Seufz … Klempner

Am vergangenen Freitagnachmittag war der Klempner da, der schon am Montag kommen sollen wollte, um die von der Vermieterin spendierten neuen Wasserhähne im Bad zu installieren. Am Montag konnte er nicht kommen sollen wollten, weil er Rücken hatte, was er dem Gatten pünktlich zehn Uhr, da war der Termin, via WhatsApp mitteilte. Freitag hatte er dann nicht mehr Rücken und war sogar pünktlich, was, wie sich später Dank Internetrecherche herausstellte, gar nicht so schwer war, weil er quasi ums Eck wohnt.
Relativ schnell schraubte er dann unter großem Stöhnen und Ächzen die Hähne an die Wand … ans Waschbecken, wies uns daraufhin, dass der Abfluss vom Waschbecken neu gemacht werden müsste und dass das ganz einfach wäre und verschwand dann recht schnell wieder unter Zurücklassung ziemlich hartnäckigen Dreckes auf dem Fußboden von seinen Arbeitsschuhen. Ansonsten alles fein …

Das Klempnern übernahm dann der Gatte am Samstag. Ich hätte ja, aber er wollte unbedingt. Arbeitswillige soll man nicht aufhalten und so ein Abfluss, selbst wenn es der eigene ist, muss nicht unbedingt sein. Außerdem musste ich Brownies backen für die Vermieterin und das kann ich besser als der Gatte.
Der Gatte ächzte und stöhnte beim Abfluss montieren und war nicht froh, weil er ihn nicht dicht bekam. Dieser kleine Fehler ließ sich dann aber flugs beheben, indem er die noch auf dem Schrank liegende Dichtung an die dafür vorgesehene Stelle einfügte. Fein. Abfluss dicht, Gatte Feierabend, Gattin kann Bad putzen.

Beim Bad putzen musste ich dann natürlich noch einmal kontrollieren, ob der Abfluss auch wirklich dicht ist. Eine optische Täuschung ließ mich daran zweifeln. Nach dem ich mich ausführlich davon überzeugt hatte, dass der Abfluss dicht ist, machte ich mich ans Putzen des Waschbeckens. Dabei stellten dann der immer wieder unters Waschbecken kuckende Kontrollfreak in mir fest: Hey! Das ist was nicht dicht! Und das nicht dichte kommt aus dem Bereich Frischwasser. Also nicht der Gatte, sondern der Klempner hatte geschlampt. Wenn man … also frau … also ich ordentlich putzt, läuft Wasser zwischen Hahn und Waschbecken und dann in den darunter befindlichen Unterschrank … wenn er da steht. Gerade stand er nicht da, weil noch nicht fertig geputzt war.
Dieses Problem lässt sich durch eine Dichtung oder eine andere angleichende Maßnahme beheben (ich bin nicht Klempner von Beruf, aber mein allererster Freund war Klempner und damit ich ihn überhaupt mal sehe, bin ich an den Wochenende häufig mit ihm mitgegangen und habe mitgeholfen … ja, ich kann auch löten … heiß und kalt, ich kann auch Regenrinnen und Dächer) und so lang man nicht dauernd putzt oder den Wasserhahn anders ständig von außen unter Wasser setzt, ist alles gut. So hat der Gatte dann via WhatsApp mit dem Klempner verabredet, dass er heute Nachmittag kommt (ich liebe solche genauen Verabredungen … kann frau ihr Leben super planen).

Um Viertel nach drei quengelte ich den Gatte über WhatsApp an, dass der Klempner immer noch nicht da ist. Woraufhin der Gatte meinte, der hätte sich gerade gemeldet und gefragt, ob jemand da ist. Ja, klar ist jemand da. Ich.
Kurz danach kam der Klempner, schraubte ein wenig herum, tauschte noch den kaputten Umsteller für den Stöpsel aus, schmierte wieder klebrigen Dreck auf den Boden und verschwand ganz schnell.

Kaum war er weg, begab ich mich ins Bad zum Aufräumen und die Sache kontrollieren begutachten. Was habe ich festgestellt? Na klar, jetzt ist der Hahn locker. Man kann ihn fröhlich in alle Richtungen drehen.
Nun habe ich keine Lust mehr auf den Mann. Hab erst mal das Bad geputzt und nun sitze ich hier und überlege mir, wie ich ohne das passende Werkzeug den Hahn festbekomme. Seufz!

