Die erste Woche FdH …

… ist rum und war ausnehmend erfolgreich.

1,7 Kilo weniger zeigte die Waage heute Morgen. Das ist sehr sehr fein und viel mehr als angestrebt.
Ich habe nicht gehungert. Doch, ja, natürlich hatte ich zwischendurch Hunger … Appetit … das Gefühl alles, was mir in den Weg kommt, auch wenn ich es selbst aufgestöbert habe, aufzufressen zu müssen, aber ich habe ihm nicht nachgegeben.
Stimmt auch nicht. Manchmal habe ich doch nachgegeben und den Wegkreuzer in mich hineingeschoben. Das dann aber ganz bewusst. Im Gegensatz zu sonst. Und ich habe immer alles aufgeschrieben. Das hilft mir wirklich sehr und lässt mich das eine oder andere nicht essen, weil ich dann darüber nachdenke und feststelle, dass ich eigentlich keinen Hunger, sondern nur gerade nichts Besseres zu tun habe.

Das Diätrezept ist ganz einfach: Alles essen, bloß weniger.

Nur bei zwei Sachen bin ich etwas genauer.
Ich lasse weitestgehend Zucker weg, bzw. ersetze ihn durch Honig, Ahornsirup oder andere für den Körper wertigere Süßungsmittel. Kein Süßstoff. Egal wie er heißt. Macht bei mir Blähungen, nur noch mehr Lust auf Süßes und die meisten schmecken auch nicht.
Den Konsum von Brot habe ich sehr eingeschränkt. Obwohl ich es sehr liebe, aber die Kohlenhydrate daraus sind relativ leer und nutzlos für den Körper. Es sei denn man greift zum Vollkornbrot. Mag ich gern, aber nicht immer.

Das sind auch schon die Einschränkungen.
Zuviel Fett ist nämlich nicht mein Problem. War es noch nie und wird es auch nicht sein. Ich brauche es auch nicht als Geschmacksträger. Ich finde die Dinge tragen mit wenig Fett genug Geschmack mit sich herum und wenn es nicht schmeckt, greife ich lieber zu Gewürzen und Kräutern. Macht für mich mehr Sinn als einen Eimer Butter drunter oder drüber zu rühren.

Natürlich habe ich leicht reden. Denn ich bin nicht übergewichtig. Ich muss nicht abnehmen. Ich will abnehmen, weil ich keine Lust habe aus der nächsten Kleidergröße herauszuwachsen. Und dieser Wachstumsschub drohte gerade. Die frisch eröffnete Hosengröße 38 wurde sehr sehr eng. Ich mag es aber lieber gemütlich in meinen Hosen und mag keine neuen Hosen kaufen. Die alten sind noch prima und ich habe noch einige in Größe 36 im Schrank liegen. Aus denen bin ich zwar schon eine Weile herausgewachsen, konnte mich aber noch nicht trennen. Vielleicht wird es nun doch noch etwas mit dem Auftragen.

Dank der Wechseljahre habe ich in den letzten Jahren zehn Kilo zugenommen. Im vergangenen Jahr, dem ersten in der neuen Heimat, alleine vier. Das ist definitiv zu viel.
Ich erhoffe mir von der Aktion nicht nur einen Gewichtsverlust, sondern hoffe dass es uns … mir und meinem Körper gelingt zu verinnerlichen, dass wir jetzt im Alter, wo wir jenseits von Gut und Böse sind, allein schon durch den fehlenden Eisprung 300 Kalorien am Tag weniger benötigen. Dazu kommt, dass mit den voranschreitenden Lebensjahren der Grundumsatz sinkt und die Kalorien verbrauchende Muskelmasse weniger wird. Wenn man das zusammennimmt und es sich genau anschaut, muss man leider feststellen, dass man nur zunehmen kann, wenn man genauso weiter isst wie vorher.

Vielleicht gelingt mir durch dieses bewusste (weniger) Essen so etwas wie ein Reset der Einstellung und ich kann, wenn ich die Zahl auf der Waage erreicht habe, die ich mir vorstelle oder ich vom Gefühl her sage: „Ja, ist okay. Ich fühle mich gut und höre auf mit weniger werden.“, wieder so einfach, wie nach der letzten Diät vor über dreißig Jahren (da waren es 25 Kilo die ich abgespeckt habe), mein Gewicht halten. Essen was und wie ich will, weil ich wieder weiß, wie viel ich brauche.
Ging damals auch. Einmal abgenommen und bis zu den Wechseljahren nie wieder an den Bauch geschafft.

Neben weniger essen gibt es natürlich mehr Bewegung. Ich bin keine wirkliche Sportskanone und man wird mich auch nie in einem Fitnessstudio antreffen.
Ich walke regelmäßig und wenn ich mal nicht um die Blöcke sause, weil es mir draußen zu bäh ist, gehe ich auf den Stepper. Wobei ich mich jedes Mal wieder ärgere , dass ich ihn gekauft habe. Es ist so schrecklich langweilig auf dem Ding. Selbst mit Hörbuch, Fernseher, Buch oder aus dem Fenster kucken. Es ist und bleibt langweilig und sinnfrei, weil ich mich nicht vom Fleck bewege. Keine Abwechslung, keine äußeren Anreize habe.
Wenn ich draußen um die Blöcke laufe langweile ich mich nie. Da gibt es immer etwas zu entdecken. Wenn ich will kann ich neue Wege gehen. Wenn ich nicht will, gehe ich die von mir eingetretenen.
Diese Woche will ich mich einer Herausforderung stellen und schwimmen gehen. Das ist eine echte Hürde für mich, weil ich das Schwimmbad noch nicht kenne und bei fremden Orten, gerade geschlossenen und im besonderen Schwimmbädern kommt meine gute alte Freundin die Angst … die Panik gerne mit und macht mir das Leben schwer. Sie begleitet mich auch sonst sehr gerne, aber Neuem gegen über ist sie besonders aufgeschlossen und dementsprechend aufdringlich und anhänglich.
Zum Glück kann ich frühestens am Donnerstag schwimmen gehen. Die bestellten Badeschuhe werden erst morgen geliefert. Hier vor Ort in der Kleinstadt war es nicht möglich so etwas, ohne dass man daran bankrott geht, käuflich zu erwerben.

Genug gesabbelt. Nun gibt es Frühstück (körniger Frischkäse, gemischte Tk-Beeren, Sojaflocken und Beerenmüsli … das Ganze halbgefroren, weil die TK-Beeren noch nicht ganz aufgetaut sind – sehr lecker, ich liebe es, gerade das Halbgefrorenen. Auch wenn mir gerade etwas schubbelig davon wird.).

Ein Gedanke zu „Die erste Woche FdH …

  1. Viel Erfolg beim Abnehmen 🙂
    Bei mir haben die Wechseljahre das Gegenteil bewirkt. Ich hatte am Anfang direkt 8 kg abgenommen, was nicht mehr gut aussah. Mittlerweile habe ich mir wieder ein gesundes Gewicht angefuttert *gg*.

    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

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