Es lief sich …

… heute Morgen sehr, sehr schwer.

Keine Ahnung warum … (vielleicht zu tiefes Geläuf nach den Regenfällen der letzten beiden Tage – Altdeutsch Matsch genannt).

Aber egal! Das Wichtigste ist, dass ich den 🐷🐶 besiegt habe. Der war heute ganz übel drauf …

Jetzt Frühstück mit zwei angebissenen Dreiecken …

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Die Sache mit dem Schlafen

Früher habe ich, wenn ich kein Kopfkino gemacht habe und nicht so tief in der Depression gesteckt habe, geschlafen wie ein Stein. Man hätte mich wegtragen, aus dem Fenster schmeißen oder auf die belebte Straße legen können, ich hätte es nicht gemerkt oder wenn doch einfach darüber hinweg geschlafen.

Dann kam das Kind und der Schlaf wurde sehr viel flacher und weniger … sehr viel weniger in den ersten Jahren – irgendwas war/ist ja immer nachts.

Dann kamen die Wechseljahre und mit ihnen das nicht Schlafen können. Damit es nachts nicht so langweilig und einseitig ist, gesellte sich zuerst die Hüftarthrose und seit neustem die Schulter dazu. Hüfte und Schulter schaffen einen sauberen Ausgleich – Hüfte links, Schulter rechts. Nicht dass ich vielleicht eine Seite hätte, die sich gemütlich liegt … wie ich es hasse. Im Allgemeinen habe ich aufgehört die Stunden zu zählen, die ich geschlafen habe. Obwohl mir das bei meiner Fähigkeit nur bis drei zählen zu können, gerade noch gelingen würde. Aber wozu zählen? Mehr wird es davon auch nicht.

Was ich eigentlich erzählen wollte:

In der Nacht von Montag auf Dienstag schlief es mich sehr schlecht. Es war vorher klar, dass das passieren würde. Wenn ich kurz nach vier aufstehen muss, damit ich meinen Zug bekomme, schlafe ich vorauseilend schlecht bis ziemlich gar nicht, weil ich ja verschlafen könnte. Und weil ich verschlafen könnte, kann ich nicht einschlafen und wer nicht einschläft, kann nicht schlafen. Hat eine gewisse Logik. Am Montagabend war ich um halb zwölf aber ausnahmsweise eingeschlafen. Leider nicht sehr lange, weil mich das süße Schnarchen, des an mich gekuschelten Gatten, direkt in mein Ohr, weckte. Auch nachdem ich den Gatten von meinem Ohr abgewendet hatte, konnte ich natürlich nicht wieder einschlafen. Erstens aus Prinzip und zweitens weil der Gatte weiter schnarchte und ich das Ohropax nicht benutzen wollte, weil ich dann um kurz nach vier den Wecker nicht hören würde, falls ich doch noch einmal einschlafen sollte. Um kurz nach eins nahm ich mein Kissen und meine Decke und zog in mein Zimmer. So wirklich Schlaf fand ich da aber auch nicht. Ja, ich habe gründlich gesucht. Das letzte Mal schaute ich um fünf vor vier auf die Uhr. Wenig später holte mich der Wecker dann aus dem gerade begonnenen Schlaf.

Die Zugfahrt hatte auch nicht wirklich viel Schlaf zu bieten, sodass ich den Dienstag ziemlich müde verbrachte. Abends beim allabendlichen Telefonat mit dem Gatten um kurz nach zehn habe ich mich ganz schnell verabschiedet und bin gegen halb elf ins Koma gefallen. Das hielt bis kurz nach vier. Ich war, als ich erwachte und realisierte wie viele Stunden ich am Stück geschlafen hatte, ganz verwirrt. Die Uhr musste kaputt sein. Ich habe keine Erinnerung daran, wann ich das letzte Mal so viele Stunden am Stück geschlafen habe. Das wieder Einschlafen war nach dieser Erkenntnis recht schwierig, aber mit größerer Pause war noch eine kleine Runde drin bis halb sieben.

Nach so einer großen Portion Schlaf war ich gestern natürlich ganz dynamisch. Zuerst trank ich ganz gemütlich Kaffee, schrieb Mails, telefonierte, machte unteranderem einen Zahnarzt Termin, kramte schon mal die CDs raus, die ich bei Rebuy verkaufen wollte und stellte sie mitten auf den Tisch, damit ich nicht drumrum kam und ging dann laufen. Dabei und während ich duschte und im Anschluss beim Wäscheaufhängen, plante ich im Groben meinen Umzug und Weihnachten. Ging dann mit dem Kind einkaufen, buk, nachdem wir wieder zu Hause angekommen waren, Brownies. Danach verzog ich mich in mein Zimmer und arbeitete mich durch die CDs … die Guten, die die sie haben wollen, nach rechts, die anderen nach links. So schafft man relativ schnell etwas weg. Noch ein paar Bücher hinterher geschoben und dann sah es so aus:

