Eine Runde Sonntagsblümchen

Dieses Prachtexemplar von einer Azalee habe ich vom Gatten zum Valentinstag bekommen.
Ich freu mich jeden Tag an ihr.

Und bemühe mich ihren geringen Ansprüchen an mich gerecht zu werden.

Damit ich ganz lange etwas von ihrem Blütenmeer habe.

Außerdem habe ich seit Kurzem eine „Peitschende Weide“ auf dem Balkon.

Eine Salix arbuscula, eine Zwergweide. Ich hoffe, die Bienen mögen sie, so wie es auf ihrem Beipackzettel vermerkt ist. Darum habe ich sie schließlich gekauft.
Ich hoffe, der nächste Sturm lässt noch ein bisschen auf sich warten, weil sie noch nicht festverwurzelt ist und ich Angst habe, dass sie sich noch nicht im Wind wiegt, sondern auf und davon fliegt.

Lübeck bei Nacht …

… gab es gestern Abend als kostenlose Beigabe zu Eckhart von Hirschhausens „Medizinischen Kabarett“ im Lübecker MuK.

Es war ein ganz wunderbarer Abend. Sehr unterhaltsam, sehr lustig, sehr tiefgründig, sehr berührend und es gab viele Gedanken zum Mitnehmen, um zu Hause in Ruhe darüber nachzudenken.

Die Lübecker Musik- und Kunsthalle ist sehr fein. Schluckt 1500 Zuschauer (es war ausverkauft), die einen aber nicht wirklich bedrängen, weil es doch ziemlich weitläufig ist. Die Akustik ist super und wir konnten vom Rang aus gut sehen. Die Plätze sind alle so angeordnet, dass einem der Kopf vom Vordermann nicht die Sicht nimmt. Sehr geschickt gemacht.

Sollte sich Herr von Hirschhausen irgendwann ein neues Programm ausdenken, würde ich gern wieder bei ihm vorbeischauen.
Bis es so weit ist, kann ich mich an dem Applaus erfreuen, den er uns zum Abschied geschenkt hat. Das war eine wirklich lustige Aktion. Eine super witzige Idee. Ich habe ihn mir vorhin per Mail bestellt. Sobald sie die Audiodatei vom gestrigen Schlussapplaus fertig haben, schicken sie mir die Datei per Mail zu. Jedem anderen, der sich einen bestellt natürlich auch.

Weil es zeitlich nicht anders ging, habe ich den Gatten gestern Abend von der Arbeit abgeholt und ihn dann nach Lübeck gekarrt. Während ich fuhr, hat er sein Abendessen, das ich ihm tagsüber gebastelt hatte, verspeist.

Es hat ein bisschen gedauert, bis mir eingefallen ist, was es kalorienfreundliches, aber dennoch sättigendes und handliches geben kann.

Ich habe mich zum einen für Hackfleischbagel entschieden …

… also im Grunde Burger ohne Brötchen und mit einem Loch in der Mitte. Das Loch hat keinen tieferen Sinn. Ich würde es beim nächsten Mal weglassen. Da drin sammelt sich beim Backen nur das ganze Eiweiß …

… welches man dann nachher mühsam aus dem Loch puhlen muss. Die Hackfleischbagel haben eine schöne Konzistenz … sind schön stabil …

… sodass sie beim Essen nicht zerbröseln.

Während die Hackfleischbagel im Backofen garten, habe ich eine Eierrolle produziert …

Die war sehr sehr lecker und ganz einfach herzustellen.

Die war sogar so lecker, dass ich mir heute zum Frühstück eine für mich ganz alleine gemacht habe …

Köstlich!

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Meine Badeschlappen sind inzwischen gekommen und dem Schwimmbadbesuch steht somit nichts mehr im Weg, außer der Schweinehund … die Panik.

Die bestellten Flip Flops riechen genauso, wie Flip Flops für mich riechen müssen, nämlich aufdringlich nach Gummi. So habe ich das jedenfalls aus meiner Kindheit in Erinnerung.

… sie passen, aber zuerst vermutete ich, dass es sich um japanische Flip Flops handelt, weil ich nur ganz kleine, Geishamässige Schritte machen konnte ;O)) …

Ein beherzter Schnitt durchs Nylonseil machte meine Vermutung aber zunichte und ich konnte entfesselt in die Küche gelangen …

… jaja, Frauen und Technik ;O))).

Erstaunt hat mich, dass es sich bei den Dingern quasi um ziemlich gesunde Schlappen handelt …

Zumindest liest es sich so.

