Was man verspricht, muss man halten …

… und darum füge ich mich in mein Versprechen und nähe heute die Vorhänge fürs Kind.

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An sich nicht so schwer, weil es nur geradeaus geht, aber bevor ich mit der Nähmaschine die Kanten entlang rattern kann, muss ich den riesigen Stofflappen in passende Stücken schneiden. Möglichst gleich groß und ich habe nur einen Versuch … ach ja, wird schon …

Bevor ich das in Angriff nehme, lenke ich mich lieber noch ein bisschen mit anderen Sachen ab. Zum Beispiel indem ich erzähle, das es auf unserem Balkon nur so summt und brummt. Hummeln und Bienen übergeben sich im fliegenden Wechsel die Blüten. Zum Teil wird man angeflogen, weil man sich erdreistet mitten in der Flugbahn zu sitzen. Am lustigsten sind die kleinen Schwebebienen. Die bleiben ganz oft vor mir und gerne auch direkt vor meiner Nase in der Luft stehen und scheinen mich aufs Genaueste zu beäugen. Ob es sich lohnt, sich näher mit mir zu befassen … zu landen … ob es bei mir etwas zu holen gibt. Meist drehen sie ab. Manchmal kommen sie aber noch näher und kitzeln mich mit ihren Flügeln. Zum Glück erkennen sie, dass meine Nasenlöcher zu groß sind, um ihnen als Nisthilfe zu dienen.

Gestern hat der erste Schmetterling meinen ZwergSommerflieder entdeckt …

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… was habe mich gefreut. Leider hatte ich die Kamera nicht griffbereit und wollte auch nicht nach drinnen gehen und sie holen, weil ich Angst hatte, dass er dann gleich wegfliegt.

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Müssen eben die nicht so tollen Bilder reichen, die ich mit dem smarten Phone gemacht habe.

Ebenfalls gestern habe ich den ersten Ansatz einer Paprika …

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… entdeckt.

Die Tomate blüht wie verrückt …

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… und setzt auch ordentlich an. Nun müssen sie nur noch rot werden.

Das zur Tomate passende Basilikum hängt darüber …

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… und blüht ganz emsig. Sehr zur Freude der Hummel und Bienen. Das Strauchbasilikum kaufe ich jedes Jahr sowieso nur für die Hummeln und Bienen, weil sie es so lieben.

So. Genug geplaudert. Der Stoff ruft … habe ich schon mal erwähnt, dass ich keine Lust habe morgen nach Berlin zu fahren? Mir ist schon ganz flau im Bauch …

Gegen die Flaunis … äh … für einen schönen Tag noch diese …

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… frisch gepflückt.

Blogbrösel

  • ich sitze am Rand einer großen Depression, baumle mit den Beinen und hoffe nicht abzustürzen
  • noch ist alles im Rahmen, weil ich noch zeitnah die Dinge des Lebens erledige … auch die unangenehmen, komplizierten …
  • heute war ich einkaufen auf dem Markt … Matjes für uns und Zwergsommerflieder, der sofort akzeptiert wurde …

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    … Schokoladenblume und Mädchenaugen für die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge

  • weil ich für den Zwergsommerflieder für die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge noch einen großen Topf brauchte, tat ich etwas sehr Erwachsenes (erwachsen weil ich zurzeit sehr schlecht laufen kann, weil sich irgendwelche, wirklich fiesen Schmerzen, die auch nur den Gebrauch bestimmter Schuhe zulassen, in meinem rechten Oberfuß breit machen – die möglichen Diagnosen reichen von Prellung über Neuralgie bis Ermüdungsbruch … keine gefällt mir wirklich): Ich nahm zum ersten Mal das Auto des Gatten gemeinsame Auto und fuhr damit zum Baumarkt
  • ich parkte genauso krumm und schief, wie es der Gatte zu tun pflegt,

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    damit sich das Auto nicht wundert