Der Gegenstapel sah so aus:

Das fertige Paket hatte eine interessante Größe …

… und solch ein Gewicht, dass ich das Kind bat es wegzutragen – hat er vorhin auch schon erledigt … braves Kind … ich habe die Kiste aber auch unübersehbar genau neben seinem Schreibtisch positioniert … hab ich sogar zweimal machen müssen, beim ersten Mal hat er sie zurückgeschleppt 🙃

Jedenfalls und überhaupt, um wieder aufs Schlafen zu kommen, hat mich der gestrige Tag zwar ziemlich zufrieden gemacht, aber auch so beschäftigt, dass ich heute Nacht von kurz nach elf bis um halb vier wieder nur sehr lückenhaft und danach gar nicht mehr geschlafen habe. Dafür habe ich meine Klamotten bestimmt fünfmal gedanklich entrümpelt und bin genauso oft umgezogen.

Vielleicht sollte ich es einfach ganz pragmatisch sehen – wenn ich so weitermache, habe ich alles entsorgt, brauche kein Auto zu mieten und mache meine Umzug mit einer großen Tasche unter dem Arm und der Bahn und schlafen kann ich irgendwann, wenn es sich mal ergibt.

Auch wenn die Chefin weg ist, mache ich mich jetzt doch mal an die Arbeit, für die ich bezahlt werde.

Ich koche …

… die Zeit bis die Brühe durchs Sieb gelaufen ist, muss man sinnvoll nutzen …

…hoffentlich schafft sie es rechtzeitig, bis der Gatte von der Arbeit kommt …

… und vor morgen 05:53 Uhr, da muss ich den Zug erwischen … ich würde sooooo gern hierbleiben …

Ich könnte heute ein paar gedrückte Daumen gebrauchen!

Warum?

Damit der Sturm keinen Baum auf die Gleise kippt und mich heute Mittag (13:23 Uhr) der ICE von Berlin nach Hamburg bringt. Möglichst auch ohne Umwege.
Ich wurde erst das letzte Mal wegen eines Notarzteinsatzes am Gleis in Höhe Büchen, was nichts anderes bedeutet als schon wieder mal ein Selbstmörder, der einem Lokführer das Leben schwer macht, in Wittenberge gestoppt, gewendet und nach Stendal zurückexpediert, um von dort über Uelzen, dort hielten wir ein weiteres Mal, weil der Lokführer getauscht werden musste, weil seine erlaubte Fahrzeit ausgeschöpft war, nach Hamburg umgeleitet. Das brachte mir etwas über zwei Stunden Verspätung und ein Bahnwasser, ab 60 Minuten Verspätung gibt es kostenlos ein Wasser von der Bahn, ein. Und die heftigsten Hüftschmerzen, die ich seit langer Zeit hatte. Ich habe in der Nacht so gut wie kein Auge zugemacht, weil ich vor Schmerzen nicht wusste, wie ich liegen soll. Würde ich Ibuprufen vertragen, hätte ich sicherlich die ganze Packung leergefressen in der Hoffnung, dass es die Schmerzen lindert. Muss ich nicht so schnell wiederhaben.

Also bitte heute einmal Daumen drücken oder an den Gleisen stehen und die Bäume festhalten. Danke schön!

Der Tagesplan sah vor …

… genau jetzt mit den Gehstäbchen um die Blöcke zu stöckeln, aber ein Blick auf die WetterApp ließ mich innehalten …

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… da ist … da kommt ein ziemlich großes Regengebiet auf uns zu. Mir ist heute nicht nach nass werden. Gehe ich eben nach dem Regen um die Blöcke stöckeln. Zwischen 12:00 und 14:00 Uhr soll Regenpause sein. Plaudere ich stattdessen ein wenig aus dem Nähkästchen …

