Heute ist mein letzter freier Tag …

… in diesem Jahr.
Ab morgen hat der Gatte Urlaub. Das bedeutet massive Einschränkungen meiner freien Zeit … ;O))

  • Morgen wird ein großartiger Tag.
    Morgen vor einem Jahr bin ich umgezogen (naja nicht ganz ich, aber meine Sachen), meine große Schwester hat, wie jedes Jahr, Geburtstag und der Gatte und ich gehen mit Freunden Billard spielen (ich habe wie immer keine Lust – aber das macht nichts, weil ich trotzdem mitgehe und Spaß haben werde)
  • Gestern war ein großartiger Tag.
    Gestern war der Tag, an dem ich beschloss Weihnachten nicht weiterhin zu ignorieren, sondern mir/uns ein Weihnachtsfest nach meinen Wünschen und mit eigenen Ritualen zu basteln.
  • Erste Amtshandlung als offizielle Weihnachtsbeauftragte war der Kauf eines Weihnachtsbaumes. Eines „Alle Jahre wieder Weihnachtsbaum“
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  • Ich finde Natur zwar wunderschön, aber ich muss/will nicht jedes Jahr einen krummen Baum nur für ein paar Tage aussuchen müssen, der dann die ganze Bude voll nadelt. Außerdem ist es so einfacher, weil wir, bis sich meine Mutter verabschiedet, Heiligabend nicht hier verbringen werden. Als weiteres außerdem sei angefügt, dass man den „Alle Jahre wieder Weihnachtsbaum“ behängen kann womit man, also ich, will. Wenn ich will, kann ich Tanne anpinnen. Wenn nicht will, dann lasse ich es. Nur so zum Beispiel.
  • Als zweite Amtshandlung habe ich heute Kinokarten für Montag gekauft. „Der Grinch“ wird gegeben in Drei D. Ich freu mich drauf. Ich liebe Grün.
  • Und ich habe als Ganzjahresweihnachtsdeko einen Grinch bestellt … ich weiß nur noch nicht, ob ich einen grünen …
jaha … auch Werbung!

       … oder einen blauen …

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   … bekomme.
   … ich weiß auch noch nicht, was ich lieber hätte – Grün liebe ich, aber der blaue mit           Pink wäre auch sehr cool …

  • Ich muss jetzt ein paar anständige Pläne für Weihnachten und die Tage davor machen. Nicht dass hier plötzlich doch noch der Weihnachtsstress ausbricht. Unter anderem muss ich herausfinden, wo ich mich wann am sinnvollsten einnisten kann, um unser opulentes Heiligabendmal (Würstchen mit Kartoffelsalat für uns und meine Mutter und Bratkartoffeln und Bratwurst fürs Kind) zu richten (vielleicht sollte ich doch nochmal über die Anschaffung eines Campingkochers nachdenken …macht das Leben und mich viel flexibler …)
  • Die Vanillekipferl, den/die Weihnachtsbrownies und die beiden Panettoni kann ich nächste Woche hier backen und mitnehmen
  • Wenn ich/wir gut bin/sind, schaffen wir es auch noch ein paar Gefüllte Weinblätter zu produzieren. Dann bekommt meine Mutter zwei kleine Gläser mit Schraubverschluss, weil sie den noch aufbekommt und damit sie etwas zu essen hat und meine Schwester bekommt zwei große WeckGläser mit Gummi zum Daranziehen, damit sie aufgehen, weil sie noch stark und immer hungrig ist
  • Ganz unweihnachtlich, habe ich nach anfänglichen Schwierigkeiten, weil keiner ans Telefon gehen wollte oder konnte, dann doch sehr erfolgreich für den 21. in Berlin ein großes Auto gemietet, damit wir mit dem Kind und seinem WG-Kumpel Ikea leer kaufen können. Die Jungs haben eine Wohnung gefunden (hört endlich das Daumen drücken und das ewige Ausfüllen und Hin- und Hergeschicke irgendwelcher Bürgschaftsdokumente auf – obwohl es Dank WhatsApp und einer guten Vernetzung meines smarten Phones mit dem Drucker, der auch scannen kann, nur halb so wild war) und die will gefüllt werden.  
  • Ich könnte hier langsam mal das Licht ausmachen.Es ist inzwischen hell genug draußen
  • Ich habe mich von den Amseln breitschlagen lassen und habe ihnen Weichfutter (ich teile mein kostbares, hochwertiges Biomüsli mit ihnen…etwas anderes, das sie fressen mögen, war gerade nicht da …hach! Ich kann so nett sein) auf den Balkon gestellt …

     … die vorwurfsvollen Blicke „Warum kriegen die anderen etwas und wir nicht?“               waren nicht mehr zu ertragen. Mit dem Satz „Ihr dürft im Frühling wieder meine             Balkonkästen ausgraben und ich werde dieses Mal nicht schimpfen“ ließen sie sich       nicht abspeisen.