  • ich kaufte dort tatsächlich nur einen großen Topf mit Untersatz und Blumentopferde … die Erde kaufte ich nur, weil ich Angst hatte, dass die, die wir noch haben nicht reicht … Volumen einschätzen ist nicht meins und unter den Topf kucken, wie viel Liter er fasst, schaffte ich erst zu Hause … gnarf … ja, ich schäme mich, weil ich keine Erde gebraucht hätte … immer diese Gier
  • ich habe heute, wie ich es mir gestern versprochen hatte, Netflix entsagt und mir nicht das Hirn mit irgendwelchen Serien sinnlos weggeflimmert … zu gebraten … weggedröhnt …
  • … stattdessen habe ich den Balkon umgegraben,  der Zahnzusatzversicherung die Rechnung über die Füllung und die Zahnreinigung geschickt, die ich noch nicht mal überwiesen habe, Absenderadressetiketten in Word gebastelt, dem Kind per Telefon und WhatsApp  hilfreich unter die Arme gegriffen
  • alles in allem war es ein ziemlich guter Tag und die Aussichten sind es auch …

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    … rechts von mir

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    … links von mir …

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    … geradeaus … der Fenchelwald, auch für die Bienen, wenn er denn blüht … irgendwann und ich den Fenchel nicht aufgefressen habe …

    … gut.

  • jetzt muss ich in die Küche und Kartoffelpuffer machen

Oft fragt mich der Gatte …

… beim gemeinsamen Morgenkaffee, was ich für den Tag geplant habe. Meistens lautet meine Antwort: „Nichts!“

In der Tat plane ich meine Tage sehr selten. Ein bisschen Struktur … ein Gerüst an dem ich mich durch den Tag hangeln kann, wäre zwar manchmal ganz hübsch, aber an sich mag ich in der Art nicht planen. Die Erfahrung der ersten Monate in der neuen Heimat hat auch gezeigt, dass es wenig Sinn hat zu planen. Es kommt sowieso meistens anders als gedacht. Die anfallende Hausarbeit mache ich, wenn sie anfällt und sich gar nicht mehr umgehen lässt. Aber an sich ist es doch völlig wurscht wann ich zum Beispiel den Geschirrspüler ausräume, die Krümel vom Brot schneiden wegwische oder staubsauge. Heute habe ich Geschirrspüler ausräumen Geschirrspüler ausräumen sein lassen, das frisch angefallene dreckige Geschirr hübsch in der Küche verteilt, die Krümel dort liegen lassen, wo sie hingefallen sind und bin, nachdem ich dem Gatten nach gewunken hatte, stöckeln gegangen. Machte auf Grund der Großwetterlage Sinn. Später sollte es regnen.

Hat es tatsächlich auch pünktlich getan und ich habe ganz ungeplant die Gunst des mit Hagel vermischten Regengusses genutzt und habe den Balkonboden geschrubbt. Heute Morgen beim lange dem Gatte Nachwinken war mir nämlich aufgefallen, dass es bei Nässe ganz schön glitschig auf dem Balkon ist und man hässliche Abdrücke im Balkonmoos hinterlässt … iiiiih! Wie eklig!
Diese ungeplante Aktion hat mich nicht nur ziemlich nass werden lassen, nein, sie hat mich auch glücklich und zufrieden gemacht.

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Wirklich schön und wie neu ist der Boden natürlich nicht, aber er ist doch sehr viel besser als vorher.

Auf der Seite des Gatten …

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… sitzt das Zeug so fest, dass ich wahrscheinlich einen Spachtel bemühen müsste. Da wir aber nicht die Absicht haben vom Boden zu essen, bin ich mit dem Ergebnis …

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… durchaus zufrieden. Zumal ich nicht nur den Boden geschrubbt habe, sondern auch den „Grünspan“ Grünbelag unten an den Glasverblendungen entfernt habe.
Vielleicht spült nun der immer wieder kommende Regen der nächsten Tage noch ein bisschen angeweichten Dreck weg.

Heute haben wir richtiges Aprilwetter … kühl, Regen, Sonne, Hagel, Blitz und Donner … ganz entzückend. So ganz anders als letzte Woche und es macht den Pollen das Fliegen schwerer … sie schaffen es aber immer noch … Hatschi!

