Ich habe ein neues Auto!

! Achtung! Es folgt Werbung, weil man bestimmt irgendwo etwas hinweisendes erkennen kann !

Es ist grün.
Es ist fabrikneu.
Es ist umweltfreundlich. Nahezu frei von Emissionen.
Es ist leise.
Ein Zweitakter.
Mit Anhängerkupplung.
Mit Klimaanlage.
Ein Raumwunder mit kleinem Wendekreis.
Ein Porsche.





Ääääähmmmmm…das ist der falsche… das ist mein Porsche:

… ein Hackenporsche …

Da ich hier eigentlich alles zu Fuß erledige, ist das eine wirklich sinnvolle Anschaffung. Endlich hat das Schleppen ein Ende. Ich hoffe Schultern, Hüfte und Knie danken es mir.
Ich könnte natürlich jeder Zeit das Auto nehmen und damit einkaufen fahren, aber ganz ehrlich – ich finde es albern für eine Strecke, die mit dem Auto vielleicht fünf Minuten dauert, das Auto zu nehmen.
In den etwas freundlicheren Jahreszeiten nehme ich das Fahrrad und meine Mary-Poppins-Fahrradtaschen, in die so unglaublich viel reinpasst und bin damit sehr glücklich und brauche das Auto nicht.
Im Winter war es bisher immer blöd und ein ziemliche Schlepperei. Aber das ist jetzt vorbei.

Gestern war ich mit Dieter das erste Mal shoppen.

Das war sehr cool und sehr entspannend. Einfach das Gewünschte (und noch ein bisschen mehr) in den Einkaufswagen einwerfen. Dieter karrt das schon nach Hause. Und das auch noch ganz leicht und leise.
Dank der Anhängerkupplung, die natürlich nicht so heißt, sondern sich HängFix nennt, muss ich mir auch nicht überlegen, wo ich Dieter während des Einkaufs lasse. Dieter hängt sich einfach an den Einkaufswagen. Wirklich praktisch. Allein dafür könnte ich ihn knutschen.

Dieter fässt 60L und man könnte sich seine Tasche auch auf den Rücken hängen, weil sie auch als ein Rucksack zu verwenden ist.
Dieter hat ein 15L Thermofach. Echt schnuckelig für Tiefkühleinkäufe.

Bevor wir einkaufen gefahren sind, hat Dieter ohne Probleme sein wirklich großes Reisekleid …

… inklusives des üppigen Füllmaterial freudig …

… beim Altpapiercontainer abgeliefert.

Ja, er hat ein bisschen Maulsperre gehabt, aber ich mit meinen kurzen Armen viel mehr mit dem Riesenkarton zu kämpfen gehabt.

Ich bin ein bisschen traurig, dass ich heute nichts einkaufen muss, sondern nur in den Buchladen meiner Wahl muss, um das gestern gekaufte E-Book, dass sich nicht herunterladen lässt, zu reklamieren. Dieter dafür aus seiner Ecke zu holen, wäre ein wenig überdimensioniert.

Und falls sich jetzt jemand fragt, warum der Shopper Dieter heißt: Ich hatte mal einen Freund, der Dieter hieß. Dieter war immer freundlich, hilfsbereit und tat alles, worum man ihn bat und manchmal auch noch ein bisschen mehr, was zugegebenermaßen manchmal auch etwas lästig war. Aber alles in allem war Dieter praktisch…nützlich…nett…liebenswert…
Meine Schwester hatte auch einen Dieter, der ähnlich gestrickt war. Schon damals waren wir der Meinung, dass jeder einen Dieter haben sollte und da wir der Meinung sind, dass jeder einen solchen Shopper haben sollte, lag es nahe meinen Dieter zu nennen.

Nicht so einfach …

… die Sache mit dem Bloggen.

Es ist nicht so, dass ich keine Zeit hätte. Eher das Gegenteil. Ich suche immer etwas, das mich erfolgreich von den Dingen, die ich eigentlich tun sollte … aktuell mein Leben in Kartons packen … abhält.
Ich bin zeitlich nicht im Stress … in der Zeit, die mir zur Verfügung stand, um den Umzug zu planen und das Leben einzupacken, hätte ich ein Mehrfamilienhaus umziehen können …, aber wenn ich so weitermache, werde ich nächsten Mittwochabend bis spät in die Nacht hinein meinen Kram in die Kartons stopfen, weil ich mich bis dahin weiterhin davon abgehalten habe.
Emotional bin ich dagegen irgendwie ziemlich im Stress. Obwohl ich das eine oder andere letzte Mal etwas zu tun, sehr genieße. Letzte Male können toll sein. Wie zum Beispiel am Samstag der letzte Einkauf mit meiner Mutter … „Ich brauche ja nichts. Ich esse gar nichts mehr.“,  war wie so oft ihre Aussage …