  • Ich mache mich jetzt aus dem Blog. Ich muss heute noch zum Friseur. Lohnt eigentlich nicht, da ich die Haare etwas wachsen lassen will und sich der Haarwuchs eindeutig in der Winterruhe, sprich es wächst deutlich langsamer als sonst, befindet. Aber den Termin habe ich vor sechs Wochen gemacht. Da wusste ich noch nicht, dass meine Haare in den Winterschlaf gehen. Aber weil ich es jetzt weiß, werde ich nachher meinen nächsten Termin, den ich schon beim letzten Mal gemacht habe, um ein, zwei Wochen nach hinten verschieben und den darauffolgenden erst in einem Abstand von acht Wochen buchen.
  • Ich habe keine Lust zum Friseur zu gehen. Habe ich meistens nicht, weil es danach erstmal total doof ist. Obwohl es bei der Friseurin inzwischen geht. Wir nähern uns mit meinen Danachkopf immer mehr meinem Davorkopf an. Sprich ich sehe mir nachher noch so ähnlich, dass ich mich freudig im Spiegel wiedererkenne und nicht mehr ganz wie gerade beim Friseur gewesen und somit wie ein völlig fremdes Wesen von einem anderen Stern aussehe.
  • Eben habe ich mir von Word meinen Blogpost vorlesen lassen. Ich bin begeistert! Von beidem – der Möglichkeit und von meinem Geschreibe ;O)))

Sie sitzt immer noch da …

… und tut so als würde sie mich nicht sehen und ich sie somit auch nicht … 

Ist bestimmt kolossal gemütlich bei uns … 

Angefressen …

… bin ich …genervt… mürbe. 

Wäre ich einer der gestern von mir gebackenen Kekse …

… oder Vanillekipferl …

… wären das super Eigenschaften. Da ich aber weder das eine noch das andere, geschweige denn ein leckerer Panettone …

Hier muss es einfach eine Bildserie sein, damit man endlich mal sagen kann: Was bist du groß geworden!

… bin, fühlt es sich nicht so toll an. Zieht mich ein wenig herunter. 

Die Ungemächer dieser Woche begannen schon am Ende der letzten Woche. Am Sonntagabend, um genau zu sein, als ich nach dem Laden meinen doch noch ziemlich neuen Ebook-Reader einschalten wollte, dieser das aber verweigerte.
Obwohl wir uns beide, der Gatte und ich, um ihn bemühten, waren ihm keine Buchstaben mehr zu entlocken. 
Blöd, aber nicht zu ändern, also nicht lange ärgern und so habe ich Sonntagabend den Entschluss gefasst mich am Montagmorgen in die Bahn zu setzen, nach Hamburg zu fahren und das Ding umzutauschen. Und wenn ich schon in Hamburg bin und bereits Geld für eine Fahrkarte ausgegeben habe, kann ich auch noch zur Großen Elbstraße fahren und dort im Frische Paradies ein paar Köstlichkeiten (mir schwebten ein paar Venusmuscheln vor, damit ich Spaghetti Vongole machen kann) erstehen. So weit der Plan.

Der Montagmorgen kam.

Ich hatte keine Lust und war müde, weil ich schlecht geschlafen hatte.

Es goß wie aus Eimern. 

Als der Gatte sich auf den Weg zur Arbeit machte, stellte der Regen seine Tätigkeit ein. Fein. Das machte mir Hoffnung und so machte ich mich fertig und um kurz nach zehn auf den Weg. 

Ich war gerade aus dem Haus, da fing es an zu nieseln. Ich war gerade in die nächste Straße eingebogen, da schüttete es wie aus Badewannen. Trotz Schirm war ich, als ich am Bahnhof ankam, ziemlich nass. Ganz besonders meine Tasche. An sich nicht so schlimm, aber beim Mitführen elektronischer Geräte, selbst wenn sie defekt sind, ist das nicht so hübsch.

Wetter bedingt änderte ich meine Strategie und beschloss eine Station früher auszusteigen und mich vom Bus bis fast vor die Ladentür fahren zu lassen. Normalerweise wäre ich eine Station weitergefahren und dann zu Fuß gegangen, aber bei Regen waren mir die knappen zwei Kilometer zu viel. 

Der Zug fuhr pünktlich und ich hätte bequem in den Bus umsteigen können. Leider hatten sie die Bushaltestelle verlegt und bis ich herausgefunden hatte wohin, fuhr mir der Bus vor der Nase weg. Naja, kann vorkommen …

Im Laden ging der Ebook-Reader dann plötzlich wieder, nachdem der fremde Mann laaaaaaaaaaaaange auf den Einschaltknopf gedrückt hatte (hatten der Gatte und ich natürlich auch versucht). Also wollte er ihn mir natürlich nicht umtauschen … obwohl er eindeutig einen Knall hatte – der Reader, nicht der fremde Mann…der vielleicht auch, aber das weiß ich nicht. Ich verließ schmollend den Laden.

Auf dem Fußmarsch, es hatte inzwischen aufgehört zu regnen, zum in der Nähe befindlichen Einkaufszentrums, in dem ich mir erhoffte Muscheln erstehen und mir so einen weiteren Weg ersparen zu können, überlegte ich mir, dass ich ja nun, da der Reader wieder ging, meine Daten herunterziehen…ihn in der Lieferzustand zurücksetzen und dann von meinem 30tägigem Rückgaberecht Gebrauch machen könnte. 

Im Einkaufszentrum fand ich keine Muscheln und auch kein ruhiges Plätzchen, um den Reader zurücksetzen zu können. Stattdessen setzte ich mich in die U-Bahn und fuhr zum Hauptbahnhof, um dort in die S-Bahn zu steigen und Richtung Hafen zu fahren. Unterwegs setzte ich den Reader zurück.

