Heute ist mein „Ich-tue-heute-nix-Tag“

… und der sieht bisher so aus:

  • ich stand mit dem Gatten auf, wanke, nach einem kurzen Halt im Bad auf dem Weg dorthin, in die Küche, braute eine Kanne gemeinsamen Kaffee, bereitete dem Gatten sein Frühstück und sein Klappstullensortiment für die Arbeit
  • nach einer knappen dreiviertel Stunde dieser Verrichtungen, stieß ich zum Gatten an den Tisch und half ihm beim Internet leerlesen
  • der Gatte eilte davon, ich eilte auf den Balkon, um meiner Pflicht des Nachwinkens nachzukommen
  • dabei entdeckte ich, dass es den Erdbeeren mit ihrem Mehltau-Mäntelchen gar nicht gut geht und grub daraufhin den Balkon um … entsorgte die Erdbeeren, samt Erde … alles sehr traurig, dreckig und schwer
  • dann war es auch schon Zeit für den täglichen Anruf bei meiner Mutter … ich zog das dicke Fell an … meins hat aber anscheinend viele Löcher  wappnete mich und durfte feststellen – heute war ein guter Tag … sie hatte gut geschlafen, fühlte sich gleich viel kräftiger und erinnerte sich auch noch größten Teils an die Aufgaben, die ich ihr gestern als ich ging, gestellt hatte … heißt aber trotzdem nichts …
  • ich machte meinen Sport – der 13. Tag meiner Bauchspeckweg-Challenge … eigentlich habe ich keine Lust mehr, aber ich bin gespannt, ob sich nach 30 Tagen wenigstens etwas getan hat … sich vielleicht ein Bauchmuskel bei mir angesiedelt hat, darum mache ich weiter – von Speck weg will ich gar nicht reden … heute war es echt hart … zum Schluss 46 Sekunden Unterarmstütz – ich wusste es vorher, weil ich gelinst hatte, habe mich gegrault, es aber geschafft … PuH!
  • dann kam ich meinen hausfraulichen Pflichten nach .. ich dachte, ich hätte nicht viel zu tun, weil gestern eigentlich außer morgens und abends keiner da war, aber der Gatte hatte meine Abwesenheit genutzt und mehr geschmutzt als sonst, also putzte ich nochmal das Bad – Schwamm drüber, ist nicht schlimm – saugte und puschelte hier und da und dies und das …
  • das ist jetzt, glaube ich, ein guter Zeitpunkt, um die wirklich schönen Blumen zu zeigen, die ich gestern vom Gatten bekam20180720_132652… so schööööööööön
  • äääh … wie weiter … ich wurde unterbrochen und habe den Faden verloren und das Abendessen im Bauch … gutes Stichwort …
  • ich begab mich in die Küche und machte mir an den wirklich dreckigen Kartoffeln zu schaffen, um am Ende so schöne …20180720_105103… „Kartoffelwürfel“ fürs heutige Abendessen zu erhalten. Danach zerhakte ich die Matjesfilets, die Zwiebel, den Apfel und ein paar Gürkchen (eigentlich waren es Cornichons, aber das kann ich nicht schreiben) und umhüllte alles mit Joghurt und einen Klecks Schmand, weil ich zu wenig Joghurt hatte, entstanden ist das …20180720_103735
    … nicht unbedingt schön, aber lecker
  • zwischendurch pinselte ich immer mal wieder mit dem alten teuren Füllen …20180720_185324
    … am überaus profanen Einkaufszettel rum
  • meine Mutter rief an, um mir ganz stolz mitzuteilen, dass sie alle Aufgaben, die ich ihr gestellt hatte, abgearbeitet hat … fein, hatte ich so schnell nicht erwartet – es ist auch okay, dass sie die Ergebnisse als ihre Ideen ansieht … da bin ich echt nicht kleinlich, so lange es ihr hilft
  • nun stand duschen, Gesicht malen, Frisur basteln, einkaufen auf meinem inneren Plan
  • vorherigen Punkt erfolgreich erledigt … sauber, aus den Augen kucken können, frischen Mopp auf dem Kopp, drei Weckgläser und Kopfschmerztabletten erstanden und ungefähr 3587 Schritte gemacht … ich habe immer noch zu wenig, obwohl ich emsig das smarte Phone in der Wohnung mit mir rumschleppe und die eine oder andere Zusatzschleife laufe (4689 zurzeit … vielleicht schaffe ich die 5000 noch, wenn es ein paarmal zum Klo laufe und drumrum)
  • Pause … zwei Toast gefrühstückt
  • ab in die Küche und sich an die gefüllten Weinblätter machen … zuerst Weckgläser spülen, dann „sterilisieren“ …20180720_141313
    … zwischendurch Weinblätter wässern (Bild fehlt), Risotto kochen (Bild fehlt), die überzähligen Amalfi-Zitronen fürs Einfrieren aufschneiden und hübsch auf dem Teller drapieren …20180720_142931
    … und dann in den Tiefkühler sperren, die Weinblätter füllen, rollen und in die Gläser stapeln …20180720_150440
    … nach zwei Stunden (alles zusammen … Reis kochen … Weinblätter harken sortieren, Weinblätter füllen, rollen und die Gläser stopfen) und  diversen Rückenschmerzen, können die Gläser in den Ofen …

