Alles gut, …

… aber ich befinde mich noch in einer emotionalen Schräglage und bin erschöpft. Die haben mir nämlich richtig Angst gemacht!

Da half es auch nicht viel, dass ich wirklich nette Begleitung hatte, die mir auch jetzt beim Bloggen zur Seite steht.

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Das ist FrieDa mit dem Stock im Arsch Eulenpopo …20180410_155433

… die dadurch ihren Kopf ganz eulenmäßig um 360° drehen kann …

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… von hinten sieht FrieDa aus, als würde sie einen alten zotteligen Mantel tragen. Sie gehört zum Stamm der Folkmanis und ist erst am Wochenende durch die Hand des Gatten …

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… zu mir gestoßen. Eigentlich sollte mich der MickRich …

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… begleiten, aber der fühlte sich heute Morgen nicht gut … zu viel Eulenfusel.

‚Tschuldigung! Ich schweife mal wieder vom eigentlichen ab … also … das war heute Morgen richtig großer Mist! Der Arzt ist eine gute Viertelstunde mit seinem Ultraschallkopf auf meiner linken Brust herumgefahren und hat auch weiträumig die Umgebung der Brust abgefahren. Alles ohne ein Wort zu sagen. Mit jeder Runde, die er fuhr, tat mir nicht nur die Brust immer mehr weh, sondern die Angst in selbiger und vor allem im Bauch stieg überproportional dazu an.
Das links etwas ist, das ihm nicht gefällt, wurde nur noch deutlicher, als er danach über die rechte Seite nur zweimal rasant darübersauste, mir erklärte ich könnte mich jetzt anziehen und wieder im Wartezimmer Platz nehmen. Sie würden noch eine Spezialaufnahme machen. Da war mir schon sehr schlecht und eigentlich wollte ich nicht ins Wartezimmer, sondern am liebsten in mein Bett … in die ganz tiefe untere Ablage.

Diese Spezialaufnahme hat sehr viel Spaß gemacht *ironiean/aus*.

Danach hatte ich ganz große Lust einfach nur noch zu heulen, aber das Wartezimmer war so voll und alle so blöd, dass ich mir natürlich keine Blöße geben wollte. War ja eigentlich auch nichts los … außer dass jemand ewig auf meiner Brust rumschallt, quälende Aufnahmen gemacht werden und keine Sau kein Mensch mit mir darüber und was passiert spricht – bis auf die unbedingt nötigen Anweisungen. Gibt in meinem kleinen, kreativen Kopf eine Menge Kino und eine riesige Portion Angst im Bauch.

Nach dieser Spezialaufnahme saß ich dann fast eine dreiviertel Stunde im Wartezimmer und las in meinem Buch. Wahrscheinlich sollte ich besser sagen: ich versuchte in meinem Buch zu lesen. Denn ich habe keine Ahnung, was ich vorhin gelesen habe. Es steht zu befürchten, dass ich alles noch einmal lesen muss.

Als mich der Arzt endlich zu sich bat, das tat er auch noch persönlich, sonst wurde man immer von einer der Damen abgeholt und in die entsprechende Behandlungsschachtel geschoben, hatte ich schon gar keine Lust mehr. War vom vielen Gruseln und Fürchten ganz müde … ein Blick in den Spiegel zeigte, dass ich nicht nur ganz müde aussah, sondern ziemlich blass und ungefähr so gezaust wie FrieDa.
In der Arztschachtel, die ich nur mühsam fand, weil er so schnell losgerannt ist und ich erst mein Buch verstauen musste, empfingen mich auf diversen Monitoren ganz viele Bilder meiner Brust. Ja, ich erkenne meine Brust. Ich habe schon viele Aufnahmen von ihr gesehen. Ist schließlich nicht das erste Mal, dass sie Dinge in meiner Brust finden, von denen sie meinen, das sie dort nicht hingehören.
Sie gehören aber dorthin. Das, woran er sich abgearbeitet hat, war/ist schon auf Aufnahmen aus den Jahren 2011 bis 2014 zu sehen … in dieser Zeit ging ich alle halbe Jahr zum Brustultraschall und sie fanden jedes Mal etwas anderes, das nix war … die ihm vorlagen und laut beiliegendem schriftlichen Befund bereits ab 2004 gesehen worden sind.
Ich habe an dieser Stelle, als mir klar wurde, dass es sich um Altlasten … um mein normales, mir bestens bekanntes Brustinnenleben geht, nicht noch ein zweites Mal versucht zu erklären, dass es sich bei der Biopsie, die sie bei der linken Brust gemacht hatten, um eine ganz andere Stelle und etwas ganz anderes ging.
Er hat sich und mich dann damit beruhigt, dass das, was er gefunden hat, anscheinend immer da ist und eher kleiner als größer geworden ist. Sich aber in der Darstellung an sich nicht verändert hat. Fein! An der Stelle hätte ich eigentlich richtig erleichtert sein müssen. War ich aber nicht. Ich wollte einfach nur nach Hause und mich für eine Weile vergraben. In der Tat bin ich emotional erschöpft. Bin müde vom mir Gedanken … Sorgen machen. Zu viel Kopfkino. Meine Brust ist schließlich nicht die einzige Baustelle … der Gatte hat am 19. wieder Termin beim Kardiologen … wie lange das mit meine Mutter in der eigenen Wohnung noch gut geht, ist auch so eine Frage … ich kann an alledem nichts ändern, aber es fällt mir schwer, es auszuhalten ohne etwas tun zu können … aktiv sein ist immer besser als passiv sein … für mich jedenfalls … Aktivität … etwas Planen … machen … ändern, und wenn es nur der klägliche Versuch ist, hält mich von zu viel sinnlosem Grübeln ab …

Jetzt gönne ich mir einen Wein und warte auf den Gatten und das Abendessen, zu dem er  heute eingeladen hat und das er dann vom Griechen holt, weil ich heute nicht mehr raus gehe … zu viel emotionale Schräglage … Prost!

