Danke sagen

Der Gatte meinte, nachdem er den Post „Danksagung“ gelesenen hatte: „Du musst dich doch nicht bedanken.“

Doch muss ich … will ich. Ich finde nämlich, dass es verdammt wichtig ist sich bei seinen Mitmenschen zu bedanken, wenn sie etwas für einen getan oder einem etwas ermöglicht haben oder manchmal einfach auch nur danke sagen, weil sie da sind. Ein Teil des eigenen Leben sind und dieses damit bereichern.
Für mich ist das eine Wertschätzung des anderen und ich denke, es ist wichtig dem anderen zu zeigen, dass er von mir gesehen … wertgeschätzt wird. Dass das, was er tut nicht selbstverständlich ist.

Der Gatte ermöglicht mir zurzeit eine sehr bequemes Leben als nur Hausfrau. Ja, ich empfinde das Leben wirklich als sehr bequem. Denn warum sollte mich das, was ich Jahrzehnte nebenbei gemacht habe, nun als Hauptbeschäftigung in irgendeiner Art fordern/stressen? Langsam fange ich tatsächlich an, es zu genießen. Irgendwie bin ich immer mit etwas beschäftigt. Bin mir selbst genug. Vielleicht komme ich aber doch noch an den Punkt, an dem ich es schaffe mich mit mir zu langweilen. Ich langweile mich gern mit mir. Das macht mich kreativ.

Um noch einmal aufs Danke sagen zurückzukommen – ich finde die kleinen Worte bitte und danke verkommen immer mehr in unserer Gesellschaft. Nehmen ja gerne, aber danke sagen und Dinge anerkennen und nicht als selbstverständlich sehen ein klares Nein. Es reicht noch nicht mal für ein Nein danke.
Mir begegnet dieser Umstand täglich. Das allererste Mal jeden Tag um Neun, wenn ich meine Mutter anrufe. Kein bitte, kein danke, aber an allem etwas rum zumeckern.

Danke fürs Lesen!

Weil ich es will …

… und weil ich es kann, ziehe ich jetzt meine neuen roten Schuhe ohne Socken an …

… und gehe mit gefütterten Schuhen (… laufen sich bestimmt besser als wenn sie hungrig wären) bei 20° im schönsten Sonnenschein einkaufen …

… den Garten amüsiert es … mich machst vergnüglich 😊

Danksagung

Werter Gatte,

ich liebe die Pompom-Magazine (ja, gerade ist das zweite gekommen psstpfeiff)! Ich mag die Aufmachung – die Größe, die Haptik und den Inhalt. Der Inhalt, neben den Anleitungen, macht mich so neugierig, dass ich gewillt bin zu lesen. Englisch zu lesen, obwohl ich das nur mehr schlecht als recht kann.

Danke, dass du mir dieses Vergnügen und diesen Luxus ermöglichst! ♥

Da05t das s6 b3e5bt, werde 5ch n6ch schne33 0e5nen ,,, immer wieder schön, wenn man nach einem Sonderzeichen den Nummernblock nicht wieder umstellt … also nochmal von Vorne …
Damit das auch so bleibt, werde ich jetzt noch schnell meinen Aufgaben als selbstständige Hausfrau (ja, selbstständig, denn selbstständig impliziert die Worte – selbst = also ich und ständig = eben ständig ich, selbst wenn der Gatt schon längst nichts tut oder immer noch nichts tut) mit Familienkrankenversicherung nachkommen.

Ich habe mich verführen lassen …

… nee, nicht vom Klempner, der gestern eigentlich kommen sollte, aber nicht kam …, sondern vom bösen Internet. Es hat mich dazu verführt mir ein sündhaft teures Pompom- Magazin …

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… zu kaufen (die spinnen wirklich die Briten – gerundet 17 Euronen und das auch nur, weil es nicht das aktuelle Magazin ist, das ist dann nochmal zwei Euro teurer, ist schon happig, aber was man will, will man und muss die Kohle rausrücken).

Das Titelmodell hatte es mir angetan. Es hatte nicht nur, es hat. So sehr, dass ich meinem Vorsatz keine neue Wolle zu kaufen, bevor ich von der vorrätigen etwas verstrickt habe, untreu geworden bin.
Die Firma Drops hatte wahrscheinlich so eine Ahnung und deswegen ihren Merino-Sale bis zum 12. 10. verlängert. Das hat mich gestern, als ich auf der Suche nach Wolle war, sehr glücklich gemacht.
Noch glücklicher hat mich der Umstand gemacht, dass mir heute um kurz nach Neun der Paketmensch schon meinen Wollschatz in die Hände gedrückt hat …

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Ich habe mich gegen die originale Farbzusammenstellung entschieden. Schwarz und Weiß ist chic, aber davon gibt es bei mir eine ganze Menge im Schrank.
Das Bild trifft die Farben nicht hundertprozentig … das Rot ist etwas dunkler und wärmer, es ist kein Hellblau, sondern ein kräftiges Blautürkis und das Gelb ist in etwa genau so scheußlich wie auf dem Bild (ich mag kein Gelb … draußen in der Natur finde ich es toll, aber an mir = schüttel, aber es passte am besten dazu … , aber mir gefällt die Kombination. Ein bisschen schräg, aber auf jeden Fall very English.

