Piff! Ich bin enttäuscht!!!

Ich habe keinen Muskelkater und zu allem Überfluss auch noch 150 g zugenommen.

Das finde ich fies und gemein.

Ja, ich habe mich gestern durch den gekauften Süßkram gefressen, aber im Rahmen (insgesamt waren das 250 Kalorien). Das hätte das Schwimmen und das zügige zum Schwimmen und wieder nach Hause gehen locker kompensieren müssen.

Wahrscheinlich ist das alles Muskelmasse, die ich spontan aufgebaut habe. ;O)))

Sagte ich schon, dass ich enttäuscht bin?

Ohne Muskelkater fühle ich mich um den Lohn meiner Aktivität gebracht.

Ich bin dann mal schmollen und werde aus Protest dem Klo beim Putzen eins auswischen.

Schwimmen, schwamm, geschwommen …

… und zwar 40 Bahnen a 25 m. Macht nach Adam Riese 1000 m.

Fünfzig Minuten bin ich dafür hin und her geschwommen. Eigentlich sollte es beim ersten Mal nicht so viel werden, aber ich wusste und konnte es vor Ort (ja, ich hätte einen der Bademeister fragen können, aber dafür hätte ich aus dem Wasser klettern müssen und das hätte meinen Flow unterbrochen) nicht herausfinden, wie lang das dortige Sportbecken ist. Eigentlich müssen es 25 m, weil die Schwimmvereine dort auch offizielle Wettkämpfe schwimmen, aber es sah so kurz aus. Und damit ich am Ende auch wirklich genug geschwommen bin, ich hatte 750 m angestrebt, habe ich noch ein paar Bahnen drauf gepackt. Außerdem ging es mir beim Bahnen zählen wie beim Maschen zählen beim Stricken. Ich wusste nie genau, wie viele Bahnen ich wirklich schon geschwommen bin. Beim Stricken kann ich immer neu anfangen zu zählen, ist zwar lästig, aber möglich. Beim Schwimmen leider nicht. Also bin ich wahrscheinlich sogar noch mehr geschwommen, weil ich, wenn ich nicht so recht wusste, wo ich war, großzügig bei der Bahn weitergezählt habe, an die ich mich bewusst erinnern konnte … äh … ja.

Gleich bei den ersten beiden Bahnen drohte ich unterzugehen, weil ich falsch geatmet habe. Dadurch bekam ich kaum noch Luft und mein Herzschlag wummerte nur so durch meinen Körper. Sehr unangenehm und überhaupt nicht nötig. Nachdem ich mir einen Vogel gezeigt und mich freundlich daran erinnert habe, dass ich eigentlich wissen müsste, wie es geht, schließlich bin ich früher in der Schulmannschaft Wettkämpfe geschwommen, habe ich irgendwann meinen Rhythmus gefunden. Sehr erholsam …

Unter der Dusche überkam mich dann das Gefühl, dass ich morgen die Arme nicht mehr heben kann und wahrscheinlich den Hintern und die daran hängenden Beine nicht aus dem Bett bekomme. Wir werden sehen …

Außerdem werde ich bis ans Lebensende nach Chlor riechen. Trotz ausgiebiger warmer Dusche. Es scheint in alle Poren gesickert zu sein und da auch nicht wieder rauskommen zu wollen. Wir werden sehen es riechen

Herr Schweinehund und Frau Panik waren nicht mit, sondern sind müde und beleidigt, weil ich mich nicht von ihrem Spielchen (Durchfall, Übelkeit, Schwindel) nicht abhalten ließ, zu Hause geblieben. Gut so.

Das Schwimmbad hat mir gut gefallen. Sehr sauber, angenehm warm und nicht voll. Die Musik war nicht meine, aber gerade fällt mir auf, dass ich sie irgendwann gar nicht mehr gehört habe.

Trotz der Feststellung, dass mein Nagellack anscheinend nicht wasserfest ist …

… (könnte auch daran liegen, das er schon eine Woche auf den Nägeln ist …)

… könnte es gut sein, dass ich nun öfter schwimmen gehe. Auf jeden Fall werde ich am nächsten Mittwoch mit dem Gatten schwimmen gehen. Da hat er nämlich frei und will auch mal das Schwimmbad ankucken.

Auf dem Heimweg habe ich noch beim Discounter Halt gemacht und lauter total gesunden Kram gekauft …

… eigentlich ging es nur um die Nutella. Die war im Angebot. Alles andere, bis aufs Pumpernickel, auch. Da kann man nicht nein sagen.

