Ein Bild von einem Tuch …

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Ja, ich habe das Bona Notte- Tuch tatsächlich fertig bekommen. Es liegt hier schon eine Weile fertig rum.

Zuerst lag es fertig rum, weil ich die Fäden vernähen musste … das waren ganz schön viele. Die einen der Strickart geschuldet, die anderen der Wolle geschuldet, die ab und zu und hin und wieder und gerne auch mal öfter Knoten zu Tage brachte.
Dann lag es herum, weil es keiner fotografiert hat. Aber heute. Heute war die Gelegenheit günstig.

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Das Tuch ist eine wirklich tolle, gelungene Konstruktion.

Ich habe mich in Ermangelung einer Schneidepuppe …

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… davon überzeugen können, dass das Tuch meine Schwester wärmen wird …

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… ganz bestimmt auch dann, wenn es keine 25° und mehr warm ist.

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An sich sitzt das Tuch ganz wunderbar, aber ich habe mir nichtsdestotrotz erlaubt zwei Knöpfe und zwei Ösen ans Tuch zu nähen …

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… sichert einen warmen Rücken/Nieren und gewährleistet freie Hände …

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… und das Tuch kann nirgends hineinfallen, wo es nicht unbedingt hinsoll. Wenn es nicht gefällt, kann sie beides einfach … naja, vielleicht nicht ganz einfach, weil die Erfahrung zeigt, dass Dinge, die ich annähe, bombensicher und nahezu bis in die Ewigkeit, eher zerfällt alles drumrum, halten … abtrennen.

Ja, Kleidung und Tuch harmonieren nicht unbedingt, aber Tuch und Temperatur auch nicht. Egal! Fertig ist fertig.

Verbraucht habe ich knapp 250g Wolle … ich habe die Banderolen versusst und nicht den geringsten Schimmer, was es war. Irgendetwas mit Alpaka und so ein „Strickschlauchgedöns“. Ganz edel und weich auf jeden Fall. Gestrickt habe ich mit Nadelstärke 3,5 … würde ich jetzt jedenfalls mal behaupten, aber je länger darüber nachdenke, desto mehr Zweifel kommen mir … also schnell veröffentlichen.

Im Grünen …

… sitzend, stricke ich aus Schlamm und Dreck, …

… so würde ich zumindest die Farben bezeichnen, einen Bona Notte.

Infiziert hat mich Frau Fadenkram mit ihrem wirklich überzeugenden Exemplar.

Mit dem Grundelement bin ich nahezu in der Zielgeraden, aber auch nur nahezu. Auf jeden Fall wird der Strickpfad ab jetzt immer schmaller … fast – einmal muss ich noch zu nehmen (in dem Fall sogar erlaubt und ohne Konsequenzen).

Das Strickfieber hat mich am 1. Mai am Nachmittag böse erwischt. Seit dem stricke ich, wann immer sich eine Gelegenheit bietet. So ein bisschen versuche ich damit auch Frust, Ärger und Hilflosigkeit zu kompensieren.

Hilft nur bedingt, aber die Vermutung liegt nahe, dass ich in Bälde ein schönes Tuch in den Händen halten werde.

Aus der Wolle sollte die große Schwester schon vor längerer Zeit ein Tuch bekommen. Im ersten Versuch wollte die Wolle aber nichts werden. Im aktuell zweiten Versuch scheint die Wolle zu wollen.

Ich hatte gerade Besuch im hintersten Eck des Gartens anderer Menschen. Erst hat sie sich erschreckt, dann kuckte sie mich ganz empört an. Nach hier hinten verläuft sich sonst kein Mensch. Außer wenn es wird jemand zum Mähen abkommandiert.

Ich muss betzt Schluss machen. Ich muss stricken.

Oh ja! Und wenn ich nicht treusorge …

… dann treffe ich mich mit meiner neuen Freundin … vielleicht …

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Dieses dicke Katzendings wohnt ein Stück weiter unten in unserer Straße. Ich kenne sie schon so lange wie der Gatte hier wohnt. Also auch schon zu den Zeiten, als ich hier noch nur Teilzeit wohnte.
Das Katzendings war immer sehr zurückhaltend und sah all die Jahre immer etwas abgerissen … ungepflegt … gezaust … räudig ums Fell aus. Eben wie eine dicke alte abgegriffene Katze.
Vorgestern als ich vom Einkaufen kam, saß das dicke Katzendings, so wie oben auf dem Bild zu sehen, die Sonne genießend im Vorgarten. Hatte wie immer kein Interesse an nix und niemanden.

Gestern als ich auf den Markt ging, um Fische zu fangen, lief sie mir über den Weg …

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Sie muss gerade von einem Ausflug zum Nachbarn auf der anderen Straßenseite wiedergekommen sein. Ich nutze die Gelegenheit und sprach sie an … machte ich sonst auch, wenn ich sie irgendwo faul rumliegen sah, aber sie sprach nie zurück.
Gestern machte sie eine Ausnahme …

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… gestern hat sie mich angemaunzt und ist mir um die Beine gestrichen. Vielleicht der Anfang einer wunderbaren Freundschaft … (der Gatte hat mir verboten das Katzendings mit nach Hause zu bringen…er hat Angst, dass ich dann nur noch das Dings flausche und nicht mehr ihn)

Und ja, die Katze hat dieses Jahr ein richtig schönes Fell. Ohne Löcher, Flecken, Zusammengeklebtes und schön glänzend … dick ist sie aber immer noch :O)).

