Je feuchter man …

… den Fußboden wischt, desto länger hat man Pause, weil er erst trocknen muss, bevor man weiter machen kann.

Ich habe heute sehr feucht gewischt und somit Zeit drei Seiten …oder so… mehr zu lesen …

… ein bisschen Tee dazu wäre nicht schlecht, aber der Küchenboden ist leider auch nass. Das nächste Mal muss ich besser planen 🙃😄

Morgen trete ich meine Weltreise an!

Das ist natürlich Quatsch. Ich fahre morgen Mittag lediglich für eineinhalb Tage nach Berlin. Aber man könnte in der Tat das Gefühl bekommen, wenn man mich so herumflitzen sieht, dass es weiter weg geht und die Abwesenheit länger … viel länger dauert. 
Bevor ich losfahre, wohin und wie lange auch immer, muss alles sauber und ordentlich. War schon immer so, wird immer so sein. Ganz egal wie viel Stress damit verbunden und wie schwachsinnig es eigentlich ist – muss ordentlich. Ich mag beim Wiederkommen nicht in eine dreckige Wohnung kommen … als wenn es hier jemals wirklich dreckig wäre … und als wenn der Gatte, der hierbleibt, in der Zeit nicht schmutzen würde …

– nein, der Gatte schmutzt natürlich nicht (das musste ich jetzt schreiben, schließlich liest er mit) 

Eigentlich sollte ich leichten Herzens und mit Freude fahren, denn alle freuen sich auf mich. Sogar meine Mutter, aber die freut sich wahrscheinlich nur, weil ich ihr einen neuen Fernseher mitbringe.
Ja, ich habe morgen Reisebegleitung … Reiseunterhaltung. Ich reise mit Fernseher. Wie es dazu gekommen ist, ist eine lange, langweilige Geschichte, aber durchaus mit Unterhaltungswert. Vielleicht erzähle ich sie ein anderes Mal.
Uneigentlich freue ich mich nur ein bisschen auf die große Schwester und mein Kind, habe aber trotzdem keine Lust und will nicht wirklich los, aber die Pflicht, das schlechte Gewissen ruft. Außerdem sind die Fahrkarten gekauft und können nicht zurückgegeben werden. 

Jetzt muss ich sausen und weiter putzen und kann nicht länger ignorieren, dass der gewischte Boden längst trocken ist. 

