Es lief sich …

… heute Morgen sehr, sehr schwer.

Keine Ahnung warum … (vielleicht zu tiefes Geläuf nach den Regenfällen der letzten beiden Tage – Altdeutsch Matsch genannt).

Aber egal! Das Wichtigste ist, dass ich den 🐷🐶 besiegt habe. Der war heute ganz übel drauf …

Jetzt Frühstück mit zwei angebissenen Dreiecken …

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Das Muster ist nicht schwer

Ich habe es verstanden.

Ich kann es auswendig stricken.

Ich bin trotzdem zu doof es zu stricken.

Das ist der 4. Versuch. Wie man an der gewickelten Bauchbinde des Knäuels sieht, war ich schon mal wesentlich weiter …

… gnarf … zu doof zu … ooooohmmmm …

Quatsch! Gar nicht zu doof! Ich teste bloß die Wolle auf ihre Haltbarkeit … Ausdauer … Langlebigkeit (wie lange sie mich aushält) … ein hochprofessioneller Qualitätstest … 🙈

Ich merke gerade, …

… dass ich bei der Planung meines weiteren Lebens einen entscheidenden Fehler mache:

Ich würde es gern allen recht machen.

Geht aber nicht. Ich kann keinen Spagat, nicht zaubern und nicht fliegen, mich nicht verdoppeln (gut, das könnte ich schon, aber das würde die Masse noch träger machen) und somit nicht an zwei Orten gleichzeitig sein.

… ich denk trotzdem nochmal nach, ob es nicht doch irgendwie geht … verbohrt bis zum Letzten … 😊

Die Sache mit dem Schlafen

Früher habe ich, wenn ich kein Kopfkino gemacht habe und nicht so tief in der Depression gesteckt habe, geschlafen wie ein Stein. Man hätte mich wegtragen, aus dem Fenster schmeißen oder auf die belebte Straße legen können, ich hätte es nicht gemerkt oder wenn doch einfach darüber hinweg geschlafen.

Dann kam das Kind und der Schlaf wurde sehr viel flacher und weniger … sehr viel weniger in den ersten Jahren – irgendwas war/ist ja immer nachts.

Dann kamen die Wechseljahre und mit ihnen das nicht Schlafen können. Damit es nachts nicht so langweilig und einseitig ist, gesellte sich zuerst die Hüftarthrose und seit neustem die Schulter dazu. Hüfte und Schulter schaffen einen sauberen Ausgleich – Hüfte links, Schulter rechts. Nicht dass ich vielleicht eine Seite hätte, die sich gemütlich liegt … wie ich es hasse. Im Allgemeinen habe ich aufgehört die Stunden zu zählen, die ich geschlafen habe. Obwohl mir das bei meiner Fähigkeit nur bis drei zählen zu können, gerade noch gelingen würde. Aber wozu zählen? Mehr wird es davon auch nicht.

Was ich eigentlich erzählen wollte:

In der Nacht von Montag auf Dienstag schlief es mich sehr schlecht. Es war vorher klar, dass das passieren würde. Wenn ich kurz nach vier aufstehen muss, damit ich meinen Zug bekomme, schlafe ich vorauseilend schlecht bis ziemlich gar nicht, weil ich ja verschlafen könnte. Und weil ich verschlafen könnte, kann ich nicht einschlafen und wer nicht einschläft, kann nicht schlafen. Hat eine gewisse Logik. Am Montagabend war ich um halb zwölf aber ausnahmsweise eingeschlafen. Leider nicht sehr lange, weil mich das süße Schnarchen, des an mich gekuschelten Gatten, direkt in mein Ohr, weckte. Auch nachdem ich den Gatten von meinem Ohr abgewendet hatte, konnte ich natürlich nicht wieder einschlafen. Erstens aus Prinzip und zweitens weil der Gatte weiter schnarchte und ich das Ohropax nicht benutzen wollte, weil ich dann um kurz nach vier den Wecker nicht hören würde, falls ich doch noch einmal einschlafen sollte. Um kurz nach eins nahm ich mein Kissen und meine Decke und zog in mein Zimmer. So wirklich Schlaf fand ich da aber auch nicht. Ja, ich habe gründlich gesucht. Das letzte Mal schaute ich um fünf vor vier auf die Uhr. Wenig später holte mich der Wecker dann aus dem gerade begonnenen Schlaf.

