Erste Male

Selbst mit 54 Jahren gibt es noch erste Male. Diese Woche hatte ich sogar zwei:

  • ich habe mir zum ersten Mal Tupperware gekauft. Einen Schüttelbecher. Einen kleinen Schüttelbecher. 250 ml. Mit 50 ml Anzeige. An sich ganz fein, aber ich bezweifle, dass das Ding ewig hält. Wird ja immer behauptet, dass Tupperware nicht kaputt zu kriegen ist. Ich hatte schon beim ersten Spülen, den Deckel für den Ausgießer in der Hand. Ist sicher so gedacht, aber ich glaube nicht, dass die kleinen „Füßchen“ mit denen der Deckel wieder befestigt werden kann, lange halten. Ich bin gespannt und werde emsig schütteln. Als Härtetest quasi.
  • ich war heute das erste Mal bei einem für mich neuen Friseur (ich suche hier in der neuen Heimat noch verzweifelt nach dem richtigen Friseur) … äh … ja, dieses erste Mal meine ich nicht – was ich meine ist der Umstand, dass ich das erste Mal in meinem Leben ganz genau weiß, wann ich das nächste Mal zum Friseur gehe … am 25.09. … ja, war nett dort und sieht ganz hübsch aus auf dem Kopf und da sie immer langfristig ausgebucht ist, habe ich langfristig den nächsten Termin gemacht … absagen kann ich immer noch, falls ich dann doch mit dem Ergebnis auf meinem Kopf nicht zufrieden sein sollte – was ich aber nicht glaube … sie hat sich wirklich viel Mühe gegeben … individuell … mir angepasst … kein Schnitt aus der „Tüte“ … nein, ich habe kein Kunstwerk auf dem Kopf und genau das passt (eigentlich habe ich nicht mehr viel auf dem Kopf … immer wieder erstaunlich wie viel man von kurzen Haaren abschneiden kann)

Kein erstes Mal, aber trotzdem immer wieder erstaunlich – ich schaffe es nicht, so doof zu denken, wie sich meine Mutter verhält.
Meine Mutter brauchte/wollte ein neues Telefon. An sich kein Problem. Kann ich ihr bestellen, wird ihr dann nach oben gebracht und das Anschließen ist nicht schwer. Sollte sie hinkriegen. Dachte ich …

Zuerst dachte ich, es wäre ausreichend, wenn sie ein neues schnurloses Telefon ohne AB, da der viel zu schnell dran geht und den sie sowieso nicht bedienen kann, bekommt. Weit gefehlt! Ohne AB geht gar nichts!!! wurde mir vehement mitgeteilt.
Nächster Vorschlag meinerseits: Telefon mit zwei Mobilteilen – eins fürs Wohnzimmer, eins fürs Schlafzimmer (schont den Akku, weil sie eh meistens im Bett rumliegt), AB, großen Tasten und großem Display – „Ich brauche keine großen Tasten und kein großes Display und einen AB brauche ich auch nicht!“
Okay! Nächstes Angebot – normales Telefon ohne AB, aber zwei Mobilteile. Ja, das fand Gnade und durfte bestellt werden.
Habe ich getan. Netterweise hat das große A es sogar geschafft das Telefon gestern wie versprochen bei ihr abzuliefern, zwar spät (wurde schon angemahnt), aber es kam an.
Über Nacht hat sie die beiden Teile geladen und heute dann angeschlossen … oder eben nicht nicht.
Denn statt einfach das Telefonanschlusskabel aus dem alten Apparat herauszuziehen und ins neue hineinzustecken, wie wir es besprochen hatten und was ganz einfach gewesen wäre, hat sie alle Kabel aus dem Router gezogen und natürlich nicht wieder sinnvoll hineingesteckt bekommen. Das Schlimmste – sie hat den Hausnotruf  herausgezogen.

An dieser Stelle war guter Rat teuer. Wie soll ich ihr erklären, was wohin kommt und wie soll ich testen, dass es stimmt? Der Gatte schlug vor, dass wir morgen früh nach Berlin fahren und das Elend richten, was ich ablehnte, weil ich es für drei Kabel in einem Router etwas übertrieben fand.

