Heute ist mein „Ich-tue-heute-nix-Tag“

… und der sieht bisher so aus:

  • ich stand mit dem Gatten auf, wanke, nach einem kurzen Halt im Bad auf dem Weg dorthin, in die Küche, braute eine Kanne gemeinsamen Kaffee, bereitete dem Gatten sein Frühstück und sein Klappstullensortiment für die Arbeit
  • nach einer knappen dreiviertel Stunde dieser Verrichtungen, stieß ich zum Gatten an den Tisch und half ihm beim Internet leerlesen
  • der Gatte eilte davon, ich eilte auf den Balkon, um meiner Pflicht des Nachwinkens nachzukommen
  • dabei entdeckte ich, dass es den Erdbeeren mit ihrem Mehltau-Mäntelchen gar nicht gut geht und grub daraufhin den Balkon um … entsorgte die Erdbeeren, samt Erde … alles sehr traurig, dreckig und schwer
  • dann war es auch schon Zeit für den täglichen Anruf bei meiner Mutter … ich zog das dicke Fell an … meins hat aber anscheinend viele Löcher  wappnete mich und durfte feststellen – heute war ein guter Tag … sie hatte gut geschlafen, fühlte sich gleich viel kräftiger und erinnerte sich auch noch größten Teils an die Aufgaben, die ich ihr gestern als ich ging, gestellt hatte … heißt aber trotzdem nichts …
  • ich machte meinen Sport – der 13. Tag meiner Bauchspeckweg-Challenge … eigentlich habe ich keine Lust mehr, aber ich bin gespannt, ob sich nach 30 Tagen wenigstens etwas getan hat … sich vielleicht ein Bauchmuskel bei mir angesiedelt hat, darum mache ich weiter – von Speck weg will ich gar nicht reden … heute war es echt hart … zum Schluss 46 Sekunden Unterarmstütz – ich wusste es vorher, weil ich gelinst hatte, habe mich gegrault, es aber geschafft … PuH!
  • dann kam ich meinen hausfraulichen Pflichten nach .. ich dachte, ich hätte nicht viel zu tun, weil gestern eigentlich außer morgens und abends keiner da war, aber der Gatte hatte meine Abwesenheit genutzt und mehr geschmutzt als sonst, also putzte ich nochmal das Bad – Schwamm drüber, ist nicht schlimm – saugte und puschelte hier und da und dies und das …
  • das ist jetzt, glaube ich, ein guter Zeitpunkt, um die wirklich schönen Blumen zu zeigen, die ich gestern vom Gatten bekam20180720_132652… so schööööööööön
  • äääh … wie weiter … ich wurde unterbrochen und habe den Faden verloren und das Abendessen im Bauch … gutes Stichwort …
  • ich begab mich in die Küche und machte mir an den wirklich dreckigen Kartoffeln zu schaffen, um am Ende so schöne …20180720_105103… „Kartoffelwürfel“ fürs heutige Abendessen zu erhalten. Danach zerhakte ich die Matjesfilets, die Zwiebel, den Apfel und ein paar Gürkchen (eigentlich waren es Cornichons, aber das kann ich nicht schreiben) und umhüllte alles mit Joghurt und einen Klecks Schmand, weil ich zu wenig Joghurt hatte, entstanden ist das …20180720_103735
    … nicht unbedingt schön, aber lecker
  • zwischendurch pinselte ich immer mal wieder mit dem alten teuren Füllen …20180720_185324
    … am überaus profanen Einkaufszettel rum
  • meine Mutter rief an, um mir ganz stolz mitzuteilen, dass sie alle Aufgaben, die ich ihr gestellt hatte, abgearbeitet hat … fein, hatte ich so schnell nicht erwartet – es ist auch okay, dass sie die Ergebnisse als ihre Ideen ansieht … da bin ich echt nicht kleinlich, so lange es ihr hilft
  • nun stand duschen, Gesicht malen, Frisur basteln, einkaufen auf meinem inneren Plan
  • vorherigen Punkt erfolgreich erledigt … sauber, aus den Augen kucken können, frischen Mopp auf dem Kopp, drei Weckgläser und Kopfschmerztabletten erstanden und ungefähr 3587 Schritte gemacht … ich habe immer noch zu wenig, obwohl ich emsig das smarte Phone in der Wohnung mit mir rumschleppe und die eine oder andere Zusatzschleife laufe (4689 zurzeit … vielleicht schaffe ich die 5000 noch, wenn es ein paarmal zum Klo laufe und drumrum)
  • Pause … zwei Toast gefrühstückt
  • ab in die Küche und sich an die gefüllten Weinblätter machen … zuerst Weckgläser spülen, dann „sterilisieren“ …20180720_141313
    … zwischendurch Weinblätter wässern (Bild fehlt), Risotto kochen (Bild fehlt), die überzähligen Amalfi-Zitronen fürs Einfrieren aufschneiden und hübsch auf dem Teller drapieren …20180720_142931
    … und dann in den Tiefkühler sperren, die Weinblätter füllen, rollen und in die Gläser stapeln …20180720_150440
    … nach zwei Stunden (alles zusammen … Reis kochen … Weinblätter harken sortieren, Weinblätter füllen, rollen und die Gläser stopfen) und  diversen Rückenschmerzen, können die Gläser in den Ofen …