Die Zugfahrt hatte auch nicht wirklich viel Schlaf zu bieten, sodass ich den Dienstag ziemlich müde verbrachte. Abends beim allabendlichen Telefonat mit dem Gatten um kurz nach zehn habe ich mich ganz schnell verabschiedet und bin gegen halb elf ins Koma gefallen. Das hielt bis kurz nach vier. Ich war, als ich erwachte und realisierte wie viele Stunden ich am Stück geschlafen hatte, ganz verwirrt. Die Uhr musste kaputt sein. Ich habe keine Erinnerung daran, wann ich das letzte Mal so viele Stunden am Stück geschlafen habe. Das wieder Einschlafen war nach dieser Erkenntnis recht schwierig, aber mit größerer Pause war noch eine kleine Runde drin bis halb sieben.

Nach so einer großen Portion Schlaf war ich gestern natürlich ganz dynamisch. Zuerst trank ich ganz gemütlich Kaffee, schrieb Mails, telefonierte, machte unteranderem einen Zahnarzt Termin, kramte schon mal die CDs raus, die ich bei Rebuy verkaufen wollte und stellte sie mitten auf den Tisch, damit ich nicht drumrum kam und ging dann laufen. Dabei und während ich duschte und im Anschluss beim Wäscheaufhängen, plante ich im Groben meinen Umzug und Weihnachten. Ging dann mit dem Kind einkaufen, buk, nachdem wir wieder zu Hause angekommen waren, Brownies. Danach verzog ich mich in mein Zimmer und arbeitete mich durch die CDs … die Guten, die die sie haben wollen, nach rechts, die anderen nach links. So schafft man relativ schnell etwas weg. Noch ein paar Bücher hinterher geschoben und dann sah es so aus:

Der Gegenstapel sah so aus:

Das fertige Paket hatte eine interessante Größe …

… und solch ein Gewicht, dass ich das Kind bat es wegzutragen – hat er vorhin auch schon erledigt … braves Kind … ich habe die Kiste aber auch unübersehbar genau neben seinem Schreibtisch positioniert … hab ich sogar zweimal machen müssen, beim ersten Mal hat er sie zurückgeschleppt 🙃

Jedenfalls und überhaupt, um wieder aufs Schlafen zu kommen, hat mich der gestrige Tag zwar ziemlich zufrieden gemacht, aber auch so beschäftigt, dass ich heute Nacht von kurz nach elf bis um halb vier wieder nur sehr lückenhaft und danach gar nicht mehr geschlafen habe. Dafür habe ich meine Klamotten bestimmt fünfmal gedanklich entrümpelt und bin genauso oft umgezogen.

Vielleicht sollte ich es einfach ganz pragmatisch sehen – wenn ich so weitermache, habe ich alles entsorgt, brauche kein Auto zu mieten und mache meine Umzug mit einer großen Tasche unter dem Arm und der Bahn und schlafen kann ich irgendwann, wenn es sich mal ergibt.

Auch wenn die Chefin weg ist, mache ich mich jetzt doch mal an die Arbeit, für die ich bezahlt werde.

Ich koche …

… die Zeit bis die Brühe durchs Sieb gelaufen ist, muss man sinnvoll nutzen …

…hoffentlich schafft sie es rechtzeitig, bis der Gatte von der Arbeit kommt …

… und vor morgen 05:53 Uhr, da muss ich den Zug erwischen … ich würde sooooo gern hierbleiben …

Ich könnte heute ein paar gedrückte Daumen gebrauchen!

Warum?

Damit der Sturm keinen Baum auf die Gleise kippt und mich heute Mittag (13:23 Uhr) der ICE von Berlin nach Hamburg bringt. Möglichst auch ohne Umwege.
Ich wurde erst das letzte Mal wegen eines Notarzteinsatzes am Gleis in Höhe Büchen, was nichts anderes bedeutet als schon wieder mal ein Selbstmörder, der einem Lokführer das Leben schwer macht, in Wittenberge gestoppt, gewendet und nach Stendal zurückexpediert, um von dort über Uelzen, dort hielten wir ein weiteres Mal, weil der Lokführer getauscht werden musste, weil seine erlaubte Fahrzeit ausgeschöpft war, nach Hamburg umgeleitet. Das brachte mir etwas über zwei Stunden Verspätung und ein Bahnwasser, ab 60 Minuten Verspätung gibt es kostenlos ein Wasser von der Bahn, ein. Und die heftigsten Hüftschmerzen, die ich seit langer Zeit hatte. Ich habe in der Nacht so gut wie kein Auge zugemacht, weil ich vor Schmerzen nicht wusste, wie ich liegen soll. Würde ich Ibuprufen vertragen, hätte ich sicherlich die ganze Packung leergefressen in der Hoffnung, dass es die Schmerzen lindert. Muss ich nicht so schnell wiederhaben.

Also bitte heute einmal Daumen drücken oder an den Gleisen stehen und die Bäume festhalten. Danke schön!