So lange wie ich WLAN habe, …

… kann ich mit dem neuen Brettchen alles machen, wozu es keine SIM-Karte braucht.

Ich könnte sogar telefonieren. Via Skype.

Ich könnte jetzt einfach auch mal das Teil aus der Hand legen, aufstehen und endlich das Teewasser, das schon vor einer halben Ewigkeit gekocht hat, über die Teeblätter kippen.

Wenn ich dann schon aufgestanden bin, kann ich auch gleich noch dem Staubsauger die Wohnung zeigen. Dann hat sich das Aufraffen wenigstens gelohnt.

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BaH!!!!!

Das würde ich nicht wollen …

… dass es sich so ein DrecksStadttaubenvieh vor meinem Küchenfenster … ein anderes Fenster käme auch nicht in Frage … gemütlich macht.

… ja, wegen bestehender Fluchtgefahr hat man meinen Arbeitsplatz vergittert.

Das kann aber auch sehr hübsch aussehen …

… Arbeitsknast mit blumiger Aussicht.

Warum einfach, …

… wenn es auch kompliziert geht.

Meine Mutter hat sich vor zwei oder drei Jahren ein Smartphone gekauft. Weil ich nicht schnell  genug reagiert habe (ich hatte meine Gründe … und hatte recht), ist sie in den Laden des Mobilfunkanbieters ihres Vertrauens gegangen und hat sich eine alte Gurke andrehen lassen. Viel zu wenig Speicherplatz. Seit dieser Zeit bin ich regelmäßig damit beschäftigt ihr Smartphone zu entrümpeln, damit es wieder läuft und sie ihre Spiele spielen, googlen und ihre Bilder kucken kann. Ein ziemlich mühsames Geschäft.

Neulich wollte sie sich ein neues Smartphone kaufen. Das scheiterte zum Glück daran, dass sie ihr altes Smartphone zu Hause vergessen hatte. Stattdessen hat sie sich für viel Geld einen neuen Kühlschrank gekauft. Womit natürlich das neue Smartphone nicht wirklich vom Tisch ist. Das Kind hatte mir dann noch erzählt, dass das Smartphone, das in der ganz engen … allerengsten Wahl ein S8 ist … ja, wenn schon, denn schon.

Nun finde ich, ganz garstige Tochter, das manche Dinge nicht gehen. So nicht sein können. Wozu so ein schweineteures Teil, wenn sie damit sowieso nicht umgehen kann und es eigentlich auch nicht braucht. Außer zum Spielen, googlen und Bilder kucken. Nein, sie telefoniert damit nicht. So gut wie nicht jedenfalls. Und sie schreibt auch keine SMS. Und WhatsApp und anderes in der Richtung sind ein Buch mit mehr als sieben Siegeln … worüber ich sehr froh bin.

Nachdem wir heute Morgen am Telefon wieder einmal eine lange Diskussion über das schon wieder nicht wollende Smartphone hatten, habe ich gedacht, dass nun vielleicht doch Handlungsbedarf besteht. Ganz besonders wo ich festen Willens bin, obwohl es mich sehr … noch sehr quält – ich hoffe mich bis dahin darüber hinweggesetzt zu haben, dass ich nicht der deutschen DIN-Norm entspreche und nicht mein Kind das Nest verlässt, sondern ich das Nest des erwachsenen Kindes, Ende des Jahres diese „schöne“ Stadt zu verlassen und dem Gatten ständig auf den Wecker zu gehen.
Zuerst habe ich mich bei Ebay nach gebrauchten Smartphones umgesehen. Mmmmhhhmmm … immer noch viel Geld für oftmals viel Schrott. Tja, dann nahm das Schicksal seinen Lauf und ich habe mir ein neues smartes Phone gekauft und meine Mutter bekommt mein altes. Naja, so alt ist es noch nicht. Noch keine zwei Jahre und es ist absolut in Ordnung. Äußerlich als neuwertig zu bezeichnen. Da es immer in einer Hülle steckte und eine Displayschutzfolie trug und weil ich sowieso immer sehr nett zu meinen Sachen bin…. außer zum Gatten, aber der ist auch keine Sache. Rebuy würde mir dafür noch 200 Euronen geben – fürs Smartphone, nicht für den Gatten.

Es ist unglaublich was so ein Smartphone Kauf für einen Rattenschwanz hinter sich herzieht. Zum einen musste sich der Gatte auch ein neues kaufen, zum anderen braucht so ein Phone etwas anzuziehen. Nackt geht gar nicht. Ich habe viel zu trockene Finger. Es würde mir ständig entgleiten.
Dann braucht es eine Displayschutzfolie. Die können mir ja viel erzählen, wie hart ihr Glas ist. Die kochen bestimmt nicht immer mit ihrem Smartphone. So ein spitzes Messer fliegt schnell mal durch die Küche Dank der trockenen Finger.

…vielleicht wäre für mein smartes Phone eine Neoprenanzug die beste Schutzhülle … schützt gegen Nässe und gegen Mehlstaub und HaiMesserattacken

Desweiteren braucht es eine neue SIM-Karte. Meine kann nicht Nano. Ich habe zwar einen Nano-Cube mit Zwerggarnelen drin, aber keine Nano-SIM-Karte .. weder mit noch ohne Zwerggarnelen.

Ja, so ein Smartphone Kauf ist sehr komplex. Um nicht zu sagen kompliziert, aber eigentlich müsste jetzt alles gut sein.