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  • heißt für mich eine dreiviertel Stunde Freizeit, die ich hiermit …20180720_172429
    … verbracht habe
  • außerdem habe ich zwischendurch mit dem Vater meines Kindes die Dinge des Lebens besprochen, dem Gatten und mir das Abendessen bereitet …  die Bratkartoffeln waren toll und ich habe den Speck und die Zwiebeln ausnahmsweise nicht vergessen
  • jetzt sitze ich auf dem Balkon, schenke hin und wieder dem Gatten meine Aufmerksamkeit, lasse mich von Wespen belästigen (ungern, weil ich auf Grund einer Wespengiftallergie echte Fluchttendenzen habe) und blogge zu Ende, was ich vorhin begann
  • aber ich habe heute nix getan!

Ich hab ’nen Fleck in meinem Bett …

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… und der darf bleiben.

Das Kind hingegen ist schon zur Uni und eigentlich schon fast wieder da. Es hat heute nur eine Vorlesung, die bis 09:30 Uhr geht. Dann kommt es schnurstracks nach Hause und wir können uns, bis ich mich wieder um den Fall Mutter kümmern muss, auf den Wecker gehen uns gegenseitig ärgern Zeit miteinander verbringen. Wir werden erst einmal gemeinsam einkaufen gehen. Wenn wir zusammen einkaufen, wird es lustig. War nicht immer so. Es gab auch Zeiten, da habe ich es gehasst, wenn ich mein Kind beim Einkaufen am Popo hatte, weil es nur verträumt, gelangweilt, lustlos im Weg stand. Heute unterhalten wir den ganzen Supermarkt, wenn wir gemeinsam getrennt durch die Gänge flitzen. Manchmal müssen wir Dinge wieder zurückbringen, weil wir beide in unserem Eifer den anderen zu übertreffen, dieselben Dinge in den Einkaufswagen geschaufelt haben. An der Kasse geht dann der „Streit“ los, wer was trägt. Wir wollen immer beide alles tragen. Darum wirft jeder so schnell er kann, alles was er greifen kann, in seinen Beutel. Natürlich akustisch entsprechend untermalt. Ich mag zwar nicht gerne einkaufen, aber so ist einkaufen toll.

Wie lange ich hier ausharren muss steht noch in den Sternen. Als persönliche Dateline habe ich mir den Freitag gesetzt. Freitagabend will ich mit dem Gatten Karten spielen gehen. Ich hoffe, dass das möglich ist.

So richtig voran geht es bei meiner Mutter leider nicht. Heute machen sie bei ihr eine Magenspiegelung (vielleicht finden sie etwas und dann ist meine Mutter vorübergehend glücklich und zufrieden, weil sie endlich etwas hat, denn bisher hat sie außer alt sein und sich selbst körperlich heruntergewirtschaftet haben, nichts  (das war schon immer ihr Problem – alle sind krank, haben irgendetwas, nur sie nicht – doch einmal war ihre Galle böse, aber auch da – Galle raus, am nächsten Tag wieder essen dürfen nur mit der leichten Einschränkung vierzehn Tage nichts Blähendes, drei Tage später nach Hause entlassen – Oh wie furchtbar … die neue Hüfte ohne Problem – Oh wie furchtbar) und wann ein Kurzzeitpflegeplatz frei wird, steht in den Sternen.
Ich hätte sie, bevor ich fahre, gern irgendwo sicher geparkt gewusst. Vor allem damit das Kind Ruhe hat. Bei ihm steht die große Klausurenrunde (fünf in einer Woche, kurze Pause und dann die letzten zwei) an und da braucht er Ruhe und keine Großmutter, die dauernd etwas will. Wobei ich eigentlich schon den halben Hausstand ins Krankenhaus geschleppt habe und heute den Rest holen werde … ich hoffe zumindest, dass sie dann alles hat.
Ach, doof das alles und so unübersichtlich, so unnötig. So unplanbar. Das mag ich nicht. Das kostet so viel Zeit. Meine Lebenszeit, die mir vielleicht irgendwann fehlt.