Jetzt muss ich Yoga machen. Ich habe mir heute in der Bücherei eine DVD ausgeliehen. Die darf ich nur 14 Tage leihen. Darum muss ich sie hurtig abturnen.
Eigentlich wollte ich ein von Hirschhausen Buch leihen. Gab aber keins. Bei der Onleihe gibt es auch keins.
An sich ist die Geschichte anders herum – weil es bei der Onleihe keinen Hirschhausen gab, habe ich mich in die Stadtbücherei getragen, wo es auch keinen gab und damit ich nicht umsonst dort war, habe ich die Yoga DVD mitgenommen … OoooooooooOoooOOOOOooooHmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm … aber egal wie rum – ich muss jetzt yogan (klingt ein bisschen wie vegan)

Ode an die Wurst

… oder so ähnlich.

Aber bevor ich den Lobgesang anstimmen kann, muss gesagt und gezeigt werden, dass ich den Gatten vor dem Wursten erst einmal 4,8 Kilometer um die Blöcke getrieben habe. Wurst will verdient sein und das Wetter war einfach zu schön, um drinnen sitzen zu bleiben.
Außerdem mussten wir bei meinem Schloss …

… mal wieder nach dem Rechten sehen. Wenn man Immobilien hat, muss man sich auch darum kümmern ;O)).
Im Burggraben war einem freundlichem Ball die Luft ausgegangen …

… da ich ihn sicherlich auch bei dickerem Eis nicht hätten retten können, habe ich fröhlich zurückgegrinst, ihn seinem Schicksal überlassen

(der Burggrabenwächter wird sich schon irgendwann kümmern … man muss dem Personal einfach auch mal vertrauen)

und habe den Gatten weiter durch Unterholz getrieben.

Nach der großen Runde gab es zu Hause Tee und Apfelmuffins und dann ging es in die Küche zur Wurstwerdung.

Die Herstellung der Wurstmasse war eigentlich einfach, aber eben nur eigentlich.
Sie wäre noch einfacher gewesen, wenn ich den Fleischwolf gleich richtig zusammengebaut hätte. Da ich dazu aber zu doof war, musste ich ihn, nachdem wir angefangen hatten zu Wolfen und sich recht schnell nicht mehr wirklich viel Fleischmasse ihren Weg aus des Wolfes Scheibe wand, sondern das Ding verstopft war, weil ich das Messer falsch herum eingesetzt hatte, alles noch einmal auseinander nehmen. An sich nicht schlimm, nur ziemlich schmierig und klebrig und bis man so eine Verstopfung unter diesen Bedingungen behoben hat, dauert es. Aber nach dieser kleinen, aber sinnvollen Änderung des Versuchsaufbau quoll das Fleisch lustig schmatzend und in hübschen Würmern aus den Wolf.

Während die Probewurstmassebällchen in Pfanne brieten, widme ich mich dem Darm, der gewässert werden wollte. Ich suchte mir zuerst den Anfang … oder war es doch das Ende mit dem ich begann? Egal, ich fand auf jeden Fall, wonach ich suchte und frieckelte vom Darmstrang die Menge ab, die ich meinte zu benötigen und ein bisschen mehr, falls der Darm irgendwo ein Loch hat oder reißt oder was auch immer ihm schreckliches widerfahren kann.
Wie gut, dass ich stricke und schon das eine oder andere vertüdelte Wollknäuel entschlungen habe. Sonst wäre ich wahrscheinlich ganz grantig geworden und hätte frühzeitig alles in die Tonne getreten.
Das wäre sehr schade gewesen. Denn entgegen meiner Befürchtung ließ sich der gut gewässerte Darm später im Wasser ganz einfach auf die Tülle fädeln.

Hätte ich vorher, nach dem mühsamen Entheddern des Darmes nie gedacht und hatte, während wir unsere mittlerweile fertigen Probwurstmassefleischbällchen verkosteten, leicht keine Lust auf die Aktion und fürchtete mich ganz schrecklich davor.

Der aufgefädelte Darm wurde dann an den Fleischwolf montiert …

… und mit einem feschen Knoten versehen. Dann konnte es eigentlich losgehen mit dem Füllen.

Schon wieder ein eigentlich. Weil natürlich erst mal nur Luft kam und der Darm lustige Luftblasen bildete, was mich zu der Bemerkung: „Luft im Darm ist kacke!“ veranlasste.

Der Gatte meinte, dass ich diesen Satz, der uns viel Gelächter abnötigte, als Überschrift des Postes nutzen soll. Ich wusste aber nicht wie ich mit diesem Satz meine Erzählung beginnen soll. Außerdem habe ich reißerische Überschriften gar nicht nötig :O))))

Nachdem ich mit Lachen fertig war, habe ich den Knoten im Darm operativ (ein Schnipp mit der Küchenschere) entfernt, die Luft entweichen lassen (wenn das mal immer so einfach wäre), gewartet bis Masse kam und dann den Darm via neuem Knoten verschlossen.

