Fertig!

20180704_153041

Erste Schätzungen haben ergeben, dass beide Vorhänge ziemlich genau ungefähr gleich lang sind. Damit bin ich zufrieden!

Als besonderes Highlight oder besser gesagt als persönliche Note habe ich den Saum des einen Vorhanges mit einer Welle versehen …

20180704_153102

Ja, nicht schön, aber selten und von mir. Zum Trennen hatte ich aus drei Gründen keine Lust:

  1. Bei dem Material – Verdunklungsstoff sieht man jeden Stich – das habe ich am Anfang zu spüren … zu sehen bekommen, als die Nähmaschine Streit machte und nicht nähen wollte … Löcher in Stoff pieksen schon, aber nicht gleichzeitig den Faden sinnvoll und verbindend durch die Löcher fädeln … die Löcher haben mir nicht gefallen, ließen sich auch nicht rausstreichen
  2. Wenn ich nähe, nähe ich bombenfest. Das lässt sich nicht auftrennen. Eher löst sich das Drumrum auf
  3. habe ich unterwegs beim Schreiben vergessen, aber ich finde 1. und 2. reichen als Begründung aus …

Ah! Jetzt fällt es mir wieder ein – 3a. Ich bin nicht perfekt! Das überlasse ich anderen!

Jetzt versetze ich das Wohnzimmer wieder in einen bewohnbaren Zustand. Damit der Gatte, wenn er heute Abend gegen 22:00 Uhr nach Hause kommt, erkennt, dass er zu Hause ist …

Wenn man erstmal anfängt …

20180704_115712

… und genug Platz hat, ist es gar nicht so schlimm und wird tatsächlich werden.

Zur Feier der Vorhänge habe ich mein Nähmotto: Wer steckt ist, ist feige! über Bord geworfen …

20180704_115809

… und dem Stoff ganz hinterhältig ein paar Stecknadeln hineingerammt.

Vielleicht zeige ich meiner Mutter morgen diese Bilder, damit sie etwas zum Aufregen und mich niedermachen hat. Meine Mutter ist nämlich Schneiderin und so wie ich das mache, geht das gar nicht!
Ich finde mein Tun ziemlich zielgerichtet und dafür, dass ich keinen richtigen Arbeitsplatz habe, ist es … bin ich … wird es … äh … äh … ähmmmm … mir fehlen die Worte …

Was man verspricht, muss man halten …

… und darum füge ich mich in mein Versprechen und nähe heute die Vorhänge fürs Kind.

20180704_085417

An sich nicht so schwer, weil es nur geradeaus geht, aber bevor ich mit der Nähmaschine die Kanten entlang rattern kann, muss ich den riesigen Stofflappen in passende Stücken schneiden. Möglichst gleich groß und ich habe nur einen Versuch … ach ja, wird schon …

Bevor ich das in Angriff nehme, lenke ich mich lieber noch ein bisschen mit anderen Sachen ab. Zum Beispiel indem ich erzähle, das es auf unserem Balkon nur so summt und brummt. Hummeln und Bienen übergeben sich im fliegenden Wechsel die Blüten. Zum Teil wird man angeflogen, weil man sich erdreistet mitten in der Flugbahn zu sitzen. Am lustigsten sind die kleinen Schwebebienen. Die bleiben ganz oft vor mir und gerne auch direkt vor meiner Nase in der Luft stehen und scheinen mich aufs Genaueste zu beäugen. Ob es sich lohnt, sich näher mit mir zu befassen … zu landen … ob es bei mir etwas zu holen gibt. Meist drehen sie ab. Manchmal kommen sie aber noch näher und kitzeln mich mit ihren Flügeln. Zum Glück erkennen sie, dass meine Nasenlöcher zu groß sind, um ihnen als Nisthilfe zu dienen.

Gestern hat der erste Schmetterling meinen ZwergSommerflieder entdeckt …

20180703_133311_01

… was habe mich gefreut. Leider hatte ich die Kamera nicht griffbereit und wollte auch nicht nach drinnen gehen und sie holen, weil ich Angst hatte, dass er dann gleich wegfliegt.

20180703_133452_01

Müssen eben die nicht so tollen Bilder reichen, die ich mit dem smarten Phone gemacht habe.

Ebenfalls gestern habe ich den ersten Ansatz einer Paprika …

20180704_085652

… entdeckt.

Die Tomate blüht wie verrückt …

20180704_085735

… und setzt auch ordentlich an. Nun müssen sie nur noch rot werden.

Das zur Tomate passende Basilikum hängt darüber …

20180704_085816

… und blüht ganz emsig. Sehr zur Freude der Hummel und Bienen. Das Strauchbasilikum kaufe ich jedes Jahr sowieso nur für die Hummeln und Bienen, weil sie es so lieben.

So. Genug geplaudert. Der Stoff ruft … habe ich schon mal erwähnt, dass ich keine Lust habe morgen nach Berlin zu fahren? Mir ist schon ganz flau im Bauch …

Gegen die Flaunis … äh … für einen schönen Tag noch diese …

20180704_090008

… frisch gepflückt.