Den gestrigen Vormittag habe ich hier in der Wohnung, in der ich bis Januar gewohnt habe und in der jetzt das Kind mit seinem temporär anwesenden Vater haust, mittelgroß reine gemacht. Ich kann dem Kind zwar kein gemütliches Heim geben, dafür müssten sich die Kerle zusammen- und aufraffen, aber ein halbwegs sauberes. Jedenfalls vorübergehend. Hat ihm auch gut gefallen und sogar so weit motiviert, dass er endlich seinen Kleiderschrank eingeräumt hat. Hat ihm sogar Spaß gemacht und es hinterließ das gute Gefühl endlich etwas gemacht zu haben, was schon lange auf dem Zettel stand und gar nicht so schlimm war, wie befürchtet. Vielleicht hilft das und ein paar Gespräche, die wir schon geführt haben und noch führen werden, dass er sich öfter mal aufrafft und die Dinge tut, die getan werden müssen. Nur so kommt er weiter und wie es in der Schule schon war, gilt der Leitsatz – er tut es für sich und nicht für andere. Nur wenn es ihm wichtig ist, wird es gelingen. Lässt sich etwas verändern. Und noch hat er den Vorteil, dass er wirklich nur an sich denken muss. Keine hinfällige störische unliebsame unliebende Mutter … noch nicht, keine Kinder und auch sonst nichts an der Backe, worauf man sich einstellen müsste.

So. Meine Sonnenfleck ist weg und ich sollte mich auch wegmachen … unter die Dusche bemühen, damit ich nicht noch im Bett sitze, wenn das Kind nach Hause kommt. So ganz untätig war ich aber doch nicht. Ich habe zwischendurch das Schreiben unterbrochen und habe mich der Wäsche gewidmet, für Kind noch ein paar meiner Bügel, die ich ihm hier gelassen hatte, aus des Vaters Höhle Zimmer, weil er sie sich heimlich unter den Nagel gerissen und gebunkert hat, gekramt, den Staubsauger ein weiteres Mal durch die Bude geschoben … wir haben gestern Abend beim Schrank einräumen doch ordentlich gebröselt und gestaubt und vor dem Duschen werden ich dem Kind noch Hemden bügeln. Ich hasse bügeln, aber liebe meinen Sohn. Darum tut ich es und es tut auch gar nicht weh.

Überschriften werden überbewertet

Seit gestern mache ich Zwangsurlaub vom Gatten und das kam so:

Sonntagabend gegen 18:00 Uhr rief mich das Kind an und teilte mir mit, dass ihn eben ein netter Feuerwehrmann angerufen hätte, der ihm die freudige Botschaft überbrachte, dass seine Oma, also meine Mutter in der Wanne gestürzt sei und sie sie nun ins Krankenhaus bringen. Es müsste bitte nochmal jemand nach der Wohnung schauen.
Das versprach das Kind zu tun. Und ich versprach herauszufinden was sie mit der Oma treiben und ob sie im Krankenhaus bleiben darf.

Das Kind erfüllte seine Mission schneller als ich und rief mich nach eineinhalb Stunden an. Er ist jetzt in der Wohnung und verstünde nun, was der Feuerwehrmann meinte … Ommas Schließmuskel hatte bei der Panik versagt … nicht schön, aber nicht zu ändern, aber fürs Kind eindeutig nix. Also neue Order „Mach’s Fenster auf, die Tür von außen zu und geh nach Hause. Ich mach das morgen.“
Ich hatte vorher schon beschlossen am Morgen nach Berlin zu fahren. Ein Grund mehr … ja, ich freute mich sehr *ironie an- und wieder ausknips*