Am liebsten würde ich gleich anfangen, aber vielleicht sollte ich vorher erst einmal das Tuch beenden, das ich gerade auf den Nadeln habe …

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Ja, EsmeRalda überwacht das Ganze. Passt auf, dass ich nicht auf dumme Gedanken komme und abschweife. EsmeRalda ist eine ganz Strenge. Der Gatte hat regelmäßig Streit mit ihr …

Ich muss mich jetzt rüschen und raffen. Ich habe heute ein Date mit dem Gatten. Wir gehen, weil er schon gegen 13:30 Uhr Feierabend hat, Billard spielen und danach suchen wir Schuhe für den Gatten, damit wir das Geld nicht immer nur für mich ausgeben (stimmt nur bedingt – der Gatte isst mehr als ich, nimmt dabei aber weniger zu als ich … dabei fällt mir ein: am Mittwoch, als ich mit der großen Schwester telefonierte, beneidete ich sehr darum, dass sie sich Hosen gekauft hat, weil sie wollte … ich kaufe mir zurzeit Hosen, weil ich aus den alten herausgewachsen bin …).

Ach ja … blablabla … hierbei handelt es sich um Werbung – ganz freiwillig und selbst bezahlt.

Schönen Freitag!

Ein goldener Oktobertag

Wirklich hübsch anzusehen. Balsam fürs Gemüt.

Weiterer Balsam und außerdem ein großes Vergnügen und Glück:

Mein Kind wird richtig erwachsen! 😍

Und er lässt mich großzügig daran teilhaben …

… trotz oder vielleicht auch gerade wegen der 300 Kilometer, die zwischen uns liegen.

Früher …

… in der Schule wollten sie meine Entschuldigung, dass eine Kuh auf den Gleisen gestanden hätte, nie akzeptieren. Warum nur? Denn heute hätte diese Entschuldigung der Wahrheit entsprochen.
Weil Rinder ausgebrochen und auf die Gleise gelaufen waren, aber keine Lust hatten sich einfangen oder zurücktreiben zu lassen, wurde heute Morgen der Zugverkehr auf der Strecke von Hamburg nach Lübeck und umgekehrt unterbrochen. Nix ging mehr.
Der Gatte, den ich so mühevoll aus dem Haus gewinkt hatte, kam wieder und holte sich das Auto, um pünktlich zur Arbeit zu kommen.
Das Kind und ich stiegen auf die U-Bahn um, damit wir pünktlich seinen Zug nach Berlin erreichen konnten.  Mussten aber viel zu früh los, weil auf der Strecke seit Samstag zwischen zwei Bahnhöfen Schienenersatzverkehr eingerichtet ist, da eine neue Haltestelle gebaut wird. Außerdem fahren die Züge, die sowieso nur alle halbe Stunde, nee, falsch – im Berufsverkehr alle 20 Minuten fahren, nur noch einmal in der Stunde das Reststück bis zu uns, bzw. von uns fahren.
So viel zu der früher müde belächelten Ausrede – Es stand ’ne Kuh auf den Gleisen. Heute hätte es gestimmt, wenn wir irgendwo zu spät gekommen wären.

Jetzt sitze ich hier völlig unentschuldigt, nach sechs schönen Tagen mit meinem Kind mutterseelenallein … der Gatte hat es vorgezogen an seinem ersten Arbeitstag nach dem Urlaub gleich ein paar Überstunden zu machen … auf dem Sofa und genieße ein bisschen das Alleinsein.
Vielleicht schaffe ich heute auch noch das wohl hässlichste Sockenpaar, das ich je gestrickt habe …

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… als ich das letzte Mal in Berlin war, drückte mir meine Mutter mit den Worten: „Hier! Strick mal zu Ende!! Ich schaff das nicht mehr.“ eine angefangene Socke in die Hand. Nun sitze ich hier und versuche meine Strickerei der von meine Mutter anzupassen, weil ich mich geweigert habe, alles wieder aufzutrennen und neu zu stricken. Im Grunde passen diese Socken an keine Füße mit der eigentlich angestrebten Größe 38, aber meine Mutters Wäschetrockner wird schon richten. Damit schrumpft sie immer ihre Socken … und alles andere.