Drei Kringel im Fußboden und zwei Telefonate später, hatte ich die Johanniter, den Betreiber ihres Notrufes, dazu überredet einen Mitarbeiter bei ihr vorbeizuschicken, der die Kabel richtet und das sogar noch heute. Wunderbar!

Kurz vor 17:00 Uhr kam dann der Anruf, dass alles wieder geht. Wermutstropfen – der gute Mann hatte das alte Telefon wieder angeschlossen, war aber willig dann doch noch das neue an die Box zu hängen. War nicht ganz einfach das zu regeln, weil wir nur zu geringen Teilen die gleich Sprache sprachen und ich am Telefon ganz schlecht mit Händen und Füßen reden kann, aber er tat und wir radebrechten telefonierten noch einmal mit dem neuen Telefon miteinander.
Nun bin ich auf die Rechnung gespannt, die man mir schickt, aber es wird auf jeden Fall günstiger als selbst hinzufahren.

Nach dem bisschen Tagesaufregung bin ich froh, dass der Hausnotruf und das Telefon wieder funktioniert. Beim Internet ist es wohl zweifelhaft, wenn ich alles richtig verstanden habe, aber das ist mir ziemlich wurscht. Ein Leben ohne Internet ist durchaus möglich … vor allem mit 83 und wenn man den Kram sowieso nicht mehr wirklich versteht …

Gewitter …

… gehabt. Gerade eben. Leider viel zu kurz.

Schluckauf …

… lange nicht mehr gehabt, aber nix verlernt. Denn der, den ich gerade habe, verweilt schon gut eine halbe Stunde bei mir und wird sich der Erfahrung nach, noch eine Weile halten und immer wieder kommen. Will ich nicht, brauch ich nicht. Ich hätte lieber noch mehr Gewitter, Regen und Abkühlung … hicks … HICKS …

Änderung der Strategie

Ich habe seit gestern meine Strategie gegen die Hitze geändert.

Zum einen versuche ich sie, so weit es mir möglich ist, zu ignorieren und mich nicht mit ihr zu beschäftigen … ja, mir ist weiterhin heiß, ich schwitze auch weiterhin, mein Kopf fühlt sich auch weiterhin wie ein Schnellkochtopf an, in dem das Hirnwasser mächtig unter Druck steht … jaja, der Druckanzeiger/das Ventil steht ganz auf Anschlag, aber es geht mir trotzdem besser, weil ich es sein lassen, wie es ist … wenigstens weitestgehend und mich nicht zusätzlich darüber ärgere.

Zum anderen mache ich seit gestern die Fenster nicht mehr zu. Verdunkeln ja, aber nicht zu. Sonst habe ich morgens immer alles verdunkelt und die Fenster zu gemacht. So wie es einem vorgebetet wird … garen im eigenen Saft würde man das bei Lebensmitteln nennen.

Ich gare nach der kleinen Änderung immer noch im eigenen Saft, aber ich gare jetzt mit Umluft.
Es ist noch genauso warm, wenn nicht so gar noch ein Grad wärmer, aber das kann ich nicht sagen, weil wir, außer im Badezimmer, wo das Ding in eine Uhr eingebaut ist, kein Thermometer besitzen (eingebildet schwitze und friere ich sowieso weniger, wenn ich nicht sehe, wie warm oder kalt mir laut Thermometer sein müsste), aber ich empfinde es als angenehmer, weil ab und zu ein wenig Luft vorbeikommt. Selbst wenn sie warm ist, ist sie eine willkommene Abwechslung. Es ist nicht so stickig und im Zweifelsfall auch weniger stinkig …

… und weil es jetzt so schön luftig heiß ist, trage ich mich und meinen Körper ins Bad und putze selbiges damit es nicht stinkig wird … putzig … ja, zu solch Ausfällen führt das ständige Erhitzen von Hirnwasser …

Loch an Loch …

… und hält doch!

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Es war ein kurzweiliges Häkelvergnügen!

Die Anleitung war ein guter Anstoß und hat mir das Überlegen abgenommen wie viele Maschen ich nun brauche. Ansonsten war sie geduldig, weil aus Papier ;O).