Am Hauptbahnhof war alles seltsam, weil es eine Stellwerksstörung gab und die S-Bahnen nur unregelmäßig und manche von anderen Gleisen fuhren. Ich hatte Glück und ergatterte eine S-Bahn, die zeitnah in die richtige Richtung fahren sollte. 

Tat sie auch. Zwar sehr langsam, aber irgendwann hatten wir die erste Station, die bis zum Jungfernstieg, geschafft. Dort standen wir. Und standen wir und standen wir. Dann sagte eine freundliche Stimme, dass es eine Störung am Zug geben würde und es sein kann, das gleich das Licht ausgeht und sich die Türen schließen. Dass das aber gar nicht schlimm sei und wir uns nicht sorgen müssten. Sie fahren nur den Zug herunter und wieder hoch. 

Das Licht ging aus, die Türen schlossen sich.
Es dauert ziemlich lange bis so ein Zug runter- und wieder hochgefahren ist. Die Atmosphäre in einem dunklen, verschlossenen, mit vielen Menschen vollgestopften Zug ist etwas seltsam. Hier und da hörte man leichte Schnappatmung.
Irgendwann ging das Licht wieder an und dann sogar die Türen wieder auf. Immerhin etwas, aber mehr geschah erstmal nicht. Dann schlossen sich die Türen und es wollte Erleichterung aufkommen, weil alle dachten es geht weiter. Aber nein, die Türen öffneten sich wieder und die freundliche Stimme teilte uns mit, dass wir immer noch eine Zugstörung hätten und sich die Weiterfahrt auf unbekannte Zeit verzögert.

Das war der Moment in dem ich beschloss keine Muscheln mehr zu wollen, die S-Bahn verließ, in die U-Bahn umstieg und wieder zurückfuhr.  

Ich gab den Ebook-Reader zurück und wunderte mich auf dem Weg zur Kasse nur ein bisschen darüber, dass ich nur am Tage der Ausstellung des Rückgabescheines mein Geld wiederbekommen würde. Anderenfalls würde es verfallen. Seltsames Gebaren, aber ich wollte mein Geld eh gleich und sofort.

Ich machte mich auf den Weg zur Bushaltestelle. Hätten sie die Bushaltestelle nicht verlegt, wären nicht so viele Ampeln auf dem Weg dorthin so lange rot gewesen, hätte ich meinen Bus erwischt. So fuhr er mir direkt vor der Nase weg. Inzwischen regnete es auch schon wieder heftig.

Ein anderer Bus kam, nahm mich mit und unterwegs stellte ich erfreut fest, dass ich nur knapp zehn Minuten auf die Bahn, die mich dann nach Hause bringt, warten müsste. 

Vom Bus ausgespuckt, schleppte ich mich die steile Treppe zum Bahnsteig hoch und wurde dabei immer langsamer, weil ich die Laufschrift lesen musste und nicht glauben wollte, was da stand: Zug RB81 nach Bargteheide Abfahrt 13:21 Uhr fällt heute aus. Grund – Störung an einem anderen Zug. 
Das war meiner … wäre meiner gewesen.

So verbrachte ich gemütlich 50 Minuten, der folgende Zug hatte natürlich auch Verspätung, auf einem feuchten, zugigem Bahnhof. Selbst bei 11° ist es irgendwann verdammt kalt. 

Endlich in Ahrensburg angekommen, führte mich mein Weg schnurstracks in den dortigen Buchladen, um einen neuen neuen Ebook-Reader zu erstehen. Dieser Buchladen und der Gatte sind überhaupt nur schuld, dass ich einen neuen Reader habe. 
Ich hatte nämlich während unseres literarischen Abends beschlossen ab jetzt den örtlichen Buchhandel zu unterstützen und da das mit meinem alten Reader (ein Kindle) nicht geht, hatte ich beschlossen wieder Bücher zu kaufen. Obwohl ich das eigentlich blöd finde … aus vielerlei Gründen. Der Gatte meinte dann aber, dass ich mir einen passenden neuen kaufen soll. 

Mit dem neuen Reader beladen, kaufte ich noch ein paar Lebensmittel ein, schleppe uns alle nach Hause und war froh dort wieder gelandet zu sein. Da war es kurz vor drei.

Erstaunlich was man alles in knapp fünf Stunden erleben und womit man seine Zeit verbringen kann. 

Aber es hat sich gelohnt, weil ich den neuen total gerne mag. Er ist kleiner als der andere …

... links der neu, rechts der alte …

 … ohne Schutzhülle passt er in die Gesäßtasche einer Herrenjeans, die der Damen sind leider immer viel kleiner, aber seine reine Lesefläche ist sogar einen Hauch größer und er ist leichter … wesentlich leichter – ein Fliegengewicht …

Die Bedienung des Teils ist so super, dass selbst ich jetzt auf dem Rücken liegend mit einer Hand ein Buch lesen kann. Konnte ich bisher nie. 

Und weil ich ihn so lieb habe, habe ich ihm diese Woche das schon angedachte Mäntelchen genäht … und weil ich gerade dabei war und zu viel Material hatte, hat das smarte Phone auch einen Wintermantel bekommen … 

Ja, im Ansatz etwas schlampig, aber dafür gefüttert … 

… innen Filz, außen Kork.
Wie schon geschrieben – etwas schlampig in der Verarbeitung, aber für einen Prototyp nicht schlecht. Man muss ja auch erstmal sehen, wie sich die Materialien verhalten. 

