Freitag

Schon.

Heute Morgen das vorerst letzte lange dem Gatten Nachwinken, wenn er zur Arbeit schreitet, vom Balkon (mach ich nur, damit ich sicher bin, dass er auch wirklich weg ist). 
Die geschenkte Zeit ist viel zu schnell vergangen.
Dank des schlechten Wetters kam ich gar nicht in Versuchung die Fenster zu putzen. Die Wandfarbe im Flur fürs um die Fenster rum Geschmiere, die der Gatte, auf meinen Wunsch hin, dort mahnend stehengelassen hat, steht immer noch unberührt (nicht ganz … ich habe sie gestern einmal von recht nach links und links nach rechts geschoben, als ich dort Staub wischte) da. Sie hat nicht laut genug gemahnt. Manchmal kann ich so ignorant sein.
Ich habe mich daran gewöhnt nachts zwischen dem Gatten und Paulina (sie scheint das Deo gewechselt zu haben … am Anfang hat sie doch sehr unangenehm gerochen) …

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… zu liegen. Wenn es mir zu laut wird oder ich aus anderen, vielfältigen Gründen nicht schlafen kann, kann ich, mein Bettzeug hinter mir her schleifend, immer noch in mein Zimmer und Bett umziehen. Da meckert dann zwar der OHO, wenn ich das Licht zum Lesen anmache, aber das Plüschding hat immer etwas zu mäkeln.

Wirklich blöd, dass ich schon langsam wieder darüber nachdenken muss, die Sachen, die ich in den letzten vierzehn Tagen hier mühevoll verteilt habe, wieder einzusammeln und mich Montag früh in den Zug nach Berlin zu stopfen.
Lust habe ich keine. Ich könnte es gut hier aushalten, obwohl ich mein Kind schon sehr vermisse und immer ordentlich auf dem schlechten Gewissen herumspringen muss, das ich meiner Mutter gegenüber habe (ich doofes Ding … aber auch). Bis zum Umzug am Jahresende bleiben jetzt tatsächlich nur noch alle zwei Wochen die Wochenenden. Sämtlicher Urlaub ist aufgebraucht.

Jetzt genieße ich noch ein wenig meine nette Gesellschaft …

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… und die Aussicht, warte auf den Götterboten, der hoffentlich bald kommt, weil ich noch zur Post muss. Ich habe mich dem Gatten als Paketwegbringerin aufgedrängt. Ein wenig Abendessen muss ich auch noch erjagen. Hach, ich habe es wirklich nicht leicht … immerhin ist der Nagellack inzwischen trocken.

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Manchmal ist einkaufen …

… total blöd. Heute war so ein Manchmal … mimimi …

Mit viel Glück ist es mir dann doch noch gelungen das heutige Abendessen zu erbeuten.

Und weil mir keiner Socken strickt 🙃 …

… habe ich mir ein Paar Wollsocken gegen kalte Füße gekauft.

Jetzt Sofa, Tee, Glotze und Strickzeug.

WuuuaH!

Ich habe schlecht geschlafen und zum Schluss auch noch ganz schlecht geträumt. Aber so etwas von schlecht. Das ist gar nicht gut fürs Allgemeinbefinden.

Die heutige Aussicht nach draußen ist auch gar nicht gut …

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Grau, feucht, diesig, frisch. Kurz – einfach eklig.
Eine Aussicht auf Besserung wird leider von den Wetterpropheten nicht zur Verfügung gestellt … schade.

Als ich mich vorhin, als der Gatte zur Arbeit aufbrach, zum lange Nachwinken auf den Balkon gewagt habe, durfte ich feststellen, dass mir meine Rose noch zwei Blüten schenken möchte.

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Ja, die Knospe ist etwas unscharf, aber das smarte Phone sucht sich seine Schärfe zum Schluss, wenn ich eigentlich denke, ich hätte es überlistet und ihm klar gemacht, was ich will, dann doch lieber selber irgendwo anders. Naja, muss man sich eben ankucken, was scharf ist.

Zum und am Wochenende soll es angeblich nochmal wärmer werden. Und sonniger. Der Balkon bereite sich auf einen letzten Ansturm der Bienen, Hummeln und Schmetterlinge vor und hält noch ein paar schmackhafte Blüten bereit …

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… der Oregano blüht schon ganz emsig und der Salbei …

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… sollte es bis zum Wochenende geschafft habe.
Das Basilikum und der/die/das Bienenfreund blühen noch.

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Irgendwie ist der herbstliche Verfall der Natur hübsch anzusehen … finde ich jedenfalls.

Und selbst ein Stängel zarter Schnittknoblauch blüht auch noch sehr tapfer.

