Piff! Ich bin enttäuscht!!!

Ich habe keinen Muskelkater und zu allem Überfluss auch noch 150 g zugenommen.

Das finde ich fies und gemein.

Ja, ich habe mich gestern durch den gekauften Süßkram gefressen, aber im Rahmen (insgesamt waren das 250 Kalorien). Das hätte das Schwimmen und das zügige zum Schwimmen und wieder nach Hause gehen locker kompensieren müssen.

Wahrscheinlich ist das alles Muskelmasse, die ich spontan aufgebaut habe. ;O)))

Sagte ich schon, dass ich enttäuscht bin?

Ohne Muskelkater fühle ich mich um den Lohn meiner Aktivität gebracht.

Ich bin dann mal schmollen und werde aus Protest dem Klo beim Putzen eins auswischen.

Ach und Weh!

Ich habe Hüfte! Aber sowas von Hüfte!!

Am schlimmsten finde ich den Umstand, dass ich nicht weiß, warum ich plötzlich so akut (fiese böse Knochenschmerzen in Ruhe und Bewegung, der kleinste Höhenunterschied, ab zwei Millimeter, wird zum fast unüberwindlichen Hindernis … beim letzten akuten Schub hat sich wenigstens noch das Kind über mich schlapp gelacht – das … beides (Kind und Lachen) fehlt mir gerade sehr) Hüfte habe.

Eben bin ich nochmal losgehumpelt (unterwegs haben mich drei Schnecken überholt und im Treppenhaus habe ich mir ebenfalls viel Zeit – erst das „gesunde“Bein, dann das andere auf die Stufe nachziehen … immer so weiter … das dauert ganz schön lange bis in den zweiten Stock – gelassen und habe mir Vitamin D3 geholt. Damit habe ich nämlich geschlampt. Normalweise nehme ich es jede Woche. Seit zwei Wochen nicht mehr. Ich hoffe, dass es das ist. Wäre mir lieber als der künstlichen Hüfte wieder ein Stück näher (viel Luft ist sowieso nicht mehr) gekommen zu sein.

Jetzt sitze ich auf dem Sofa, versuche die Hüfte mit Hilfe meines luftigen Freundes …

… zu lockern … wippelwippelwippel, warte auf den Gatten, stricke die eine oder andere Masche und wimmere leise Ach und Weh! … so ein Scheiß! Echt AUA!

Mmmmhmmm?

Ich habe für meinen Mutter Astronautennahrung – sprich so kleine Fläschchen Energiedrinks („Herr Sonnenschein hat gesagt, dass ich Kalorien brauche und nicht schaffe die zu essen.“ … hat Herr Sonnenschein sicherlich recht, aber es sind wohl nicht die Kalorien, sondern die Mineralstoffe und Vitamine, die Herr Sonnenschein meint und die man mit Toastbrot, Käse und Dosensuppen nicht zu sich nimmt und deren Mangel einen schlapper als schlapp machen …) bestellt, weil es doch einen kleine Ecke günstiger als in der Apotheke ist.
Das Zeug sollte heute zugestellt werden … eben habe ich in der Sendungsverfolgung gelesen, dass nicht zugestellt werden konnte und das Zeug in die Filiale gebracht wird und dort morgen ab 12:00 Uhr abgeholt werden kann. Mist! Großer Mist!!

Ja, es kommt vor, dass Paketdienste nicht einmal versuchen zuzustellen, aber es kann auch sein, dass meine Mutter die Klingel nicht gehört hat.
Als ich sie angerufen habe, um ihr zu sagen, dass sie nicht mehr warten muss, hat das Telefon mindestens fünfzehn mal geklingelt, bevor sie ran gegangen ist. Sie hat geschlafen. Direkt neben dem Telefon … „Ich kann doch nichts dafür, wenn die nicht klingeln.“ Nein, kann sie nicht, habe ich auch nicht gesagt, aber … „Nein, das ist nicht möglich, dass ich die Klingel nicht gehört habe. So tief schlafe ich doch nicht und außerdem habe ich nicht geschlafen … Nein, ich habe eben nicht gesagt, dass du mich geweckt hast!“ …

Gnarf! Sagte ich schon, dass ich es satt habe? Nun muss ich mir etwas ausdenken, damit sie an ihr Zeugs kommt. Ich hoffe, dass Kind hat in den nächsten Tagen Zeit. Mehr Familie gibt es nämlich nicht und alle sonstigen hilfreichen Menschen, die ich bitten könnte, sind ausgeflogen … schlaue Menschen.

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …

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… oder manchmal auch …

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… auch hübsch, aber sehr lästig so eine Sehnenscheidenentzündung.

