Ich räume auf, um und …

… putze, weil heute Abend die große Schwester kommt … eigentlich …

… uneigentlich verliere ich mich dabei in Spielereien …

Vorher …

… nachher …

… der Weg …

 

Ich könnte stundenlang damit weitermachen irgendwelchen Mist in diese wunderbaren Zaubertüten zu stecken.

Das Tier

Wir, der Gatte und ich, machten einen netten Spaziergang. Die Gegend war ein wenig seltsam, aber nichtsdestotrotz sehr schön. Da wir eine sehr große Runde drehten … jedenfalls erschien der vor uns liegende Weg ziemlich lang und endlos, kam langsam Dunkelheit auf.
Das war am Anfang gar nicht schlimm, weil die Straßenbeleuchtung ihren Dienst tat. Wir konnten alles, was rechts und links unseres Weges lag, gut sehen. Es war eine wirklich spannende Gegend, die etwas unwirkliches hatte.
Plötzlich gingen alle Lichter aus. Es war stockfinster und spontan sehr furchteinflössend. Einer Eingebung folgend zerrte ich mein smartes Phone aus den Tiefen meiner Tasche und wollte die Taschenlampe anschalten, aber irgendwie bekam ich das Ding nicht an. Der Gatte sprang mir wenig hilfreich zur Seite, um mir zu erklären, was ich tun müsste, damit meinem Phone ein Licht angeht … was mir durchaus schon vorher bekannt war und fummelte wie wild an meinem smarten Phone herum, um ihm Licht entlocken. Nachdem ich den Gatten zurückdrängt hatte, gelang es mir das smarte Phone zum Leuchten zu bringen. Das war auch dringend nötig, weil es immer ungemütlicher wurde. Seit geraumer Zeit war immer wieder ein „Rooooaaaaaarrrrrrr…ROOaaaaaaarrrrr“ zu hören. Mal lauter, mal leiser. Irgendetwas schlich um uns herum und bedrohte uns.

Im funzeligen Licht der Taschenlampe konnte ich natürlich so gut wie nicht erkennen. Das Tier bliebt außerhalb meines Gesichtsfeldes. Es warf noch nicht mal einen Schatten. Kam aber immer näher …

… zum Glück wachte ich auf. Das Seltsame war allerdings, dass das Tier immer noch da war. Es macht jetzt sehr, sehr bedrohlich und nah „RROOOOOAAAAAAAARRRRRRRR!“. Als ich die Ohrstöpsel aus den Ohren nahm, wurde es sogar noch lauter und da realisierte ich endlich, dass es das Schnarchen des Gatten war.
Ich hatte mich inzwischen schon so gefürchtet und wurde das Gefühl auch nicht los, dass ich mich nicht traute aufs Klo zu gehen, was ich dringend musste, weil ich dachte, es könnte ja tatsächlich jemand/etwas in der Wohnung sein. Wäre da wer, hätte ich ihn wegen der Ohrenstöpsel und des „Roooooaaaaaaarrrrrrrr“ nicht gehört.
Erst habe ich überlegt den Gatten zu wecken, damit er nachkuckt, ob da wer ist. Aber das war mir dann doch zu blöd. Also bin ich todesmutig aus dem Bett geschlüpft und aufs Klo gehuscht. Danach habe ich meine Decke und mein Kissen unter den Arm geklemmt und bin in mein Zimmer geflüchtet …

… aber nicht ohne vorsichtig um alle Ecken zu schielen, ob da nicht doch wer ist.

Wahrscheinlich war der Grieche von gestern Abend schuld an diesem Traum. Ich hatte mir den Bauch viel zu vollgefressen. Das konnte nur böse Träume geben.
Als ich dem Gatten heute Morgen den Traum erzählt habe, konnte ich darüber schon herzhaft lachen und war wieder einmal beeindruckt, wie sehr ich in meinem eigenen Traum verwoben war und Schwierigkeiten hatte Traum und Realität zu trennen.
Das kommt bei mir manchmal vor. Vor Jahren träumte ich einmal, dass ich auf meinem Balkon Kaninchen in die Blumenkästen gepflanzt hätte. Dieser Traum war so real und wunderbar, dass ich gleich nach dem Aufwachen zum Balkon gesaust bin und ganz enttäuscht war, dass dort keine Kaninchen in den Kästen wuchsen …

kaninchen_im_blumenkasten

… nein, die Kaninchen in meinem Traum fraßen die Blumen im Kasten nicht auf. Es war eine friedliche Co-Existenz …

zwei_kaninchen_im_blumenkasten