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Als ich das Bild machte, weil ich wieder blöd herumstand, mich langweilte und wartete dass Königinmutter, die wie immer ohne ein Wort in den Tiefen des Supermarktes verschwunden war, wieder auftaucht, waren wir noch lange nicht am Ende mit der Einkaufswagenbefüllung. Man beachte – sie ist allein.
Angeblich sollte es bis ins neue Jahr reichen, aber heute habe ich am Telefon schon eine neue Bestellung fürs Wochenende angenommen. Äh … ja. Und das Weihnachtsessen, das bei ihr stattfindet, bringe ich eingekauft und auch schon gekocht mit.
So viel erst einmal zu den letzten Malen.

Nächsten Donnerstag um acht hole ich den Transporter ab, den ich für den Umzug gemietet habe, um neun kommen die Studenten von den Umzugshelfen, die ich engagiert habe … hoffe ich zumindest, aber wenn sie nicht kommen, ist es auch nicht ganz so schlimm, weil sich beim Kind der Unistundenplan gändert hat und er somit zum Schleppen zur Verfügung stehen würde. Außerdem wird der Gatte hoffentlich um 08:35 Uhr vom ICE am Südkreuz ausgespuckt und findet dann den Weg ganz allein hierher … ist eigentlich nicht so schwer, aber man weiß ja nie – ich bin auch schon öfter in die falsche S-Bahn gestiegen … der Gatte ist zum Glück nicht ganz so blöd wie ich und ich habe ihm alles erklärt, wobei meine Erklärungen manchmal sicher nicht so einfach sind, wenn ich wieder über Hölzchen und Klötzchen und Steinchen zum Ziel komme … , der große Mitbewohner wäre zur Not auch noch da, um den einen oder anderen Karton zu tragen. Wird schon alles werden. Geplant ist alles … ziemlich gut sogar, glaube ich zumindest, nun müssen sich nur noch alle dran halten.

Vom Wetter würde ich mir wünschen, dass es uns weiterhin den Schnee nur androht und ihn dann doch nicht auf uns wirft. Würde mir beim Auto fahren mehr Spaß machen. Glaube ich jedenfalls. Mir macht es nichts aus fremde Autos zu fahren, aber Schnee muss nicht sein. Obwohl ich das RundumSorglosWinterpaket dazu gebucht habe, aber bei einem Leihwagen weiß man auch nie, was für eine Gurke man bekommt. Ach, wird bestimmt lustig mit dem Gatten auf dem Beifahrersitz das Klamottengedöns umzuziehen.
Der Gatte hat sich aufgedrängt. Steht ganz freiwillig mitten in der Nacht auf, um mit dem Zug hierher zu kommen. Nur um sich dann fast nahtlos wieder in ein Auto zu setzen und denselben Weg … ja, ist ja gut, ich nehme nicht die Bahnschienen, ich nehme die Autobahn … zurückzufahren und alles nur damit ich nicht alleine fahren muss. Diesen Teil habe ich nicht geplant. Das hatte ich definitiv anders geplant, aber des Gatte Wille ist sein Himmelreich … so oder so ähnlich.

In der neuen Heimat habe ich dann bis Montag 15:36 Uhr Zeit mein Gerümpel aus den Kartons zu befreien und in der Wohnung zu verteilen, mich um- und arbeitslossuchend zumelden und Weihnachten vorzubereiten. Dann muss ich nämlich wieder los Richtung Berlin, um die letzte Woche hinter mich zu bringen. Wird bestimmt total gemütlich mit meiner Matratze auf dem Fußboden, aber ich habe den Fernseher, meinen Laptop und das Strickzeug. Was will ich mehr … zwischendurch habe ich mich schon so manches Mal gefragt, wer eigentlich diesen blöden Plan gemacht hat. Aber ehrlich – zwischen Weihnachten und Neujahr umziehen will auch kein Mensch oder besser – ich zumindest nicht. Da hab ich es dann doch lieber schon gemütlich.

Meine Kartons rufen. Also beende ich jetzt brav diese lange langweilige Geschichte …

Manchmal ist einkaufen …

… total blöd. Heute war so ein Manchmal … mimimi …

Mit viel Glück ist es mir dann doch noch gelungen das heutige Abendessen zu erbeuten.

Und weil mir keiner Socken strickt 🙃 …

… habe ich mir ein Paar Wollsocken gegen kalte Füße gekauft.

Jetzt Sofa, Tee, Glotze und Strickzeug.