Super!

Brille kaputt … rechtes Ärmchen ab.

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… vielleicht ist sieht sie ohne mich besser dran

Vermutlich reparabel, aber ich habe mich trotzdem zu einer neuen Gleitsichtstudie bei Brillen.de angemeldet. Die letzte Brille ist zwar noch nicht so lange her … siehe da … aber ich habe schon seit einiger Zeit das Gefühl noch schlechter kucken zu können. Also ist der abgebrochene Bügel eine gute Gelegenheit das in Angriff zu nehmen. Lust habe ich keine, Geld eigentlich auch nicht, aber schon morgen einen Termin beim Optiker. Dann nehme ich die kaputte Brille mit und werde sehen, was sie für mich die Brille tun können. Bis dahin lege ich mich ins Bett und tue nichts, weil ich nichts sehen kann hangele ich mich halbblind mit den noch zur Verfügung stehenden Altbrillen durch Leben.

Jetzt gehe ich Bad putzen. Geht bestimmt schnell … was man nicht sieht, muss man nicht weg putzen …

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Eine schöne Seite …

… des Sommers:

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Schnell in die Zehentrenner geschlüpft und los gelaufen. Ich liebe sie und liebe es die Füße nicht in Socken und feste Schuhe stecken zu müssen. Außerdem kann ich der Welt meine mühsam, aber schlampig auf die Zehennägel gemalten Regenbögen zeigen … was man/frau Sonntags so tut, wenn es für andere Dinge zu warm ist …

Statt faul …

… auf dem noch relativ kühlen Balkon (kühl wenn man 21° am Morgen als kühl bezeichnen kann) herumzuhängen und Buchstaben in die virtuelle Welt zu schicken, sollte ich mich lieber aufraffen und in eben dieser morgendlichen Kühle den hausfraulichen Pflichten nachgehen, damit ich nicht jammern und klagen muss, weil es so warm ist. Hab aber keine Lust! Und davon ganz viel!!

Ich war aber heute Morgen nicht gänzlich untätig. Die Waschmaschine hat Dank meiner Hilfe in zwanzig Minuten ihren Teil unseres gemeinsamen Werkes erledigt. Was heißt, dass ich gleich mit meinem Teil, dem Wäsche aufhängen, dran bin. Desweiteren habe ich die Burgerbrötchen für heute Abend gebacken …

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Ja, ich hätte mir etwas mehr Mühe gegeben können und die Brötchen gleichmäßiger rund formen können. Vielleicht hätten sich aber auch die Brötchen mehr Mühe geben können und gleichmäßiger rund aufgehen können. Wie es auch sei, ich vermute, sie werden lecker sein. Der Vorkoster ist leider noch nicht aufgestanden. Ich könnte ja auch so ein Ding verkosten, aber dann muss ich mein Burgerfleisch heute Abend nackt essen. Zweimal am Tag so ein dicker Brocken ist leider gestrichen.

Ich geh jetzt mal meine Motivation und eine Kopfschmerztablette suchen. Wobei das mit der Kopfschmerztablette leichter zu bewerkstelligen ist. Von ihr weiß ich, wo sie ist. Die Dinger sind seit Tagen meine Begleiter … nörgs.

Auf in einen neue Woche, an deren Ende eine Zugfahrt ins Wochenende zum Gatten und den Fischen (Sag nicht immer Fische, höre ich den Gatten sagen) Zwerggarnelen steht. Ich freu mich schon mal vor.

Sonntagmorgen …

… und der Tag macht seinem Namen alle Ehre, er startet sonnig, aber leider viel zu warm. In der Nacht hat es sich gerade mal auf 20° abgekühlt. Dem entsprechend war meine Nacht … Schwamm drüber.

Ich habe mich mit meinem Kaffee und dem Yoga auf den Balkon verzogen und lassen mir ein Muster auf die Füsse brennen, …

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… so lange es noch halbwegs erträglich ist und lese das Internet ein wenig leerer und füge selbst noch ein paar Buchstaben hinzu.