Gestern konnte ich zum zweiten Mal meine neue Gleitsichtbrille abholen. Der erste Versuch lief leider nicht so gut. Ich konnte nichts sehen durch das Ding. In der Ferne nichts sehen und es gelang mir auch nicht mit ganz viel Geduld und Spucke irgendwo im Glas einen Punkt zu finden, durch den ich schauen könnte, um in der Entfernung Menschen zu erkennen, Straßenschilder zu lesen oder zu sehen welche Blumen die Menschen auf ihren Balkonen haben. Es war alles nur ein großer Schwurbel. Das hatte auch nichts mit dran gewöhnen zu tun. Das ging gar nicht.
Also habe ich die Brille zurückgetragen und der gute Mann, dem ich mein Leid klagte, hat sich viel Zeit genommen, die Brille ausführlich bekuckt und vermessen und hat dann das ganze Sehtestprozedere und Brille einrichten noch einmal mit mir gemacht. Was der Fehler war oder wo er genau lag, konnte er nicht sagen. Ist aber im Grunde auch egal. Er hat zumindest nicht lange diskutiert und versucht mir zu erklären, dass ich mich erst an die Brille gewöhnen müsste. Musste ich bei ihrer Vorgängerin schließlich auch nicht so wirklich. Die habe ich aufgesetzt und konnte etwas sehen. An die Feinheiten, sie konnte ziemlich lange mehr sehen als ich, davon bin ich überzeugt, musste ich mich natürlich erst gewöhne, aber fürs große Ganze hat es von Anfang an gereicht.
Und genauso ist es im zweiten Anlauf mit der Neuen. Aufgesetzt und siehe da – ich kann sehen.
Ja, die Feinheiten fehlen noch … Staub saugen und Fegen sind wieder eine große Herausforderung und noch sieht die Brille bei solchen Tätigkeiten eindeutig mehr als ich, aber im Großen und Ganzen ist sie sehr fein. Was ich echt irre finde, ist das ich beim Brille putzen deutlich spüren kann, dass die Gläser dünner sind als die der alten Brille. Hat sich das viele Geld, dass ich dafür gezahlt habe, wenigstens gelohnt. Vielleicht sieht man es auch von außen, dass die Gläser dünner sind, weil meine Augen nicht so sehr vergrößert werden, aber das kann ich nicht beurteilen. Ich stehe zwar oft neben mir, aber selten vor mir …

Ich habe mich wieder für eine Nerdbrille entschieden …

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… die passt ganz gut in mein Gesicht und auf meinen schmalen Nasenrücken. Außerdem habe ich ganz viel Glas … Kunststoffglas zum Durchkucken.

Vielleicht versuche ich es beim nächsten Mal mit einer Taucherbrille. Noch mehr Glas … Kunststoffglas zum bequemen Durchschauen. Billiger wird es auch, weil ich nur ein Glas brauche …

 

Eigentlich sollte ich Übung haben, …

… schließlich ist es nun schon das dritte Mal, dass ich mein Leben komplett in der einen Stadt deinstalliere, um es in einer anderen Stadt wieder zu installieren.
Ich fühle mich aber überhaupt nicht geübt. Umziehen ist zwar immer doof, aber über so eine weite Strecke umziehen und komplett neu anzufangen ist ungleich doofer.

Als ich das erste Mal von einer Stadt in die andere zog, war ich Anfang zwanzig und hatte eigentlich nur vor für ein Jahr des Jobs wegen nach Hamburg zu gehen. Aus diesem einen Jahr wurden am Ende zehn. Aus diversen möbliert gemieteten Wohnung in den ersten eineinhalb Jahren wurde meine heißgeliebte Dachgeschosswohnung … mein Nest, das ich nur sehr ungern verlassen habe.
Damals ließ ich in Berlin außer einer halbherzigen Beziehung, die nur das erste Jahr mehr oder weniger überdauerte, meine Schwester, zu der ich zu der Zeit kein allzu gutes Verhältnis hatte und meine Eltern, die ich mit Entzücken hinter mir ließ und meine Wohnung, die ich nach eineinhalb Jahren mit Begeisterung auflöste, zurück. Natürlich auch ein paar befreundete Bekannte, aber da stellt man recht schnell fest, dass man sobald man außer Sicht ist, kannst schnell vergessen ist. Einen Koffer ließ ich nicht in Berlin.

Der Start in Hamburg war damals schwierig für mich. Mit prolligen Berlinern bin ich groß geworden. Die kannte ich, die war ich gewohnt. An die im ersten Moment unterkühlt wirkenden Hamburger und ihre zuweilen leicht versnobten Ansichten musste ich mich erst einmal gewöhnen. Aber ich habe sie schnell lieben gelernt und mein Herz eindeutig an Hamburg und Umgebung verloren. Wenn ich nach Hamburg komme, habe ich jedes Mal das Gefühl nach Hause zu kommen.

Als ich dann schwanger wurde, dachte es in mir, dass es sicher sinnvoll wäre, wenn das Kind wenigstens im Ansatz so etwas wie Familie … Großeltern und eine Tante in der Nähe hätte. Damals war mir nicht klar wie sehr ich irre …
Der Vater des Kindes zog Berlin ebenfalls als Familienwohnsitz … muhaha, der nächste Irrtum … den Möglichkeiten Hamburg, Bremen oder Kiel vor. Also ging es wieder zurück nach Berlin. Es fiel mir sehr, sehr schwer Hamburg, meine Wohnung und die Menschen, die ich in dieser Stadt kennengelernt und sehr lieb gewonnen hatte, zurückzulassen. Ich ging mit mehr als einem weinenden Augen, aber ich hatte einen Koffer in Hamburg gelassen …