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Da der Gatte heute früher kommt, was ich zwischendurch erfuhr, werde ich, weil ich erst mal bloggen musste, nicht fertig sein, wenn er kommt, aber die Bolognese kocht immerhin schon und außerdem schneit es schon wieder. Der andere Kram war fast schon wieder weg … blöder Winter! (schmollend imaginäres Steinchen wegschiess)

Schöner wohnen …

… tun wir nicht.
Wir haben es uns im Rahmen unserer Möglichkeiten so gemütlich wie möglich gemacht. Unsere Einrichtung ist keinen Katalogen oder Schöner Wohnen-Heften entsprungen.
Ich habe schon immer sehr individuell und praktisch – heißt: ich kann alles allein wegtragen, eingerichtet gelebt.

Die Kücheneinrichtung, die diese Wohnung ziert, ist schon ein wenig in die Jahre gekommen, aber durchaus ausreichend und funktional … zumindest habe ich ganz viel Arbeitsfläche und das ist fein. Der Stauraum lässt ein wenig zu wünschen übrig.
Damit mir nicht jedes Mal die hochgestapelten Gewürze aus dem kleinen zusätzlich angebrachten Hängeschrank entgegen fallen und ich dann undamenhaft fluchen muss, …

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hinten rechts oben, der Schrank ist gemeint 

… haben wir beschlossen noch einen zweiten schmalen Hängeschrank zu kaufen und mit viel Glück an der Wand zum Halten zu bringen (die Wände in dieser Wohnung sind von sehr unterschiedlicher Güte … manchmal findet der Dübel Halt, manchmal auch nicht … und die entsprechende Wand ist relativ dünn … der Gatte hat schon einmal von der anderen Seite, dem Badezimmer, durchgebohrt … und ich habe die Löcher wieder zugemacht).

Freitag , als der Gatte wieder einmal Freigang von der Arbeit hatten, machten wir uns auf den Weg. Unsere erste Anlaufstelle war Poco. Äh … ja … spannender Laden. Wir erstanden zwei Fische für die Badewanne, einen Rahmen für den Frosch und einen Gürtel für den Gatten. Der Gatte hat eine Leidenschaft für Gürtel … aber das tut hier nichts zur Sache, wollte nur kurz erwähnt werden. Einen passenden Hängeschrank fanden wir nicht. So verließen wir den Laden schranklos und total beschwingt … laut lachend. Denn das dortige Kassensystem hat uns beide sehr überrascht. Es stehen wie woanders auch richtige Menschen an der „Kasse“, die die Artikel scannen. Das Geld muss man dann aber an einem Kassenautomaten verfüttern, der einem die Scheine gierig aus der Hand reißt, sich aber etwas schwer mit den Münzen tut. Sowohl mit denen, die er zu sich nehmen soll, wie auch mit denen, die er von sich geben soll. Den Kassenbon bekommt man dann wieder von den Menschen an der „Kasse“. So ganz wollte uns das Prinzip nicht überzeugen, aber es war sehr erheiternd.
Danach machten wir uns auf den Weg zu Roller. Dort war es total unspannend, aber wir fanden einen Hängeschrank. Sogar einen richtig netten … hübschen Hängenschrank.

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… nichts großes (wäre auch gar kein Platz für :O)) ), aber für unsere Zwecke ausreichend.

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Weil sich der Schrank so gut aufbauen ließ und die Küche dadurch tatsächlich nicht nur an Stauraum gewonnen hat, habe ich am Samstagmorgen, während des Frühstücks, Online einen weiteren gekauft, den wir dann am Samstagabend, nachdem das Kaffeetrinken mit unserer Vermieterin beendet war (… und die Gute wollte und wollte nicht gehen …) abgeholt und gestern am heiligen Sonntag angebracht haben.

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Jetzt ist alles fein … eben unser schöner wohnen.

Abwarten …

… Tee trinken …

20180212_101556(ich koste mich gerade durch die Teeproben, die meiner letzten Teelieferung beilagen … der, ein Darjeeling, ist es definitiv nicht)

… dem Wetter zu schauen …

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… es schneit als wenn es etwas dafür bekommen würde …

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… dicke, fette, schwere, große, feuchte Flocken …

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… selbst der Frosch, der keine Locken hat, zeigt sich tief beeindruckt.

Die Waschmaschine ruft piepsend nach mir und fordert meine Aufmerksamkeit … also doch nichts mit Abwarten … Tee trinken … dem Wetter zu schauen … eigentlich wollte ich noch etwas erzählen, aber dieses Gepiepse ist schrecklich … also gehorche ich dem Lockruf …