Ich könnte jetzt schreiben, …

… wenn ich größer wäre, würde ich das öfter tun.

Das wäre aber gelogen. Und lügen tue ich nicht. Ich habe zwar einen Hang zu maßlosen Übertreibungen, aber lügen, nee!

Ich würde mich, auch wenn ich größer wäre, nicht öfter auf den Weg nach oben machen, um die Oberschränke in der Küche abzuwischen. Das ist echt die Abteilung – aus den Augen, aus dem Sinn.
Denn auch wenn ich größer wäre, wäre ich nie soooooo groß, dass ich ohne auf Möbel zu steigen oder durch die Betätigung des Hochhüpfen, den Sief/Dreck auf den Schränken sehe.

Ich bin dann mal wieder weg … oben putzen … echt Mist, wenn man neue Küchengeräte bekommt und dafür andere von der Arbeitsfläche weichen müssen …

Der Staub aller Länder …

… scheint sich bei uns zu vereinen …

Das ist nur Dreck von der einen Seite des Zimmers. Die andere Seite habe ich schon weggetragen.

Und in der Tat bin ich nicht so putzschlampig, wie man dem Blogeintrag über die treusorgende Gattin entnehmen könnte. Die letzte Staubmausjagd ist gerade zwei Tage her …

… keine Zeit mehr, muss weiter jagen.

Die treusorgende Gattin an sich …

… und ich im besonderen.

Langsam aber sicher mache ich mich als treusorgende Gattin ganz gut – glaube … nee, hoffe ich zumindest. Wie ich darauf komme? Aaaalllsoooooo …

  • ich habe es aufgegeben den Gatten nachts zu schubsen ob seines Schnarchens … hilft sowieso nicht, stattdessen räume ich stillschweigend und klaglos (das ist das schwierigste daran) das Bett und ziehe in mein Zimmer um – ich würde gerne wie Linus meine Schmusedecke hinter mir herziehen, aber da die Staubfreiheit des Fußbodens nicht immer gegeben ist, trage ich sie lieber
  •  ich stehe morgens mit dem Gatten auf
  • ich bereite ihm einen Kaffee (ist nicht so schwer, muss ich nur auf den Knopf drücken), lege, wenn da, einen Brownie auf einen Teller oder beschmiere ein Brot mit Butter, Marmelade und Honig und trage den hübsch angerichteten (maßlose Übertreibung) Teller und den Kaffee zum Esstisch während der Gatte das Bad blockiert verwüstet im Bad rituellen Handlungen nachgeht ist
  • nach dem Abliefern des, dem Gatten durch die Eheschließung zustehenden, Morgengedecks, eilen ich in die Küche zurück und bereite die Klappstullen, die er mit zur Arbeit nimmt – hier ist wirklich Kreativität gefragt, schließlich sollen es schöne Klappstullen werden, die dem Gatten den Tag verschönen … manchmal sind sie mit richtig HerzBlut geschmiert
  • irgendwo darum herum räume ich etwa alle zwei Tage den Geschirrspüler aus
  • danach braue ich meinen Morgenkaffee (ja, nix mit Knöpfchen drücken, hier ist Köpfchen gefragt, damit ich die richtige Formel erwische), geselle mich zum Gatten an den Esstisch und halte ihm das Händchen verschwinde, wie er, lesend hinter mein Notebook und bereiche seinen Morgen mit unqualifizierten Äußerungen über das Weltgeschehen, dass ich mir gerade erlesen habe … manchmal singe ich auch Weihnachtslieder oder Kaaalinkaaaa oder andere exquisite Ohrwürmer – meine ganz persönliche Morgengabe an den Gatten
  • wenn es dann Zeit wird, trage bringe ich ihn zur Tür, schließe selbige ganz schnell hinter ihm und eile zum nächsten Fenster, um sicher zu sein, dass er auch ja weg ist ihm lange nachzuwinken
  • danach bin ich mit mir und dem Hausfrauendasein allein und dann sieht es so aus

    – ich kaufe ein
    – ich putze … aber nur gelegentlich, ich war schon immer der Meinung, dass es viel effektiver ist den Schmutz zu sammeln und dann auf einen Rutsch wegzumachen, als jedem Staubkorn mit dem Staublappen hinterher zu rennen – daher mag ich nachts meine Decke nicht hinter mir herziehen ;O)
    – ich wasche Wäsche … gut, ich lasse waschen … ich hänge Wäsche auf und falte sie dann irgendwann, wenn sie trocken ist und ich nichts besseres zu tun habe, zusammen und räume sie in den Schrank – nein, ich bügele nicht, ich bügele nur in einem wirklich unabdingbarem Bedarfsfall … sprich nur bei Hochzeiten und Todesfällen
    – ich koche gerne … manchmal auch etwas, das der Gatte mag und das ihm schmeckt
    … warum hier ein Absatz mitten in der Aufzählung ist, weiß nur WordPress …

  • dann wird es auch schon wieder Zeit den roten Teppich (darunter lassen sich prima die Staubmäuse verstecken, die man im Laufe des Tages nicht geschafft hat mit dem Staubsauger einzufangen) für die Rückkehr des Gatten auszurollen und rechtzeitig ein freudiges Lächeln ob seiner Rückkehr ins Gesicht zu zaubern … HexHex
  • nach dem Essen und dem Wiederherstellen des Küche steht die Abendbespaßung des Gatten auf dem Programm – das ist eine der leichteren Übungen, die einem als treusorgende Gattin auferlegt sind … rauf aufs Sofa, Glotze an, Hand auf sein Knie und alles ist fein

Kleine Nachhilfestunde …

… in Sachen: Geht nicht! Kann nicht! Hab nur zwei Hände.

