Der Niffler …

… überwacht meine Strickfortschritte.

Gefühlt stricke ich und stricke und stricke und … … … und komme nicht wirklich vorwärts, aber bei Nadelstärke 3 und 186 Maschen pro Reihe kann es schon eine Weile dauern bis man etwas sieht und das Gefühl hat etwas geschafft zu haben.

Nichtsdestotrotz gefällt es uns ganz gut … eigentlich will ich jetzt kucken, ob sich das Grün für die Ärmel genauso gut einfügt, wie das Blautürkis des Bündchen.

Noch viel lieber hätte ich allerdings, dass sich die Verspannungen meines Nackens oder vielleicht sind es auch Blockierungen der Halswirbel lösen. Die Bewegungseinschränkungen und die Schmerzen bei jeder Bewegung und Nichtbewegung und die Kopfschmerzen seit Tagen und Nächten nerven mich langsam aber sicher.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …

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… oder manchmal auch …

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… auch hübsch, aber sehr lästig so eine Sehnenscheidenentzündung.

Das in engen Runden stricken gefällt meinem Handgelenk gar nicht. Mir auch nicht. Mochte ich noch nie … ja, Socken bilden die Ausnahme von der Regel … ist mir zu viel … zu schwer … zu unhandlich. Außerdem stehen mir, Dank meiner breiten Schultern, Rundpassen oder Reglan sowieso nicht. Darin sehe ich aus wie aufgehangen … reingewürgt.
Also habe ich, wie so oft – eigentlich brauche ich immer mindestens einen zweiten Anlauf, die Nadeln gezogen und beschlossen den Pulli à la Pia zu stricken. Von unten nach oben …

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Ob ich Armkugeln stricke oder mich für angesetzte Ärmel entscheide, weiß ich noch nicht. Das entscheide ich unterwegs.
Immerhin habe ich so schon, bis auf das Grün alle Farben auf den Nadeln gehabt und finde, dass mein Farbkonzept gut funktioniert.

Am Tuch habe zwischendurch auch etwas weiter gestrickt …

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… auf den Bild habe ich gesehen, dass ich einen Fehler gemacht habe, aber ich werde nicht zurückstricken. Der ist so weit unten, dass es mir zu mühsam ist und ewig dauern würde. Außerdem bin ich froh, dass ich wieder im Muster drin bin. Ich hatte irgendwo Murks gebaut, sodass ich vier Reihen zurückstricken musste. Sehr unschön … lästig … ärgerlich … doof von mir. Sonntagabend saß ich auf dem Sofa und war ganz traurig, weil ich alle meine Strickzeuge kaputt gemacht hatte, die Fehler nicht fand und nichts mehr weiterstricken konnte … echt zu doof.
Montag habe ich meine Strickzeuge repariert. Dabei habe ich leider den Fernsehton kaputt gemacht. Das ist aber eine andere lange langweile, aber lustige Geschichte. Den  Gatten und das Kind hat es sehr erheitert. Bis zur Heimkehr des Gatten am Abend hatte ich den Ton zum Glück wieder repariert.

Ansonsten ist das Leben, von dem ich letzte Woche noch gedacht habe – „Läuft! Alles prima! Freu dich mal! Sei glücklich, hast allen Grund dazu“ – schon wieder so voller Nicklichkeiten, dass sich umgehend meine Depression aus ihrer Ecke bemüht hat, um sich an mich zu kuscheln und mit mir Kaffee zu trinken. Irgendwie blöd. Das mindert nicht nur meinen Antrieb, sondern fügt den mich fast immer begleitenden Kopfschmerzen/Migräne die übelsten und schmerzhaftesten Nackenverspannungen, die dann wiederum ihre eigenen Kopfschmerzen mitbringen, hinzu. Hin und wieder gibt es auch mal zwei bis drei Tage feinsten Schwindel. Ich liebe es … *ironieanundwiederaus*

Jetzt raffe ich mich auf, stricke nicht weiter, sondern gehe ins Bad und putze das Klo.

Hat jemand eine Idee was ich heute kochen könnte? Ich habe nämlich keine.
Falls ich für den Vorschlag nicht alles im Haus habe, müsste auch noch jemand einkaufen gehen. Ich habe nämlich keine Lust. Wenn derjenige dann auch noch kochen würde, wäre das prima. Dazu habe ich nämlich auch keine Lust!
Freiwillige vor!