Meine Mission war etwas schwieriger und bis 00:15 Uhr hatte ich noch nichts weiter erfahren, als dass sie immer noch auf der Rettungsstelle ist und versorgt wird. Immerhin hatte inzwischen ein Arztwechsel stattgefunden. Die Knochen waren fertig gecheckt, jetzt hatte man sie an die Innere gegeben, weil sie über diverse Beschwerden klagte und sie die Ursache für die Stürze der letzten Zeit (ja, da gab es einiges hinter der Bühne des Blogs) finden wollten. Weil ich dachte, dass es sicher sinnvoll wäre, wenn ich ein wenig schlafen würde, bis um halb sechs der Wecker klingelt und ich losfahren wollte, vertagte ich mich mit der Rettungsstelle. Die nette Frau am Telefon fand das auch ganz prima und sinnvoll, weil man so ausschließen könnte, dass ich dann direkt bei ihr auf der Rettungsstelle eingeliefert werden würde.

Meine Nacht oder das was davon übrig war, war nicht so dolle. Erst konnte ich nicht einschlafen, weil ich kalte Füße hatte … eiskalte Füße. Dann konnte ich nicht einschlafen, weil ich mir Sorgen machte, dass sie sie doch noch mitten in der Nacht nach Hause schicken. Das sie tatsächlich dableibt, war bei meinem letzten Anruf immer noch nicht sicher. Hätten sie sie nach Hause geschickt, wäre sie wieder ganz alleine gewesen und das auch noch in einer zugeschissenen Wohnung. Ich fühlte mich schuldig, weil ich nicht sofort losgefahren war, um die Scheiße zu beseitigen. Ja, ein Teil von mir weiß, dass das Quatsch ist. Der hat auch mit dem anderen Teil geschimpft. Das fördert aber den Schlaf auch nicht wirklich.
Um halb fünf habe ich die Nacht für erledigt erklärt, mich ans Telefon gesetzt und herausgefunden, dass sie meine Mutter dabehalten und auf der Inneren bei den Diabetikern geparkt haben. Immerhin was und damit war auch klar, das die Hüftprothese gehalten hat und der andere Oberschenkelhals auch ganz geblieben ist. Eigentlich gute Voraussetzungen, um wieder ins Bett zu gehen und in Ruhe eine Runde zu schlafen, aber nichts da. Ab unter die Dusche und dann ins Auto und nach Berlin fahren. Weil die Fahrt so kurzfristig war, waren die Bahnpreise so hoch, dass ich mit dem Auto günstiger fahre und auch flexibler bin.

Auf halber Strecke überfiel ganz viel bleiernde Müdigkeit und so suchte ich mir einen hübschen Rastplatz und machte zehn Minuten die Augen zu. Als ich die Augen schloss, war ich ziemlich alleine. Als ich die Augen öffnete, war ich von vielen wuselnden Rentnern umzingelt. Nach der ersten Verwunderung stellte ich schnell fest, dass inzwischen hinter mir, denn rechst und links von mir war immer noch alles frei – bis auf die wuselnden Rentner – wie beim Einschlafen, ein Bus geparkt hatte und dieser die Truppe ausgespukt hatte. Ich kam mir ein bisschen vor wie im Zoo und beschloss erst mal aufs Klo zu gehen.
Der zweite Teil der Fahrt verlief wie der erste. Unspektakulär. Einfach Autobahn am Montagmorgen mit vielen LKWs.

In Berlin fuhr ich zu allererst zu meinem Kind, dass sich wirklich sehr über mich freute. Ich freute mich auch. Freue mich immer noch. Das ist wirklich ein Lichtblick in diesem ungewollten und nicht wirklich schönen Ausflug.
Dann fuhren wir gemeinsam ins Krankenhaus, holten uns Order ab, was die Omma will, füllten einen Zettel für die Pflege aus, wo sie jetzt erst mal hinkommt und machten uns wieder auf den Weg. Das Kind nach Hause, ich in die Wohnung des Grauens.
Dort angekommen, wollte ich am liebsten gleich wieder nach Hause, aber stattdessen bin ich, nach einem Überblick der Lage, wieder los und habe groooooße Müllsäcke und Zeugs zum Putzen besorgt. Besonderer Dreck erfordert besondere Maßnahmen. Einmalhandschuhe hatte ich mir von zu Hause mitgenommen. Was war ich froh, dass ich Samstag gerade eine Packung gekauft hatte.

Fünf Stunden später war ich mit Putzen, Müll entsorgen, gewünschte Sachen suchen und einpacken, dem Ableser von der Heizung fertig und machte mich ein weiteres Mal auf den Weg ins Krankenhaus. Von dort ging es zum Kind nach Hause, wo ich wohnen darf.