Ach so! Lübeck finde ich immer noch doof! So sah es heute Morgen dort aus …

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… links unter der „Sonne“ ist das halbe Holsten Tor zu sehen … wenn ich mir Mühe geben würde, könnte ich auch noch sagen, um welche Kirche es sich handelt … auf jeden Fall ist morgens viel Verkehr in Lübeck und es ist noch arschkalt … ich war eindeutig underdressed …

17 Gedanken zu „Alles gut, …

  1. meine liebe Pia,
    natürlich denke auch ich (eine stille Mitleserin) schon seit einigen Tagen an dich, wollte mich aber mit Kommentaren, Umarmumgen usw. zurück halten… die hätten dir sowieso nicht geholfen. Schön, dass soweit alles gut ist, nun mußt du dich „nur “ noch erholen. Ich schreibe in den nächsten Tagen dazu und auch zu Lübeck noch ein wenig (ist aber keine Drohung – im Gegenteil)
    genieße nun den Abend, das leckere Essen, ein oder auch mehrere Gläschen Wein und dann Gute Nacht
    liebe Grüße
    Carlotta

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  2. Oh du Liebe, ich umärmel dich mal. Diese Ärzte, wie ich sie hasse. Von Seele haben die noch nie gehört. Dein zerzaustes Etwas sieht auch mitgenommen aus. Gib ihm mal was vom Essen ab. Manche Sorgen verschwinden einfach nicht, kommen immer wieder, kann man loslassen versuchen wir man will. Laß dich verwöhnen heut Abend! Alles Liebe! Ellen 😘

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  3. Liebe Pia, habe an dich gedacht.
    So einen ignoranten Arzt hatte ich vor einiger Zeit auch einmal. Hat sich aber was Besseres gefunden 😉
    Genieße den Abend, lass dich verwöhnen und schalte das Kopfkino aus.
    Morgen sieht die Welt schon wieder besser aus.
    Ich grüße dich
    Marion

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    • Bei der Mammographienachsorge, was es ja ist, hat man erstmal nicht so wirklich freie Auswahl. In Berlin waren sie allerdings in der Screening-Nachsorge-Abteilung wesentlich fitter, freundlicher, einfühlsamer und vor allem gesprächiger.

      Liebe Grüße
      Pia

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  4. Es ist sehr zu wünschen, dass mit diesem „Arzt“ mal einer seiner Gilde genauso verfährt wie er (sicher nicht nur) mit Dir. Was sind das für seelenlose Ignoranten und das hat auch nichts mit der vielzitierten „professionellen Distanz“ zu tun, das ist nur kalt und brutal. Aber Du hast es wieder mal hinter Dir und ich bin sicher, der Gatte wird alles tun, um Dich ein bisschen gerade zu rücken. Lass Dich also verwöhnen und komm gut durch die Nacht, sicher wird es Dir morgen schon wieder besser gehen!
    Das wünscht Dir mit lieben Grüßen auch an den neuen Puschel
    Regina

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    • Die Nacht war nicht so dolle, aber langsam wird es. Die Brust tut auch nicht mehr ganz so weh.
      Der Gatte tat und tut sein Möglichstes. Ist aber auch erst einmal damit beschäftigt erleichtert zu sein. Was verständlich ist.

      Liebe Grüße
      Pia

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  5. Nun, der Arzt hätte auch meines Erachtens etwas gesprächiger, erklärender sein können/sollen.
    Aber sei andererseits froh, daß er Dich sehr genau untersucht hat. Jetzt kannst Du auf alle Fälle vollkommen entspannt sein, und auch den nächsten Terminen (in einem Jahr oder wann immer) gelassen entgegegenblicken.
    Wirst sehen, auch der (Vorsorge?)Termin Deines Mannes wird zu einem entspannenden Ergebnis führen.
    Und sonst: alles Gute Dir!

    Herzlichst
    E.

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    • Ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber ich glaube Vorsorgetermine dieser Art werde ich nach diesem Erlebnis nicht mehr wahrnehmen.
      Wenn ich irgendwelche Veränderungen feststellen sollte, werde ich mir von meinem Arzt eine Überweisung zur Sonographie geben lassen. Ultraschall ist bei der Brust immer die bessere Wahl.
      Beim Gatten handelt es sich um einen Kontrolltermin des Herzens. Findet regelmäßig statt, weil er Dank seines Herzens eine Schwerbehinderung von 80% hat und seit es im Januar Auffälligkeiten gab, also der Kasten in seiner Brust aktiv war, sind die Kontrolltermin engen zusammengerückt …
      Liebe Grüße
      Pia

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