Danach flutschte es, …

… wenn wir nicht gerade Pause für dokumentarische Fotos machten .

Nach fünf Würsten …

… war der erste aufgezogene Darm alle und ein Fototermin mit den Erstgeborenen möglich.

Der Gatte war total stolz auf mich, weil ich für die Wurstführung zuständig war und seiner Meinung nach diesen Job ganz großartig gemacht habe, aber ohne ihn, der unter Anweisung gekurbelt und Masse in den hungrigen Wolf gestopft hat, wäre das nicht möglich gewesen. Hat er nämlich sehr gut gemacht hat aufs Wort gehört und Spaß hatte er auch, wie man am Grinsen sieht …

Am Ende hatte wir 12 Salsiccia und eine Bulette, die sich aus dem Rest aus den Windungen der Fleischwolfspirale und der Wursttülle zusammensetzte.
Weil sie einfach so hübsch sind, gibt es noch ein Foto der 12 ohne die fiese Bulette …

Zum Abendessen gab es diese …

… nebst selbstgewerkeltem Krautsalat und einer Handvoll Pommes, die sich noch im Tiefkühler rumtriebt.
Die restlichen Würste habe ich eingefroren.

Es gibt natürlich nicht nur Positives zu berichten … also kein Erfolg beim ersten Mal auf der ganzen Linie.
Ich muss eindeutig noch am Verschließen der Würste arbeiten. Die eine oder andere Wurst hat sich beim Braten geöffnet …

Deutlich bei der oberen Wurst zu sehen. Nicht schlimm, aber verbesserungswürdig.
Bei der oberen Wurst war es sogar sehr lustig zuzusehen, wie sie sich öffnet, weil sie während sie das tat, munter durch die Pfanne gerollt ist. Nachdem sie ihre Wurstzippel entrollt hatte, hat sie Ruhe gegeben.

Im Anschnitt sehen die Würste so aus …

Sie sind total saftig und sehr, sehr lecker.

Das Wursten wird bestimmt wiederholt. Beim nächsten Mal werden es mit Sicherheit Geflügelwürste. Ich musste feststellen, dass ich auch bei selbstgemachten Würsten das Schweineproblem habe. Nach einer Wurst ist Schluss. Jeder weitere Bissen würde zu Übelkeit führen.
Gut gestern habe eineinhalb gegessen, aber sie waren auch nicht so schrecklich groß. Roh wiegen alle zwischen 67g und 80g.

Das wirklich tolle an selbstgemachten Würsten ist, dass man weiß, was drin ist und nicht auf irgendwelchen komischen Knorpel oder was auch immer, das man nicht näher untersuchen will und nicht wirklich wissen möchte, was es ist, trifft.

Was wirklich großartig war, bzw. ist, weil wir natürlich noch welchen haben, ist der Schweinedarm. Er ist nicht einmal gerissen, hatte keine Löcher, war total sauber und so weit ich jetzt vorgedrungen bin, ein Stück und er ist angenehm im Biss. Fällt nicht unangenehm auf beim Kauen.
Werde ich wieder kaufen. Hat sich die stundenlange Suche und die Mühsal der Entscheidungsfindung („Schatz, was machst du eigentlich den ganzen Tag auf dem Sofa?“ „Ich suche nach Schweinedärmen und kann mich für keinen Entscheiden.“) gelohnt.

Hoch und lang lebe der Fleischwolf und der Schweinedarm!

Ich habe ein neues Auto!

! Achtung! Es folgt Werbung, weil man bestimmt irgendwo etwas hinweisendes erkennen kann !

Es ist grün.
Es ist fabrikneu.
Es ist umweltfreundlich. Nahezu frei von Emissionen.
Es ist leise.
Ein Zweitakter.
Mit Anhängerkupplung.
Mit Klimaanlage.
Ein Raumwunder mit kleinem Wendekreis.
Ein Porsche.





Ääääähmmmmm…das ist der falsche… das ist mein Porsche:

… ein Hackenporsche …

Da ich hier eigentlich alles zu Fuß erledige, ist das eine wirklich sinnvolle Anschaffung. Endlich hat das Schleppen ein Ende. Ich hoffe Schultern, Hüfte und Knie danken es mir.
Ich könnte natürlich jeder Zeit das Auto nehmen und damit einkaufen fahren, aber ganz ehrlich – ich finde es albern für eine Strecke, die mit dem Auto vielleicht fünf Minuten dauert, das Auto zu nehmen.
In den etwas freundlicheren Jahreszeiten nehme ich das Fahrrad und meine Mary-Poppins-Fahrradtaschen, in die so unglaublich viel reinpasst und bin damit sehr glücklich und brauche das Auto nicht.
Im Winter war es bisher immer blöd und ein ziemliche Schlepperei. Aber das ist jetzt vorbei.