Das Kind hat ganz wunderbar für uns gekocht, wir haben gemeinsam die Küche geputzt, geschwatzt, Dinge für ihn im Internet bestellt. Alles ganz gemütlich und im Kleinen ganz großartig. Die Zeit mit meinen Kind, die mir die Sache schenkt, ist wirklich toll und streichelt ein bisschen mein Herz und meine Seele. Er freut sich über mich. Meine Mutter kann nicht mal danke sagen. Freut und Leid …

Die Nacht habe im alten Bett des Kindes verbracht und habe, obwohl es mir viel zu weich ist, ziemlich gut geschlafen. Um vier hatte ich ein großes Loch, aber das war nicht schlimm. Ich habe einfach eine Weile den Vögeln zu gehört. Die singen hier ganz anders als zu Hause.
Jetzt sitze ich immer noch im Bett, habe meinen Tütencapu leer, die Waschmaschine läuft – „Mama, kannst einmal Bettwäsche waschen?“ Klar kann ich. Macht die Maschine und die großen Teile sind schnell aufgehangen. Wenn ich den Post fertig geschrieben habe, werde ich mich erheben und das Bad putzen. Habe ich versprochen. Freiwillig. Dafür kocht das Kind kocht heute Abend wieder für uns. Pizza. Der Teig schlummert schon seit gestern Abend im kühlen Schrank.

Es fällt mir schwer, aber ich beende jetzt und stelle mich dem Tag. Ja, das Schreiben war schon so etwas wie eine Flucht … denn das Dazwischen zwischen Ausstehen und Pizza essen und den Abend mit meinem Kind verbringen wird bestimmt nicht so nett. Bin ja auch nicht zur Erholung hier …

… Waschmaschine fertig.

Und weil es so schön ist …

Teil 3 und gleichzeitig Finale der 1. Staffel „Der kleine Rasenmäher der Nachbarn und ich“

Ob es eine weitere Staffel geben wird, steht in der gleißenden Sonne, die mir auf Hirn scheint.

Vielleicht kaufe ich aber auch eine Katze und produziere Katzenvideos.

Eigentlich hatte ich heute geplant einen Blogbeitrag über mein Befinden zu schreiben, aber da das Befinden sowohl körperlich, wie ganz besonders seelisch nicht so dolle ist, lasse ich das und beschäftige mich lieber mit Unsinn.

Alles gut, …

… aber ich befinde mich noch in einer emotionalen Schräglage und bin erschöpft. Die haben mir nämlich richtig Angst gemacht!

Da half es auch nicht viel, dass ich wirklich nette Begleitung hatte, die mir auch jetzt beim Bloggen zur Seite steht.

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Das ist FrieDa mit dem Stock im Arsch Eulenpopo …20180410_155433

… die dadurch ihren Kopf ganz eulenmäßig um 360° drehen kann …

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… von hinten sieht FrieDa aus, als würde sie einen alten zotteligen Mantel tragen. Sie gehört zum Stamm der Folkmanis und ist erst am Wochenende durch die Hand des Gatten …

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… zu mir gestoßen. Eigentlich sollte mich der MickRich …

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… begleiten, aber der fühlte sich heute Morgen nicht gut … zu viel Eulenfusel.

‚Tschuldigung! Ich schweife mal wieder vom eigentlichen ab … also … das war heute Morgen richtig großer Mist! Der Arzt ist eine gute Viertelstunde mit seinem Ultraschallkopf auf meiner linken Brust herumgefahren und hat auch weiträumig die Umgebung der Brust abgefahren. Alles ohne ein Wort zu sagen. Mit jeder Runde, die er fuhr, tat mir nicht nur die Brust immer mehr weh, sondern die Angst in selbiger und vor allem im Bauch stieg überproportional dazu an.
Das links etwas ist, das ihm nicht gefällt, wurde nur noch deutlicher, als er danach über die rechte Seite nur zweimal rasant darübersauste, mir erklärte ich könnte mich jetzt anziehen und wieder im Wartezimmer Platz nehmen. Sie würden noch eine Spezialaufnahme machen. Da war mir schon sehr schlecht und eigentlich wollte ich nicht ins Wartezimmer, sondern am liebsten in mein Bett … in die ganz tiefe untere Ablage.

Diese Spezialaufnahme hat sehr viel Spaß gemacht *ironiean/aus*.