Die Jahre hier in Berlin waren schwierig. Ich habe mich durch vieles hindurch kämpfen müssen. War, obwohl offiziell nicht allein erziehend, immer auf mich allein gestellt. Den Vater meines Kindes, mit dem ich bis heute zur Aufzucht des gemeinsamen Jungen in einer Wohngemeinschaft lebe, hatte ich als zusätzlichen Ballast an der Backe kleben. Nein, ich will mich nicht beschweren. Kann ich auch gar nicht. Ich habe dieses Leben frei gewählt. Weil ich dachte, es wäre gut für mein Kind. Ich wollte nie allein erziehend sein, aber irgendwie … nein, ich will es nicht in Frage stellen. Dann müsste ich mich innerlich auffressen, weil ich nicht früher ausgestiegen bin. Es ist, wie es ist und das Kind ist ziemlich klasse. Ich zumindest bin sehr stolz auf ihn und zufrieden mit ihm.

Zu der häuslichen Misere kam hinzu, dass Berlin nicht meine Stadt ist. Ja, ich bin hier geboren und groß geworden, aber da war um Berlin noch die Mauer drumrum. Wenn man raus wollte, musste man erstmal Grenzen überwinden. In meiner Abwesenheit haben sie die Mauer platt gemacht und Deutschland im Ansatz wiedervereinigt. Berlin wurde Hauptstadt und meint nun der Nabel der Welt … Weltstadt zu sein. Ääähmmm…ja… eine sehr provinzielle Weltstadt, die den Charme, den sie früher einmal hatte, mehr und mehr verliert, weil der typische Berliner langsam ausstirbt. Zurückbleibt eine ach so hippe, multikulturelle, versiffte Stadt, von der ich mehr und mehr den Eindruck habe, dass sich hier der allerletzte Abschaum sammelt.

Einerseits bin ich froh, dass ich diese Stadt Ende des Jahres verlassen kann. Andererseits fällt es mir sehr schwer, weil ich mein Kind zurücklasse.
Ja, es ist groß. Der weitere Weg ist geebnet … Studienplatz gefunden, Studiengebühren bezahlt, er kann wohnen bleiben, wo er wohnt … alles fein. Jetzt muss ihn nur noch gehen. Das wird er tun. Da bin ich mir sicher. Es ist auch Zeit sich zu trennen. Trotzdem würde es mir leichter fallen und ich hätte nicht so ein beklopptes und völlig unnötiges schlechtes Gewissen, weil ich ihn verlasse, wenn er gehen würde … das Nest verlassen würde. Aber ich krieg das gefühlsmäßig irgendwie hin. Schließlich bin ich es gewohnt, dass mein Leben nicht so ist wie andere Leben.
Desweiteren ich lasse meine große Schwester zurück, zu der ich in den letzten Jahren ein wirklich gutes Verhältnis entwickelt habe. Als sie mich 2009 gefragt hat, ob ich für sie arbeiten will, habe ich zwar ja gesagt, hätte aber nie vermutet, dass wir es so lange miteinander aushalten. Und dann auch noch so gut. Früher war ich immer nur die blöde kleine Schwester, die unendlich nervt. Ich werde sie, meinen Job und selbst die leicht verschrobenen Stammpatienten vermissen.
Dann lasse ich meine Mutter zurück. Die brave, gut dressierte Tochter plagt natürlich das schlechte Gewissen. Was ich damit mache und wie es mit ihr weitergeht … wie lange sie noch alleine in ihrer Wohnung leben kann … weiß ich nicht und letztendlich habe ich auch keinen Einfluss darauf. Ich kann nur aus der Ferne ein Auge draufhalten, dafür sorgen, dass sie das Kind nicht so sehr belastet und zur Stelle sein, wenn es anfängt zu brennen.

Ich lasse emotional viel zurück, aber ich freue mich auf den Start in ein neues Stück Leben. Auf ein Zuhause. Auf Zeit mit dem Gatten, die nicht abgezählt ist, auf Alltag mit dem Gatten. Auch wenn für mich alles sehr ungewiss ist, ich keine Ahnung habe, wo mich die Jobsuche hinführt und ob überhaupt … mit dann knapp 54 ist man nicht unbedingt die ganz heiße Ware auf dem Arbeitsmarkt … ich freue mich. Dauert aber noch … Vorfreude und so …

Warum ich all das geschrieben habe?

  • weil ich gerne lange, langweilige Geschichten schreibe
  • weil es mich umtreibt und ich nachts vor lauter denken, egal ob im positiven oder im negativen Sinn, nicht schlafen kann
  • weil ich vor lauter Anspannung auf den Zähnen herumbeiße … sodass ich schon Zahnschmerzen habe
  • weil es raus musste
  • weil ich mal wieder bloggen wollte
  • weil … weil … weil …