Bis auf Nutella und Marmelade habe ich auch schon alles angefressen. Nach 1000 m Schwimmen darf man das, auch wenn man auf Diät ist … darf man auch ohne 1000 m Schwimmen, muss man halt länger weniger essen bis man am Ziel ist.

So … und wenn ihr jetzt nichts mehr von mir lest, bekomme ich die Arme wegen Muskelkater nicht mehr auf die Tastatur … oder ich bin beim Putzen fürs Wochenende in den Putzeimer gefallen und ertrunken.

… labberlabberbla … ja, hier gibt es Werbung zu entdecken … freiwillig … selbst bezahlt …

Lübeck bei Nacht …

… gab es gestern Abend als kostenlose Beigabe zu Eckhart von Hirschhausens „Medizinischen Kabarett“ im Lübecker MuK.

Es war ein ganz wunderbarer Abend. Sehr unterhaltsam, sehr lustig, sehr tiefgründig, sehr berührend und es gab viele Gedanken zum Mitnehmen, um zu Hause in Ruhe darüber nachzudenken.

Die Lübecker Musik- und Kunsthalle ist sehr fein. Schluckt 1500 Zuschauer (es war ausverkauft), die einen aber nicht wirklich bedrängen, weil es doch ziemlich weitläufig ist. Die Akustik ist super und wir konnten vom Rang aus gut sehen. Die Plätze sind alle so angeordnet, dass einem der Kopf vom Vordermann nicht die Sicht nimmt. Sehr geschickt gemacht.

Sollte sich Herr von Hirschhausen irgendwann ein neues Programm ausdenken, würde ich gern wieder bei ihm vorbeischauen.
Bis es so weit ist, kann ich mich an dem Applaus erfreuen, den er uns zum Abschied geschenkt hat. Das war eine wirklich lustige Aktion. Eine super witzige Idee. Ich habe ihn mir vorhin per Mail bestellt. Sobald sie die Audiodatei vom gestrigen Schlussapplaus fertig haben, schicken sie mir die Datei per Mail zu. Jedem anderen, der sich einen bestellt natürlich auch.

Weil es zeitlich nicht anders ging, habe ich den Gatten gestern Abend von der Arbeit abgeholt und ihn dann nach Lübeck gekarrt. Während ich fuhr, hat er sein Abendessen, das ich ihm tagsüber gebastelt hatte, verspeist.

Es hat ein bisschen gedauert, bis mir eingefallen ist, was es kalorienfreundliches, aber dennoch sättigendes und handliches geben kann.

Ich habe mich zum einen für Hackfleischbagel entschieden …

… also im Grunde Burger ohne Brötchen und mit einem Loch in der Mitte. Das Loch hat keinen tieferen Sinn. Ich würde es beim nächsten Mal weglassen. Da drin sammelt sich beim Backen nur das ganze Eiweiß …

… welches man dann nachher mühsam aus dem Loch puhlen muss. Die Hackfleischbagel haben eine schöne Konzistenz … sind schön stabil …

… sodass sie beim Essen nicht zerbröseln.

Während die Hackfleischbagel im Backofen garten, habe ich eine Eierrolle produziert …

Die war sehr sehr lecker und ganz einfach herzustellen.

Die war sogar so lecker, dass ich mir heute zum Frühstück eine für mich ganz alleine gemacht habe …

Köstlich!

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Meine Badeschlappen sind inzwischen gekommen und dem Schwimmbadbesuch steht somit nichts mehr im Weg, außer der Schweinehund … die Panik.

Die bestellten Flip Flops riechen genauso, wie Flip Flops für mich riechen müssen, nämlich aufdringlich nach Gummi. So habe ich das jedenfalls aus meiner Kindheit in Erinnerung.

… sie passen, aber zuerst vermutete ich, dass es sich um japanische Flip Flops handelt, weil ich nur ganz kleine, Geishamässige Schritte machen konnte ;O)) …

Ein beherzter Schnitt durchs Nylonseil machte meine Vermutung aber zunichte und ich konnte entfesselt in die Küche gelangen …

… jaja, Frauen und Technik ;O))).

Erstaunt hat mich, dass es sich bei den Dingern quasi um ziemlich gesunde Schlappen handelt …

Zumindest liest es sich so.