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  • heißt für mich eine dreiviertel Stunde Freizeit, die ich hiermit …20180720_172429
    … verbracht habe
  • außerdem habe ich zwischendurch mit dem Vater meines Kindes die Dinge des Lebens besprochen, dem Gatten und mir das Abendessen bereitet …  die Bratkartoffeln waren toll und ich habe den Speck und die Zwiebeln ausnahmsweise nicht vergessen
  • jetzt sitze ich auf dem Balkon, schenke hin und wieder dem Gatten meine Aufmerksamkeit, lasse mich von Wespen belästigen (ungern, weil ich auf Grund einer Wespengiftallergie echte Fluchttendenzen habe) und blogge zu Ende, was ich vorhin begann
  • aber ich habe heute nix getan!

Man muss wissen, wann man …

… genug Staub aufgewirbelt gewischt hat. Besonders als Hausstauballergikerin. Aufhören bevor die Bronchien kollabieren.

Bis März war ich mit dem Staub … der Staubbeseitigung echt gut dabei. Zeitnah. Ganz dicht an seiner Entstehung … fast schon davor … ;O). Dann kam mir das Leben ins Gehege. Seitdem bin ich zur alten vertrauten Gewohnheit des Staubsammelns  zurückgekehrt … so lange liegen lassen bis man sich nur noch ganz langsam durch die Räume bewegen kann, weil man sonst Staublawinen auslöst.
An sich ein ganz schlechtes Prinzip, aber da Putzen nicht so wirklich meins ist und Staub wischen furchtbar undankbar ist – man hat sich noch nicht mal umgedreht, das hat er sich schon wieder sanft auf das frisch Gewischte gelegt – habe ich Zeit meines Lebens Staub gesammelt und diesen dann, wenn es gar nicht mehr anders ging, unter Husten und Prusten, eben wegen der Hausstauballergie, beseitigt.
Heute habe ich wirklich gedacht, dass meine Bronchien das nicht mitmachen.
Vielleicht ist Ahrensburger Staub in großen Mengen aggressiver.
Vielleicht bin ich einfach aus der Übung.
Vielleicht werde ich alt.
Vielleicht will mir meine Allergie zeigen, wer die Herrin in meinem Körper ist.
Vielleicht wollte mich der Gott des Staubes auch nur Ablenken und zum Bloggen verleiten.

Ha! Der erste Streich!

Die Geburt war nicht leicht, aber ab jetzt wird beim nächsten Anflug von Sonne die Butter nicht mehr schmelzen.

Auf zum nächsten Abenteuer …

P.S. Zu meiner Ehrenrettung warum es so lange gedauert hat, muss ich anfügen, dass ich gleich noch ganz schlampig das Fenster geputzt und zwischendurch gefrühstückt eine Arbeiterklappstulle gegessen habe.

Es ist eine nette Abwechslung …

… morgens mal nicht von der Amsel aus dem Schlaf geschrieen zu werden, sondern vom Rauschen des Regen zu erwachen, der sich durchs Fallrohr in die Tiefe stürzt.
Es regnet heute Morgen tatsächlich. So wie sie es gestern versprochen haben. Ganz erstaunlich. Sonst haben sie uns in letzter Minute immer den versprochenen Regen entzogen.