Ich auch, aber mit kleinen Helferlein aus anderen Haushaltsbereichen …

… klappt es auch mit nur zwei Händen.

Ja, natürlich habe ich die Klammern abgemacht, bevor ich den Brownie in den Ofen schob.

Da schwitzt er, der schokoladigste Brownie, den es gibt … 😁… hin und wieder habe ich einen Hang zur totalen Selbstüberschätzung 🙃🤣🙃

Seufz … Klempner

Am vergangenen Freitagnachmittag war der Klempner da, der schon am Montag kommen sollen wollte, um die von der Vermieterin spendierten neuen Wasserhähne im Bad zu installieren. Am Montag konnte er nicht kommen sollen wollten, weil er Rücken hatte, was er dem Gatten pünktlich zehn Uhr, da war der Termin, via WhatsApp mitteilte. Freitag hatte er dann nicht mehr Rücken und war sogar pünktlich, was, wie sich später Dank Internetrecherche herausstellte, gar nicht so schwer war, weil er quasi ums Eck wohnt.
Relativ schnell schraubte er dann unter großem Stöhnen und Ächzen die Hähne an die Wand … ans Waschbecken, wies uns daraufhin, dass der Abfluss vom Waschbecken neu gemacht werden müsste und dass das ganz einfach wäre und verschwand dann recht schnell wieder unter Zurücklassung ziemlich hartnäckigen Dreckes auf dem Fußboden von seinen Arbeitsschuhen. Ansonsten alles fein …

Das Klempnern übernahm dann der Gatte am Samstag. Ich hätte ja, aber er wollte unbedingt. Arbeitswillige soll man nicht aufhalten und so ein Abfluss, selbst wenn es der eigene ist, muss nicht unbedingt sein. Außerdem musste ich Brownies backen für die Vermieterin und das kann ich besser als der Gatte.
Der Gatte ächzte und stöhnte beim Abfluss montieren und war nicht froh, weil er ihn nicht dicht bekam. Dieser kleine Fehler ließ sich dann aber flugs beheben, indem er die noch auf dem Schrank liegende Dichtung an die dafür vorgesehene Stelle einfügte. Fein. Abfluss dicht, Gatte Feierabend, Gattin kann Bad putzen.

Beim Bad putzen musste ich dann natürlich noch einmal kontrollieren, ob der Abfluss auch wirklich dicht ist. Eine optische Täuschung ließ mich daran zweifeln. Nach dem ich mich ausführlich davon überzeugt hatte, dass der Abfluss dicht ist, machte ich mich ans Putzen des Waschbeckens. Dabei stellten dann der immer wieder unters Waschbecken kuckende Kontrollfreak in mir fest: Hey! Das ist was nicht dicht! Und das nicht dichte kommt aus dem Bereich Frischwasser. Also nicht der Gatte, sondern der Klempner hatte geschlampt. Wenn man … also frau … also ich ordentlich putzt, läuft Wasser zwischen Hahn und Waschbecken und dann in den darunter befindlichen Unterschrank … wenn er da steht. Gerade stand er nicht da, weil noch nicht fertig geputzt war.
Dieses Problem lässt sich durch eine Dichtung oder eine andere angleichende Maßnahme beheben (ich bin nicht Klempner von Beruf, aber mein allererster Freund war Klempner und damit ich ihn überhaupt mal sehe, bin ich an den Wochenende häufig mit ihm mitgegangen und habe mitgeholfen … ja, ich kann auch löten … heiß und kalt, ich kann auch Regenrinnen und Dächer) und so lang man nicht dauernd putzt oder den Wasserhahn anders ständig von außen unter Wasser setzt, ist alles gut. So hat der Gatte dann via WhatsApp mit dem Klempner verabredet, dass er heute Nachmittag kommt (ich liebe solche genauen Verabredungen … kann frau ihr Leben super planen).

Um Viertel nach drei quengelte ich den Gatte über WhatsApp an, dass der Klempner immer noch nicht da ist. Woraufhin der Gatte meinte, der hätte sich gerade gemeldet und gefragt, ob jemand da ist. Ja, klar ist jemand da. Ich.
Kurz danach kam der Klempner, schraubte ein wenig herum, tauschte noch den kaputten Umsteller für den Stöpsel aus, schmierte wieder klebrigen Dreck auf den Boden und verschwand ganz schnell.

Kaum war er weg, begab ich mich ins Bad zum Aufräumen und die Sache kontrollieren begutachten. Was habe ich festgestellt? Na klar, jetzt ist der Hahn locker. Man kann ihn fröhlich in alle Richtungen drehen.
Nun habe ich keine Lust mehr auf den Mann. Hab erst mal das Bad geputzt und nun sitze ich hier und überlege mir, wie ich ohne das passende Werkzeug den Hahn festbekomme. Seufz!

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Da der Gatte heute früher kommt, was ich zwischendurch erfuhr, werde ich, weil ich erst mal bloggen musste, nicht fertig sein, wenn er kommt, aber die Bolognese kocht immerhin schon und außerdem schneit es schon wieder. Der andere Kram war fast schon wieder weg … blöder Winter! (schmollend imaginäres Steinchen wegschiess)