Ja, ich kann sie verstehen …

… es ist kalt draußen, …

(ich hätte mir beim Fegen des Balkons auch lieber etwas überziehen sollen – ich wollte ja nur schnell fegen, aber dann hier noch etwas abschneiden, dort noch ein wenig zupfen und dahinten noch etwas richten)

… aber dennoch musste ich ihren Asylantrag ablehnen und sie auf den Balkon zurücktragen. Bei uns leben einfach schon zu viele Spinnen in der Wohnung, die sich häuslich einrichten. Die werden auch nur geduldet, damit wir auch mal Netz 🕸️ haben ;O)). 

Die Woche startet …

… mit einem frühen Besuch beim Zahnarzt. 
Donnerstagabend war mir beim Zähneputzen ein Stück von einem Zahn abgebrochen. Die nette Frau an der Terminvergabe, die ich am Freitag hilfesuchend anrief, hat lange in ihrem Plan nach einem Loch für mich gesucht und mich dann für heute Morgen ganz früh mit der Aufforderung „Bringen Sie Wartezeit mit“ bestellt. 
Weil man aber manchmal auch Glück haben muss, hat heute netterweise ein anderer Patient seinen Termin vergessen, sodass ich nicht lange warten musste, sondern nach einer Viertelstunde mit geflicktem Backenzahn wieder draußen war. 

Nach dem ich zu Hause war, habe ich erst einmal die Waschmaschine angemacht und den Dörrautomaten befüllt …

Ich versuche mich das erste Mal an Dörrfleisch. Über Nacht habe ich Beefsteak in Knoblauch, Sojasoße, einer roten Currypulvermischung und etwas Zucker mariniert. Ich bin gespannt wie viel davon am Ende der Trocknung übrig bleibt. Bei den Rote Bete-Chips ist der Schwund immens. 

Nachdem das beides erledigt war, habe ich mich mit einem Kaffee bewaffnet zum Vogel-TV kucken in mein Zimmer zurückgezogen. Irgendwie hatten die Flattermänner aber keinen Appetit. Keiner hat sich blicken lassen … fast keiner. Ganz weit entfernt in der Fichte hat sich ein Specht zu schaffen gemacht …

Die Bilder sind nicht so toll …

(die Fichte steht auch wirklich ganz schön weit weg und er arbeitete ganz oben und das Licht ist naja und so ein Superzoom nicht leicht zu halten und eine Scheibe war auch noch dazwischen und er wollte nicht still halten … lauter gute Gründe für schlechte Bilder ;O) ) 

… aber man sieht, dass er wirklich heftig auf die arme Fichte eingehämmert hat und schließlich mit einem kleinen halben Baum im Schnabel weggeflogen ist. 

Die Vogelfuttersäule war am Wochenende recht gut besucht. Am Samstag haben uns Herr und Frau Dompfaff zum ersten Mal die Ehre gegeben. Zuerst sah es so aus, als würden sie mit der Handhabung der Futtersäule nicht zurechtkommen, aber dann haben sie doch noch ihre Schnäbel in die Öffnungen gesteckt und sich ihren Teil herausgeholt. 
Am emsigsten oder verfressensten sind die Meisen. Es kommen Kohl-, Blau- und Tannenmeisen …

Die Tannenmeisen sind nicht nur sehr territorial, sondern auch total hektisch. Ein ewiges Herumgehüpfe und Gezappel … schnell hin und wieder weg … aber es gibt eine, die, zwar mit viel Gezappel, direkt vor Ort frisst. 
Wirklich putzig. 

Herr und Frau Spatz waren auch wieder da …

… es sieht immer ein bisschen so aus, als würde einer der beiden Wache schieben, so lange der andere frisst. 

Heute ist der Andrang an der Futtersäule nicht so groß.
Vielleicht ist das Wetter zu schön. Es ist nämlich im Verhältnis zur ganzen letzten Woche verhältnismäßig hell … zwischendurch lässt sich sogar, zwar etwas verschleiert, die Sonne blicken. 
Vielleicht ist Montag Vogelfastentag.
Vielleicht gibt es woanders etwas besseres. 
Vielleicht waren alle in der knappen halben Stunde, die ich weg war, da. 
Vielleicht sind sie einfach satt. 

Nun bedarf die Wäsche meiner Zuwendung. Denn die Waschmaschine piepst, dass sie fertig ist und bevor ich ihr die Wäsche entwenden und auf dem Ständer aufhängen kann, muss ich die hoffentlich trockenen Wäschealtlasten vom Ständer entfernen, falten und verkramen verräumen ordentlich im Schrank platzieren. 

