Oooooooohmmmmmmm

Ich versuche gerade mich des Gefühls und des blinden Aktionismus zu erwehren, dass die Schwester des Gatten, die morgen zum Frühstück kommt, die weißen Handschuhen anhat und mit ihrer Hilfe die Staubhöhe auf den Möbeln prüft … seufz … 👾(hat keinen tieferen Sinn…find ich einfach hübsch und niedlich – sieht in der App definitiv anders aus 🙈) 🦚 (auch hübsch und nette farbliche Ergänzung) 🕸️, weil ich davon auch noch welche beseitigen sollte … vielleicht … ich glaube, die Böden sind trocken.

Je feuchter man …

… den Fußboden wischt, desto länger hat man Pause, weil er erst trocknen muss, bevor man weiter machen kann.

Ich habe heute sehr feucht gewischt und somit Zeit drei Seiten …oder so… mehr zu lesen …

… ein bisschen Tee dazu wäre nicht schlecht, aber der Küchenboden ist leider auch nass. Das nächste Mal muss ich besser planen 🙃😄

Danksagung

Werter Gatte,

ich liebe die Pompom-Magazine (ja, gerade ist das zweite gekommen psstpfeiff)! Ich mag die Aufmachung – die Größe, die Haptik und den Inhalt. Der Inhalt, neben den Anleitungen, macht mich so neugierig, dass ich gewillt bin zu lesen. Englisch zu lesen, obwohl ich das nur mehr schlecht als recht kann.

Danke, dass du mir dieses Vergnügen und diesen Luxus ermöglichst! ♥

Da05t das s6 b3e5bt, werde 5ch n6ch schne33 0e5nen ,,, immer wieder schön, wenn man nach einem Sonderzeichen den Nummernblock nicht wieder umstellt … also nochmal von Vorne …
Damit das auch so bleibt, werde ich jetzt noch schnell meinen Aufgaben als selbstständige Hausfrau (ja, selbstständig, denn selbstständig impliziert die Worte – selbst = also ich und ständig = eben ständig ich, selbst wenn der Gatt schon längst nichts tut oder immer noch nichts tut) mit Familienkrankenversicherung nachkommen.

Bereits getan:

  • mittelmäßig schlecht geschlafen
  • aufgestanden
  • Frühstück gemacht und dem PhiLip gesagt, wie wir unseren Kaffee wollen
  • Nachtrag, weil vorhin vergessen – Geschirrspüler entrümpelt ausgeräumt und sinnvoll das saubere Zeugs in den Schränken verkramt
  • gelesen was in der Welt passiert ist und festgestellt, dass ich mir das hätte sparen können
  • den Gatten erfolgreich aus dem Haus gewunken
  • die Blumen, die auf dem Balkon zu weit hinten stehen, um selbstständig vom spärlichen Regen benetzt zu werden, begossen

Zutun:

  • tägliches Fernpflege-Telefonat mit meiner Mutter – inzwischen getan
    … ich war am Mittwoch, als ich bei ihr war, positiv überrascht, wie gut sie sich berappelt hat – als ich sie vor sechs Wochen das letzte Mal gesehen hatte, ging so gut wie gar nichts. Sie hat sich mühsam an ihren Rollator geklammert, aufstehen, laufen, überhaupt bewegen immer nahe am Umkippen, mager. Inzwischen läuft sie in der Wohnung am liebsten ohne jegliche Gehhilfe, der Rollator steht dabei aber immer erfolgreich im Weg herum, gerade da, wo sie ihn das letzte Mal stehengelassen hat, der Notfallknopf am Band hat seinen ihm zustehenden Platz um ihren Hals verloren und wie gehant seinen Platz auf dem Nachtisch eingenommen, wo er jetzt im Ernstfall, genau wie vorher und das schon erlebt, keinen Sinn macht … keine Hilfe ist, sie hat ordentlich zugenommen. In ihrer eigenen Wahrnehmung geht es ihr aber noch genau so schlecht wie vor Wochen. Klar, muss es auch. Wenn sie zugibt, dass es ihr besser geht, hat sie das Gefühl Aufmerksamkeit zu verlieren, dass sich keiner mehr kümmern, ihre Mitmenschen die Möglichkeit hätten sich in ihrem eigenen Leben wohler zu fühlen, weil sie sich nicht mehr so viele Gedanken machen müssen, wie sie ihr das Leben nett machen und was sie ihr abnehmen können. Meine Mutter war schon immer krank, um Aufmerksamkeit und Mitleid zu bekommen und selbst nichts tun zu müssen.
  • das bisschen Haushalt und das zackzack, weil der Gatte heute früher von der Arbeit kommt … was für eine bescheuerte Arbeitswoche – nahezu jeden Tag andere Arbeitszeiten und die auch noch kurzfristig geändert … man findet keinen Rhythmus
  • einkaufen mit dem Gatten, weil er es vergnüglich findet mit mir durch die Gänge der Supermärkte zu irren
  • kochen … heute gibt aufgespießtes Iberico Schaschlik mit einer Salsa, Salat und Brot als Sättigungsbeilage
  • hier fertig zu werden, damit ich mit dem anderen Kram anfangen kann

Man muss wissen, wann man …

… genug Staub aufgewirbelt gewischt hat. Besonders als Hausstauballergikerin. Aufhören bevor die Bronchien kollabieren.