Gestatten … FriedRich

FriedRich ist vom Gatten beauftragt worden, auf mich aufzupassen … mich zu trösten. FriedRich gehört zur Gattung der Warmies. Ist mit Hirse und Lavendel gefüllt und stinkt dadurch ist durch sein Gewicht tatsächlich sehr tröstlich. FriedRich passt nicht nur auf meinen Bauch, er passt auch prima in meinen Nacken und entlastet die durch Anspannung arg strapazierten Nackenmuskeln. Hätten wir eine Mikrowelle könnte ich FriedRich heiß warm machen.

Wir haben gestern keine Mühen gescheut …

… und sind auf diesen Turm gestiegen …

DSCN4250_01

… damit ihr euch einen Überblick verschaffen könnt …

DSCN4246_01

… dort unten treiben sich die größeren Seehunde und Kegelrobben herum. Auf der anderen Seite …

DSCN4240_01

… geht es zu den Heulern …

DSCN4235_01

… an die man nicht wirklich herankommt. Aber ein guter Zoom macht es dennoch möglich …

DSCN4236_01

Die Seehunde haben das schöne Wetter gestern genossen …

DSCN4211_01

DSCN4215_01

… schönes Wetter macht aber auch müde. Sehr müde …

DSCN4221_01

Danach haben wir noch einen kleinen Spaziergang zum und auf dem Deich gemacht und konnten dabei einen knackigen Wollpopo bewundern …

DSCN4266_01

Ich mache mich jetzt daran das aufzuarbeiten, das vergangene Woche in meiner Abwesenheit hier liegengeblieben ist. Lust habe ich keine. Mir ist ein bisschen so, als wäre ich überall wund und müsste auf die diversen Blessuren erst einmal ein paar Pflaster kleben, damit es in Ruhe heilen kann. Eigentlich wollte ich heute Morgen zum Optiker und mich um eine neue Brille kümmern, aber den Plan habe ich gestrichen. Dazu bin ich zu kaputt und müde und es macht keinen Sinn in diesem Zustand einen Sehtest zu machen. Kopfweh habe ich sowieso auch. Gehört seit vielen Tagen zum täglichen Allgemeinbefinden.
Ich geh dann mal den Miele aus- und wieder einräumen und zwischendurch kritzle … sketche ich ein bisschen …

20180702_093821

Ich habe beim Lieblingsleseplatz so eine tolle Buchvorstellung gesehen, dass ich es sofort haben musste und natürlich gleich losgepinselt habe. Vielleicht lockt mich das nachher noch aus dem Haus und in die Stadt, damit ich mir richtig schönes Papier oder ein Notizbuch kaufen kann.

Schönen Sonntag!

Nur ganz schnell ein Sonntagsblümchen in die Blogvase stellen …

DSCN3877_01

Ich habe extra etwas mehr Wasser in die Vase gefüllt. Falls es länger dauert bis ich hier wieder hereinschauen kann, weil ich vom Seehund gefressen werde. Wir besuchen die Seehundstation in Friedrichskoog. Ich freu mich!

Macht es euch schön und genießt den Sonntag!

Zu Hause …

… eigenes Bett, richtiger Kaffee mit Milchschaumgebirge vom Gatten gekocht, wie immer am Wochenende, kein Sonnenfleck, aber schöne Aussicht …

20180630_095516_001

Nachdem ich gestern für die ersten dreißig Kilometer innerhalb von Berlin eineinhalb Stunden gebraucht habe, war ich dennoch wie geplant um 18:30 Uhr in Hamburg und habe den Gatten eingesammelt.
Mit dem Auto des Gatten bin ich nach dieser Woche auf du und du. Ihm und der freien Autobahn ab dem Kreuz Wittstock/Dosse ist es zu verdanken, dass ich es pünktlich geschafft habe. Das Auto kann nämlich, wie ich jetzt weiß, 200 fahren. Damit konnte ich ein wenig verlorene Zeit herausholen.

Meine Mutter hat mich mit Worten verabschiedet, die mich nicht überrascht haben, sondern die ich so schon erwartet hatte, nach der Entwicklung der letzten Tage und ihrem Gemotze über das Krankenhaus, die Schwestern und Ärzte. Wenn sie im Krankenhaus fertig ist, geht sie nicht ins Pflegeheim. Sie will nach Hause und hat den Antrag fürs Pflegeheim schon rückgängig gemacht. Tja, des Menschenwille … muss sie sehen, wie sie klar kommt. Denn noch hat sie nur den Pflegegrad I und dafür gibt es nicht viel an Hilfe.
Soll sie machen, wie sie will. Ich werde an einem dickeren Fell mit glattem Rücken, an dem alles runterrutscht, arbeiten.

Jetzt muss ich erst mal sausen und die diversen Bestellungen aus ihren diversen Shops, wo sie hinterlegt wurden, befreien und den Wochenendeinkauf machen und rufe mir ein „Herzlich Willkommen im eigenen Leben!“ entgegen.