Weihnachtskitsch

Gestern waren der Gatte und ich im Kino und haben mit großem Vergnügen (gut, es hätte bitte danke gerne richtiges 3D sein dürfen und nicht nur schnell im Rechner „aufgeblasenes“ 2D) „Der Grinch“ geguckt. 
Ein wirklich schöner Film zum Einstimmen auf das kommende Weihnachtsfest. Ich hoffe, dass es mir gelingt gemeinsam mit dem Gatten und dem Kind, nachdem wir den Pflichtteil bei meiner Mutter hinter uns gebracht haben, ein friedliches, stimmungsvolles, harmonisches, fröhliches Weihnachtsfest zu verbringen. Ohne jeglichen Anspruch an GRÖSSER, BESSER, SCHÖNER oder gar MEHR Konsum, Stress, Hektik und Anspruch an was auch immer. Einfach zusammen Zeit verbringen, es sich gut gehen lassen und den anderen auch mal lassen.
Ohne fette Weihnachtsgans, irgendwelchen Braten und den Zwang etwas zu tun, zu dem man keine Lust hat, nur weil Weihnachten dran steht und es alle so machen und es von einem erwartet wird. 

Unser Weihnachten wird ganz klein. Nichtsdestotrotz kam ich gestern nicht umhin, besser gesagt – der Gatte kam nicht umhin mir doch noch ein wenig Weihnachtskitsch zu kaufen. 

Ich wollte Vögel für den Weihnachtsbaum. Diese Glasdinger zum Anklemmen mit dem langen Schwanz. Die haben mich in meiner Kindheit an unseren Weihnachtsbäumen begleitet. Am Anfang waren es jedes Jahr vier Vögel. Vier alte wunderschön gearbeitet Glasvögel mit langem Schwanz. Damals waren die Schwänze keine Feder, sondern der Schwanz war aus einer Art Fiberglas gearnbeitet. Dadurch sind sie so herrlich hin- und hergeschwungen, wenn man an ihren Enden mit dem Finger lang gestrichen hat.
Durch die alljährlichen Weihnachtskrächen meiner Eltern, bei denen sie sich gern Bierflaschen auf dem Kopf zerschlagen und wechselweise den Weihnachtsbaum umgekippt haben, waren irgendwann nur noch zwei übrig. Die anderen beiden und viele schöne alte Glaskugeln sind über die Jahre dabei zerbrochen. 
Ich hatte frühzeitig angemeldet, dass ich die später einmal erben möchte. Ich wollte nichts weiter. Nur diese beiden Vögel. Leider hat meine Mutter die Vögel weggeschmissen … „Die waren doch schon so alt und häßlich.“, war ihr Argument.

Lange Rede wenig Sinn … gestern hat mir der Gatte drei Vögel geschenkt und die wohnen jetzt in unserem Weihnachtsbaum …

… so schön kitschig …

Den Schwan finde ich besonders grandios. 

Sie kommen an die alten Vögeln nicht ganz heran, aber das macht nichts. Das sind jetzt meine!!! Und das ist wichtig.
Ich freu mich und bin gespannt was das Kind sagt. Ein Weihnachtsbaum, wie auch immer geartet, ist das letzte, was er erwartet anzutreffen, wenn er kommt.

Ganz unten wohnt der Grinch. Eine Höhle hat er nicht, aber ich glaube, er fühlt sich ganz wohl …

An den Blick des Schneemanns wird er sich sicher noch gewöhnen. 

Der frühe Vogel …

… fand vielleicht ein Korn unter den Schneemassen.

Und da ein vielleicht nicht reicht, habe ich als aufmerksame Vogelbedienstete noch eine Schippe drauf gelegt, um das Suchen und Finden zu erleichtern.

Jetzt wo wir hier sitzen und unseren Kaffee trinken, kommt natürlich keiner mehr vorbei und scharrt mit den Hufen Füßen … PüH!

Es gibt Dinge …

… mit denen kann ich mir stundenlang die Zeit vertreiben.

Jetzt gerade spiele ich – Wie, wo, wohin diese, jene oder welche?