Jetzt muss ich Yoga machen. Ich habe mir heute in der Bücherei eine DVD ausgeliehen. Die darf ich nur 14 Tage leihen. Darum muss ich sie hurtig abturnen.
Eigentlich wollte ich ein von Hirschhausen Buch leihen. Gab aber keins. Bei der Onleihe gibt es auch keins.
An sich ist die Geschichte anders herum – weil es bei der Onleihe keinen Hirschhausen gab, habe ich mich in die Stadtbücherei getragen, wo es auch keinen gab und damit ich nicht umsonst dort war, habe ich die Yoga DVD mitgenommen … OoooooooooOoooOOOOOooooHmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm … aber egal wie rum – ich muss jetzt yogan (klingt ein bisschen wie vegan)

Die erste Woche FdH …

… ist rum und war ausnehmend erfolgreich.

1,7 Kilo weniger zeigte die Waage heute Morgen. Das ist sehr sehr fein und viel mehr als angestrebt.
Ich habe nicht gehungert. Doch, ja, natürlich hatte ich zwischendurch Hunger … Appetit … das Gefühl alles, was mir in den Weg kommt, auch wenn ich es selbst aufgestöbert habe, aufzufressen zu müssen, aber ich habe ihm nicht nachgegeben.
Stimmt auch nicht. Manchmal habe ich doch nachgegeben und den Wegkreuzer in mich hineingeschoben. Das dann aber ganz bewusst. Im Gegensatz zu sonst. Und ich habe immer alles aufgeschrieben. Das hilft mir wirklich sehr und lässt mich das eine oder andere nicht essen, weil ich dann darüber nachdenke und feststelle, dass ich eigentlich keinen Hunger, sondern nur gerade nichts Besseres zu tun habe.

Das Diätrezept ist ganz einfach: Alles essen, bloß weniger.

Nur bei zwei Sachen bin ich etwas genauer.
Ich lasse weitestgehend Zucker weg, bzw. ersetze ihn durch Honig, Ahornsirup oder andere für den Körper wertigere Süßungsmittel. Kein Süßstoff. Egal wie er heißt. Macht bei mir Blähungen, nur noch mehr Lust auf Süßes und die meisten schmecken auch nicht.
Den Konsum von Brot habe ich sehr eingeschränkt. Obwohl ich es sehr liebe, aber die Kohlenhydrate daraus sind relativ leer und nutzlos für den Körper. Es sei denn man greift zum Vollkornbrot. Mag ich gern, aber nicht immer.

Das sind auch schon die Einschränkungen.
Zuviel Fett ist nämlich nicht mein Problem. War es noch nie und wird es auch nicht sein. Ich brauche es auch nicht als Geschmacksträger. Ich finde die Dinge tragen mit wenig Fett genug Geschmack mit sich herum und wenn es nicht schmeckt, greife ich lieber zu Gewürzen und Kräutern. Macht für mich mehr Sinn als einen Eimer Butter drunter oder drüber zu rühren.

Natürlich habe ich leicht reden. Denn ich bin nicht übergewichtig. Ich muss nicht abnehmen. Ich will abnehmen, weil ich keine Lust habe aus der nächsten Kleidergröße herauszuwachsen. Und dieser Wachstumsschub drohte gerade. Die frisch eröffnete Hosengröße 38 wurde sehr sehr eng. Ich mag es aber lieber gemütlich in meinen Hosen und mag keine neuen Hosen kaufen. Die alten sind noch prima und ich habe noch einige in Größe 36 im Schrank liegen. Aus denen bin ich zwar schon eine Weile herausgewachsen, konnte mich aber noch nicht trennen. Vielleicht wird es nun doch noch etwas mit dem Auftragen.

Dank der Wechseljahre habe ich in den letzten Jahren zehn Kilo zugenommen. Im vergangenen Jahr, dem ersten in der neuen Heimat, alleine vier. Das ist definitiv zu viel.
Ich erhoffe mir von der Aktion nicht nur einen Gewichtsverlust, sondern hoffe dass es uns … mir und meinem Körper gelingt zu verinnerlichen, dass wir jetzt im Alter, wo wir jenseits von Gut und Böse sind, allein schon durch den fehlenden Eisprung 300 Kalorien am Tag weniger benötigen. Dazu kommt, dass mit den voranschreitenden Lebensjahren der Grundumsatz sinkt und die Kalorien verbrauchende Muskelmasse weniger wird. Wenn man das zusammennimmt und es sich genau anschaut, muss man leider feststellen, dass man nur zunehmen kann, wenn man genauso weiter isst wie vorher.