Nebenbei schreibe ich ein paar Kalorien auf, weil ich seit Dienstag mein Gewicht „resette“. Ganz schlicht mit FdH und brav Kalorien notieren. Hat vor mehr als 30 Jahren für 25 Kilo Abnahme funktioniert, wird es jetzt wohl auch für die vier bis fünf Kilo reichen. Zumal es heute so schöne Apps gibt, in die man seine Zahlen eintragen kann und andere für einen Rechnen.
Für den Reset habe ich mich entschieden, weil es mir ganz fürchterlich aufs Gemüt schlägt, dass sich unaufhörlich ein Gramm zum anderen an meiner Körpermitte und woanders natürlich auch, niederlässt. Das ist nicht gut für meinen Kleiderschrank, aber vor allem ist es nicht gut für meine Arthrose geplagten Gelenke und die sich immer mehr versteifende Wirbelsäule.
Ich hege die irre Hoffnung, dass es nach diesem Reset einfacher ist das Gewicht zu halten, weil ich und mein Körper nach der Runde FdH begriffen haben, dass wir mit weniger auskommen. Schließlich brauchen wir Dank der Wechseljahre rund 400 Kalorien weniger am Tag. Seltsam, dass das mein Körper nicht von allen kapiert. Naja, so ganz seltsam auch nicht. Wenig und schlecht Schlafen macht nämlich Hunger und das gibt noch das eine oder andere Gramm dazu. Hier nachzulesen.

Erstaunlicherweise habe ich seit Dienstag schon zwei Kilo verloren. Klar, in erster Linie Wasser, aber das ist ganz schön, weil jetzt meine Ringe wieder besser passen. Bei der Sommerwärme und dem schwülen Wetter sind die Finger sowieso immer dicker. Kann ein bisschen Verlust an eingelagertem Wasser nur helfen.

Ich kucke jetzt mal, ob ich nicht vielleicht doch noch eine Linkliste in die Seitenspalte eingebaut bekomme. Bisher bin ich zu doof zu.

Wie viel sind wir unseren Eltern schuldig?

Achtung! Lang und „tiefsinnig“

 

Ich glaube nichts!

Ich für mich und auf meinen Sohn bezogen, würde ich das so sehen. Er ist mir nichts dafür schuldig, dass ich ihn in die Welt gesetzt und groß gezogen habe. Ich habe mich ganz egoistisch dafür entschieden, ihn haben zu wollen. Ganz bewusst – ja, ich will (… und das auch noch ohne dass ich wusste, was auf mich zu kommt)! Ich habe ihn nicht gefragt (… ging ja auch nicht, schon klar). Warum sollte er mir dann etwas schuldig sein?
Füttern, Popo wischen, sich sorgen, schlaflose Nächte und vieles andere gehören zu dieser Entscheidung mit dazu.
Er hat mich von sich aus großzügig belohnt. Er schenkte mir sein erstes Lächeln und sein erstes bewusstes Lachen – es war so wunderschön und kam aus tiefster Seele … aus dem Bauch … Glück, Freude pur … unverfälscht und ein bisschen dreckig 😉 (… dass er über mich gelacht hat, sei ihm verziehen). Das ist mehr als genug … außerdem sagt er mir seit dem er reden kann und vielleicht durch mein Vorplappern und Vorleben begriffen hat, was es bedeutet/wie es sich anfühlt, mehrmals am Tag, wie lieb er mich hat. Selbst wenn er jetzt damit aufhören würde, würde es bis an mein Lebensende reichen – von der Menge des Gesagten ausgegangen, wenn er aufhören würde mich lieb zu haben, würde mir schon etwas fehlen, aber zwingen könnte ich ihn nicht. Auch dazu ist er durch seine Geburt nicht verpflichtet.
Ich möchte nicht, dass sich meine Kind am Tage X, wenn ich nicht mehr kann, um mich kümmern muss. Ich will nicht, dass er mir den Hintern wischt und den Sabber wegmacht. Das weiß er auch.