Das in engen Runden stricken gefällt meinem Handgelenk gar nicht. Mir auch nicht. Mochte ich noch nie … ja, Socken bilden die Ausnahme von der Regel … ist mir zu viel … zu schwer … zu unhandlich. Außerdem stehen mir, Dank meiner breiten Schultern, Rundpassen oder Reglan sowieso nicht. Darin sehe ich aus wie aufgehangen … reingewürgt.
Also habe ich, wie so oft – eigentlich brauche ich immer mindestens einen zweiten Anlauf, die Nadeln gezogen und beschlossen den Pulli à la Pia zu stricken. Von unten nach oben …

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Ob ich Armkugeln stricke oder mich für angesetzte Ärmel entscheide, weiß ich noch nicht. Das entscheide ich unterwegs.
Immerhin habe ich so schon, bis auf das Grün alle Farben auf den Nadeln gehabt und finde, dass mein Farbkonzept gut funktioniert.

Am Tuch habe zwischendurch auch etwas weiter gestrickt …

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… auf den Bild habe ich gesehen, dass ich einen Fehler gemacht habe, aber ich werde nicht zurückstricken. Der ist so weit unten, dass es mir zu mühsam ist und ewig dauern würde. Außerdem bin ich froh, dass ich wieder im Muster drin bin. Ich hatte irgendwo Murks gebaut, sodass ich vier Reihen zurückstricken musste. Sehr unschön … lästig … ärgerlich … doof von mir. Sonntagabend saß ich auf dem Sofa und war ganz traurig, weil ich alle meine Strickzeuge kaputt gemacht hatte, die Fehler nicht fand und nichts mehr weiterstricken konnte … echt zu doof.
Montag habe ich meine Strickzeuge repariert. Dabei habe ich leider den Fernsehton kaputt gemacht. Das ist aber eine andere lange langweile, aber lustige Geschichte. Den  Gatten und das Kind hat es sehr erheitert. Bis zur Heimkehr des Gatten am Abend hatte ich den Ton zum Glück wieder repariert.

Ansonsten ist das Leben, von dem ich letzte Woche noch gedacht habe – „Läuft! Alles prima! Freu dich mal! Sei glücklich, hast allen Grund dazu“ – schon wieder so voller Nicklichkeiten, dass sich umgehend meine Depression aus ihrer Ecke bemüht hat, um sich an mich zu kuscheln und mit mir Kaffee zu trinken. Irgendwie blöd. Das mindert nicht nur meinen Antrieb, sondern fügt den mich fast immer begleitenden Kopfschmerzen/Migräne die übelsten und schmerzhaftesten Nackenverspannungen, die dann wiederum ihre eigenen Kopfschmerzen mitbringen, hinzu. Hin und wieder gibt es auch mal zwei bis drei Tage feinsten Schwindel. Ich liebe es … *ironieanundwiederaus*

Jetzt raffe ich mich auf, stricke nicht weiter, sondern gehe ins Bad und putze das Klo.

Hat jemand eine Idee was ich heute kochen könnte? Ich habe nämlich keine.
Falls ich für den Vorschlag nicht alles im Haus habe, müsste auch noch jemand einkaufen gehen. Ich habe nämlich keine Lust. Wenn derjenige dann auch noch kochen würde, wäre das prima. Dazu habe ich nämlich auch keine Lust!
Freiwillige vor!

 

Die Sache …

… mit meiner Mutter macht mich krank … geht mir an die Substanz.

Allein schon wenn mein smartes Phone sein Lied spielt, zucke ich zusammen. Wenn ich dann auch noch den Namen meiner Mutter lese, zittern mir sofort die Finger, das Herz rast, mir wird augenblicklich speiübel und schwindelig und ein dicker Klumpen sitzt für die nächsten Stunden in meinem Magen … örks … heute spielte das smarte Phone schon sein Lied und ich las den Namen und sprach mit ihr … doppelörks und flatter …

Seit 38 Jahren ist der 06.07. mein zweiter Geburtstag. Der Tag an dem ich Glück hatte und nach dem Unfall ein zweites Mal mein Leben geschenkt bekam. Vielleicht fällt mir noch etwas ein, wie ich ihn feiere. Obwohl dran denken und dankbar sein auch schon reicht.

Ah! Das Grau verzieht sich und die Sonne lugt vorsichtig zwischen den Wolken hindurch. Ich werde mich dann mal auf den Weg zum Einkaufen machen, damit der Gatte am Abend etwas zum Essen vorfindet.

Einen schönen Freitag allseits!