Vielleicht gelingt mir durch dieses bewusste (weniger) Essen so etwas wie ein Reset der Einstellung und ich kann, wenn ich die Zahl auf der Waage erreicht habe, die ich mir vorstelle oder ich vom Gefühl her sage: „Ja, ist okay. Ich fühle mich gut und höre auf mit weniger werden.“, wieder so einfach, wie nach der letzten Diät vor über dreißig Jahren (da waren es 25 Kilo die ich abgespeckt habe), mein Gewicht halten. Essen was und wie ich will, weil ich wieder weiß, wie viel ich brauche.
Ging damals auch. Einmal abgenommen und bis zu den Wechseljahren nie wieder an den Bauch geschafft.

Neben weniger essen gibt es natürlich mehr Bewegung. Ich bin keine wirkliche Sportskanone und man wird mich auch nie in einem Fitnessstudio antreffen.
Ich walke regelmäßig und wenn ich mal nicht um die Blöcke sause, weil es mir draußen zu bäh ist, gehe ich auf den Stepper. Wobei ich mich jedes Mal wieder ärgere , dass ich ihn gekauft habe. Es ist so schrecklich langweilig auf dem Ding. Selbst mit Hörbuch, Fernseher, Buch oder aus dem Fenster kucken. Es ist und bleibt langweilig und sinnfrei, weil ich mich nicht vom Fleck bewege. Keine Abwechslung, keine äußeren Anreize habe.
Wenn ich draußen um die Blöcke laufe langweile ich mich nie. Da gibt es immer etwas zu entdecken. Wenn ich will kann ich neue Wege gehen. Wenn ich nicht will, gehe ich die von mir eingetretenen.
Diese Woche will ich mich einer Herausforderung stellen und schwimmen gehen. Das ist eine echte Hürde für mich, weil ich das Schwimmbad noch nicht kenne und bei fremden Orten, gerade geschlossenen und im besonderen Schwimmbädern kommt meine gute alte Freundin die Angst … die Panik gerne mit und macht mir das Leben schwer. Sie begleitet mich auch sonst sehr gerne, aber Neuem gegen über ist sie besonders aufgeschlossen und dementsprechend aufdringlich und anhänglich.
Zum Glück kann ich frühestens am Donnerstag schwimmen gehen. Die bestellten Badeschuhe werden erst morgen geliefert. Hier vor Ort in der Kleinstadt war es nicht möglich so etwas, ohne dass man daran bankrott geht, käuflich zu erwerben.

Genug gesabbelt. Nun gibt es Frühstück (körniger Frischkäse, gemischte Tk-Beeren, Sojaflocken und Beerenmüsli … das Ganze halbgefroren, weil die TK-Beeren noch nicht ganz aufgetaut sind – sehr lecker, ich liebe es, gerade das Halbgefrorenen. Auch wenn mir gerade etwas schubbelig davon wird.).

Ode an die Wurst

… oder so ähnlich.

Aber bevor ich den Lobgesang anstimmen kann, muss gesagt und gezeigt werden, dass ich den Gatten vor dem Wursten erst einmal 4,8 Kilometer um die Blöcke getrieben habe. Wurst will verdient sein und das Wetter war einfach zu schön, um drinnen sitzen zu bleiben.
Außerdem mussten wir bei meinem Schloss …

… mal wieder nach dem Rechten sehen. Wenn man Immobilien hat, muss man sich auch darum kümmern ;O)).
Im Burggraben war einem freundlichem Ball die Luft ausgegangen …

… da ich ihn sicherlich auch bei dickerem Eis nicht hätten retten können, habe ich fröhlich zurückgegrinst, ihn seinem Schicksal überlassen

(der Burggrabenwächter wird sich schon irgendwann kümmern … man muss dem Personal einfach auch mal vertrauen)

und habe den Gatten weiter durch Unterholz getrieben.

Nach der großen Runde gab es zu Hause Tee und Apfelmuffins und dann ging es in die Küche zur Wurstwerdung.

Die Herstellung der Wurstmasse war eigentlich einfach, aber eben nur eigentlich.
Sie wäre noch einfacher gewesen, wenn ich den Fleischwolf gleich richtig zusammengebaut hätte. Da ich dazu aber zu doof war, musste ich ihn, nachdem wir angefangen hatten zu Wolfen und sich recht schnell nicht mehr wirklich viel Fleischmasse ihren Weg aus des Wolfes Scheibe wand, sondern das Ding verstopft war, weil ich das Messer falsch herum eingesetzt hatte, alles noch einmal auseinander nehmen. An sich nicht schlimm, nur ziemlich schmierig und klebrig und bis man so eine Verstopfung unter diesen Bedingungen behoben hat, dauert es. Aber nach dieser kleinen, aber sinnvollen Änderung des Versuchsaufbau quoll das Fleisch lustig schmatzend und in hübschen Würmern aus den Wolf.