Ich sollte öfter bloggen. Dann müsste ich nicht so lange langweilige Geschichten erzählen. 

Es ist auch nicht so, dass in der restlichen Woche nichts mehr passiert ist. Ich könnte von noch mehr Mühsal berichten, die meine Depression füttert und mich ein wenig schlaff…lustlos in den Seilen hängen lässt, aber der mir zu geteilte Putzdienst ruft … „Hallo Pia! Wo bleibst du denn?“

„jaja, ich komm ja schon. Hab nur schnell gebloggt …“ – was versteht der Dreck schon von schnell …

Wenn Sturheit …

… Ignoranz und Blödheit bei der Bestimmung des Pflegegrades eine Rolle spielen würden, wäre meine Mutter ganz weit vorne. Da das nicht der Fall ist, wird es wohl bei Pflegegrad 1 bleiben und sie wird den Großteil ihrer Pflege (zurzeit einmal die Woche baden, etwas putzen und einkaufen) weiterhin selbst zahlen müssen.

Gestern hatte sie einen erneuten Termin, nach dem der letzte Antrag nach Widerspruch komplett abgelehnt wurde, zur Bestimmung des Pflegegrades durch den MDK. Ich hatte für mich beschlossen diesem Termin nicht beizuwohnen, weil ich dachte und immer noch denke, dass es am Besten für sie ist möglichst alleine und hilflos zu sein. Das hatte ich ihr im Vorfeld gesagt und ihr erklärt, dass es nicht darauf ankommt, was sie kann, sondern darauf was sie nicht kann und dass das möglichst viel sein muss.
Dass sie die Wohnung nicht alleine verlassen kann, ist Fakt.
Dass sie nicht alleine baden oder duschen kann auch.
Dass sie nicht putzen kann und will ist ebenfalls zweifelsfrei.
Dass sie inzwischen in der Wohnung auch wieder ohne Rollator herumläuft, ist auch Fakt, muss aber keiner wissen und ist auch nicht gut. Zumal sie sich nun wieder weigert ihren Notrufknopf zu tragen – „Die machen sowieso nichts. Die kommen nicht. Die rufen höchstens die Feuerwehr. Das ist doch nichts.“ – äh … ja, durchaus richtig, aber durchaus hilfreich, wie sich bereits gezeigt hat … denn wenn sie gefallen ist, kann sie den Knopf drücken, Bescheid sagen und dann schicken die Hilfe. 
Dass ihre kognitiven Fähigkeiten eingeschränkt sind, wird in die Bewertung nicht einfließen. Für stur, eigensinnig und unbelehrbar gibt es keine Punkte, die angerechnet werden. Vieles in ihrem Kopf ist eingeschränkt, aber sie ist nicht dement. Sie ist einfach alt, hat einen Teil ihrer gedanklichen Fähigkeiten versoffen, ist vom modernen, schnellen Leben überfordert – versteht vieles nicht, auch wenn sie der Meinung ist ein Vollprofi im Umgang mit ihrem Smartphone zu sein und ist einsam, was im Kopf nicht heller macht.

Das alles hatte ich ihr im Vorfeld erklärt und zuerst sah sie das ein. Dann hat sie es sich anders überlegt und hat zu dem gestrigen Termin den Mann von ihrem momentanen privaten Pflegedienst dazu geholt, damit sie nicht so alleine ist. Ihre größte Angst ist es in ein Pflegeheim zu kommen – was ein Quatsch, so schnell kommt man nicht in ein Pflegeheim – siehe den Tatbestand, dass es bei ihr nicht einmal für Pflegegrad 2 reicht.
Tja und heute hat sie mir am Telefon erzählt, wie toll sich der Mann für sie eingesetzt hat. Ihre Situation geschildert hat. Erklärt hat, was ihr fehlt.
Ganz toll! Nun bekommt sie einen Badewannenlift. Ich kann nur hoffen, dass sie dann ihren Notrufknopf trägt, wenn sie wieder alleine duscht oder badet, damit sie jemand aus der Wanne zerrt, weil sie, experimentierfreudig und selbstüberschätzend wie sie ist, so in der Wanne gelandet ist, dass sie alleine nicht raus kann.
Wenn ich sie richtig verstanden habe, bekommt sie einen Treppenlift ins Treppenhaus gebaut, damit sie alleine raus kann.
Sehr hilfreich! Was macht sie, wenn sie unten ist? Einkaufen oder zum Arzt kann sie trotzdem nicht alleine und dass sie spazieren geht, davon träumt sie auch nur, wenn sie warm und gemütlich in ihrem Bett liegt und eben dies auf gar keinen Fall kann. Sollte die Möglichkeit tatsächlich gegeben sein, sucht sie sich etwas anderes, was sie von der Möglichkeit des Spazierengehens befreit und es ihr ermöglicht liegen zu bleiben. Sie erzählt mir immer, dass sie schon ganz erschöpft ist, wenn sie nur auf dem Klo war.