Gespräch mit meinem Schweinehund …

oder auch: You never walk alone

Der Schweinehund heute Morgen (im weiteren Verlauf nur noch SH … man soll mit den Buchstaben übertreiben): „Du hast gar keine Lust Laufen zu gehen. Außerdem hast du Angst und dir ist ganz seltsam …“

Ich: „Du hast keine Ahnung und wenn du keine Lust hast mitzukommen, was mir ganz lieb wäre, verkrieche dich unter meinem Bett. Wenn du dich fürchtest, kannst du dir eins von den Plüschdingsen vom Bett nehmen. Das beschützt dich und vertreibt dir die Langeweile.“

Nach diesen Worten griff ich mir schnell die Gehstäbchen aus der Ecke im Flur, schloss die Wohnungstür, eilte nach unten und lief los.
Nach der ersten Ecke merkte ich, dass ich den Schweinehund nicht abgehangen hatte. Er hing schwer an mir und wisperte: „Dir geht es gar nicht gut. Dir ist übel. Du hast Angst.“

Ich:“Ja, du hast recht, aber da macht nichts. Das vergeht wieder. Und wenn du die Schnauze hältst und still und brav mitläufst, noch viel schneller.“

Die Übelkeit hatte ich bald hinter mir gelassen … weggeatmet und die Angst im Griff, da meldete er sich wieder zu Wort: „Du musst auf Klo! Ganz dringend!“ Um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, biss er mir herzhaft in den Bauch.

Ich: „Du kannst mich mal. Ich muss nicht. Ich will nicht. Geh alleine aufs Klo. Ich war schon.“

Mit einem letzten lauten und heftigem Gerumpel in meinem Bauch, verzog er sich schmollend. Ich dachte schon, dass es das für heute gewesen wäre, aber nein, drei bis zwölf Stöckchenschwünge später:

SH: „Dir tut das linke Handgelenk weh! Die Schlinge von den Gehstäbchen ist kaum zu ertragen. Dreh um und geh nach Hause.“

Ich: Ja, mir tut das Handgelenk weh. Hatten wir neulich schon. Ich mach die Manschette lockerer und zieh das Gehstäbchen eine Weile nur hinter mir her. Geht schon.“

SH: „Grummel. Gnarrr.“

So lief ich eine Weile nur auf der einen Seite mit dem Gehstäbchen klackernd und auf der anderen mit dem Stäbchen scharrend meines Weges und wirbelte Staub auf.
Kurz war es ganz still in mir und ich hatte die Hoffnung für heute über den Schweinehund zu sein, aber nein, er war nicht klein zu kriegen.

SH: „Dir tut das Knie weh.“

Ich: „Danke! Ich merke es. Dafür tut das Handgelenk nicht mehr weh.“

Zügig schritt ich um die nächste Ecke. Eigentlich weiß der Schweinehund genau, dass wir so lange laufen, bis er aufhört mich zu nerven.
Bis es einfach läuft und ich übers Leben nachdenken kann. Oder einfach die wunderschöne Natur rechts und links von mir bewundern und genießen kann. Bis ich frei bin.

SH: „Duhu, dir tut die Hüfte weh. Die Hüfte möchte jetzt wirklich nach Hause. Es ist alles zu viel für sie.“

Ich: „Ja, die Hüfte tut weh. Aber besser jetzt als heute Nacht, wenn ich schlafen will. Dann tut sie nämlich wieder weh, weil ich mich zu wenig bewegt habe. Mach dich vom Acker, du blöder Köter. Ich habe jetzt echt keine Lust mehr mich mit dir zu unterhalten. Ich zähle jetzt.“

1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, … 25, 26, 27, 28, 29, 30, … 57, 58, 59, … 89, 90, 91, 92, … 303, 304, 305, 306 … zählen hilft meistens … 778, 779, 800, 801, … davon scheint der Schweinehund schläfrig zu werden … 1765, 1766, 1767, … dann komme ich irgendwann … 3528, 3529, 3530, 3531, 3532 … zur Ruhe, kann nachdenken, mich klären, Entschlüsse fassen, Pläne schmieden, … 5123, 5124, 5125, 5126 … mich entspannen, in letzter Zeit ist das Vieh echt zäh und lässt mich nie alleine losgehen … 7643, 7644, 7645, 7646, 7647, … immerhin weiß ich jetzt, was es heute zu essen gibt … 9333, 9334, 9335, 9336, 9337, 9338, 9339, 9340, … eine Tomatenquiche mit Feta, irgendwie so … vielleicht auch noch etwas Spinat … 10225, 10226, 10227, 10228 … vielleicht gibt es auch gegrillten Schweinehund …

Gerade geht mir der Frühling …

… gewaltig aufs Gemüt und ich kann ihm wenig Schönes abgewinnen.
Dieser elende Heuschnupfen schafft mich. Seit vierzehn Tagen niese, schniefe und reibe ich mir die Augen wie verrückt. Die Nase läuft wie ein Wasserfall und es kratzt im Hals. Von dem damit einhergehenden wirklich schweren Krankheitsgefühl und dem permanenten Kopfdröhnen will ich gar nicht reden.
Ich mag gerade nicht mehr.