Während die Probewurstmassebällchen in Pfanne brieten, widme ich mich dem Darm, der gewässert werden wollte. Ich suchte mir zuerst den Anfang … oder war es doch das Ende mit dem ich begann? Egal, ich fand auf jeden Fall, wonach ich suchte und frieckelte vom Darmstrang die Menge ab, die ich meinte zu benötigen und ein bisschen mehr, falls der Darm irgendwo ein Loch hat oder reißt oder was auch immer ihm schreckliches widerfahren kann.
Wie gut, dass ich stricke und schon das eine oder andere vertüdelte Wollknäuel entschlungen habe. Sonst wäre ich wahrscheinlich ganz grantig geworden und hätte frühzeitig alles in die Tonne getreten.
Das wäre sehr schade gewesen. Denn entgegen meiner Befürchtung ließ sich der gut gewässerte Darm später im Wasser ganz einfach auf die Tülle fädeln.

Hätte ich vorher, nach dem mühsamen Entheddern des Darmes nie gedacht und hatte, während wir unsere mittlerweile fertigen Probwurstmassefleischbällchen verkosteten, leicht keine Lust auf die Aktion und fürchtete mich ganz schrecklich davor.

Der aufgefädelte Darm wurde dann an den Fleischwolf montiert …

… und mit einem feschen Knoten versehen. Dann konnte es eigentlich losgehen mit dem Füllen.

Schon wieder ein eigentlich. Weil natürlich erst mal nur Luft kam und der Darm lustige Luftblasen bildete, was mich zu der Bemerkung: „Luft im Darm ist kacke!“ veranlasste.

Der Gatte meinte, dass ich diesen Satz, der uns viel Gelächter abnötigte, als Überschrift des Postes nutzen soll. Ich wusste aber nicht wie ich mit diesem Satz meine Erzählung beginnen soll. Außerdem habe ich reißerische Überschriften gar nicht nötig :O))))

Nachdem ich mit Lachen fertig war, habe ich den Knoten im Darm operativ (ein Schnipp mit der Küchenschere) entfernt, die Luft entweichen lassen (wenn das mal immer so einfach wäre), gewartet bis Masse kam und dann den Darm via neuem Knoten verschlossen.

Danach flutschte es, …

… wenn wir nicht gerade Pause für dokumentarische Fotos machten .

Nach fünf Würsten …

… war der erste aufgezogene Darm alle und ein Fototermin mit den Erstgeborenen möglich.

Der Gatte war total stolz auf mich, weil ich für die Wurstführung zuständig war und seiner Meinung nach diesen Job ganz großartig gemacht habe, aber ohne ihn, der unter Anweisung gekurbelt und Masse in den hungrigen Wolf gestopft hat, wäre das nicht möglich gewesen. Hat er nämlich sehr gut gemacht hat aufs Wort gehört und Spaß hatte er auch, wie man am Grinsen sieht …

Am Ende hatte wir 12 Salsiccia und eine Bulette, die sich aus dem Rest aus den Windungen der Fleischwolfspirale und der Wursttülle zusammensetzte.
Weil sie einfach so hübsch sind, gibt es noch ein Foto der 12 ohne die fiese Bulette …

Zum Abendessen gab es diese …

… nebst selbstgewerkeltem Krautsalat und einer Handvoll Pommes, die sich noch im Tiefkühler rumtriebt.
Die restlichen Würste habe ich eingefroren.

Es gibt natürlich nicht nur Positives zu berichten … also kein Erfolg beim ersten Mal auf der ganzen Linie.
Ich muss eindeutig noch am Verschließen der Würste arbeiten. Die eine oder andere Wurst hat sich beim Braten geöffnet …

Deutlich bei der oberen Wurst zu sehen. Nicht schlimm, aber verbesserungswürdig.
Bei der oberen Wurst war es sogar sehr lustig zuzusehen, wie sie sich öffnet, weil sie während sie das tat, munter durch die Pfanne gerollt ist. Nachdem sie ihre Wurstzippel entrollt hatte, hat sie Ruhe gegeben.

Im Anschnitt sehen die Würste so aus …

Sie sind total saftig und sehr, sehr lecker.

Das Wursten wird bestimmt wiederholt. Beim nächsten Mal werden es mit Sicherheit Geflügelwürste. Ich musste feststellen, dass ich auch bei selbstgemachten Würsten das Schweineproblem habe. Nach einer Wurst ist Schluss. Jeder weitere Bissen würde zu Übelkeit führen.
Gut gestern habe eineinhalb gegessen, aber sie waren auch nicht so schrecklich groß. Roh wiegen alle zwischen 67g und 80g.