Danach hatte ich ganz große Lust einfach nur noch zu heulen, aber das Wartezimmer war so voll und alle so blöd, dass ich mir natürlich keine Blöße geben wollte. War ja eigentlich auch nichts los … außer dass jemand ewig auf meiner Brust rumschallt, quälende Aufnahmen gemacht werden und keine Sau kein Mensch mit mir darüber und was passiert spricht – bis auf die unbedingt nötigen Anweisungen. Gibt in meinem kleinen, kreativen Kopf eine Menge Kino und eine riesige Portion Angst im Bauch.

Nach dieser Spezialaufnahme saß ich dann fast eine dreiviertel Stunde im Wartezimmer und las in meinem Buch. Wahrscheinlich sollte ich besser sagen: ich versuchte in meinem Buch zu lesen. Denn ich habe keine Ahnung, was ich vorhin gelesen habe. Es steht zu befürchten, dass ich alles noch einmal lesen muss.

Als mich der Arzt endlich zu sich bat, das tat er auch noch persönlich, sonst wurde man immer von einer der Damen abgeholt und in die entsprechende Behandlungsschachtel geschoben, hatte ich schon gar keine Lust mehr. War vom vielen Gruseln und Fürchten ganz müde … ein Blick in den Spiegel zeigte, dass ich nicht nur ganz müde aussah, sondern ziemlich blass und ungefähr so gezaust wie FrieDa.
In der Arztschachtel, die ich nur mühsam fand, weil er so schnell losgerannt ist und ich erst mein Buch verstauen musste, empfingen mich auf diversen Monitoren ganz viele Bilder meiner Brust. Ja, ich erkenne meine Brust. Ich habe schon viele Aufnahmen von ihr gesehen. Ist schließlich nicht das erste Mal, dass sie Dinge in meiner Brust finden, von denen sie meinen, das sie dort nicht hingehören.
Sie gehören aber dorthin. Das, woran er sich abgearbeitet hat, war/ist schon auf Aufnahmen aus den Jahren 2011 bis 2014 zu sehen … in dieser Zeit ging ich alle halbe Jahr zum Brustultraschall und sie fanden jedes Mal etwas anderes, das nix war … die ihm vorlagen und laut beiliegendem schriftlichen Befund bereits ab 2004 gesehen worden sind.
Ich habe an dieser Stelle, als mir klar wurde, dass es sich um Altlasten … um mein normales, mir bestens bekanntes Brustinnenleben geht, nicht noch ein zweites Mal versucht zu erklären, dass es sich bei der Biopsie, die sie bei der linken Brust gemacht hatten, um eine ganz andere Stelle und etwas ganz anderes ging.
Er hat sich und mich dann damit beruhigt, dass das, was er gefunden hat, anscheinend immer da ist und eher kleiner als größer geworden ist. Sich aber in der Darstellung an sich nicht verändert hat. Fein! An der Stelle hätte ich eigentlich richtig erleichtert sein müssen. War ich aber nicht. Ich wollte einfach nur nach Hause und mich für eine Weile vergraben. In der Tat bin ich emotional erschöpft. Bin müde vom mir Gedanken … Sorgen machen. Zu viel Kopfkino. Meine Brust ist schließlich nicht die einzige Baustelle … der Gatte hat am 19. wieder Termin beim Kardiologen … wie lange das mit meine Mutter in der eigenen Wohnung noch gut geht, ist auch so eine Frage … ich kann an alledem nichts ändern, aber es fällt mir schwer, es auszuhalten ohne etwas tun zu können … aktiv sein ist immer besser als passiv sein … für mich jedenfalls … Aktivität … etwas Planen … machen … ändern, und wenn es nur der klägliche Versuch ist, hält mich von zu viel sinnlosem Grübeln ab …

Jetzt gönne ich mir einen Wein und warte auf den Gatten und das Abendessen, zu dem er  heute eingeladen hat und das er dann vom Griechen holt, weil ich heute nicht mehr raus gehe … zu viel emotionale Schräglage … Prost!

Ach so! Lübeck finde ich immer noch doof! So sah es heute Morgen dort aus …

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… links unter der „Sonne“ ist das halbe Holsten Tor zu sehen … wenn ich mir Mühe geben würde, könnte ich auch noch sagen, um welche Kirche es sich handelt … auf jeden Fall ist morgens viel Verkehr in Lübeck und es ist noch arschkalt … ich war eindeutig underdressed …