Heute Nacht war es knackig kalt …

…darum hatte wir heute „reichlich“ Besuch an der Futtersäule. Zwischenzeitlich amüsierten sich zwei Spatzen und drei Meisen gleichzeitig. 
Mit dem smarten Phone konnte ich leider nur ein grottenschlechtes Foto von den die Futtersäule besetzenden Spatzen machen …

Ein bisschen später wagte ich mich dann näher ans Fenster und habe mir die dort geparkte Kamera geholt. Die Mühe wurde belohnt und ich habe noch eine Meise erwischt …

Vogel-TV ist wirkliche eine feine unterhaltsame Sache. 
Zu meiner Beruhigung habe ich vorgestern Fernsehen gehört, dass man Wildvögel auf Balkon und Fensterbank füttern darf.
Heute habe ich es noch einmal nachgelesen, dass mehrere Gerichte so geurteilt haben. Die Fütterung von Wildvögeln ist erlaubt, so lange die Futterstelle nicht über den Balkon hinausragt und sich der Nachbar darunter oder daneben nicht daran stört. 
Das Füttern von Tauben, Krähen, Rabenkrähen, Eichelhäher, also allen größeren Vögeln ist explizit verboten. Vor allem das Füttern von Tauben, aber die will ich sowieso nicht füttern und die kommen gar nicht an die Futtersäule ran. Die sitzen weiter in der Birke und kucken doof.
Vielleicht freuen die sich auch an dem neuen Vogel-TV. Kucken dürfen sie. 

Die Vogelschau gestern Abend auf unseren Tellern war auch sehr unterhaltsam und sehr nahrhaft.
Das Gansgetier ist erstaunlich gut geworden. Sehr schön cross, das Fleisch zart und mit ordentlich leckerer Soße dazu ganz großartig. 
Beim Rotkohl ist es mir  gelungen ihn mit dem Gewürz der seeligen Frau zu verfeinert. Gerade so viel, dass es nicht verbrannt schmeckte, sondern die Karamellnote hervortrat. Machte ihn wirklich sehr fein (den Topf putzen war aber gar nicht fein).
Die Semmelknödel waren sau lecker!
Bilder gibt es keine. Der Hunger machte es unmöglich. 

Wenn wir nachher eine Runde um die Blöcke gehen und dann wiederkommen, werden wir wohl merken, dass der Geist der Gans noch bei uns ist.
Trotz ausgiebigem Lüften und ordentlichem Backofen putzen. 
Ich springe jetzt schnell unter die Dusche und befreie mich von dem mir anhaftenden Gansgeruch … ich mag eine dumme Gans sein, aber so riechen will ich nicht mehr. 

Schönen Sonntag!

Gerade war eine Meise da …

… und hat sich etwas stibitzt.

Unter der weißen Verhüllung vor der Balkontür wartet die Gans, der es heute Abend ans Fleisch gehen soll, auf ihre Verarbeitung. 

Ich muss verrückt gewesen sein, als ich beim Skat spielen vollmundig vergündete, dass wir dieses Jahr die Martinsgans bei uns machen können. 
Ich habe noch eine Gans gemacht. Ich habe auch noch nie Semmelknödel gemacht und ich habe auch noch keinen Doofen gefunden, der nach der Gans den Backofen sauber macht … ich muss verrückt geworden sein …

Wenn Mädchen werken

Die Aufgabe: Spalte einen Hartholzkeil

Besondere Herausforderung: Kein Schraubstock, keine Schraubzwinge oder anderes da, um das kleine Werkstück zu halten, außer den eigenen Finger

Der Versuchsaufbau:

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Das Messer gehört eigentlich nicht zum Versuchsaufbau, aber kurz bevor der Paketbote geklingelt hat, hatte ich mir ein Brot (sehr lecker – selbstgebackenes Körnerbrot mit Esrom und frisch darüber gemahlenen Kümmel und eins mit Sprossen, jahaaaa…das sind zwei, ich weiß) geschmiert und das Messer lag noch auf der Arbeitsfläche, falls der Kleine Hunger noch mehr will (er weiß meistens nicht, dass er klein zu sein hat, damit nicht ständig das Höschen…Verniedlichung ade, es war schön mit dir die HOSE klemmt) …

Ja, also … weiter mit dem Versuch, damit wir heute noch fertig werden …

Zuerst versuchte ich es mit zersägen. Äääääh … ja! Doofe Idee. Ganz schlecht für die Finger ohne fremde Klemmmöglichkeit und dauert mit der PUK-Säge ewig. Die größere Säge barg eine noch größere Gefahr für die Finger … meine Finger. Andere sind gerade aus.
Letztendlich habe ich mich nach viel Rumrennerei, weil ich hier und da ein bisschen am Werkstück herumsägte, in der Hoffnung doch noch irgendwo anderweitigen Halt zu finden (basteln müsste eigentlich total schlank machen) und intensivem Nachdenken, dafür entschieden den Keil zu spalten.