Gestern war ich mit Dieter das erste Mal shoppen.

Das war sehr cool und sehr entspannend. Einfach das Gewünschte (und noch ein bisschen mehr) in den Einkaufswagen einwerfen. Dieter karrt das schon nach Hause. Und das auch noch ganz leicht und leise.
Dank der Anhängerkupplung, die natürlich nicht so heißt, sondern sich HängFix nennt, muss ich mir auch nicht überlegen, wo ich Dieter während des Einkaufs lasse. Dieter hängt sich einfach an den Einkaufswagen. Wirklich praktisch. Allein dafür könnte ich ihn knutschen.

Dieter fässt 60L und man könnte sich seine Tasche auch auf den Rücken hängen, weil sie auch als ein Rucksack zu verwenden ist.
Dieter hat ein 15L Thermofach. Echt schnuckelig für Tiefkühleinkäufe.

Bevor wir einkaufen gefahren sind, hat Dieter ohne Probleme sein wirklich großes Reisekleid …

… inklusives des üppigen Füllmaterial freudig …

… beim Altpapiercontainer abgeliefert.

Ja, er hat ein bisschen Maulsperre gehabt, aber ich mit meinen kurzen Armen viel mehr mit dem Riesenkarton zu kämpfen gehabt.

Ich bin ein bisschen traurig, dass ich heute nichts einkaufen muss, sondern nur in den Buchladen meiner Wahl muss, um das gestern gekaufte E-Book, dass sich nicht herunterladen lässt, zu reklamieren. Dieter dafür aus seiner Ecke zu holen, wäre ein wenig überdimensioniert.

Und falls sich jetzt jemand fragt, warum der Shopper Dieter heißt: Ich hatte mal einen Freund, der Dieter hieß. Dieter war immer freundlich, hilfsbereit und tat alles, worum man ihn bat und manchmal auch noch ein bisschen mehr, was zugegebenermaßen manchmal auch etwas lästig war. Aber alles in allem war Dieter praktisch…nützlich…nett…liebenswert…
Meine Schwester hatte auch einen Dieter, der ähnlich gestrickt war. Schon damals waren wir der Meinung, dass jeder einen Dieter haben sollte und da wir der Meinung sind, dass jeder einen solchen Shopper haben sollte, lag es nahe meinen Dieter zu nennen.

Ein schönes neues Jahr!

Mit ganz viel Glück und möglichst blauen Himmel.

Wir sind ganz still und ruhig ins neue Jahr gekommen. Mir ist der Jahreswechsel nicht wichtig. Bis auf die letzten beiden Stellen bei der Jahreszahl des Datum ändert sich doch sowieso nichts.
Immerhin hatte ich nicht mit der großen Müdigkeit zu kämpfen, die mich sonst immer Silvester überfällt, weil ich wach bleiben muss. Um zwölf haben wir mit Wasser und Spezi angestoßen und haben geguckt in welche Richtung der Blick aus unseren Fenstern die beste Sicht auf das kleinstädtische Feuerwerk brachte.
Das Küchenfenster war die beste Wahl. Blickrichtung Stadtmitte mit Rathausplatz und Fußgängerzone.

Das Feuerwerk war dieses Jahr wirklich hübsch! Diese komischen Feuerwerksboxen waren toll befüllt und brachten ganz viel schönen Glitzer an den Himmel. Ein paar großartige Raketen waren auch dabei.

Ich bedanke mich an dieser Stelle ganz herzlich bei meinen Mitmenschen für dieses wunderbare Silversterfeuerwerk, das sie mir geschenkt haben.
Danke! Es war schön.

Nachdem wir das Kind am 27. 12. in den Zug Richtung Berlin gesetzt hatten, habe ich mich hingesetzt und angefangen die von ihm für die neue Wohnung gewünschten Topflappen zu stricken.

Den jeweils ersten eines Paares habe ich im alten Jahr noch fertig bekommen …

Ein paar Double face gestrickte Kreise für den ersten des ersten Paares. Der zweite Topflappen dieser „Serie“ bekommt Karos … gegen die Langeweile.

Dann habe ich mir noch eine „Rose“ erdacht …

(UuuuH! wenn einer die Zettelwirtschaft – die Strickanleitung sehen würde … aber immerhin stimmte das Erdachte und das ist schon mal toll und funktioniert sonst eher selten)

Die wurde vom Kind abgenommen, sodass ich mich nach den Karos an den zweiten Rosentopflappen machen werde.

Unserer Küche werde ich in anderen Farben auch noch ein Paar „Rosen“-Topflappen zuteil werden lassen. Gefällt mir richtig gut.

Jetzt muss ich sausen. Der Gatte ist im Bad fertig und somit ruft der Tag. Der letzte Urlaubstag des Gatten. Ich hab ja Dauerurlaub …