Das wirklich tolle an selbstgemachten Würsten ist, dass man weiß, was drin ist und nicht auf irgendwelchen komischen Knorpel oder was auch immer, das man nicht näher untersuchen will und nicht wirklich wissen möchte, was es ist, trifft.

Was wirklich großartig war, bzw. ist, weil wir natürlich noch welchen haben, ist der Schweinedarm. Er ist nicht einmal gerissen, hatte keine Löcher, war total sauber und so weit ich jetzt vorgedrungen bin, ein Stück und er ist angenehm im Biss. Fällt nicht unangenehm auf beim Kauen.
Werde ich wieder kaufen. Hat sich die stundenlange Suche und die Mühsal der Entscheidungsfindung („Schatz, was machst du eigentlich den ganzen Tag auf dem Sofa?“ „Ich suche nach Schweinedärmen und kann mich für keinen Entscheiden.“) gelohnt.

Hoch und lang lebe der Fleischwolf und der Schweinedarm!

Unser Wochenende ist gerettet …

… denn als ich noch auf dem sehr kühlen Balkon stand und dem Gatten hinter gewinkt habe, kam schon der PostPaketbote (vor neun), klingelte zweimal und überreichte mir mit den markigen Worten – „So sollte es immer sein, der Gatte ist gerade aus dem Haus, da kommt schon der Postmann.“ – meine Därme …äh… die bestellten Schweinedärme.

Hübsch verpackt und irgendwie total spannend …

Ein bisschen Fett, ein bisschen Wasser, ein bisschen Salz und ein bisschen Schweinegeruch durch die Tüte. Ganz dezent, aber deutlich wahrnehmbar.
Vielleicht merke ich das auch nur. Meine Sinne sind ja so furchtbar ausgeprägt. Ich würde mich bestimmt gut als Trüffelschwein machen.
Ich werde den Gatten fragen, ob er es auch riecht.

Die Rückseite finde ich ebenfalls sehr spannend …

… fehlt eigentlich nur noch der Vorname des Schweins oder die Vornamen der Schweine.
Meine Recherche (ja, ich wusste es tatsächlich vorher nicht) hat ergeben, dass ein Schweinedarm zwischen 20 und 27 Meter lang ist. Er ist 14 mal so lang wie das dazu passende Schwein.
Nun bin ich ganz gespannt, ob wir einen Darm oder mehrer Därme haben. Ob uns also ein Vorname oder mehrere zustehen. Um das herauszufinden, müsste ich aber die Packung öffnen. Das macht heute wiederum keinen Sinn. Wir/ich wollen erst Sonntag Salsiccia machen und man muss das Ding nicht früher auspacken als unbedingt nötig, weil man…also ich es wieder richtig einlagern muss, damit es sich hält. Es fällt mir schwer nicht auszupacken, weil ich schon sehr neugierig bin auf das Teil/die Teile.

Warum Wurst selber machen?
Weil ich es will.
Weil ich es vielleicht kann.
Damit ich mir beim Fleischer nicht mehr die Blöße geben muss, weil ich Salsiccia nur mit Mühen und mehreren Anläufen halbwegs verständlich aussprechen kann.
Weil ich jetzt so einen tollen Fleischwolf mit Wursttülle habe.

Vielleicht basteln wir am Sonntag auch erst einmal eine Geflügelbratwurst. Kann ich bestimmt auch meinen geliebten Fenchelsamen unterbringen. Mir geht es nämlich gar nicht um die Wurst, sondern um den Fenchel :O))).