Aus dem Leben einer Hausfrau

  • seit einer Woche laufe telefoniere ich dem Paket mit der Astronautennahrung für meine Mutter hinterher. Mein liebes Kind hatte versucht das Paket bei der Post abzuholen. Das misslang weil es keine Benachrichtungskarte gibt und ohne diese rücken die es nicht heraus.
    Letzten Montag rief ich die Firma, bei der ich das Zeug gekauft hatte, an und die ließen eine Beschwerde bei DHL los und veranlassten einen zweiten Zustellversuch. In der Sendungsverfolgung konnte ich sehen, dass dieser zweite Zustellversuch dreimal angestoßen wurde, aber niemand los zog, um das Paket von A nach B, sprich zu meiner Mutter zu tragen … zu fahren … was auch immer. Am 01.11. um 00:00 Uhr kümmerte man sich digital das letzte Mal um das Paket … es muss sehr schwer sein, denn auch dieser Versuch brachte das Paket nicht vom Fleck.
    Heute Morgen habe ich ein weiteres Mal mit der Firma, bei der ich das Zeug kaufte, telefoniert und meine Bestellung letztendlich widerrufen/storniert … wie auch immer. Der Mann am anderen Ende der Leitung sicherte mir zu, dass ich mein Geld so schnell wie möglich zurückerhalten würde. Er fragte mich dann noch, ob ich über den Verbleib des Paketes, wenn er es denn aufgespürt hat, informiert werden möchte. Die Idee ist zwar nett, aber da ich das Paket nicht persönlich kenne, ist mir der Verbleib inzwischen egal. Hauptsache Geld zurück und mich nicht mehr kümmern müssen.
  • weil ich so intensiv telefoniert habe, habe ich das Kassler, das ich mit ein wenig Gemüse in einen Topf gesperrt, auf den Herd gestellt und auf mittlerer Hitze angemacht hatte, vergessen. Irgendwann während des Gespräches hörte ich es in der Küche fürchterlich brodeln, sprotzen und spritzen. Inzwischen habe ich die Küche geputzt, den Boden gewischt, das Kassler köchelt auf kleiner Flamme und ich habe die Anleitung für den Herd herausgekramt und werde mich nachher mit dem Ausbau der Backofentür beschäftigen (… habe ich noch nie gemacht), damit ich die Scheiben der Backofentür putzen kann … es ist leider so viel zwischen die beiden Scheiben gelaufen … muss ordentlich …
    … man könnte ich titeln: Die Abenteuer einer Hausfrau 
  • ich hatte mich heute auf zwei Pakete gefreut. Beide werden heute nicht kommen. Die Sendungsverfolgungen sagen, dass sie sich noch jotwede – sprich ganz weit weg befinden.
    Das eine Paket ist für den Gatten und mit einer neuen Bettdecke befüllt. Das andere ist für uns beide … naja, doch eher für mich, weil ich mehr zu Hause herumhänge, in dem befindet sich eine Futtersäule für Vögel. (Das dazu passende Vogelfutter haben sie noch nicht versandt. Darum ist es eigentlich gar nicht schlimm, dass die Futtersäule heute noch nicht kommt)
    Ich wollte eigentlich keine Vögel auf dem Balkon füttern, weil ich keine Lust auf den Dreck habe – aber da mich … bzw. den Balkon regelmäßig ein Kohlmeisenpärchen besuchen kommt, um Mist Unfug zu machen – unter anderem versuchen sie ins Bienenhotel einzusteigen, was mich regelmäßig auf den Balkon oder klopfend an die Scheibe ruft, um Ordnung zu schaffen und weil außerdem fast genauso regelmäßig Herr und Frau Dompfaff vorbeikommen, habe ich mich jetzt anders entschieden.
    Da in unserem Mietvertrag nichts über das Füttern von Vögeln steht, der Nachbar unter uns ein Vogelhaus auf dem Balkon hat und viele der anderen Nachbar ebenfalls irgendwie füttern, sollte das okay sein.
  • ich habe heute zwei Fahrkarten nach Berlin für Mitte/Ende November nach Berlin zu einem halbwegs anständigen Preis erstanden. Die DB hatte mir freundlicherweise neulich Bescheid gesagt, dass für Bahncardkunden der Verkauf der „Billigtickets“ am 05.11. startet und da mich das schlechte Gewissen wieder einmal nach Berlin treibt, passte das. Ich hatte eigentlich überhaupt keine Lust, aber da sich die große Schwester auf mich freut, mich zur Praxisweihnachtsfeier eingeladen hat …

    O-Ton: „Schließlich warst du bis Ende Januar Angestellte der Praxis. Also kannst du auch kommen und ich dich steuerlich absetzen.“

    … ich bei ihr übernachte, was das Ganze dann nicht ganz so anstrengend macht, wie morgens hin und abends zurückzufahren – auch wenn man gefahren wird, ich außerdem mein Kind noch sehen und mit ihm Messer shoppen gehen werde, freue ich mich jetzt doch ein bisschen auf Berlin.
    Der Gatte freut sich bestimmt auch, dass er mich mal wieder vom Hauptbahnhof abholen darf.
    Wahnsinn, was das für ein freudiges Ereignis wird …

Genug geplaudert. Der Haushalt, das Kassler und das Spazieren gehen…Therapie gehen rufen – seit Mittwoch gehe ich regelmäßig täglich spazieren … außer Samstag. Immer eine Dreiviertelstunde bis Stunde, sprich so ungefähr drei bis fünf Kilometer. Je nachdem wie schnell ich gehe. Bekommt der Hüfte, dem Schultergürtel, dem Kopf und mir ganz hervorragend. Selbst gestern als ich überhaupt keine Lust hatte, weil ich müde, ein wenig verkatert und überhaupt war, hat es mir gut getan, mich aufzuraffen und um die Blöcke zu tragen.