Wie ich auf diese mehr oder weniger tiefsinnigen Gedanken komme? Ich hatte heute viel Zeit zum Nachdenken, weil ich lauter Dinge getan habe, bei denen ich gut nachdenken kann und bei denen mir die wundersamsten Erkenntnisse oder Einfälle kommen … ich habe geduscht (allein), ich bin Rad gefahren (allein) ich habe geputzt (allein) und ich war bei meiner Mutter (allein).
Dort habe ich, wie schon geschrieben, allein geputzt. Königinmutter sass derweil da und hat gespielt. Gut, hat den Vorteil, dass ich dann nicht reden muss, sondern mich ganz meinen Gedanken hingeben und meinen eigenen Stiefel, bei dem ich aufpassen muss, dass ich nicht zu gründlich putze, runter putzen kann.
Dabei habe ich, wie so oft, darüber nachgedacht, warum ich das eigentlich tue. Warum tue ich Dinge für meine Mutter?
Aus Liebe? Ganz sicher nicht!
Aus Respekt? Nein, auch nicht.
Weil ich ihr etwas schuldig bin? Aus meiner Sicht – ganz und gar nicht.
Sollte ich ihr jemals etwas schuldig gewesen sein, was ich aus ihrer Sicht sicher bin, habe ich das bereits in meiner Kindheit und Jugend, damit abgeleistet,

  • dass ich mich um mich alleine gekümmert habe
  • dass ich meine Eltern aus den Kneipen geholt habe
  • dass ich nachts durch die Straßen gezogen bin und den fehlenden Elternteil gesucht, von einem Gartenzaun oder Laterne gelöst oder aus einer Hecke geholt und nach Hause gezerrt habe, wenn nur einer von beiden allein betrunken nach Hause kam
  • oder wenn ich mal wieder dazwischen gegangen bin, wenn sie sich besoffen geprügelt oder sich gegenseitig Bierflaschen auf dem Kopf zerschlagen haben … mit Vorliebe zu Weihnachten.

Es gäbe noch mehr Dinge, die ich aufzählen könnte, mit denen ich aus meiner Sicht alles, was ich meinen Eltern jemals schuldig gewesen sein sollte, abgeleistet habe.
Meine Mutter/meine Eltern wollten nie Kinder. Was sie immer sehr deutlich gesagt haben. Meine große Schwester war noch okay. Man war jung verheiratet, da gehörte damals zwangsläufig ein Kind dazu. Ich habe mich eingeschlichen. Als sie mich bemerkten, war es zu spät den etlichen vorangegangenen Abtreibungen noch eine hinzuzufügen … der letzte Versuch. Danach gab es zum Glück die Pille.

Warum tue ich es dann?
Um vielleicht doch noch irgendwann von ihr geliebt zu werden? Nee, dafür ist es zu spät. Den Wunsch habe ich vor langer Zeit aufgegeben. Auch den Wunsch ihr etwas recht zu machen … kann ich sowieso nie nicht.
Um ihr eine Freude zu machen? Auch nicht. Freut sich sowieso nicht.

Ich glaube, aus tiefsten Pflichtbewusst sein. Man hilft halt, wenn man kann. Mache ich an anderer Stelle auch.
Außerdem ist es Familie, ja, kann man sich nicht aussuchen … bin ich die letzte, die sie noch hat. Mit meiner Schwester redet sie seit mehr als zwanzig Jahren nicht mehr und mein Vater hat es vor zehn Jahren vorgezogen sich mit Selbstmord in kleinen Raten feige aus dem Leben zu stehlen. Von ihren Bekannten und Freundinnen hat sie sich zurückgezogen.

Um jetzt den Kreis zum ersten Absatz zu schließen – ich werde meiner Mutter nicht den Hintern wischen und auch auch nicht den Sabber wegwischen. Auch wenn sie das gerne will und meint es würde ihr zustehen. Ich will das nicht! Außerdem habe ich auch diesen Punkt schon erfüllt.

Jetzt geh ich in die Küche. Begebe mich direkt dorthin und verkleide den Schweinenacken mit einer Marinade, damit er später für den Grill hübsch ist und mansche eine Kräuterbutter zusammen, damit das Kind sich freut.