Mein FdH-Plan sagt, dass ich heute schon satt bin, bevor ich gefrühstückt habe.
Das liegt daran, weil ich gestern Abend schon vorgetragen habe, was ich heute Abend beim Skat spielen in der Kneipe wahrscheinlich essen werde. Das macht, selbst wenn ich mir die Portion sehr sehr klein berechne 795 Kalorien. Was ein Elend. Da bleibt für den Rest des Tages nicht mehr viel und getrunken habe ich bei der Berechnung heute Abend auch noch nichts.
Ja, ich könnte Wasser trinken, aber irgendwann schmeckt das beste Wasser nicht mehr und der Punkt ist bei mir spätestens zum Abendessen erreicht.
Ja, ich könnte den ganzen Tag rumrennen und bunte Dinge tun, um ein paar Bonuskalorien ranzuschaffen.
Ich startete den Tag auch mit blindem Aktionismus und errichte in der Wohnung lauter Baustellen (z. B. schon mal das Klo einweichen, ein Kopfkissen aus seinem Bezug zerren, schmutzige Wäsche zu hübschen Haufen formen, die getrockneten Bananenscheiben vom Dörrgitter gepfriemelt und in den Müll geworfen (die schmeckten ganz furchtbar…irgendwie vergoren – vielleicht zu warm gedörrt) und die Dörrgitter in die Spüle expediert und dort weichen sie jetzt, … usw.), um erstens schnell mit dem lästigen Kram fertig zu werden und um durch anstrengende Hausarbeit Bonuskalorien zu ergatten, um vielleicht doch noch das eine oder andere zu mir nehmen zu können.
Was ein Quatsch!
Und weil mir diese Erkenntnis recht zügig kam, sitze ich jetzt hier mit einer Kanne Tee und blogge. Quasi eine selbst disziplinarische Maßnahme zur Herstellung der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit … muhaha … das ist bei mir ein Widerspruch in sich, aber man ich kann es ja mal versuchen.
Macht aber eindeutig nicht satt.

Im Laufe des Tages gilt es noch ein weiteres großes Problem zu lösen:
Ich muss mich entscheiden welches Strickzeug abends mit in die Kneipe darf.
Zur Auswahl stehen eine bildlose schnöde Socke, der zweite Topflappen zu diesem schon fertigen Exemplar …

… oder der angefangene Pulli …

Ein jedes hat seine Vor- und Nachteile. Vielleicht sollte ich das Los entscheiden lassen.

Während ich über eine sinnvolle Lösung nachdenke, mache ich mich auf den Weg und bearbeite meine Baustellen … wahrscheinlich ohne Mittag. Das Frühstück hat die letzten freien Kalorien gefressen.

Damit sich keiner beschwert und sagt, warum hast du nichts gesagt: Der Beitrag enthält Werbung. Selbstfinanziert.

Weniger ist mehr …

… heißt es so schön.

Da ich bei den meisten Sachen mit dieser Aussage konform gehe, habe ich beschlossen, dass das weniger ist mehr auch auf meine Person … mein Körpergewicht…meine Körperfülle…mein Körperwachstum zutrifft und fresse seit Dienstag …

(eigentlich wollte ich Montag schon starten, aber da überkam im Laufe des Kalorien zählenden Tages die Fresssucht und somit misslang der Start am Montag – ich habe aber tapfer bis zum Ende des Fresstages gezählt … nein, das macht nicht weniger dick, führt einem aber manches ziemlich genau vors Auge…vor den Schweinehund, den verfressenen – ich bin das nämlich eigentlich gar nicht, das ist der fiese Schweinehund der meine Rundungen auspolstert (so schlecht können die Zeiten gar nicht werden, dass ich das von alleine aufzehre))

… die Hälfte. Genauer gesagt stehen mir 1170 Kalorien pro Tag zu, damit ich pro Woche 500g abnehme. Was so viel heißt wie: In 12 Wochen bin ich wieder rang und schlank. Jedenfalls in der Theorie.

Damit das Kalorien zählen nicht so mühsam ist, habe ich mir die Yazio-App aufs smarte Phone geladen. Eine wirklich feine App. Leicht zu bedienen und mit einer fantastisch großen Datenbank. Seit gestern bin ich sogar Pro-Mitglied. Nun habe ich Zugriff auf die Rezepte, den Coachbereich und eine größere Nährwertaufschlüsselung der Lebensmittel . Was ich aber gar nicht so wichtig finde. Mir war es in dem Fall wichtig die Arbeit, die in dieser App steckt, zu honorieren. Man muss nicht immer alles umsonst haben und dsomit andere Menschen für umsonst arbeiten. Mal ehrlich: Was sind 20 Euro im Jahr?
Rein theoretisch spare ich die sowieso ein, weil ich jetzt weniger esse … so ungefähr ;O)).

Die letzten beiden Tage war ich total motiviert und fast in meinem Kaloriensoll …

Vorgestern gab es zum Beispiel für mich zum Mittag eine riesengroße Schüssel Griechischen Salat …

… der hat so satt gemacht und hatte so wenig Kalorien, dass ich die Hälfte schon wieder verbrannt hatte, nachdem ich alle Zutaten in die App eingegeben hatte.
Zum Abendessen gab es Hähnchenfrikadellen, Farmergemüse und Hirse. Figurfreundlich und lecker. Dem Gatten hat es auch gemundet. An sich nicht ungewöhnlich. Da es so etwas regelmäßig eh regelmäßig bei uns gibt.