Bis März war ich mit dem Staub … der Staubbeseitigung echt gut dabei. Zeitnah. Ganz dicht an seiner Entstehung … fast schon davor … ;O). Dann kam mir das Leben ins Gehege. Seitdem bin ich zur alten vertrauten Gewohnheit des Staubsammelns  zurückgekehrt … so lange liegen lassen bis man sich nur noch ganz langsam durch die Räume bewegen kann, weil man sonst Staublawinen auslöst.
An sich ein ganz schlechtes Prinzip, aber da Putzen nicht so wirklich meins ist und Staub wischen furchtbar undankbar ist – man hat sich noch nicht mal umgedreht, das hat er sich schon wieder sanft auf das frisch Gewischte gelegt – habe ich Zeit meines Lebens Staub gesammelt und diesen dann, wenn es gar nicht mehr anders ging, unter Husten und Prusten, eben wegen der Hausstauballergie, beseitigt.
Heute habe ich wirklich gedacht, dass meine Bronchien das nicht mitmachen.
Vielleicht ist Ahrensburger Staub in großen Mengen aggressiver.
Vielleicht bin ich einfach aus der Übung.
Vielleicht werde ich alt.
Vielleicht will mir meine Allergie zeigen, wer die Herrin in meinem Körper ist.
Vielleicht wollte mich der Gott des Staubes auch nur Ablenken und zum Bloggen verleiten.

Ich hab ’nen Fleck in meinem Bett …

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… und der darf bleiben.

Das Kind hingegen ist schon zur Uni und eigentlich schon fast wieder da. Es hat heute nur eine Vorlesung, die bis 09:30 Uhr geht. Dann kommt es schnurstracks nach Hause und wir können uns, bis ich mich wieder um den Fall Mutter kümmern muss, auf den Wecker gehen uns gegenseitig ärgern Zeit miteinander verbringen. Wir werden erst einmal gemeinsam einkaufen gehen. Wenn wir zusammen einkaufen, wird es lustig. War nicht immer so. Es gab auch Zeiten, da habe ich es gehasst, wenn ich mein Kind beim Einkaufen am Popo hatte, weil es nur verträumt, gelangweilt, lustlos im Weg stand. Heute unterhalten wir den ganzen Supermarkt, wenn wir gemeinsam getrennt durch die Gänge flitzen. Manchmal müssen wir Dinge wieder zurückbringen, weil wir beide in unserem Eifer den anderen zu übertreffen, dieselben Dinge in den Einkaufswagen geschaufelt haben. An der Kasse geht dann der „Streit“ los, wer was trägt. Wir wollen immer beide alles tragen. Darum wirft jeder so schnell er kann, alles was er greifen kann, in seinen Beutel. Natürlich akustisch entsprechend untermalt. Ich mag zwar nicht gerne einkaufen, aber so ist einkaufen toll.

Wie lange ich hier ausharren muss steht noch in den Sternen. Als persönliche Dateline habe ich mir den Freitag gesetzt. Freitagabend will ich mit dem Gatten Karten spielen gehen. Ich hoffe, dass das möglich ist.

So richtig voran geht es bei meiner Mutter leider nicht. Heute machen sie bei ihr eine Magenspiegelung (vielleicht finden sie etwas und dann ist meine Mutter vorübergehend glücklich und zufrieden, weil sie endlich etwas hat, denn bisher hat sie außer alt sein und sich selbst körperlich heruntergewirtschaftet haben, nichts  (das war schon immer ihr Problem – alle sind krank, haben irgendetwas, nur sie nicht – doch einmal war ihre Galle böse, aber auch da – Galle raus, am nächsten Tag wieder essen dürfen nur mit der leichten Einschränkung vierzehn Tage nichts Blähendes, drei Tage später nach Hause entlassen – Oh wie furchtbar … die neue Hüfte ohne Problem – Oh wie furchtbar) und wann ein Kurzzeitpflegeplatz frei wird, steht in den Sternen.
Ich hätte sie, bevor ich fahre, gern irgendwo sicher geparkt gewusst. Vor allem damit das Kind Ruhe hat. Bei ihm steht die große Klausurenrunde (fünf in einer Woche, kurze Pause und dann die letzten zwei) an und da braucht er Ruhe und keine Großmutter, die dauernd etwas will. Wobei ich eigentlich schon den halben Hausstand ins Krankenhaus geschleppt habe und heute den Rest holen werde … ich hoffe zumindest, dass sie dann alles hat.
Ach, doof das alles und so unübersichtlich, so unnötig. So unplanbar. Das mag ich nicht. Das kostet so viel Zeit. Meine Lebenszeit, die mir vielleicht irgendwann fehlt.