 

Ich habe mich verführen lassen …

… nee, nicht vom Klempner, der gestern eigentlich kommen sollte, aber nicht kam …, sondern vom bösen Internet. Es hat mich dazu verführt mir ein sündhaft teures Pompom- Magazin …

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… zu kaufen (die spinnen wirklich die Briten – gerundet 17 Euronen und das auch nur, weil es nicht das aktuelle Magazin ist, das ist dann nochmal zwei Euro teurer, ist schon happig, aber was man will, will man und muss die Kohle rausrücken).

Das Titelmodell hatte es mir angetan. Es hatte nicht nur, es hat. So sehr, dass ich meinem Vorsatz keine neue Wolle zu kaufen, bevor ich von der vorrätigen etwas verstrickt habe, untreu geworden bin.
Die Firma Drops hatte wahrscheinlich so eine Ahnung und deswegen ihren Merino-Sale bis zum 12. 10. verlängert. Das hat mich gestern, als ich auf der Suche nach Wolle war, sehr glücklich gemacht.
Noch glücklicher hat mich der Umstand gemacht, dass mir heute um kurz nach Neun der Paketmensch schon meinen Wollschatz in die Hände gedrückt hat …

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Ich habe mich gegen die originale Farbzusammenstellung entschieden. Schwarz und Weiß ist chic, aber davon gibt es bei mir eine ganze Menge im Schrank.
Das Bild trifft die Farben nicht hundertprozentig … das Rot ist etwas dunkler und wärmer, es ist kein Hellblau, sondern ein kräftiges Blautürkis und das Gelb ist in etwa genau so scheußlich wie auf dem Bild (ich mag kein Gelb … draußen in der Natur finde ich es toll, aber an mir = schüttel, aber es passte am besten dazu … , aber mir gefällt die Kombination. Ein bisschen schräg, aber auf jeden Fall very English.

Am liebsten würde ich gleich anfangen, aber vielleicht sollte ich vorher erst einmal das Tuch beenden, das ich gerade auf den Nadeln habe …

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Ja, EsmeRalda überwacht das Ganze. Passt auf, dass ich nicht auf dumme Gedanken komme und abschweife. EsmeRalda ist eine ganz Strenge. Der Gatte hat regelmäßig Streit mit ihr …

Ich muss mich jetzt rüschen und raffen. Ich habe heute ein Date mit dem Gatten. Wir gehen, weil er schon gegen 13:30 Uhr Feierabend hat, Billard spielen und danach suchen wir Schuhe für den Gatten, damit wir das Geld nicht immer nur für mich ausgeben (stimmt nur bedingt – der Gatte isst mehr als ich, nimmt dabei aber weniger zu als ich … dabei fällt mir ein: am Mittwoch, als ich mit der großen Schwester telefonierte, beneidete ich sehr darum, dass sie sich Hosen gekauft hat, weil sie wollte … ich kaufe mir zurzeit Hosen, weil ich aus den alten herausgewachsen bin …).

Ach ja … blablabla … hierbei handelt es sich um Werbung – ganz freiwillig und selbst bezahlt.

Schönen Freitag!

„Gehe los und tue Gutes, …

… du warst heute noch nicht aktiv genug!“, sprach meine Fit-App zu mir.

Ich tat wie geheißen, ging raus und tat Gutes …

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… also bin ich nicht schuld an diesem Wollberg.

Ein weiterer Grund für meine Schuldlosigkeit ist der Gatte, der mich schon lange drängte in den Wollladen zu gehen, der genau am Tag unserer Hochzeit seine Tür zum ersten Mal für die Kundschaft öffnete. Ich habe ihm die ganze Zeit gesagt, dass das nicht gut ist.

Eigentlich wollte ich nur ein Knäuel für mich. Ja, ich kann auch egoistisch, aber als mir das aufstieß, musste noch eins für den Gatten mit. Dann schrien die beiden bunten Strømpegarns aus Dänemark, dass wir noch nie das Vergnügen miteinander hatten und sie mitwollen. Ganz zum Schluss fiel mir die Nichte und ihr Geburtstag und die Socken, die ich ihr seit gefühlten Urzeiten jedes Jahr zum Geburtstag stricke, ein. Mit Traditionen soll man nicht brechen, also noch schnell die beiden Nichtenknäuele zu den anderen unter den Arm geklemmt, Scheuklappen auf und schnell raus aus dem Laden … schnell damit ich nicht noch mehr kaufe, nicht weil ich die unter den Arm geklemmten Knäuele geklaut habe (aufklärende Anmerkung der Redaktion ;O) ).