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Hämmern an sich ist mir zwar eigentlich immer zu laut und einen Stechbeitel habe ich auch nicht gefunden, selbst in meiner wunderbaren Mädchenwerkzeugkiste nicht, die eigentlich immer das Gesuchte beherbergt, aber mit erst einem kleinen Schraubendreher und dann einem größeren gelang es. Nicht ganz akkurat ordentlich, aber den Vögeln wird es schnuppe sein.

Ich brauchte die Dinger nämlich um die nun endlich gelandete Vogelfuttersäule im Sonnenschirmhalter festzukeilen …

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… das schien mir die einfachste und sauberste Lösung zu sein, damit nix wackelt. Natürlich hätte ich auch Meter von Klebeband drumtüddeln können, dem Rohr einen Gipsverband anlegen oder wenn ich es gehabt hätte, ein wenig Bostik in den Spalt stopfen. Das alles macht aber Probleme, wenn man es so nicht mehr will.
Beim Sturm müssen wir die Futtersäule sicherlich sowieso reinholen. Ich bin mir nämlich nicht sicher, wie stabil sie ist, weil die Verschraubungen und und das Steckteil dummerweise aus Plastik sind … gnarf, das hätten sie ruhig in die Beschreibung schreiben können, dann hätte ich mir etwas anderes überlegt.

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Nun muss sich zeigen, ob sie hoch genug steht, damit sich die Rabenkrähen und der Eichelhäher nicht auf dem Geländer stehend daran bedienen können. Die sollen bitte danke weiterhin nebenan bei der Nachbarin fressen gehen. Da gibt es sowieso die besseren Sachen … sie füttert die Bande mit rohem Fleisch – morgens stehen immer acht Rabenkrähen auf ihrem Geländer und wenn der größte Andrang vorbei ist, kommen die Eichelhäher … ja, sind wir nicht alle ein bisschen seltsam…

Außer zwei Wespen, die das Teil genausten untersucht haben, hat sich in der guten Stunde, die die Futtersäule jetzt auf dem Balkon steht noch niemand blicken lassen … ich hab doch gleich gesagt – Kommt keiner! goere

Im Anschluss an diesen Post, wenn mir nichts mehr einfällt, womit ich mich ablenken kann, werde ich das Chaos in meinem Zimmer …

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… und in der Küche …

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… beseitigen und danach sollte ich dann vielleicht statt das Bad zu putzen, eine Runde um die Blöcke gehen. Es ist gerade so schön draußen …

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… und das soll sich in den nächsten Tagen ändern. Ich kann zwar auch bei Regen spazieren gehen, aber trocken und ein bisschen Sonne ist doch netter und der Vitamin D-Speicher freut sich.

P.S. Ich habe mich zum Anlocken für die Premium-Mischung entschieden. Wenn sie dann kommen und sich gewöhnt haben, sinkt die Leistung … wie im richtigen Leben rolle

Es ist angerichtet!

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Weil die Vogelfuttersäule leider immer noch fehlt,

(manche Pakete haben es einfach schwerer als andere – wobei, wenn man vom Gewicht ausgeht, hätte das Vogelfutter länger brauchen müssen, aber vielleicht liegt es daran, dass das nur aus Düsseldorf anreisen musste … die Säule kommt aus Eutigen im Gäu)

habe ich den Vögel den Kram einfach schon mal zur Ansicht auf den Balkon gestellt. So wissen sie, worauf sie sich freuen können.

Zum einen habe ich mich für die Premium Futtersäulenmischung entschieden …

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… die enthält zusätzlich noch so weiches Gekröse in rosa und beige  Talgpellets. Die andere Tüte ist ohne Premiumgedöns, dafür mit weißen Sonnenblumenkernen …

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Wenn die Vogelbande mein Futter verschmäht, gibt es Ärger. War teuer und ist auf Ambrosia getestet und wird vom LBV und NABU empfohlen.

Im Paket lag noch ein Fensterposter mit den geläufigen mit den allgemein fliegenden Gartenvögeln …

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Danke sehr. Sehr nett, aber darauf verzichte ich und habe es schon der Wertstofftonne, da Kunststoff, übergeben.

Den Saughaken behalte ich, kann ich immer mal gebrauchen … im Zweifel als Notfalllupe …

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… wenn die Brille mal wieder kaputt ist.