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Alles in allem habe ich die Tunika kürzer gemacht. Hinten ist jetzt vorne und nur im Ansatz geschlossen. Dafür hat sie Ärmel bekommen. Ich mag sie … erstaunlicherweise. Ich mag das, was ich gemacht habe, nur ganz selten.

Ich hatte gehofft, damit die Wolle verbrauchen zu können, aber weit gefehlt. Das Teil wiegt gerade mal 254g. Jetzt habe ich immer noch 400g. Einen kompletten FarbverlaufsBobel und einen großen Rest. Kommt davon, wenn man den Hals nicht voll bekommt.

Im Spiegel am Donnerstag

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Ja, ein bisschen sehe ich aus wie ein dicker Ballon, aber das macht nix. Das Rot der Leinenshorts war einfach zu schön, um sie nicht mitzunehmen. Beides zusammen, also Shorts und neue Bluse, bläht zwar auf, ist aber wunderbar luftig … muss ja bei den vielen Blähungen der beiden 🤪… vielleicht kann ich jetzt, so als Ballon verkleidet, fliegen …

Im Spiegel am Donnerstag war beim Gatten und mir lange Zeit, als wir noch nicht zusammenlebten, ein wöchentliches Ritual.
Jeden Donnerstag habe ich ein Bild von mir im Spiegel gemacht und ihm per WhatsApp geschickt, damit er nicht vergisst, wie ich aussehe.
Nee, ich habe im Gegenzug keine Bilder bekommen. Ich bin aber auch nicht so vergesslich … rolle

Beim Optiker war es sehr cool. Die haben nämlich eine Klimaanlage. Sehr fein, dass ich dort fast zwei Stunden verbringen durfte. Weniger fein ist das Geld, welches ich in ca. zehn Tagen dort hintragen muss, damit ich meine beiden Brillen mitnehmen kann.
Dieses Mal lasse ich mir wieder eine Lesebrille machen. Manchmal, gerade im Bett oder wenn ich sonst irgendwo herumlümmele und nicht gerade von dem Lesestoff sitze, ist es doch etwas anstrengend den richtigen Punkt in der Gleitsichtbrille zu finden, durch den die Buchstaben erkennbar werden. Wobei die Lesebrille im Verhältnis zur Gleitsichtbrille als Schnäppchen zu bezeichnen ist.

Ich bin auf die neu Brille sehr gespannt. Vor allem bin ich gespannt, ob ich einen qualitativen Unterschied bei den Gläsern bemerke. Die letzten waren aus der  Gleitsichtstudie bei Brille.de und nur halb so teuer wie die neuen.
Es handelt sich in beiden Fällen um Gläser mit der größten Gleitsicht, super entspiegelt, super gehärtet, Clean Coat und ich habe wieder die dünneren Gläser genommen, damit die Brille nicht so schwer wird und die Augen nicht so extrem vergrößert werden, weil ich schon so furchtbar blind bin.

Jetzt gleich im Anschluss an diesen Post werde ich mir final an der Tunika zu schaffen machen und auf den Götterboten warten, der sowieso wieder nicht zustellt. Ich  h a s s e  es! Ja, kein toller Job, nicht gut bezahlt, doofe Arbeitszeiten, aber ein Job und ich finde, dass man das, wofür man bezahlt wird, auch tun muss. Und das nicht nur, wenn man gerade mal nichts besseres zu tun hat oder der Meinung ist, mal wieder etwas tun zu müssen, damit es nicht auffällt, dass man seinen Job nicht tut. Ich habe schon in der letzten Woche durch eine Beschwerde an zwei Stellen dafür gesorgt, dass dem Zusteller, der hier im Moment zuständig ist, mitgeteilt wurde, dass es aufgefallen ist, dass er nicht tut, was er soll. Ich habe überhaupt kein Problem damit dies diese Wochen zu wiederholen. Die Hitze … die draußen und meinen eigene (diesen Sommer und die Wechseljahre können beide in einen Sack, ganz viele Steine dazu, zu binden und ab in den nächsten See/Fluss/Meer) … macht mich unglaublich intolerant.