Danach stapfte ich in einem größeren Bogen, weil die App mit meiner Aktivität immer noch nicht zufrieden war und Dinge,wie zum Beispiel stricken und in der Nase bohren … nein, ich übe nicht beides gleichzeitig aus … nicht anerkennt, nach Hause. Unterwegs stellte ich fest, dass es Laub technisch schon sehr herbstlich aussieht …

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Für Anfang September finde ich den Laubhaufen und das drum herum ganz beachtlich.

Nun bin ich von meinen anerkannten und nicht anerkannten Aktivitäten so erschöpft, dass ich mich aufs Sofa zurückziehen und das Los entscheiden lasse, welches Knäuel ich anstricke. Ich vermute das Los wird auf eins der kleinen fallen. Dann muss ich morgen, wenn ich nach Berlin fahre, nicht so schwer schleppen … oh ja! Manchmal machen 50g ganz viel aus … 🙃😉🙃

Hund oder Katze vs. Kaffeevollautomat

Ich hatte überlegt, ob wir uns einen Hund oder eine Katze anschaffen. Da vieles dagegen sprach, haben wir einen Kaffeevollautomaten angeschafft.
Der braucht ähnlich viel Hege und Pflege – entweder will er mit gefüttert werden … Kaffeebohnen oder Wasser oder er möchte Gassi gehen etwas los werden … Trester oder ausgespuktes ich mach mich selber sauber Wasser. Von auf uns zukommende Filterwechsel und Entkalkungsaktionen (gerade kam für PhiLip, so heißt der gute, eine Packung Kaffeefettlöser-Drops … als Belohnung, wenn er besonders lieb war … an) will ich jetzt noch nicht reden, er ist schließlich noch ganz klein neu.
So ein Kaffeevollautomat hat den Vorteil, dass man ihn spontan alleine lassen kann, wenn es uns gelüstet ein Wochenende irgendwo hin zu entschwinden oder ich mal wieder wegen einer überstürzten Ich-habe-noch-eine-Mutter-Aktion nach Berlin muss. Man muss niemanden suchen und finden der sich um das Tier kümmert, wenn man nicht da ist oder suchen und finden wohin man das Tier mitnehmen darf.
Ein weiterer Vorteil ist die nun Geschichte gewordene, von mir schon immer nicht gemochte, Kapselkaffeemaschine des Gatten.
PhiLip macht bei der Arbeit nicht mehr Krach als dieses Kapselkaffeedingens. Und er macht mir sogar netten Milchschaum. Das könnte weder Hund noch Katze.
Ich glaube, das war eine gute Entscheidung.

Eine weitere gute Entscheidung war das Auftrennen des begonnenen Häkelkleides …

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… es sah ohne Zweifel hübsch aus, machte Spaß, aber da ich keinen Schmetterling häkeln wollte (der Gatte meinte, es sehe aus wie ein Schmetterling oder eine Schleife) und es ziemlich klar war, dass ich, wenn ich an den Seiten die Länge erreicht habe, in der Mitte wahrscheinlich gerade mal am Bauchnabel bin und mir dieser Ausschnitt eindeutig zu tief gewesen wäre, habe ich die Reißleine gezogen und mich getrennt … das unvollkommene Werk aufgetrennt.

Stattdessen habe ich zu den Stricknadeln gegriffen …

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… und verarbeite die Wolle jetzt strickender Weise.
Ja, es ist dieselbe Wolle. Die Farben auf dem unteren Bild sind ungefähr richtig. Ob es ein Strickkleid wird, weiß ich noch nicht. Vielleicht wird es nur ein Oversize-Pulli. Vielleicht wird es auch beides. Genug … fast genug Wolle hätte ich, da dieses „Kordelgarn“ wunderbar fluffig leicht und weich ist, eine Lauflänge von 175m/50g hat und mit NS 6 verarbeitet wird und häkeln deutlich mehr Garn verbraucht. Ich glaube, fabriziere einen groooooooßen, gemütlichen Pulli, der in keine Jacke passt und aus dem Rest mache ich ein Tuch. Die Wolle ist trotz hohem Wollanteil so unwollig, dass selbst ich Wollmimose, damit klar komme.