Oder die doch lieber da?
Matt an matt? Rot an rot?
Ach…nörgs…doch lieber ganz anders?
Mehr Kugeln?
Weniger Kugeln?
Irgendwie ist er schief. Vielleicht eine optische Täuschung. Oder machen das die Längsrippen von Heizkörper im Hintergrund?

Nee, schief. Macht aber nichts. Wir sind auch nicht perfekt.

Ich mache jetzt Schluss mit meiner Spielerei, trage den Karton in den Keller und begebe mich dann zum Essen machen in die Küche.
Mit etwas Glück kommt der Gatte heute nicht ganz so spät.

Die von Baur waren unglaublich schnell. Gestern um 10:47 Uhr bestellt, heute um 15:28 Uhr kam die Mail, dass sie ihn an die angegebene Adresse (ich hatte ihn, weil es Hermes war und das immer besser klappt und ich nicht unnötig warten muss, an einen Hermesshop in der Nähe schicken lassen) geliefert haben.

War wirklich praktisch (praktisch wäre es gewesen, wenn er etwas kleiner wäre oder ich etwas größer…wo will der Karton mit der Frau hin?) sehr angenehm stressfrei…entspannt. Konnte ich ihn nach dem Friseur abholen und nach Hause tragen.

Manchmal mache ich total sinnvolle Sachen

Vorgestern zum Beispiel pikste ich mir, weil ich es kann und weil sie mir aus der Hand fiel, die kleine spitze Hautschere in den Knöchel oben auf der Hand …

Nun habe ich ein kleines, aber feines Loch.

So weh wie es tut, muss ich den Knochen getroffen haben. Gegen die Entzündung, die umgehend entstanden ist, schmiere ich fleißig Betaisadonna drauf.
Es scheint zu helfen. Es wird langsam dünner und tut nicht mehr ganz so weh. 

Heute ist mein letzter freier Tag …

… in diesem Jahr.
Ab morgen hat der Gatte Urlaub. Das bedeutet massive Einschränkungen meiner freien Zeit … ;O))

  • Morgen wird ein großartiger Tag.
    Morgen vor einem Jahr bin ich umgezogen (naja nicht ganz ich, aber meine Sachen), meine große Schwester hat, wie jedes Jahr, Geburtstag und der Gatte und ich gehen mit Freunden Billard spielen (ich habe wie immer keine Lust – aber das macht nichts, weil ich trotzdem mitgehe und Spaß haben werde)
  • Gestern war ein großartiger Tag.
    Gestern war der Tag, an dem ich beschloss Weihnachten nicht weiterhin zu ignorieren, sondern mir/uns ein Weihnachtsfest nach meinen Wünschen und mit eigenen Ritualen zu basteln.
  • Erste Amtshandlung als offizielle Weihnachtsbeauftragte war der Kauf eines Weihnachtsbaumes. Eines „Alle Jahre wieder Weihnachtsbaum“
Werbung
  • Ich finde Natur zwar wunderschön, aber ich muss/will nicht jedes Jahr einen krummen Baum nur für ein paar Tage aussuchen müssen, der dann die ganze Bude voll nadelt. Außerdem ist es so einfacher, weil wir, bis sich meine Mutter verabschiedet, Heiligabend nicht hier verbringen werden. Als weiteres außerdem sei angefügt, dass man den „Alle Jahre wieder Weihnachtsbaum“ behängen kann womit man, also ich, will. Wenn ich will, kann ich Tanne anpinnen. Wenn nicht will, dann lasse ich es. Nur so zum Beispiel.
  • Als zweite Amtshandlung habe ich heute Kinokarten für Montag gekauft. „Der Grinch“ wird gegeben in Drei D. Ich freu mich drauf. Ich liebe Grün.
  • Und ich habe als Ganzjahresweihnachtsdeko einen Grinch bestellt … ich weiß nur noch nicht, ob ich einen grünen …
jaha … auch Werbung!