Ich habe ihr jahrelang erzählt, dass sie sich mehr bewegen muss, um in Bewegung zu bleiben. Sowohl körperlich, wie auch im Kopf. Außerdem hätte sie weniger Schmerzen, wenn sie sich bewegt. Viel sitzen und/oder liegen lässt einen körperlich abbauen, macht die Gelenke steif, führt zu Knochenabbau und vergrößert die Schmerzen. Aber was rede ich. Ich habe ja keine Ahnung. Ich bin ja noch jung und gesund … meine Mutter neigt dazu zu vergessen, dass meine Knochen maroder sind als ihre und das schon ziemlich lange … es wurde mir in die Wiege gelegt.

Ja, der Mann war definitiv sehr hilfreich und die Pflegekasse spart auf der einen Seite ungemein Geld, weil es keinen höheren Pflegegrad geben wird, schmeißt aber auf der anderen Seite eine Menge Geld für die Dinge – einmalige Sachleistungen heraus, die keinem etwas bringen. Halleluja!

Ich habe es so satt! Ich mag mir nicht mehr das tägliche Gejammer anhören müssen. Ich habe keine Lust mehr Lösungen für das Chaos, das meine Mutter anrichtet, weil sie nicht nachdenkt, zu finden.
Aber ich kann sie auch nicht im Stich lassen. Weil ich so erzogen wurde. Weil mir meine schwach ausgebildete Soziale Kompetenz sagt, dass man „hilflose“ Menschen nicht ganz alleine lässt. Weil ich bin, wie ich bin.

Ich lass jetzt einfach mal den Kopf hängen und kucke was passiert. Wahrscheinlich wird nichts passieren bis ich den Kopf wieder hebe. Das Leben, vor allem das der anderen,  wird einfach darauf warten, dass ich weitermache. Aber vielleicht entspannt sich mein Schultergürtel und ich kann nachts endlich mal wieder liegen und mir tun dabei nur Hüfte, der Lendenwirbelbereich und die Knie weh.

Guten Morgen

  • es ist wunderbar düster, grau und feucht – eine wirklich angenehme Abwechslung in diesem Sommer
  • obwohl ich quasi gerade erst aufgestanden bin, bin ich schon wieder (oder immer noch?) müde – ich habe heute Nacht wieder einmal zwei Stunden die Welt bewacht
  • damit ich gleich das Bad putzen kann, habe ich mir eine große Kanne Zaubertrank gekocht – ja, tolles Wetter zum Tee trinken
  • gegen seine vom Hersteller gewollte Inkontinenz beim Ein- und Ausschalten habe ich PhiLip meine Minion-Tasse geschenkt …20180830_093950

    … weiterer Vorteil: die Laune wird morgens gleich viel besser, wenn man angestrahlt wird

  • ich beobachtete wundersame Dinge … da hockte ein dicker Mann auf der Mittelinsel schräg gegenüber von uns und zupfte mit spitzen Fingern Unkraut …DSCN4510 Kopie
    … ups! Tschuldigung! Ist aus Versehen hier reingerutzt, aber das ist das, was mein PE unter „Ausrichten und Freistellen“ versteht … alles muss man selber machen …

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    … das Häschen in der Grube hat wirklich jedes Unkräutlein einzeln herausgezupft, aber er hat gut gearbeitet. Am Ende sieht es so aus:

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    … zu weit weg für die Endkontrolle? Moment!

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    Wirklich ordentlich. Sogar das Laub an der Biegung zu Füßen des Schildes hat er weggefegt und mitgenommen in seinem orangen Auto

  • ja, in der Tat, manchmal ist das Leben zu banal, um vernünftige spannende Brösel für den Blog zu bescheren
  • um nicht länger zu langweilen … wobei ich mich gar nicht langweile … verabschiede ich mich ins Bad und putze das Klo, lasse aber noch meinen gestern unter Mühen und Plagen (Wespen) frisch bepflanzten Fensterausblick da20180830_094040

    … ja, es handelt sich um winterharte Alpenveilchen und Enzian … ganz rechts ist der Polsterphlox für die Bienen, aber der blüht erst wieder im Frühjahr – ich hoffe zumindest, dass er mir treu bleibt und wiederkommt, denn dieses Jahr blühte er sehr emsig

  • die Pflanzaktion gestern war wirklich doof … weil die Wespen mich draußen nicht in Ruhe gelassen haben, habe ich alles, unter Mühen, weil sie das auch nicht wollten, nach drinnen geschleppt …20180829_144821

    … und dort unter Deckenflutlicht, weil es durch die ausgefahrene Markise zu dunkel war, eine riesen Sauerei veranstaltet …

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    … das sind nur die schäbigen Reste. Die Endreinigung. Ich hatte zwischendurch schon geputzt … diese blöden Viecher!

  • jetzt geh ich wirklich!
  • Schönen Tag!

