Oooooooohmmmmmmm

Ich versuche gerade mich des Gefühls und des blinden Aktionismus zu erwehren, dass die Schwester des Gatten, die morgen zum Frühstück kommt, die weißen Handschuhen anhat und mit ihrer Hilfe die Staubhöhe auf den Möbeln prüft … seufz … 👾(hat keinen tieferen Sinn…find ich einfach hübsch und niedlich – sieht in der App definitiv anders aus 🙈) 🦚 (auch hübsch und nette farbliche Ergänzung) 🕸️, weil ich davon auch noch welche beseitigen sollte … vielleicht … ich glaube, die Böden sind trocken.

Auch wenn das niemand will, …

… ist das Gefühl, dass man jetzt von unserem Mülleimerdeckel essen könnte, weil er so sauber ist, ein schönes.

Ja, Eigenlob stinkt, aber irgendwie muss man den Mief des Putzens los werden und sich selbst für weitere Putztaten motivieren … Tschaka … so oder so ähnlich.

Je feuchter man …

… den Fußboden wischt, desto länger hat man Pause, weil er erst trocknen muss, bevor man weiter machen kann.

Ich habe heute sehr feucht gewischt und somit Zeit drei Seiten …oder so… mehr zu lesen …

… ein bisschen Tee dazu wäre nicht schlecht, aber der Küchenboden ist leider auch nass. Das nächste Mal muss ich besser planen 🙃😄

Ich schaffe mir ein Chaos …

… das wird Tee, Panettone, Dörrautomatfutter …

… auf der Heizung parkt der Vorteig für den Panettone und die alten Brötchen warten auf die Knödelwerdung …

… hier geht das Kartoffelbrot – wohin auch immer.

Im Hintergrund wartet das eingeweichte Klo auf zarte Bürstenstriche von mir und der Rest ruft ganz laut im Chor: „Putz uns! Putz uns! Putz uns!

Was ich eigentlich sagen wollte:

Ich schaffe mir ein Chaos und setz mich glücklich rein!

🌴🥦🦕🥦🌴

Die Woche startet …

… mit einem frühen Besuch beim Zahnarzt. 
Donnerstagabend war mir beim Zähneputzen ein Stück von einem Zahn abgebrochen. Die nette Frau an der Terminvergabe, die ich am Freitag hilfesuchend anrief, hat lange in ihrem Plan nach einem Loch für mich gesucht und mich dann für heute Morgen ganz früh mit der Aufforderung „Bringen Sie Wartezeit mit“ bestellt. 
Weil man aber manchmal auch Glück haben muss, hat heute netterweise ein anderer Patient seinen Termin vergessen, sodass ich nicht lange warten musste, sondern nach einer Viertelstunde mit geflicktem Backenzahn wieder draußen war. 

Nach dem ich zu Hause war, habe ich erst einmal die Waschmaschine angemacht und den Dörrautomaten befüllt …

Ich versuche mich das erste Mal an Dörrfleisch. Über Nacht habe ich Beefsteak in Knoblauch, Sojasoße, einer roten Currypulvermischung und etwas Zucker mariniert. Ich bin gespannt wie viel davon am Ende der Trocknung übrig bleibt. Bei den Rote Bete-Chips ist der Schwund immens. 

Nachdem das beides erledigt war, habe ich mich mit einem Kaffee bewaffnet zum Vogel-TV kucken in mein Zimmer zurückgezogen. Irgendwie hatten die Flattermänner aber keinen Appetit. Keiner hat sich blicken lassen … fast keiner. Ganz weit entfernt in der Fichte hat sich ein Specht zu schaffen gemacht …

Die Bilder sind nicht so toll …

(die Fichte steht auch wirklich ganz schön weit weg und er arbeitete ganz oben und das Licht ist naja und so ein Superzoom nicht leicht zu halten und eine Scheibe war auch noch dazwischen und er wollte nicht still halten … lauter gute Gründe für schlechte Bilder ;O) ) 

… aber man sieht, dass er wirklich heftig auf die arme Fichte eingehämmert hat und schließlich mit einem kleinen halben Baum im Schnabel weggeflogen ist. 