Mein gestriges und heutiges Frühstück sah so aus …

… Hafer- und Sojaflocken mit Joghurt, Zimt, Ingwer, Kakao, Ahornsirup und Obst. Heute gab es TK-Beeren, die auf dem Bild noch am Auftauen waren. Gestern gab es Birne. Ich liebe Haferflocken und dieser Frühstücksschlamm macht mich lange satt.

Gestern Abend gab es Zucchini-Pancakes, geräucherten Thunfisch und Meerrettich-Frischkäse-Joghurt-Dip. Die Pancakes waren das erste Rezept aus der App und arg verbesserungsbedürftig. Die erste Fuhre Pancakes ist auseinander gefallen, sodass wir so etwas ähnliches wie einen Zucchini-Kaiserschmarrn oder ein Zucchini Rührei hatten. Nach Zugabe von ein wenig Buchweizen- und Maismehl klappte es auch mit den Pancakes. Geschmacklich war der Pancake-Bruch allerdings besser.

Zwischendurch, oder andere würden sagen mittags, gab es gestern für mich eine Hähnchenfrikadelle vom Vortag, eine halbe Schlangengurke, körnigen Frischkäse und ein Stück Möhrenkuchen (das war wirklich schwer, weil der Möhrenkuchen soooooooo lecker ist … dem Gatten habe ich heute den Rest mit zur Arbeit gegeben, damit ich nicht mehr in Versuchung gerate).

Ich muss wirklich nicht darben. Bisher hat es abends auch immer für ein Bier und Schokolade gereicht … aber auch nur, weil ich mich und meinen Bauch nach draußen und um die Blöcke trage.
Das fiel mir in den letzten beiden Tagen nicht schwer, weil das Wetter ganz hübsch war. So hübsch, dass es zum lange Schatten werfen …

… gereicht hat.
Aber nicht nur das Wetter war mir wohlgesonnen. Die Natur hat auch das eine oder andere zu bieten. Zum Beispiel …

… hübsch gelbe Baumpilze. Ganz frisch.

Das erste Grün wagt sich nach oben …

… und irgendjemand, ich vermute die darunter wohnenden Goldfische, schreibt seltsame Botschaften ins Eis …

Ansonsten ist es noch recht kahl …

… aber mit ein bisschen blauen Himmel und ein paar Wolken ist auch das sehr hübsch …

Weniger ist eben oftmals mehr.

Dank meiner üppigen, schnellen Spaziergänge wurden auch die Sünden kompensiert und die Waage strahlte mir heute 500g weniger entgegen. In nur zwei Tagen ist das sehr, sehr fein. Das wird nicht so weitergehen, aber als anfängliche Motivation großartig.

Obwohl bei Blogbeiträgen, wenn ich sie denn schreibe, mehr eindeutig besser als weniger zu seien scheint, muss ich jetzt los. Zusatzkalorien erlaufen. Damit es heute Abend zumindest für die Schokolade reicht. Die Tafel ist bald alle und dann kann ich auch mit dem abendlichen Schokoladefressen abschließen. Aber so Schokoladenreste im Kühlschrank kann ich gar nicht übersehen nicht essen.

P.S. Zum Thema Versuchung … heute Nachmittag gibt es bei mir Bananenmuffins … einen…vielleicht auch zwei (sind ja so klein und haben nur 80 Kalorien)

… heute mit viel Dampf gebacken.
Fertig sehen sie so aus …

Ich bin gespannt wie sie schmecken. Der Teig war lecker. Etwas zu süß. Obwohl ich schon weniger Honig genommen habe als im Rezept angegeben und die Bananen noch nicht vollreif waren. Hier sind auch wieder meinen geliebten Haferflocken, die mich lange satt machen drin. Und zwei Eier, die machen auch lange satt.
Ich mag eigentlich überhaupt keine Bananen. Allenfalls verbacken oder als Bananenchips. Das kracht so schön beim Kauen. Die Bananenchips sind gerade in Arbeit …

… zwei Etagen …

… ca. 380g Frischgewicht. Mal sehen wie viel am Ende davon übrig bleibt.

Jetzt aber los.

Ja, der Betrag enthält Werbung! Unbezahlte, also von mir selbst bezahlte Werbung.

P.P.S. Heute Abend gibt es Spaghetti Vongole – mit ganz viel Parmesan für mich. Passt ins Kalorienbudjet.