollte Inkontinenz beim Ein- und Ausschalten habe ich PhiLip meine Minion-Tasse geschenkt …20180830_093950

    … weiterer Vorteil: die Laune wird morgens gleich viel besser, wenn man angestrahlt wird

  • ich beobachtete wundersame Dinge … da hockte ein dicker Mann auf der Mittelinsel schräg gegenüber von uns und zupfte mit spitzen Fingern Unkraut …DSCN4510 Kopie
    … ups! Tschuldigung! Ist aus Versehen hier reingerutzt, aber das ist das, was mein PE unter „Ausrichten und Freistellen“ versteht … alles muss man selber machen …

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    … das Häschen in der Grube hat wirklich jedes Unkräutlein einzeln herausgezupft, aber er hat gut gearbeitet. Am Ende sieht es so aus:

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    … zu weit weg für die Endkontrolle? Moment!

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    Wirklich ordentlich. Sogar das Laub an der Biegung zu Füßen des Schildes hat er weggefegt und mitgenommen in seinem orangen Auto

  • ja, in der Tat, manchmal ist das Leben zu banal, um vernünftige spannende Brösel für den Blog zu bescheren
  • um nicht länger zu langweilen … wobei ich mich gar nicht langweile … verabschiede ich mich ins Bad und putze das Klo, lasse aber noch meinen gestern unter Mühen und Plagen (Wespen) frisch bepflanzten Fensterausblick da20180830_094040

    … ja, es handelt sich um winterharte Alpenveilchen und Enzian … ganz rechts ist der Polsterphlox für die Bienen, aber der blüht erst wieder im Frühjahr – ich hoffe zumindest, dass er mir treu bleibt und wiederkommt, denn dieses Jahr blühte er sehr emsig

  • die Pflanzaktion gestern war wirklich doof … weil die Wespen mich draußen nicht in Ruhe gelassen haben, habe ich alles, unter Mühen, weil sie das auch nicht wollten, nach drinnen geschleppt …20180829_144821

    … und dort unter Deckenflutlicht, weil es durch die ausgefahrene Markise zu dunkel war, eine riesen Sauerei veranstaltet …

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    … das sind nur die schäbigen Reste. Die Endreinigung. Ich hatte zwischendurch schon geputzt … diese blöden Viecher!

  • jetzt geh ich wirklich!
  • Schönen Tag!

Heute ist mein „Ich-tue-heute-nix-Tag“

… und der sieht bisher so aus:

  • ich stand mit dem Gatten auf, wanke, nach einem kurzen Halt im Bad auf dem Weg dorthin, in die Küche, braute eine Kanne gemeinsamen Kaffee, bereitete dem Gatten sein Frühstück und sein Klappstullensortiment für die Arbeit
  • nach einer knappen dreiviertel Stunde dieser Verrichtungen, stieß ich zum Gatten an den Tisch und half ihm beim Internet leerlesen
  • der Gatte eilte davon, ich eilte auf den Balkon, um meiner Pflicht des Nachwinkens nachzukommen
  • dabei entdeckte ich, dass es den Erdbeeren mit ihrem Mehltau-Mäntelchen gar nicht gut geht und grub daraufhin den Balkon um … entsorgte die Erdbeeren, samt Erde … alles sehr traurig, dreckig und schwer
  • dann war es auch schon Zeit für den täglichen Anruf bei meiner Mutter … ich zog das dicke Fell an … meins hat aber anscheinend viele Löcher  wappnete mich und durfte feststellen – heute war ein guter Tag … sie hatte gut geschlafen, fühlte sich gleich viel kräftiger und erinnerte sich auch noch größten Teils an die Aufgaben, die ich ihr gestern als ich ging, gestellt hatte … heißt aber trotzdem nichts …
  • ich machte meinen Sport – der 13. Tag meiner Bauchspeckweg-Challenge … eigentlich habe ich keine Lust mehr, aber ich bin gespannt, ob sich nach 30 Tagen wenigstens etwas getan hat … sich vielleicht ein Bauchmuskel bei mir angesiedelt hat, darum mache ich weiter – von Speck weg will ich gar nicht reden … heute war es echt hart … zum Schluss 46 Sekunden Unterarmstütz – ich wusste es vorher, weil ich gelinst hatte, habe mich gegrault, es aber geschafft … PuH!
  • dann kam ich meinen hausfraulichen Pflichten nach .. ich dachte, ich hätte nicht viel zu tun, weil gestern eigentlich außer morgens und abends keiner da war, aber der Gatte hatte meine Abwesenheit genutzt und mehr geschmutzt als sonst, also putzte ich nochmal das Bad – Schwamm drüber, ist nicht schlimm – saugte und puschelte hier und da und dies und das …
  • das ist jetzt, glaube ich, ein guter Zeitpunkt, um die wirklich schönen Blumen zu zeigen, die ich gestern vom Gatten bekam20180720_132652… so schööööööööön
  • äääh … wie weiter … ich wurde unterbrochen und habe den Faden verloren und das Abendessen im Bauch … gutes Stichwort …
  • ich begab mich in die Küche und machte mir an den wirklich dreckigen Kartoffeln zu schaffen, um am Ende so schöne …20180720_105103… „Kartoffelwürfel“ fürs heutige Abendessen zu erhalten. Danach zerhakte ich die Matjesfilets, die Zwiebel, den Apfel und ein paar Gürkchen (eigentlich waren es Cornichons, aber das kann ich nicht schreiben) und umhüllte alles mit Joghurt und einen Klecks Schmand, weil ich zu wenig Joghurt hatte, entstanden ist das …20180720_103735
    … nicht unbedingt schön, aber lecker
  • zwischendurch pinselte ich immer mal wieder mit dem alten teuren Füllen …20180720_185324
    … am überaus profanen Einkaufszettel rum
  • meine Mutter rief an, um mir ganz stolz mitzuteilen, dass sie alle Aufgaben, die ich ihr gestellt hatte, abgearbeitet hat … fein, hatte ich so schnell nicht erwartet – es ist auch okay, dass sie die Ergebnisse als ihre Ideen ansieht … da bin ich echt nicht kleinlich, so lange es ihr hilft
  • nun stand duschen, Gesicht malen, Frisur basteln, einkaufen auf meinem inneren Plan
  • vorherigen Punkt erfolgreich erledigt … sauber, aus den Augen kucken können, frischen Mopp auf dem Kopp, drei Weckgläser und Kopfschmerztabletten erstanden und ungefähr 3587 Schritte gemacht … ich habe immer noch zu wenig, obwohl ich emsig das smarte Phone in der Wohnung mit mir rumschleppe und die eine oder andere Zusatzschleife laufe (4689 zurzeit … vielleicht schaffe ich die 5000 noch, wenn es ein paarmal zum Klo laufe und drumrum)
  • Pause … zwei Toast gefrühstückt
  • ab in die Küche und sich an die gefüllten Weinblätter machen … zuerst Weckgläser spülen, dann „sterilisieren“ …20180720_141313
    … zwischendurch Weinblätter wässern (Bild fehlt), Risotto kochen (Bild fehlt), die überzähligen Amalfi-Zitronen fürs Einfrieren aufschneiden und hübsch auf dem Teller drapieren …20180720_142931
    … und dann in den Tiefkühler sperren, die Weinblätter füllen, rollen und in die Gläser stapeln …20180720_150440
    … nach zwei Stunden (alles zusammen … Reis kochen … Weinblätter harken sortieren, Weinblätter füllen, rollen und die Gläser stopfen) und  diversen Rückenschmerzen, können die Gläser in den Ofen …

    20180720_155534

  • heißt für mich eine dreiviertel Stunde Freizeit, die ich hiermit …20180720_172429
    … verbracht habe
  • außerdem habe ich zwischendurch mit dem Vater meines Kindes die Dinge des Lebens besprochen, dem Gatten und mir das Abendessen bereitet …  die Bratkartoffeln waren toll und ich habe den Speck und die Zwiebeln ausnahmsweise nicht vergessen
  • jetzt sitze ich auf dem Balkon, schenke hin und wieder dem Gatten meine Aufmerksamkeit, lasse mich von Wespen belästigen (ungern, weil ich auf Grund einer Wespengiftallergie echte Fluchttendenzen habe) und blogge zu Ende, was ich vorhin begann
  • aber ich habe heute nix getan!

Man muss wissen, wann man …

… genug Staub aufgewirbelt gewischt hat. Besonders als Hausstauballergikerin. Aufhören bevor die Bronchien kollabieren.

Bis März war ich mit dem Staub … der Staubbeseitigung echt gut dabei. Zeitnah. Ganz dicht an seiner Entstehung … fast schon davor … ;O). Dann kam mir das Leben ins Gehege. Seitdem bin ich zur alten vertrauten Gewohnheit des Staubsammelns  zurückgekehrt … so lange liegen lassen bis man sich nur noch ganz langsam durch die Räume bewegen kann, weil man sonst Staublawinen auslöst.
An sich ein ganz schlechtes Prinzip, aber da Putzen nicht so wirklich meins ist und Staub wischen furchtbar undankbar ist – man hat sich noch nicht mal umgedreht, das hat er sich schon wieder sanft auf das frisch Gewischte gelegt – habe ich Zeit meines Lebens Staub gesammelt und diesen dann, wenn es gar nicht mehr anders ging, unter Husten und Prusten, eben wegen der Hausstauballergie, beseitigt.
Heute habe ich wirklich gedacht, dass meine Bronchien das nicht mitmachen.
Vielleicht ist Ahrensburger Staub in großen Mengen aggressiver.
Vielleicht bin ich einfach aus der Übung.
Vielleicht werde ich alt.
Vielleicht will mir meine Allergie zeigen, wer die Herrin in meinem Körper ist.
Vielleicht wollte mich der Gott des Staubes auch nur Ablenken und zum Bloggen verleiten.