Ich will heute Morgen zu Aldi, um für die Küche und das Bad Sonnenschutzrollos zu kaufen. In den letzten Wochen ist mir nämlich morgens beim Klappstullen für den Gatten schmieren immer die Butter und der Käse geschmolzen und der Aufschnitt wurde gegrillt, weil die Sonne direkt auf die Arbeitsfläche scheint. Lustig fand ich es heute Morgen, am Tag X, an dem es endlich so weit ist, Geplantes in die Tat umzusetzen, hatte ich das Bedürfnis Licht anzumachen, damit ich in der Küche etwas sehen kann. Soll das ein Zeichen sein? Ein Zeichen doch keine Sonnenschutzrollos zu brauchen und stattdessen das Geld für andere Dinge auszugeben?
Nein, das ist natürlich Quatsch. Nach dem Wochenende soll die Sonne wiederkommen und mit ihr die 30°. Da kann man gar nicht genug Sonnenschutzrollos haben.
Vielleicht gibt es die sogar mit eingebauter Fliegenabwehr. In diesem Jahr sind die Viecher extrem lästig und meine Geschäftsidee, ihnen in Workshops beizubringen, wie sie durch ein großes Loch wieder nach draußen gelangen können, nachdem sie vorher durch ein ganz kleines eingedrungen sind, zeigt keine großen Erfolge. Schade. Muss ich mir etwas anderes ausdenken zum Broterwerb.

Jetzt schnell duschen und dann loshumpeln.

Oft fragt mich der Gatte …

… beim gemeinsamen Morgenkaffee, was ich für den Tag geplant habe. Meistens lautet meine Antwort: „Nichts!“

In der Tat plane ich meine Tage sehr selten. Ein bisschen Struktur … ein Gerüst an dem ich mich durch den Tag hangeln kann, wäre zwar manchmal ganz hübsch, aber an sich mag ich in der Art nicht planen. Die Erfahrung der ersten Monate in der neuen Heimat hat auch gezeigt, dass es wenig Sinn hat zu planen. Es kommt sowieso meistens anders als gedacht. Die anfallende Hausarbeit mache ich, wenn sie anfällt und sich gar nicht mehr umgehen lässt. Aber an sich ist es doch völlig wurscht wann ich zum Beispiel den Geschirrspüler ausräume, die Krümel vom Brot schneiden wegwische oder staubsauge. Heute habe ich Geschirrspüler ausräumen Geschirrspüler ausräumen sein lassen, das frisch angefallene dreckige Geschirr hübsch in der Küche verteilt, die Krümel dort liegen lassen, wo sie hingefallen sind und bin, nachdem ich dem Gatten nach gewunken hatte, stöckeln gegangen. Machte auf Grund der Großwetterlage Sinn. Später sollte es regnen.

Hat es tatsächlich auch pünktlich getan und ich habe ganz ungeplant die Gunst des mit Hagel vermischten Regengusses genutzt und habe den Balkonboden geschrubbt. Heute Morgen beim lange dem Gatte Nachwinken war mir nämlich aufgefallen, dass es bei Nässe ganz schön glitschig auf dem Balkon ist und man hässliche Abdrücke im Balkonmoos hinterlässt … iiiiih! Wie eklig!
Diese ungeplante Aktion hat mich nicht nur ziemlich nass werden lassen, nein, sie hat mich auch glücklich und zufrieden gemacht.

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Wirklich schön und wie neu ist der Boden natürlich nicht, aber er ist doch sehr viel besser als vorher.

Auf der Seite des Gatten …

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… sitzt das Zeug so fest, dass ich wahrscheinlich einen Spachtel bemühen müsste. Da wir aber nicht die Absicht haben vom Boden zu essen, bin ich mit dem Ergebnis …

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… durchaus zufrieden. Zumal ich nicht nur den Boden geschrubbt habe, sondern auch den „Grünspan“ Grünbelag unten an den Glasverblendungen entfernt habe.
Vielleicht spült nun der immer wieder kommende Regen der nächsten Tage noch ein bisschen angeweichten Dreck weg.

Heute haben wir richtiges Aprilwetter … kühl, Regen, Sonne, Hagel, Blitz und Donner … ganz entzückend. So ganz anders als letzte Woche und es macht den Pollen das Fliegen schwerer … sie schaffen es aber immer noch … Hatschi!