Gärtnerstolz

 

 

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Wer oder was es wird, wird sich zeigen, wenn es groß ist.

Zum Geburtstag habe von einer lieben Menschin fünf Tüten mit Samen für Bienenfutter bekommen. Die habe ich alle zusammengekippt, gemischt und am Sonntag in einem großen Blumenkasten auf dem Balkon in der Erde versenkt. Und nun bin ich ganz entzückt schon die ersten Pflänzchen begrüßen zu dürfen.

Meine Rose …

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… ist ebenfalls ganz fleißig am Treiben. Auch das entzückt mich.

Weniger entzückt mich der Blick aus dem Fenster …

 

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… ziemlich dunkel düster … inzwischen mit Regen angereichert …

Ganz ähnlich ist meine Stimmung. Nein, ich regne nicht, aber mir ist dunkel düster. Der Dienstag hat mich echt mitgenommen. Damit ich es bloß nicht so schnell vergesse, kam  gestern zur Auffrischung der Arztbericht, der ziemlich dämlich ist …
Ein Bericht in dem das Wort angeblich, und das mehrfach, benutzt wird und damit nachweisliche Befunde, die vorlagen und meine Aussagen, die dadurch belegt werden, in Frage stellt, ist einfach ärgerlich … unsachlich …

Außerdem tut mir immer noch die Brust weh … wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich mir jetzt Gedanken machen und einen Arzt aufsuchen … blöder Mist!

Kabelbinder …

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… sind ein geiles Zeug! Und nicht nur bei „Fifty Shades of Grey“, sondern auch im realen Leben …

Bei uns soll es in den nächsten Tagen wieder einmal stürmen. Sturm ist nicht mein Lieblingswetter. Ich habe sogar ziemlich Angst vor bei wegen und überhaupt Sturm.

Angst habe ich auch um unsere neuen Balkonkästen. Nicht weil sie so besonders wertvoll sind (wir haben die günstigsten genommen, weil sich in den letzten Jahren herausgestellt hat, dass die Dinger mit Wasserreservoir nix für uns sind … es sein denn wir würden Wasserpflanzen pflanzen. Alle andere ertrinkt, weil sie kein Seepferdchen habe … zu viel Regen, der gesammelt, aber nicht gebraucht wird und nicht weg kann), sondern weil sie irgendwie anders sind … niedriger, logisch fehlt doch das „Sammelbecken“ im Souterrain der Kästen.
Der Gatte sagt, das ist Quatsch. Ich muss mir keine Sorgen machen. Die Dinger hängen fest.
Nun ist der Gatte aber nicht da und da kann die Gattin ihren Sorgen und ihrem Bastelfieber …20180315_164708

 

… freien Lauf lassen. Merkt der Gatte gar nicht. Denn wenn er nach Hause kommt ist es längst dunkel und morgen früh kuckt er nicht und meinen Blog liest er nie nicht ;O)).

Ich habe , wie ich hoffe, den Balkon sturmfest gemacht … die Balkonkästen festgezurrt …

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… es lässt sich schwer fotografieren ohne vielleicht doch das smarte Phone in die Tiefe zu werfen …

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Vielleicht versteht man es, wenn ich es verbal erläutere …

… also man verbinde drei lange Kabelbinder, wickelt diese dann um die Kästen unter Einbeziehung des Balkongeländers an der unteren, schmaleren Verstrebung und zurrt die Kabelbinder fest. Fertig! … ganz ohne lange, langweilige Geschichte…muhaha.

Dann habe ich noch die Schale/den großen Topf mit den Frühlingspflanzen vom Tisch auf den Boden expediert 

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Dabei habe ich die drei dicken hängenden Gänseblümchenblüten gepflückt und mit einem Hornveilchen und ein wenig Blattgrün als Schwimmpflanzen arrangiert …

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Nochmal fertig!

Schönen Abend! Ich muss mich noch ein ganze Weile langweilen bis der Gatte nach Hause kommt. Wahrscheinlich bin ich bis dahin verhungert und vom Fleisch gefallen.