Hund oder Katze vs. Kaffeevollautomat

Ich hatte überlegt, ob wir uns einen Hund oder eine Katze anschaffen. Da vieles dagegen sprach, haben wir einen Kaffeevollautomaten angeschafft.
Der braucht ähnlich viel Hege und Pflege – entweder will er mit gefüttert werden … Kaffeebohnen oder Wasser oder er möchte Gassi gehen etwas los werden … Trester oder ausgespuktes ich mach mich selber sauber Wasser. Von auf uns zukommende Filterwechsel und Entkalkungsaktionen (gerade kam für PhiLip, so heißt der gute, eine Packung Kaffeefettlöser-Drops … als Belohnung, wenn er besonders lieb war … an) will ich jetzt noch nicht reden, er ist schließlich noch ganz klein neu.
So ein Kaffeevollautomat hat den Vorteil, dass man ihn spontan alleine lassen kann, wenn es uns gelüstet ein Wochenende irgendwo hin zu entschwinden oder ich mal wieder wegen einer überstürzten Ich-habe-noch-eine-Mutter-Aktion nach Berlin muss. Man muss niemanden suchen und finden der sich um das Tier kümmert, wenn man nicht da ist oder suchen und finden wohin man das Tier mitnehmen darf.
Ein weiterer Vorteil ist die nun Geschichte gewordene, von mir schon immer nicht gemochte, Kapselkaffeemaschine des Gatten.
PhiLip macht bei der Arbeit nicht mehr Krach als dieses Kapselkaffeedingens. Und er macht mir sogar netten Milchschaum. Das könnte weder Hund noch Katze.
Ich glaube, das war eine gute Entscheidung.

Eine weitere gute Entscheidung war das Auftrennen des begonnenen Häkelkleides …

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… es sah ohne Zweifel hübsch aus, machte Spaß, aber da ich keinen Schmetterling häkeln wollte (der Gatte meinte, es sehe aus wie ein Schmetterling oder eine Schleife) und es ziemlich klar war, dass ich, wenn ich an den Seiten die Länge erreicht habe, in der Mitte wahrscheinlich gerade mal am Bauchnabel bin und mir dieser Ausschnitt eindeutig zu tief gewesen wäre, habe ich die Reißleine gezogen und mich getrennt … das unvollkommene Werk aufgetrennt.

Stattdessen habe ich zu den Stricknadeln gegriffen …

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… und verarbeite die Wolle jetzt strickender Weise.
Ja, es ist dieselbe Wolle. Die Farben auf dem unteren Bild sind ungefähr richtig. Ob es ein Strickkleid wird, weiß ich noch nicht. Vielleicht wird es nur ein Oversize-Pulli. Vielleicht wird es auch beides. Genug … fast genug Wolle hätte ich, da dieses „Kordelgarn“ wunderbar fluffig leicht und weich ist, eine Lauflänge von 175m/50g hat und mit NS 6 verarbeitet wird und häkeln deutlich mehr Garn verbraucht. Ich glaube, fabriziere einen groooooooßen, gemütlichen Pulli, der in keine Jacke passt und aus dem Rest mache ich ein Tuch. Die Wolle ist trotz hohem Wollanteil so unwollig, dass selbst ich Wollmimose, damit klar komme.

Eine weitere gute Entscheidung war das Abschneiden meiner  Fenchelblütenstände und ihre Einlagerung in die Schale, die ich unnützer Weise vom Ausflug, den ich mit dem Kind zu seinem Vater an der Ostsee gemacht hatte, aus einer Kirche mitgebracht habe …

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Den Fenchel hatte ich eigentlich für die Bienen gepflanzt. Der eine ist richtig schön geworden …

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… groß, üppig blühend und gut riechend. Leider gingen die Bienen nicht ran, weil der Fenchel immer voller Wespen war …

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Sehr, sehr lästig, weil die Wespen mehr denn je der Meinung waren, dass der Balkon ihrer ist. Draußen sitzen war unmöglich … fiel es wenigstens nur noch halb so unangenehm auf, dass man wegen der Hitze sowieso nicht draußen sitzen konnte s6vhaha.

Gestern hatte ich die Nase voll und habe mich mutig nach draußen gewagt und meinen Fenchel gefällt und in Vasen verteilt. Den Wespen missfiel diese Aktion eindeutig. Sie flogen danach äußerst aggressiv auf dem Balkon herum. Störte mich aber nicht weiter. Ich wollte sowieso nicht raus. Zu frisch. Genau wie heute. Heute war ich sogar so großzügig zu mir, dass ich in meinem Zimmer die Heizung angemacht habe.
Licht ist auch an. Die Düsternis war nicht auszuhalten. Warum kann das Wetter eigentlich nichts zwischen den Extremen? Von über 30° auf 13°-14° binnen drei Tagen ist schon etwas heftig. Umgekehrt ist/war es genauso heftig.
Und von Dauersonne an, auf Dauersonne aus, ist auch doof.

Genug gemault. Ich geh mich jetzt als selbstständige … ja, selbst und das ständig …  Hausfrau nützlich machen.

Erste Male

Selbst mit 54 Jahren gibt es noch erste Male. Diese Woche hatte ich sogar zwei:

  • ich habe mir zum ersten Mal Tupperware gekauft. Einen Schüttelbecher. Einen kleinen Schüttelbecher. 250 ml. Mit 50 ml Anzeige. An sich ganz fein, aber ich bezweifle, dass das Ding ewig hält. Wird ja immer behauptet, dass Tupperware nicht kaputt zu kriegen ist. Ich hatte schon beim ersten Spülen, den Deckel für den Ausgießer in der Hand. Ist sicher so gedacht, aber ich glaube nicht, dass die kleinen „Füßchen“ mit denen der Deckel wieder befestigt werden kann, lange halten. Ich bin gespannt und werde emsig schütteln. Als Härtetest quasi.
  • ich war heute das erste Mal bei einem für mich neuen Friseur (ich suche hier in der neuen Heimat noch verzweifelt nach dem richtigen Friseur) … äh … ja, dieses erste Mal meine ich nicht – was ich meine ist der Umstand, dass ich das erste Mal in meinem Leben ganz genau weiß, wann ich das nächste Mal zum Friseur gehe … am 25.09. … ja, war nett dort und sieht ganz hübsch aus auf dem Kopf und da sie immer langfristig ausgebucht ist, habe ich langfristig den nächsten Termin gemacht … absagen kann ich immer noch, falls ich dann doch mit dem Ergebnis auf meinem Kopf nicht zufrieden sein sollte – was ich aber nicht glaube … sie hat sich wirklich viel Mühe gegeben … individuell … mir angepasst … kein Schnitt aus der „Tüte“ … nein, ich habe kein Kunstwerk auf dem Kopf und genau das passt (eigentlich habe ich nicht mehr viel auf dem Kopf … immer wieder erstaunlich wie viel man von kurzen Haaren abschneiden kann)

Kein erstes Mal, aber trotzdem immer wieder erstaunlich – ich schaffe es nicht, so doof zu denken, wie sich meine Mutter verhält.
Meine Mutter brauchte/wollte ein neues Telefon. An sich kein Problem. Kann ich ihr bestellen, wird ihr dann nach oben gebracht und das Anschließen ist nicht schwer. Sollte sie hinkriegen. Dachte ich …

Zuerst dachte ich, es wäre ausreichend, wenn sie ein neues schnurloses Telefon ohne AB, da der viel zu schnell dran geht und den sie sowieso nicht bedienen kann, bekommt. Weit gefehlt! Ohne AB geht gar nichts!!! wurde mir vehement mitgeteilt.
Nächster Vorschlag meinerseits: Telefon mit zwei Mobilteilen – eins fürs Wohnzimmer, eins fürs Schlafzimmer (schont den Akku, weil sie eh meistens im Bett rumliegt), AB, großen Tasten und großem Display – „Ich brauche keine großen Tasten und kein großes Display und einen AB brauche ich auch nicht!“
Okay! Nächstes Angebot – normales Telefon ohne AB, aber zwei Mobilteile. Ja, das fand Gnade und durfte bestellt werden.
Habe ich getan. Netterweise hat das große A es sogar geschafft das Telefon gestern wie versprochen bei ihr abzuliefern, zwar spät (wurde schon angemahnt), aber es kam an.
Über Nacht hat sie die beiden Teile geladen und heute dann angeschlossen … oder eben nicht nicht.
Denn statt einfach das Telefonanschlusskabel aus dem alten Apparat herauszuziehen und ins neue hineinzustecken, wie wir es besprochen hatten und was ganz einfach gewesen wäre, hat sie alle Kabel aus dem Router gezogen und natürlich nicht wieder sinnvoll hineingesteckt bekommen. Das Schlimmste – sie hat den Hausnotruf  herausgezogen.

An dieser Stelle war guter Rat teuer. Wie soll ich ihr erklären, was wohin kommt und wie soll ich testen, dass es stimmt? Der Gatte schlug vor, dass wir morgen früh nach Berlin fahren und das Elend richten, was ich ablehnte, weil ich es für drei Kabel in einem Router etwas übertrieben fand.

Drei Kringel im Fußboden und zwei Telefonate später, hatte ich die Johanniter, den Betreiber ihres Notrufes, dazu überredet einen Mitarbeiter bei ihr vorbeizuschicken, der die Kabel richtet und das sogar noch heute. Wunderbar!

Kurz vor 17:00 Uhr kam dann der Anruf, dass alles wieder geht. Wermutstropfen – der gute Mann hatte das alte Telefon wieder angeschlossen, war aber willig dann doch noch das neue an die Box zu hängen. War nicht ganz einfach das zu regeln, weil wir nur zu geringen Teilen die gleich Sprache sprachen und ich am Telefon ganz schlecht mit Händen und Füßen reden kann, aber er tat und wir radebrechten telefonierten noch einmal mit dem neuen Telefon miteinander.
Nun bin ich auf die Rechnung gespannt, die man mir schickt, aber es wird auf jeden Fall günstiger als selbst hinzufahren.

Nach dem bisschen Tagesaufregung bin ich froh, dass der Hausnotruf und das Telefon wieder funktioniert. Beim Internet ist es wohl zweifelhaft, wenn ich alles richtig verstanden habe, aber das ist mir ziemlich wurscht. Ein Leben ohne Internet ist durchaus möglich … vor allem mit 83 und wenn man den Kram sowieso nicht mehr wirklich versteht …

Heute ist mein „Ich-tue-heute-nix-Tag“

… und der sieht bisher so aus:

  • ich stand mit dem Gatten auf, wanke, nach einem kurzen Halt im Bad auf dem Weg dorthin, in die Küche, braute eine Kanne gemeinsamen Kaffee, bereitete dem Gatten sein Frühstück und sein Klappstullensortiment für die Arbeit
  • nach einer knappen dreiviertel Stunde dieser Verrichtungen, stieß ich zum Gatten an den Tisch und half ihm beim Internet leerlesen
  • der Gatte eilte davon, ich eilte auf den Balkon, um meiner Pflicht des Nachwinkens nachzukommen
  • dabei entdeckte ich, dass es den Erdbeeren mit ihrem Mehltau-Mäntelchen gar nicht gut geht und grub daraufhin den Balkon um … entsorgte die Erdbeeren, samt Erde … alles sehr traurig, dreckig und schwer
  • dann war es auch schon Zeit für den täglichen Anruf bei meiner Mutter … ich zog das dicke Fell an … meins hat aber anscheinend viele Löcher  wappnete mich und durfte feststellen – heute war ein guter Tag … sie hatte gut geschlafen, fühlte sich gleich viel kräftiger und erinnerte sich auch noch größten Teils an die Aufgaben, die ich ihr gestern als ich ging, gestellt hatte … heißt aber trotzdem nichts …
  • ich machte meinen Sport – der 13. Tag meiner Bauchspeckweg-Challenge … eigentlich habe ich keine Lust mehr, aber ich bin gespannt, ob sich nach 30 Tagen wenigstens etwas getan hat … sich vielleicht ein Bauchmuskel bei mir angesiedelt hat, darum mache ich weiter – von Speck weg will ich gar nicht reden … heute war es echt hart … zum Schluss 46 Sekunden Unterarmstütz – ich wusste es vorher, weil ich gelinst hatte, habe mich gegrault, es aber geschafft … PuH!
  • dann kam ich meinen hausfraulichen Pflichten nach .. ich dachte, ich hätte nicht viel zu tun, weil gestern eigentlich außer morgens und abends keiner da war, aber der Gatte hatte meine Abwesenheit genutzt und mehr geschmutzt als sonst, also putzte ich nochmal das Bad – Schwamm drüber, ist nicht schlimm – saugte und puschelte hier und da und dies und das …
  • das ist jetzt, glaube ich, ein guter Zeitpunkt, um die wirklich schönen Blumen zu zeigen, die ich gestern vom Gatten bekam20180720_132652… so schööööööööön
  • äääh … wie weiter … ich wurde unterbrochen und habe den Faden verloren und das Abendessen im Bauch … gutes Stichwort …
  • ich begab mich in die Küche und machte mir an den wirklich dreckigen Kartoffeln zu schaffen, um am Ende so schöne …20180720_105103… „Kartoffelwürfel“ fürs heutige Abendessen zu erhalten. Danach zerhakte ich die Matjesfilets, die Zwiebel, den Apfel und ein paar Gürkchen (eigentlich waren es Cornichons, aber das kann ich nicht schreiben) und umhüllte alles mit Joghurt und einen Klecks Schmand, weil ich zu wenig Joghurt hatte, entstanden ist das …20180720_103735
    … nicht unbedingt schön, aber lecker
  • zwischendurch pinselte ich immer mal wieder mit dem alten teuren Füllen …20180720_185324
    … am überaus profanen Einkaufszettel rum
  • meine Mutter rief an, um mir ganz stolz mitzuteilen, dass sie alle Aufgaben, die ich ihr gestellt hatte, abgearbeitet hat … fein, hatte ich so schnell nicht erwartet – es ist auch okay, dass sie die Ergebnisse als ihre Ideen ansieht … da bin ich echt nicht kleinlich, so lange es ihr hilft
  • nun stand duschen, Gesicht malen, Frisur basteln, einkaufen auf meinem inneren Plan
  • vorherigen Punkt erfolgreich erledigt … sauber, aus den Augen kucken können, frischen Mopp auf dem Kopp, drei Weckgläser und Kopfschmerztabletten erstanden und ungefähr 3587 Schritte gemacht … ich habe immer noch zu wenig, obwohl ich emsig das smarte Phone in der Wohnung mit mir rumschleppe und die eine oder andere Zusatzschleife laufe (4689 zurzeit … vielleicht schaffe ich die 5000 noch, wenn es ein paarmal zum Klo laufe und drumrum)
  • Pause … zwei Toast gefrühstückt
  • ab in die Küche und sich an die gefüllten Weinblätter machen … zuerst Weckgläser spülen, dann „sterilisieren“ …20180720_141313
    … zwischendurch Weinblätter wässern (Bild fehlt), Risotto kochen (Bild fehlt), die überzähligen Amalfi-Zitronen fürs Einfrieren aufschneiden und hübsch auf dem Teller drapieren …20180720_142931
    … und dann in den Tiefkühler sperren, die Weinblätter füllen, rollen und in die Gläser stapeln …20180720_150440
    … nach zwei Stunden (alles zusammen … Reis kochen … Weinblätter harken sortieren, Weinblätter füllen, rollen und die Gläser stopfen) und  diversen Rückenschmerzen, können die Gläser in den Ofen …

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  • heißt für mich eine dreiviertel Stunde Freizeit, die ich hiermit …20180720_172429
    … verbracht habe
  • außerdem habe ich zwischendurch mit dem Vater meines Kindes die Dinge des Lebens besprochen, dem Gatten und mir das Abendessen bereitet …  die Bratkartoffeln waren toll und ich habe den Speck und die Zwiebeln ausnahmsweise nicht vergessen
  • jetzt sitze ich auf dem Balkon, schenke hin und wieder dem Gatten meine Aufmerksamkeit, lasse mich von Wespen belästigen (ungern, weil ich auf Grund einer Wespengiftallergie echte Fluchttendenzen habe) und blogge zu Ende, was ich vorhin begann
  • aber ich habe heute nix getan!