Eine weitere gute Entscheidung war das Abschneiden meiner  Fenchelblütenstände und ihre Einlagerung in die Schale, die ich unnützer Weise vom Ausflug, den ich mit dem Kind zu seinem Vater an der Ostsee gemacht hatte, aus einer Kirche mitgebracht habe …

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Den Fenchel hatte ich eigentlich für die Bienen gepflanzt. Der eine ist richtig schön geworden …

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… groß, üppig blühend und gut riechend. Leider gingen die Bienen nicht ran, weil der Fenchel immer voller Wespen war …

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Sehr, sehr lästig, weil die Wespen mehr denn je der Meinung waren, dass der Balkon ihrer ist. Draußen sitzen war unmöglich … fiel es wenigstens nur noch halb so unangenehm auf, dass man wegen der Hitze sowieso nicht draußen sitzen konnte s6vhaha.

Gestern hatte ich die Nase voll und habe mich mutig nach draußen gewagt und meinen Fenchel gefällt und in Vasen verteilt. Den Wespen missfiel diese Aktion eindeutig. Sie flogen danach äußerst aggressiv auf dem Balkon herum. Störte mich aber nicht weiter. Ich wollte sowieso nicht raus. Zu frisch. Genau wie heute. Heute war ich sogar so großzügig zu mir, dass ich in meinem Zimmer die Heizung angemacht habe.
Licht ist auch an. Die Düsternis war nicht auszuhalten. Warum kann das Wetter eigentlich nichts zwischen den Extremen? Von über 30° auf 13°-14° binnen drei Tagen ist schon etwas heftig. Umgekehrt ist/war es genauso heftig.
Und von Dauersonne an, auf Dauersonne aus, ist auch doof.

Genug gemault. Ich geh mich jetzt als selbstständige … ja, selbst und das ständig …  Hausfrau nützlich machen.

Loch an Loch …

… und hält doch!

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Es war ein kurzweiliges Häkelvergnügen!

Die Anleitung war ein guter Anstoß und hat mir das Überlegen abgenommen wie viele Maschen ich nun brauche. Ansonsten war sie geduldig, weil aus Papier ;O).

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Alles in allem habe ich die Tunika kürzer gemacht. Hinten ist jetzt vorne und nur im Ansatz geschlossen. Dafür hat sie Ärmel bekommen. Ich mag sie … erstaunlicherweise. Ich mag das, was ich gemacht habe, nur ganz selten.

Ich hatte gehofft, damit die Wolle verbrauchen zu können, aber weit gefehlt. Das Teil wiegt gerade mal 254g. Jetzt habe ich immer noch 400g. Einen kompletten FarbverlaufsBobel und einen großen Rest. Kommt davon, wenn man den Hals nicht voll bekommt.

Ich hänge in …

… den letzten Löchern

Es scheint mir zu gelingen zwei annähernd gleiche Ärmel zu häkeln.

Die Anleitung für die Tunika, die ich käuflich erworben habe, sieht keine Ärmel vor, aber ich war der Meinung, dass meinen mittelalten Oberarmen ein paar deckende Löcher ganz gut tun würden. Letztendlich wird die ganze Tunika am Ende nicht all zuviel Ähnlichkeit mit dem Original haben. Es zeigt sich wieder einmal mehr – ich kann mich nicht an Anleitungen halten. Ist aber nicht schlimm. Damit kann ich leben.

Ich könnte jetzt noch ein bisschen oder auch ein bisschen mehr übers Wetter jammern … lass ich aber. Lohnt nicht. Ändert nichts. Macht es nicht kühler und bringt keinen Regen. Besser geht es mir davon auch nicht.

Ich hoffe einfach mal, dass mir morgen früh einfach mal nicht der Kopf dröhnt, damit ich endlich die neue Brille in Angriff nehmen kann. Nicht richtig kucken können, ist nämlich ziemlich doof.

… gääääääähnnnn … ich schlurfe jetzt in die Küche und bastel schon mal etwas am Abendessen. Nicht das ich mich am Ende zu schnell bewegen muss und ausnahmsweise mal in Schwitzen komme …