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Also kann das Wetter und der fliegende Besuch kommen. Wir sind gewappnet …

… und ich geh jetzt mal duschen … warm duschen …

Zur Feier des Tages …

… habe ich mich nach erfolgreicher Geldvernichtung und Beute nach Hause schleppen …

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...sing: „Ich geh mit meiner Laterne großen Tüte und meine Tüte mit mir. Es singen und strahlen die Händler. Mein Konto singt Ach und Weh!“ 

… zum Essen eingeladen …

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Stilecht habe ich mir einen Jasmintee dazu gekocht. Das Supermarkt-Sushi konnte man tatsächlich ganz gut essen und der Tee ist sowieso lecker. Auch ohne Sushi.

Das Unterwegsbild ist ganz geschickt gestaltet. Man sieht nämlich nicht wie groß die Tüte ist … die ist ziemlich grooooß, aber da wir am Samstag zur Stehparty eingeladen sind, brauchte ich etwas zum Anziehen und gut Stehen können ;O).

Nächste Programmpunkte: Tee ausschlürfen, Ausflug mit dem Staubsauger durch die Wohnung, stricken, auf den Gatten warten, kochen, Nägel lackieren, in der Nase bohren … die Reihenfolge ist flexibel … das eine oder andere (z.B. auf den Gatten warten, kochen) kann auch auf morgen oder übermorgen verschoben werden …

Die Woche ist noch ganz frisch, …

… aber es zeigt sich deutlich, dass sie eine echte Herausforderung für mich wird.

Der ordentliche, gut erzogene und dressierte, pflichtbewusste, sich immer um alles und alle kümmernde Teil in mir möchte die Tage mit Dingen wie Fenster putzen, nach drei Jahren dann doch mal die Schäden, die durch den Einbau der neuen Fenster an den damals frisch gestrichenen Wänden rundum die Fenster entstanden sind, mit mehr oder weniger passender Farbe übermalen, ein bisschen hier und da putzen und eben das erledigen, was eine gute Hausfrau erledigt.

Ich könnte natürlich auch dem anderen Teil in mir Raum, Platz und Freiheit schenken und eine Woche nur tun, wozu ich Lust habe. Und wenn das Nichts sein sollte, ist das … sollte das auch in Ordnung sein. Zwischendurch kann/könnte ich mal etwas für Kühlschrank, Herd und Magen des Gatten kaufen und dies für alle Beteiligten in eine hübsche verdauliche Form bringen. Das wäre nur ein bisschen Pflichterfüllung, die aber durchaus Spaß machen kann.

Dieser letzte Teil ist das, was der Gatte befürwortet und mir wärmstens ans Herz legt. Der Gatte ist nämlich sehr großzügig und ein wesentlich besserer Mensch als ich.

Ich geh jetzt gleich mal das gesammelte Altglas wegbringen und einkaufen und spazieren und denke dabei über die weitere Gestaltung meiner Woche nach … alles nicht so einfach, aber immerhin regnet es gerade nicht mehr.

Der Morgen …

… startete viel schöner als zu erwarten war.

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Der Blick aus dem Küchenfenster heute Morgen kurz nach sieben.

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Hach! Dieses kleine rosa Wölkchen war ganz allerliebst und die Vögel hatten das  Rathaus nur mäßig besetzt …

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Inzwischen hat es sich wie versprochen zugezogen und mir bleibt nur noch ein ziemlich grauer Ausblick.

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Wenn ich Fenster putzen würde, ließe sich das Ganze sicher etwas optimieren, aber Lust habe ich nicht, obwohl ich Zeit hätte. Denn Dank des Sturmtiefs Xavier und einer großzügigen SchwesterChefin habe ich eine Urlaubsverlängerung bekommen. Das  heißt, ich darf bis nächsten Montagmorgen beim Gatten in der Mittelstadt vor den Toren Hamburgs bleiben.
Trotzdem es von allerhöchster Stelle genehmigt und sogar vorgeschlagen wurde „Nun mach dir ausnahmsweise mal keinen Stress!“, fühlt es sich an als würde ich das eigene Leben schwänzen.
Es hätte sicherlich einen Weg gegeben nach Berlin zurückzukommen. Entweder ich hätte einen überfüllten Bus genommen oder ich hätte mich in einen der sicherlich sehr vollen Züge gequetscht und wäre über mir schon bekannte, zwar landschaftlich sehr hübsche, aber lange und langsame Umleitungsstrecke nach Berlin zurückgefahren.
Brauchte ich aber nicht. Ich darf hier sitzen, aus dem dreckigen Fenster starren, bloggen, nachdenken und kann es mir, wenn ich es zulasse, gut gehen lassen.
Ich muss gestehen, es wird mir schwer fallen, aber ich hoffe, ich kann dieses Geschenk irgendwann in den kommenden Tage doch noch genießen.

Es lief sich …

… heute Morgen sehr, sehr schwer.

Keine Ahnung warum … (vielleicht zu tiefes Geläuf nach den Regenfällen der letzten beiden Tage – Altdeutsch Matsch genannt).

Aber egal! Das Wichtigste ist, dass ich den 🐷🐶 besiegt habe. Der war heute ganz übel drauf …

Jetzt Frühstück mit zwei angebissenen Dreiecken …