       … oder einen blauen …

und noch mehr  Werbung

   … bekomme.
   … ich weiß auch noch nicht, was ich lieber hätte – Grün liebe ich, aber der blaue mit           Pink wäre auch sehr cool …

  • Ich muss jetzt ein paar anständige Pläne für Weihnachten und die Tage davor machen. Nicht dass hier plötzlich doch noch der Weihnachtsstress ausbricht. Unter anderem muss ich herausfinden, wo ich mich wann am sinnvollsten einnisten kann, um unser opulentes Heiligabendmal (Würstchen mit Kartoffelsalat für uns und meine Mutter und Bratkartoffeln und Bratwurst fürs Kind) zu richten (vielleicht sollte ich doch nochmal über die Anschaffung eines Campingkochers nachdenken …macht das Leben und mich viel flexibler …)
  • Die Vanillekipferl, den/die Weihnachtsbrownies und die beiden Panettoni kann ich nächste Woche hier backen und mitnehmen
  • Wenn ich/wir gut bin/sind, schaffen wir es auch noch ein paar Gefüllte Weinblätter zu produzieren. Dann bekommt meine Mutter zwei kleine Gläser mit Schraubverschluss, weil sie den noch aufbekommt und damit sie etwas zu essen hat und meine Schwester bekommt zwei große WeckGläser mit Gummi zum Daranziehen, damit sie aufgehen, weil sie noch stark und immer hungrig ist
  • Ganz unweihnachtlich, habe ich nach anfänglichen Schwierigkeiten, weil keiner ans Telefon gehen wollte oder konnte, dann doch sehr erfolgreich für den 21. in Berlin ein großes Auto gemietet, damit wir mit dem Kind und seinem WG-Kumpel Ikea leer kaufen können. Die Jungs haben eine Wohnung gefunden (hört endlich das Daumen drücken und das ewige Ausfüllen und Hin- und Hergeschicke irgendwelcher Bürgschaftsdokumente auf – obwohl es Dank WhatsApp und einer guten Vernetzung meines smarten Phones mit dem Drucker, der auch scannen kann, nur halb so wild war) und die will gefüllt werden.  
  • Ich könnte hier langsam mal das Licht ausmachen.Es ist inzwischen hell genug draußen
  • Ich habe mich von den Amseln breitschlagen lassen und habe ihnen Weichfutter (ich teile mein kostbares, hochwertiges Biomüsli mit ihnen…etwas anderes, das sie fressen mögen, war gerade nicht da …hach! Ich kann so nett sein) auf den Balkon gestellt …

     … die vorwurfsvollen Blicke „Warum kriegen die anderen etwas und wir nicht?“               waren nicht mehr zu ertragen. Mit dem Satz „Ihr dürft im Frühling wieder meine             Balkonkästen ausgraben und ich werde dieses Mal nicht schimpfen“ ließen sie sich       nicht abspeisen.

  • Ich mache mich jetzt aus dem Blog. Ich muss heute noch zum Friseur. Lohnt eigentlich nicht, da ich die Haare etwas wachsen lassen will und sich der Haarwuchs eindeutig in der Winterruhe, sprich es wächst deutlich langsamer als sonst, befindet. Aber den Termin habe ich vor sechs Wochen gemacht. Da wusste ich noch nicht, dass meine Haare in den Winterschlaf gehen. Aber weil ich es jetzt weiß, werde ich nachher meinen nächsten Termin, den ich schon beim letzten Mal gemacht habe, um ein, zwei Wochen nach hinten verschieben und den darauffolgenden erst in einem Abstand von acht Wochen buchen.
  • Ich habe keine Lust zum Friseur zu gehen. Habe ich meistens nicht, weil es danach erstmal total doof ist. Obwohl es bei der Friseurin inzwischen geht. Wir nähern uns mit meinen Danachkopf immer mehr meinem Davorkopf an. Sprich ich sehe mir nachher noch so ähnlich, dass ich mich freudig im Spiegel wiedererkenne und nicht mehr ganz wie gerade beim Friseur gewesen und somit wie ein völlig fremdes Wesen von einem anderen Stern aussehe.
  • Eben habe ich mir von Word meinen Blogpost vorlesen lassen. Ich bin begeistert! Von beidem – der Möglichkeit und von meinem Geschreibe ;O)))

Sie sitzt immer noch da …

… und tut so als würde sie mich nicht sehen und ich sie somit auch nicht … 

Ist bestimmt kolossal gemütlich bei uns …