Nun heißt es nur noch warten. Heute Abend auf den Mann von DHL mit dem smarten Phone. Der beteuerte in einer SMS, dass er zwischen 18:25 Uhr und 18:55 Uhr das Teil abliefern will.
Morgen Abend auf den Götterboten, der Hülle und Folie bringen soll.
Zwischendurch kommt noch UPS und bringt den gestern bestellten Nagellack. Nee, den brauche ich nicht fürs smarte Phone. Gestern wusste ich noch nicht, dass ich heute ein smartes Phone brauche.
Die SIM-Karte geht zum Gatten, weil die Telefonmenschen erst meinten nicht so schnell zu sein und ich mich am Freitagmittag mit dem Zug wieder auf den Weg von B nach A mache. Ein bisschen ärgerlich ist, dass die Telefonmenschen nun doch ganz schnell waren und die SIM-Karte schon auf dem Weg ist. Zum Gatten natürlich, aber das macht nichts. Dann kann sich der Gatte schon mal mit der Karte unterhalten bis ich komme.

Und wenn ich dann wieder da bin, dann trage ich mein altes Smartphone zu meiner Mutter, werde es ihr einrichten und muss mich dann hoffentlich nicht immer über das Smartphone unterhalten und mich drum kümmern. Zumindest geht es dann schneller, weil ich es wie meine Westentasche kenne.

Ein wenig traurig … wehmütig bin ich aber schon. Ich mochte mein smartes Phone, liebevoll Brettchen genannt, weil es nach dem Vorgänge, ein S3 Mini, riesig war, sehr sehr gerne.

Rezept kann ich nicht

Ein richtiges Rezept für das Gulasch, den Gulasch geht auch, habe ich gerade nachgesehen, kann ich nicht liefern, weil ich nicht nach Rezept koche. Gulasch ist das Ziel und was unterwegs an Zutaten und in welcher Menge dazu kommt, wird spontan entschieden.

Für das Gulasch kaufte ich ganz bewusst 800g Bio-Rindergulasch von Aldi. Schön marmoriertes, aber mageres Fleisch. Wirklich toll. Das schleppte ich nach Hause und tat es in den kühlen Schrank, weil es noch nicht gebraucht wurde. An diesem Tag stand Steak auf dem Speiseplan … Steak, Mais, selbstgemachte Pommes und selbstzusammengerührte Kräuterbutter.
Am nächsten Tag kramte ich das Gulasch wieder aus dem kühlen Schrank, befreite es aus seiner Verpackung und ließ es erstmal atmen und sich für mich erwärmen. In der Zwischenzeit ging ich den zeitgleich aus dem kühleren Schrank entwendeten Zwiebeln und Knoblauch an die Pelle … es handelte sich um ungefähr 4 große Zwiebeln und 2 große Zehen Knoblauch … und zerlegte sie in hübsche Würfel … die Kantenlänge ist nicht wichtig.
Ach ja! Ich hätte sie glatt vergessen, aber der Gatte erwähnte sie gerade … die 7 bis 9 Mini Roma Tomaten habe ich nach dem Waschen erschossen geviertelt und auf dem großen Brett neben den gewürfelten Zwiebeln und Knoblauch ruhen lassen.
Während sich die Kokotte (der Schmortopf) mit ein wenig Öl darin auf dem Herd erwärmte, suchte ich den ein wenig in den Schränken herum und stellte

  • Fenchelsamen
  • Chili
  • süßes Paprikapulver
  • Tomatenmark
  • Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • ½ l Wasser
  • 1 Lorbeerblatt

bereit.

Zuerst habe ich den Fenchelsamen (ungefähr einen Esslöffel) in das heiße Öl geworfen, angeröstet und mich gefreut, dass es so köstlich riecht … ich liebe den Geruch von geröstetem Fenchelsamen. Dann warf ich die Zwiebel- und die Knoblauchwürfel hinterher und ließ sie ebenfalls rösten. Nachdem sie ein wenig Farbe angenommen hatten, es in der Küche sehr lecker roch, quetschte ich ca. einen Esslöffel Tomatenmark aus der Tube und röstete den unter Rühren ebenfalls an. Fenchel, Zwiebeln und Knoblauch habe ich natürlich während des Röstvorganges auch ganz liebevoll begerührt. Jetzt kam etwas Zucker in die Kokotte (naja … vielleicht war es ein ¼ Teelöffel voll) und wurde karamellisiert. Dann warf ich die Tomaten rein, rührte um, streute nach Gutdünken Paprika, Chili, Salz und Pfeffer aus der Mühle dazu, kippte das Wasser darüber, rührte schon wieder um, warf das Lorbeerblatt hinterher und schloss dann den Deckel der Kokotte und ließ das Ganze ca. 20 Minuten köcheln.
Derweil räumte ich die Küche auf, schalte den Backofen ein und heizte ihn auf 180° an.
Nach 20 Minuten lüftete ich den Deckel der Kokotte, kostete den Zaubertrank, streute noch ein wenig Salz und Pfeffer hinein, rührte um und ließ dann das Fleisch in den Zaubertrank fallen. Machte den Deckel zu, sperrte das Gulasch für die nächsten ca. vier Stunden in Ofen und machte mir einen bunten Nachmittag.
Einmal war ich zwischendurch kucken … nach ca. drei Stunden … wie es dem Gulasch geht. Die Probe, die ich machte, sagte, dass es noch braucht, aber am Ende ganz köstlich sein wird. Was mich dazu veranlasste dem Gatten einen WhatsApp zu schreiben, in der ich ihm mitteilte, er möge sich bitte etwas zu Essen von unterwegs mitbringen, weil das mit dem Gulasch nichts wird … schade, er hat es nicht geglaubt und ich musste ihm am Ende tatsächlich etwas … etwas mehr abgeben.

Diese Art des Gulasch kochen finde ich ganz großartig, weil es am Ende nur halb so doll stinkt und gar nicht fettsprießt, weil das Anbraten des Fleisch wegfällt.