Die Vogelfuttersäule war am Wochenende recht gut besucht. Am Samstag haben uns Herr und Frau Dompfaff zum ersten Mal die Ehre gegeben. Zuerst sah es so aus, als würden sie mit der Handhabung der Futtersäule nicht zurechtkommen, aber dann haben sie doch noch ihre Schnäbel in die Öffnungen gesteckt und sich ihren Teil herausgeholt. 
Am emsigsten oder verfressensten sind die Meisen. Es kommen Kohl-, Blau- und Tannenmeisen …

Die Tannenmeisen sind nicht nur sehr territorial, sondern auch total hektisch. Ein ewiges Herumgehüpfe und Gezappel … schnell hin und wieder weg … aber es gibt eine, die, zwar mit viel Gezappel, direkt vor Ort frisst. 
Wirklich putzig. 

Herr und Frau Spatz waren auch wieder da …

… es sieht immer ein bisschen so aus, als würde einer der beiden Wache schieben, so lange der andere frisst. 

Heute ist der Andrang an der Futtersäule nicht so groß.
Vielleicht ist das Wetter zu schön. Es ist nämlich im Verhältnis zur ganzen letzten Woche verhältnismäßig hell … zwischendurch lässt sich sogar, zwar etwas verschleiert, die Sonne blicken. 
Vielleicht ist Montag Vogelfastentag.
Vielleicht gibt es woanders etwas besseres. 
Vielleicht waren alle in der knappen halben Stunde, die ich weg war, da. 
Vielleicht sind sie einfach satt. 

Nun bedarf die Wäsche meiner Zuwendung. Denn die Waschmaschine piepst, dass sie fertig ist und bevor ich ihr die Wäsche entwenden und auf dem Ständer aufhängen kann, muss ich die hoffentlich trockenen Wäschealtlasten vom Ständer entfernen, falten und verkramen verräumen ordentlich im Schrank platzieren. 

Morgen trete ich meine Weltreise an!

Das ist natürlich Quatsch. Ich fahre morgen Mittag lediglich für eineinhalb Tage nach Berlin. Aber man könnte in der Tat das Gefühl bekommen, wenn man mich so herumflitzen sieht, dass es weiter weg geht und die Abwesenheit länger … viel länger dauert. 
Bevor ich losfahre, wohin und wie lange auch immer, muss alles sauber und ordentlich. War schon immer so, wird immer so sein. Ganz egal wie viel Stress damit verbunden und wie schwachsinnig es eigentlich ist – muss ordentlich. Ich mag beim Wiederkommen nicht in eine dreckige Wohnung kommen … als wenn es hier jemals wirklich dreckig wäre … und als wenn der Gatte, der hierbleibt, in der Zeit nicht schmutzen würde …

– nein, der Gatte schmutzt natürlich nicht (das musste ich jetzt schreiben, schließlich liest er mit) 

Eigentlich sollte ich leichten Herzens und mit Freude fahren, denn alle freuen sich auf mich. Sogar meine Mutter, aber die freut sich wahrscheinlich nur, weil ich ihr einen neuen Fernseher mitbringe.
Ja, ich habe morgen Reisebegleitung … Reiseunterhaltung. Ich reise mit Fernseher. Wie es dazu gekommen ist, ist eine lange, langweilige Geschichte, aber durchaus mit Unterhaltungswert. Vielleicht erzähle ich sie ein anderes Mal.
Uneigentlich freue ich mich nur ein bisschen auf die große Schwester und mein Kind, habe aber trotzdem keine Lust und will nicht wirklich los, aber die Pflicht, das schlechte Gewissen ruft. Außerdem sind die Fahrkarten gekauft und können nicht zurückgegeben werden. 

Jetzt muss ich sausen und weiter putzen und kann nicht länger ignorieren, dass der gewischte Boden längst trocken ist.