Und wenn ich nicht treusorge und nicht mit dem dicken Katzendings flüstere, dann stricke ich …

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Es läuft im Moment richtig gut und macht Spaß.
Vielleicht weil ich alles anders mache. Mehr Maschen, anderes Bündchen, nur zwei statt drei Farben … eigentlich behalte ich nur das Muster und der Rest wird sich unterwegs finden. Auf jeden Fall ist das Teil sehr fotogen.

Jetzt muss ich los … Biathlon kucken und stricken. Die Mädels laufen Staffel. Da schaffe ich ein paar Reihen …

Ich kann es gut haben …

… freie Zeit, Sonne, bewegte bunte Bilder aus der Konserve (DVD) auf Paula (Ein ganzes halbes Jahr … so schön – hab ihn schon einmal im Kino gesehen und ganz viele Taschentücher verbraucht) und seit gestern Nachmittag läuft es mit der Mosaik-Strickjacke. Ich wollte schon aufgeben.

Keine Zeit mehr. Muss stricken … wer weiß, wie lange es gut geht.

Ich stricke auch noch …

… ich versuche es zumindest.
Das ist der 4. Versuch …

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… diese Jacke …

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… zu stricken.
Frau Fadenkram hat mich verführt Mosaik stricken zu wollen, weil es eine gute Möglichkeit ist, die Reste … die großen Reste Wollberge, die anders verplant waren, aber wegen ist nicht gefällt nicht wieder zurück auf Null gebracht wurden und nun für nichts Halbes und nichts Ganzes reichen, zu einem gemeinsamen Etwas zu verarbeiten.
Ich unterschlage jetzt geflissentlich, dass ich noch ein paar Knäule in hübschen Dunkelgrau nachbestellen musste, damit es reicht … hüstel – ja, manches … vieles ist sinnfrei.

Wie dem auch sein … ich stürzte mich, nachdem die Wahl auf dieses Objekt gefallen und die Anleitung gekauft war, umgehend auf die Wolle und die Stricknadeln.
Ich sann kurz darüber nach, dass ich fünf Reihen rechts als Bündchen etwas gewagt finde und die eigentlich nur umknicken … sich aufrollen können, aber ich beschloss –
Nicht denken, strick einfach mal nach Anleitung … musst nicht immer alles besser wissen.
So strickte ich und versuchte unterwegs nicht zu kucken, nicht zu denken, nicht zu urteilen, sondern einfach nur nach Anleitung zu stricken.
Nach dem ersten Mustersatz, was immerhin 32 Reihen sind, konnte ich die Augen nicht länger vor dem Elend verschließen, zog die Nadeln und ribbelte alles wieder auf. Das Bündchen kippte … rollte sich natürlich.
Nächste Versuch. Dieses Mal spendierte ich dem Teil sieben Rippen – sprich 14 Reihen kraus rechts als Bündchen und begann dann mit dem Mustersatz. Nach 18 Reihen Mustersatz zog ich dieses Mal die Nadeln.
Nein, das Bündchen rollte nicht mehr nach oben. Dafür warf es jetzt lustige Falten und  Wellen in der Querrichtung. Klar, macht Sinn. Glatt rechts und dann noch mit Spannfäden zieht sich mehr zusammen als kraus rechts.

Nörgs! Aber hilft ja nichts. Nadeln wieder raus und nochmal von vorne. Nun mit einem Bündchen im Format – eine rechts, eine links. Die rechten Maschen auf der Vorderseite des Gestricks verschränkt, weil eine rechts, eine links bei mir immer so … so örks … so nicht ordentlich aussieht. Dieses Mal warf ich nach Reihe 22 das Handtuch … das Strickzeug.
Optisch war jetzt alles fein, aber nun stellte sich heraus, dass es in der Breite nicht für mich reichen wird. Ja, doch ich machte eine Maschenprobe. Da war auch alles fein, aber das sind Maschenproben bei mir meistens und hinterher ist doch alles anders. Ich frage mich jedes Mal, warum ich den Scheiß eigentlich mache.

Nun mache ich alles ganz anders, aber trotzdem sind diese 157 Maschen, die sich jetzt auf der Nadel befinden, definitiv der letzte Versuch für diese Jacke. Wenn es jetzt nichts wird, dann … dann … das, überlege ich mir dann.

Die Strickpleite passt aber ins momentane Lebensbild …

  • der Rohrsteckschlüssel, den ich vorhin für den Wasserhahn kaufte, um ihn endlich festzuschrauben, passt nicht. Eine Nummer zu klein … aber ich bin inzwischen perfekt im Badzimmereinrichtung auseinander- und wiederzusammenbauenschiebendrücken
  • beim Arbeitsamt komme ich nicht mehr ins Onlineportal. Benutzername oder Passwort, die gestern noch passten, sind heute falsch – ein Schelm wer Böses dabei denkt

Falls es noch irgendjemanden interessiert:

Der Pulli von neulichst ist tatsächlich fertig.

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Ja, ich weiß, dass man eigentlich nichts von dem Pulli sieht. Man sieht aber, dass er zwei Ärmel hat und fertig ist und das ist wichtig. Warm ist er auch und zurzeit schmutzig und in der Wäsche befindlich. Er wartet auf Kumpels, die mit ihm in die Waschmaschine gehen.

Ich geh jetzt auch. Wohin und mit wem weiß ich noch nicht. Vielleicht komme ich wieder … schönen Abend!