Den gestrigen Vormittag habe ich hier in der Wohnung, in der ich bis Januar gewohnt habe und in der jetzt das Kind mit seinem temporär anwesenden Vater haust, mittelgroß reine gemacht. Ich kann dem Kind zwar kein gemütliches Heim geben, dafür müssten sich die Kerle zusammen- und aufraffen, aber ein halbwegs sauberes. Jedenfalls vorübergehend. Hat ihm auch gut gefallen und sogar so weit motiviert, dass er endlich seinen Kleiderschrank eingeräumt hat. Hat ihm sogar Spaß gemacht und es hinterließ das gute Gefühl endlich etwas gemacht zu haben, was schon lange auf dem Zettel stand und gar nicht so schlimm war, wie befürchtet. Vielleicht hilft das und ein paar Gespräche, die wir schon geführt haben und noch führen werden, dass er sich öfter mal aufrafft und die Dinge tut, die getan werden müssen. Nur so kommt er weiter und wie es in der Schule schon war, gilt der Leitsatz – er tut es für sich und nicht für andere. Nur wenn es ihm wichtig ist, wird es gelingen. Lässt sich etwas verändern. Und noch hat er den Vorteil, dass er wirklich nur an sich denken muss. Keine hinfällige störische unliebsame unliebende Mutter … noch nicht, keine Kinder und auch sonst nichts an der Backe, worauf man sich einstellen müsste.

So. Meine Sonnenfleck ist weg und ich sollte mich auch wegmachen … unter die Dusche bemühen, damit ich nicht noch im Bett sitze, wenn das Kind nach Hause kommt. So ganz untätig war ich aber doch nicht. Ich habe zwischendurch das Schreiben unterbrochen und habe mich der Wäsche gewidmet, für Kind noch ein paar meiner Bügel, die ich ihm hier gelassen hatte, aus des Vaters Höhle Zimmer, weil er sie sich heimlich unter den Nagel gerissen und gebunkert hat, gekramt, den Staubsauger ein weiteres Mal durch die Bude geschoben … wir haben gestern Abend beim Schrank einräumen doch ordentlich gebröselt und gestaubt und vor dem Duschen werden ich dem Kind noch Hemden bügeln. Ich hasse bügeln, aber liebe meinen Sohn. Darum tut ich es und es tut auch gar nicht weh.

Oft fragt mich der Gatte …

… beim gemeinsamen Morgenkaffee, was ich für den Tag geplant habe. Meistens lautet meine Antwort: „Nichts!“

In der Tat plane ich meine Tage sehr selten. Ein bisschen Struktur … ein Gerüst an dem ich mich durch den Tag hangeln kann, wäre zwar manchmal ganz hübsch, aber an sich mag ich in der Art nicht planen. Die Erfahrung der ersten Monate in der neuen Heimat hat auch gezeigt, dass es wenig Sinn hat zu planen. Es kommt sowieso meistens anders als gedacht. Die anfallende Hausarbeit mache ich, wenn sie anfällt und sich gar nicht mehr umgehen lässt. Aber an sich ist es doch völlig wurscht wann ich zum Beispiel den Geschirrspüler ausräume, die Krümel vom Brot schneiden wegwische oder staubsauge. Heute habe ich Geschirrspüler ausräumen Geschirrspüler ausräumen sein lassen, das frisch angefallene dreckige Geschirr hübsch in der Küche verteilt, die Krümel dort liegen lassen, wo sie hingefallen sind und bin, nachdem ich dem Gatten nach gewunken hatte, stöckeln gegangen. Machte auf Grund der Großwetterlage Sinn. Später sollte es regnen.

Hat es tatsächlich auch pünktlich getan und ich habe ganz ungeplant die Gunst des mit Hagel vermischten Regengusses genutzt und habe den Balkonboden geschrubbt. Heute Morgen beim lange dem Gatte Nachwinken war mir nämlich aufgefallen, dass es bei Nässe ganz schön glitschig auf dem Balkon ist und man hässliche Abdrücke im Balkonmoos hinterlässt … iiiiih! Wie eklig!
Diese ungeplante Aktion hat mich nicht nur ziemlich nass werden lassen, nein, sie hat mich auch glücklich und zufrieden gemacht.

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Wirklich schön und wie neu ist der Boden natürlich nicht, aber er ist doch sehr viel besser als vorher.

Auf der Seite des Gatten …

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… sitzt das Zeug so fest, dass ich wahrscheinlich einen Spachtel bemühen müsste. Da wir aber nicht die Absicht haben vom Boden zu essen, bin ich mit dem Ergebnis …

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… durchaus zufrieden. Zumal ich nicht nur den Boden geschrubbt habe, sondern auch den „Grünspan“ Grünbelag unten an den Glasverblendungen entfernt habe.
Vielleicht spült nun der immer wieder kommende Regen der nächsten Tage noch ein bisschen angeweichten Dreck weg.

Heute haben wir richtiges Aprilwetter … kühl, Regen, Sonne, Hagel, Blitz und Donner … ganz entzückend. So ganz anders als letzte Woche und es macht den Pollen das Fliegen schwerer … sie schaffen es aber immer noch … Hatschi!